Chef zieht Erlaubnis für Bürohund zurück

  • Ich würde nochmal das Gespräch mit dem Chef suchen, wie es zu der plötzlichen Sinneswandlung kam, denn er war doch erst mit dem erneuten Wechsel einverstanden, oder?

    Möglicherweise steckt doch noch jemand anderes dahinter. Vielleicht waren nicht alle Kollegen ehrlich, die gesagt haben, sie finden den Wechsel ok und haben sich dann später beim Chef beschwert und nun ist es ihm zu viel geworden? Vielleicht gibt es da noch Möglichkeiten was zu klären?

    Ich drück dir die Daumen!

  • Ich würde nochmal das Gespräch mit dem Chef suchen, wie es zu der plötzlichen Sinneswandlung kam, denn er war doch erst mit dem erneuten Wechsel einverstanden, oder?


    Der Chef hat dem ersten Wechsel zugestimmt und dem zweiten nun nicht. Es gab also in dem Sinne keinen Sinneswandel. Der Chef hat scheinbar nur festgestellt, dass der Hund die Dinge verkompliziert.

    Ich kann das auch irgendwo nachvollziehen. Man darf nicht vergessen, dass es immer ein Entgegenkommen des Arbeitgebers ist, wenn der Hund mit in den Dienst darf. In erster Linie ist man aber Angestellte/r in dem Betrieb. Das heißt, der Hund darf bei einem solchen Entgegenkommen den Arbeitsablauf nicht stören. Das tut er aber, wenn das Frauchen die Abteilung wechseln muss, nur damit der Hund mit zur Arbeit darf. In einer neuen Abteilung muss man sich komplett neu in die Arbeitsabläufe einarbeiten. Das ist etwas, was ohne den Hund gar nicht erst nötig ist.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du eine gute Lösung findest. Vielleicht gibt es ja doch eine Lösung innerhalb des Betriebs. Ich möchte nur für ein bisschen mehr Verständnis für den Arbeitgeber werben.

  • Nein, ich kann deinen Chef nicht verstehen. Ich finde das ziemlich fies von ihm, dir die Mitnahme des Hundes auch noch so kurzfristig zu verbieten. Zumal du ja eine Lösung hast, die für alle Betroffenen ok ist.

    Leider kann er das machen, nur...fair ist das nicht.

    Will mein Chefin mich mal loshaben, dann muss sie das nur machen...und sofort bin ich weg. Das weiss sie auch. Denn die Mitnahme des Hundes war die Grundvoraussetzung, dass ich den Job annahm. Wäre mir das nicht zugesichert worden, hätte ich den Job nicht angenommen, nicht annehmen können.

    Es tut mir leid für euch. Rede doch nochmal mit ihm. Wenn der Hund brav ist, keine Leute belästigt, du deinen Job gut machst und der Hund dich dabei nicht beeindrächtigt/abhält davon und du ja schon eine gute Lösung hast, echt, Mensch, wo ist das denn ein Zirkus.... :ka:

    drück dir die Daumen
    Gruss Eva

  • Nein, ich kann deinen Chef nicht verstehen. Ich finde das ziemlich fies von ihm, dir die Mitnahme des Hundes auch noch so kurzfristig zu verbieten. Zumal du ja eine Lösung hast, die für alle Betroffenen ok ist.


    Nochmal:
    In einer neuen Abteilung ist eine erneute Einarbeitung erforderlich. Ich kann in meiner Dienstelle viel mit Kollegen auskarteln und es wird für sie passen, das heißt noch lange nicht, dass der Chef das dann auch abnicken muss.


    Denn die Mitnahme des Hundes war die Grundvoraussetzung, dass ich den Job annahm. Wäre mir das nicht zugesichert worden, hätte ich den Job nicht angenommen, nicht annehmen können.


    Das ist aber in diesem Fall nie so gewesen.

    Der Hund wurde durch einen Todesfall sehr kurzfristig aufgenommen und der Chef hat sich netterweise dazu breitschlagen lassen, dass der Hund mit in die Arbeit darf. Vielleicht sollte man sowas nicht immer als selbstverständlich sehen.

  • so einfach kann der chef es nicht zurückziehen wenn es schon ne ganze zeit so läuft, bestandsschutz und gewohnheitsrecht.
    der HH plant ja damit das der hund mit kann und hat ja keine alternative zur mitnahme des hundes.

    ist ja genauso wie bei den mitarbeitern mit kindern, die haben ja auch feste bedingungen unter der sie nur arbeiten können, bestimmte zeiten, oder tage, das kann auch nicht einfach so geändert werden, weil dann keine betreuung vorhanden ist.

    eine andere abteilung wird nicht sehr viel einarbeitung benötigen, die arbeit wird ja sehr ähnlich sein.

    kann daher nur empfehlen den hund oder auch das kind mit in den vertrag schreiben zu lassen oder einen zusatz vermerk, dann ist es noch rechtssicherer

  • eine andere abteilung wird nicht sehr viel einarbeitung benötigen, die arbeit wird ja sehr ähnlich sein.

    Ich weiß nicht wo du arbeitest oder die TE, aber bei uns wäre eine mehrwöchige Einarbeitung absolut erforderlich, selbst wenn man den Rest des "Ladens" kennt.

  • sie arbeitet als sekretärin, daher denke ich das im neuen büro der job ähnlich sein wird und in den meisten firmen rotiert man auch damit man eben fast alle abteilungen kennt und übernehmen kann (solange die ausbildung es zu lässt)

  • Also Hunde mit Kindern vergleichen ist ja immer schwierig, hier finde ich es allerdings sehr schräg.....

    Klar ist das blöd wenn der Chef die Erlaubnis zurück zieht. Aber ich kann doch nicht drauf bestehen mein Hobby mitzubringen ?

    Ich muss die betreuungszeiten meines Sohnes auch meiner Arbeit anpassen.

    Und nur weil ich finde das ein Arbeitsplatzwechsel kein Problem ist, kann mein Chef das anders sehen und dies verweigern. Nicht schön aber evtl hat er ja dafür sogar gute Gründe.

  • Und nur weil ich finde das ein Arbeitsplatzwechsel kein Problem ist, kann mein Chef das anders sehen und dies verweigern. Nicht schön aber evtl hat er ja dafür sogar gute Gründe.


    Dem stimme ich absolut zu - und gute Gründe dürfte er haben.

    Das fängt schon mal damit an, dass er der TE bereits einmal einen Arbeitsplatzwechsel wegen des Hundes zugestanden hat. Das konnte man damals mit der Ausnahmesituation (Todesfall in der Familie) begründen.

    Nun aber gibt es erneut Probleme wegen der Anwesenheit des Hundes. Und da ist es nachvollziehbar, dass der Chef sagt "nö, einmal eine Ausnahme, ok. Aber kein zweites Mal". Denn wenn er jetzt hier wieder einen Wechsel des Arbeitsplatzes und der Verantwortlichkeiten genehmigt - es kommt allein durch den Wechsel zu Unruhen. Denn auch wenn es die gleiche Firma ist - in zwei verschiedenen Abteilungen wird idR nicht so identisch gearbeitet, dass man quasi einfach am Morgen in ein anderes Büro geht und dann einfach seine Arbeit aufnimmt.
    Es müssen Arbeitsübergaben gemacht werden. Die gewechselten Mitarbeiter müssen sich in die neuen Arbeitsroutinen, Abläufe, Eigenheiten der neuen Abteilung einfinden.

    Warum sollte der Chef einer solchen Maßnahme zustimmen, die letztendlich sein Geld kostet?

    Mal davon abgesehen - ein mE noch viel wichtigerer Grund ......
    Hier würde ein Mitarbeiter zum zweiten Mal das Privileg in die Personalzuteilung indirekt oder sogar direkt (indem sie ja quasi schon im Vorfeld mit anderen Kollegen den Wechsel diskutiert hat) einzugreifen und "mitzubestimmen".

    So .... und was ist, wenn dann in 4 Wochen ein anderer Mitarbeiter kommt und sagt "ich will von Abteilung A nach Abteilung B wechseln, da ich ein Kind habe und in Abteilung B müsste ich erst um 9 da sein - da hätte ich mehr Zeit mein Kind in den Kindergarten zu bringen." Und weitere 8 Wochen später kommt der nächste Mitarbeiter "ich würde gern von Abteilung D nach Abteilung A wechseln, da ich in Abteilung A früher anfangen und damit auch früher Schluss machen kann, dann reicht es mir noch, vor meinem Kind daheim zu sein und ich brauche keine Kinderbetreuung" ........
    Stimmt er dem jeweiligen Wechsel dann auch wieder zu? Und wenn nein, mit welcher Begründung lehnt er die jeweiligen Wechsel dann ab?
    Weil es sich um Kinder handelt und wir Hundehalter ja per se das Recht haben, dass unsere komplette Umwelt sich gefälligst nach unserem Hobby zu richten hat?

  • So .... und was ist, wenn dann in 4 Wochen ein anderer Mitarbeiter kommt und sagt "ich will von Abteilung A nach Abteilung B wechseln, da ich ein Kind habe und in Abteilung B müsste ich erst um 9 da sein - da hätte ich mehr Zeit mein Kind in den Kindergarten zu bringen." Und weitere 8 Wochen später kommt der nächste Mitarbeiter "ich würde gern von Abteilung D nach Abteilung A wechseln, da ich in Abteilung A früher anfangen und damit auch früher Schluss machen kann, dann reicht es mir noch, vor meinem Kind daheim zu sein und ich brauche keine Kinderbetreuung" ........
    Stimmt er dem jeweiligen Wechsel dann auch wieder zu? Und wenn nein, mit welcher Begründung lehnt er die jeweiligen Wechsel dann ab?

    Warum nicht, das ist fast täglich ein Teil meines Jobs. Ich bin nach gut 30 Berufsjahren in der Führung der Überzeugung, dass Mitarbeiterzufriedenheit zu hoher Motivation und damit zu sehr guten Betriebsergebnissen führt.

    Die Situation überdenken, die Zusammenhänge/Auswirkung analysieren, Lösungen sehen.... und wenns aufgeht.... why not? Wenn nicht, dann kann das sachlich und transparent begründet und nicht als ein "Zirkus" abgetan werden. Sackschwach sowas.
    Für einen Fehlentscheid (Tragweite der Zusage nicht bedacht) kann man sich entschuldigen, eine Übergangslösung anbieten und eine Frist setzen, die der Betroffenen Zeit lässt, das Ganze zu organisieren.

    Nix ist schlimmer für einen Betrieb wie eine Führungsperson, die mal ja sagt und dann wieder nein, weil sie für etwas zu dem sie ja sagte, nun beim ersten "Problem" den Schw... einzieht und die MA mit einer derart kurzfristigen Frist, quasi von heute auf morgen ins Dilemma bringt.

    Natürlich kann er das machen und begründen mit dem oben zitierten.
    Ich persönlich würde so jemanden in der Führung aber auswechseln. Wenn ihm die Firma gehört, na dann mal sehen, wie lange er erfolgreich ist.

    Ändert für die TE aber nicht viel, sie hat nun mal den Chef den sie hat. Aber dass User das auch noch gutieren mit derartiger Unterwürfigkeit und Ergebenheit... das gibt mir zu denken.

    Ich hab für die TE Verständnis, sie hat ihrem Chef vertraut und sich auf ihn verlassen. Das wird ihr nun zum Verhängnis.

    Gruss Eva

    Weil es sich um Kinder handelt und wir Hundehalter ja per se das Recht haben, dass unsere komplette Umwelt sich gefälligst nach unserem Hobby zu richten hat?

    Wie kommst du darauf? Das hat sie doch gar nicht in diesem Tenor verlangt.

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