Bauchweh, Durchfall und Co. ...
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Gast84071 -
1. März 2016 um 09:56
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Was könnte ihr denn als Aufbau der Darmflora nach AB empfehlen? Symbiopet möchte ich in unserem Fall umgehen, da er bisher auf Hefe immer sehr sehr schlecht reagiert hat (Darmschleimhaut im Kot...).
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Hi,
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Etwas zu empfehlen finde ich immer sehr schwierig, denn jeder Hund reagiert ja anders.
Ich kann dir aber sagen, daß du bei cdVet eine ausführliche telefonische Beratung bekommst. Vielleicht hilft dir das ja weiter. -
cd vet war mir persönlich bis jetzt immer zu teuer. Ich bin eher so der Typ für (Soja-)Joghurt und Sauerkraut.
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Coopers Ergbnis des Kotprofils ist da:
Es wurde Cambylobacter nachgewiesen und er muß leider Antibiotika bekommen. Die Ärztin findet es selbst sehr ärgerlich, daß es nicht ohne geht...aber was will man machen. Die Ausscheidung dieses Bakteriums muß abgestellt werden und dazu ist die Antibiotikagabe leider notwendig. :/ -
Was könnte ihr denn als Aufbau der Darmflora nach AB empfehlen? Symbiopet möchte ich in unserem Fall umgehen, da er bisher auf Hefe immer sehr sehr schlecht reagiert hat (Darmschleimhaut im Kot...).
Wir haben damals von dem Labor, dass die Kotanalyse gemacht hat, außer Schonkost Gastrosel oder Bactisel empfohlen bekommen.
Bactisel hat sehr gut geholfen. Ich habe es nach Abklingen der Symptome noch weitergefüttert. Insgesamt zwei Dosen.
Jetzt ist es fester Bestandteil unserer Notfallapotheke.Bei der Schonkost hat bei uns selbstgekochte Moro Suppe (später mit Hühnchen und Kartoffel) bestens funnktioniert. Schonkostdosenfutter hat er nicht vertragen. Extra Schonkost-Trofu habe ich dann nicht mehr getestet.
Stattdessen habe ich dann später sein normales Extruder Trofu eingeschlichen (Acana) -- und als das hunderprozentig vertragen wurde auch langsam wieder mit kaltgepresstem Trofu (Lukullus) angefangen. Letzteres würde ich nur an Hunde mit gesundem Darm verfüttert, weil es etwas schwerer verdaulich ist, als das nromale Extruder Futter.
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Es wurde Cambylobacter nachgewiesen und er muß leider Antibiotika bekommen
Cambylobacter gehören ja in die Salmonellen, Listerien und EHEC-Abteilung und sie werden hauptsächlich über rohe Lebensmittel aufgenommen. Insofern ist der hygienische Aspekt nicht zu unterschätzen.
Nach der AB-Therapie ist es sinnvoll, wieder "geordnete Verhältnisse" im Darm herzustellen.
Das funktioniert mit Pro-und Prebiotika.
Sowohl Pro-als auch Prebiotika beeinflussen das bakterielle Gleichgewicht im Darm positiv, indem sie gesundheitsfördernde Darmbakterien vermehren bzw. krankmachende Bakterien verdrängen. Im Fall von Probiotika geschieht dies durch die Zufuhr von speziell ausgewählten Keimen, welche die Darm-Passage überleben und unbeschadet in den Dickdarm gelangen. Dazu gehören z.B. milchsäurebildende Bakterien wie Bifido und Lactobacillus...u.a. vorhanden im Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut.
Der Einsatz von Lactobacillen dient vor allem der Erhaltung und Wiederherstellung der Eubiose im Darmtrakt. Nach einer AB-Therapie unverzichtbar.Prebiotika dagegen sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die Wachstum und Aktivität einer begrenzten Zahl an erwünschten Darmbakterien stimulieren. Man könnte auch sagen, dass Prebiotika die "Nahrung" von Bifido und Co. ist. Dazu gehören z.B. resistente Stärke, Oliofructose oder Lactolose.
Besser erklärt: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Haferkleie.Als gesundheitliche Wirkung wird gerade in der medizinischen Fachwelt diskutiert: Stärkung des Immunsystems, verkürzte Durchfalldauer bei Darminfektionen, Senkung der Konzentration von gesunfheitsschädlichen Stoffwechselprodukten....sowie (medizinische) Anwendungsmöglichkeiten bei Infektionen mit Helicobacter/Cambylobacter.
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Das Sauerkraut sollte dann in welchen Mengen verabreicht werden? Und roh...? :-)
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@Audrey II
Vielen Dank für diese guten Infos und Erklärungen.
Wirklich sehr hilfreich.
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Mensch, das ist ja blöd mit Cooper. Aber immerhin, ihr kennt jetzt "den Gegner" und er ist bezwingbar! Halt noch ne Runde AB, da kommt es ja fast auch schon nicht mehr drauf an

Ich wollte punkto Darmaufbau nach AB auch noch mal Schonkost in den Raum werfen. Dass der Darm entlastet wird und sich mehr dem Aufbau eines guten Darmklimas widmen kann.
Punkto cd/vet-Preise: Da kann ich empfehlen, sich das mal konkret auszurechnen, wie viel man braucht von dem Produkt - evt. ist es als Tagesdosis berechnet nicht sooo teuer?
Ich persönlich finde auch das Bactisel gut:
"(...) enthält lyophilisierte, mikroverkapselte, im Darm lebens- und vermehrungsfähige, apathogene Milchsäurebakterien der Gattung Enterococcus faecium (Cylactin) in hoher Konzentration. Da Indigestion stets mit einer Malabsorption einhergehen, sind die für die Regenerierung der Darmschleimhaut wichtigsten Vitamine A, D und E ergänzend beigemischt worden."
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Das Sauerkraut sollte dann in welchen Mengen verabreicht werden? Und roh...?
Ein wichtiges Kriterium ist, dass die Mikroorganismen sprich Milchsäurebakterien den Dickdarm lebend erreichen. Dazu müssen sie je nach Spezies in bestimmten Mindestmengen aufgenommen werden. Das macht die Sache beim Sauerkraut schwierig. Es schmeckt roh einfach zu sauer für den Hund.
Alternativ habe ich fast 1 Jahr lang Bokashi gefüttert. Das hat eine milde Säure und kann ohne Probleme unter das fertige Menü untergemischt werden. Man braucht etwas Geduld bei solchen "natürlichen" Aktionen. Eine Eubiose bildet sich nicht in 1-2 Wochen neu.
Mein Erfolg: Seit Jahren eine stabile Darmflora. Es lohnt sich also abzuwarten und dem Darm die nötige Zeit zu geben.
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