Cauda Equina Syndrom???

  • Hallo zusammen,

    da Rex (8 Jahre, DSH-Malinois-Mischling) in den letzten zwei Tagen 2 Mal Schmerzlaute bei bestimmten Bewegungen äußerte, waren wir heute beim Tierarzt.

    Er hat ihn abgetastet und meinte es könnte sich um das Cauda Equina Syndrom handeln. Da er ja schon alt ist und ein großer Hund ....

    Hatte natürlich keine Ahnung was das für eine Krankheit sein soll und heute mal im Internet geschaut. Da steht ja jede Menge.

    Der Tierarzt hat uns Tabletten (Schmerz- und Entzündungshemmer) für 12 Tage mitgegeben. Wir sollen ihn schonen und nicht von der Leine lassen, auch nicht im Garten :( :

    Die Schmerzlaute ereigneten sich wie folgt:

    1. Mal, ich komme wie immer Heim, Rex freut sich, begrüßt mich und rennt mit einem Drehsprung in seinen Korb. Da noch alles gut. Dann wollte er, was er sonst nicht macht, nach seinem "Begrüßungsleckerlie" wieder aus dem Korb rausspringen. Er tat es und schrie auf, er hielt die rechte Hinterpfote am Körper hochgezogen. Nach 2 Minuten war alles wieder gut.

    2. Mal, gestern Abend, Rex liegt im Korb. Ich hole mir noch eine Wurstschnitte aus der Küche. Rex wollte aufstehen und mal schauen was ich da habe. Er steigt ruhig aus seinem Korb und schreit auf. Das rechte Hinterbein wieder so angezogen. Er legt sich hin, dass Bein bleibt so in der Luft stehend. Ich zu ihm, ihn beruhigt. Nach ca. 4 Minuten war alles wieder vorbei.

    In den letzten Wochen stand er hin und wieder mal komisch, das Hinterbein entlastend da. Einmal hat er auch ganz stark die Augen verdreht (gab es schon einen Thread von mir) und stand extrem komisch da. Auch hier nur wenige Minuten dann wieder alle o. k.

    Auch beim Gassi etc. merkt man ihm nichts an. Er ist im Allgemeinen ein sehr lebhafter, verspielter Hund.

    Habe hier im Forum schon ein paar Beiträge dazu gesehen und im Internet, halfen mir aber nicht 100 % weiter.

    Daher nun meine Frage an die Wissenden: Wer hat mit der Krankheit Erfahrung und kann mir Tipps (gerne per PN) geben? Was muss ich tun, um Gewissheit zu bekommen ob es tatsächlich das Cauda Equina Syndrom ist oder doch etwas anderes? Wie kann ich Rex das Leben erleichtern oder besser gesagt, den Schmerzen vorbeugen? Was darf er künftig nicht mehr machen? Kann man was zufüttern?

    Für alle hilfreichen Tipps und Antworten vielen lieben Dank im Voraus! Falls mehr Details benötigt werden, bitte melden.

    Besorgte Grüße,

    Tigre

  • Hallo,

    deine Besorgnis kann ich verstehen und ich drücke euch kräftig die Daumen, dass sich der Verdacht auf CE nicht bestätigt.

    Viele Erfahrungen habe ich leider nicht, aber ich würde mich hier gerne dranhängen - wenn ich darf...

    Bei uns war Cauda Equina ein Nebenbefund beim MRT. Also per MRT kann die Diagnose auf jeden Fall gestellt werden. Ob Röntgen oder CT auch ausreichen weiß ich leider nicht.

    Wenn ich es richtig verstanden habe kann man operieren lassen, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht mehr anschlägt.

  • Erfahrung, mehr als mir lieb ist....

    Zuerst würde ich eine anständige Diagnose voraussetzen. Abtasten reicht bei weitem nicht. Um CES auszuschließen (oder zu diagnostizieren) geht es los mit Stellprobe der Hinterbeine, dann sollte ein Röntgen folgen und wenn man da noch kein klares Ergebnis hat (oder eine andere Ursache wie zB Spondylose entdeckt) führt der Weg ins CT.

    Wenn es CES ist, gibt es zwei mögliche Varianten:
    OP, wobei diese Option nicht immer offen steht, je nach dem Auslöser der CES und sie auch nicht immer erfolgversprechend ist.

    Konventionelle Behandlung mit Medikamenten in Kombination mit Physiotherapie.

    Mr Ekko wurde im Alter von 3 Jahren mit CES diagnostiziert. OP war für uns leider keine Option.

  • Unsere letzte DSH hatte CECS, das wurde durch Röntgen vermutet und dann durch ein CT bestätigt.
    Sie wurde in der LMU München daran operiert. Bei der OP wurde ein Wirbeldach angehoben/abgefräst, damit die Nervenbahnen nicht mehr gequetscht werden.
    Bei ihr haben wir bemerkt, dass sie sich zunehmend schwer tut beim Aufstehen und dass der Stellreflex an den Hinterbeinen verzögert war.

  • Bei unserem Rüden haben wir die Diagnose letztes Jahr bekommen. Da war er 5 Jahre alt.

    Wir waren mit ihm erst bei unsere Physiotherapeutin, da er auch mehrfach immer wieder aufgeschrien hat. Nach dem wir das zweite mal deswegen bei ihr waren hat sie uns in die Tierklinik zum röntgen geschickt. Sie hatte den Verdacht auf Spondylose.

    Wir waren bei einem orthopädischen Chirurgen. Der hat auch schon unsere Hündin operiert. Der hat ihn erst abgetastet und dann den Stellreflextest gemacht. Den hat unsere Physio auch schon gemacht. Der war dann auch leicht verzögert.
    Danach hat er ihn geröngt. Da kam dann raus das es keine Spondylose ist sondern CES. Wobei durch CES auch Spondylose entstehen kann.
    Wir sollen ihn jedes Jahr röntgen lassen um zu schauen ob es schlimmer wird. Wenn er einen akuten Schub hat, sollen wir ihm Schmerzmittel geben. Wir gehe mit ihm auch regelmäßig zu Physio.

    Bei ihm ist es zum Glück noch nicht so schlimm. Außer der Physio braucht er zur Zeit nichts. Die Physio hilft bei ihm sehr gut.

    Laut Ta soll er kein abruptes abbremsen machen, kein von der Stelle losrennen, wenn er nicht so schnell und lange laufen mag ist das in ordnung, er soll sein Tempo laufen, wenn er keine Treppen laufen mag dann sollen wir ihn lassen und er soll enge Wendungen/Drehungen vermeiden.

    Er hat uns auch gesagt das es die Möglichkeit einer Op gibt. Laut seiner Meinung sollen wir die aber erst machen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
    Nach der Op kommt das Problem wohl wieder. Man kann aber nicht sagen wann das Problem wieder kommt. Bei einigen kommt es schneller und bei anderen kann es Jahre dauern. Nur wenn es nach einer Op wieder kommt kann man das, wegen dem Narbengewebe, nicht noch mal operiern. Und deswegen sollen wir so lange wie möglich mit der Op warten.

    LG
    Sacco

  • Hallo Helfstyna und herzlichen Dank für deine Antwort!


    dann sollte ein Röntgen folgen und wenn man da noch kein klares Ergebnis hat (oder eine andere Ursache wie zB Spondylose entdeckt) führt der Weg ins CT.

    Macht es da Sinn gleich ein CT machen zu lassen? Dann wird der Hund nur einmal schalfen gelegt.


    Wenn es CES ist, gibt es zwei mögliche Varianten:
    OP, wobei diese Option nicht immer offen steht, je nach dem Auslöser der CES und sie auch nicht immer erfolgversprechend ist.

    Gibt es bei der OP Altersbeschränkungen?


    Mr Ekko wurde im Alter von 3 Jahren mit CES diagnostiziert. OP war für uns leider keine Option.

    Wie konntet ihr Mr Ekko helfen?

    LG Tigre

  • Laut Ta soll er kein abruptes abbremsen machen, kein von der Stelle losrennen, und er soll enge Wendungen/Drehungen vermeiden.

    Hallo Sacco, danke für deine Antwort!

    Für den Fall, das es wirklich CES ist, frage ich mich, wie ich das bei Rex umsetzen sollte. Immer und ewig an der Leine? Gerade er stürmt mit Vorliebe durch den Garten, Drehungen und Wendungen sind sein naturell. Er ist ein aufgedrehtes Energiebündel. Wie machst du das mit deinem Hund?

    LG Tigre

  • Rein vorsorglich habe ich heute Kontakt mit einer Hundephysiotherapeutin und Ostheopatin aufgenommen, dass sie sich Rex mal anschaut. Vielleicht ist es ja doch nur eine "harmlose" Blockade.

    Schönen Abend euch allen!

    LG, Tigre

  • Ich würde nen Kombitermin machen. Erst Röntgen, schlafen lassen und wenn man da nichts sieht weiter ins CT.

  • Es gibt wirklich viele unterschiedliche Gründe für das CES. Bei Grisu ist es ein Bandscheibenvorfall, der auf die Cauda Equina drückt. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Prognosen und Behandlungsmöglichkeiten. CES heißt ja erst mal nur, da drückt was auf das Nervensystem mit entsprechenden neuronalen und/oder schmerzhaften Folgen.

    Bei Grisu wurde anfangs Spondylose als Ursache für die Symptome vermutet und ja, die Spondylose wurde im Rötngenbild auch gesehen. Aber die ist nicht schlimm bei ihm und das Schmerzbild hat dazu letztlich so nicht mehr gepasst, da zu heftig. Ein MRT hat dann sicher gezeigt, was eigentlich das Problem ist (und wir hätten fast eine Gold-OP gemacht, hätte so natürlich nichts gebracht...)

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