10 cm großes Geschwür im Enddarm.
-
-
Guten Abend.
Wir haben ein großes Problem mit unserer elfjährigen Hündin Mara.
Angefangen hat alles damit, dass sie häufiger als gewöhnlich Kot absetzen musste. Dabei haben wir uns allerdings nicht viel gedacht, war ja von der Konsistenz ganz normal... Allerdings wurde es schlimmer, der erste Haufen kam normal, nur weniger als sonst, dann immer durchfallartiger je weiter der Spaziergang führte.
Wir dann erstmal die üblichen Hausmittel gegen Durchfall ausprobiert, nix half, also Tierarzt.
Der erste Arzt hat einen Monat lang nur ausprobiert, das einzig sinnvolle daran war die Kotprobe, die allerdings ohne Befund war.
Da es immer schlimmer wurde und sogar Blut im Kot war, bin ich dann mit ihr zu einer anderen Tierärztin, Zweitmeinung einholen.
Diese hat Mara auch besser untersucht, Finger in Enddarm, ob ne Verstopfung vorliegt, aber nichts auffälliges gefunden, also Antibiotika und Durchfallblocker verordnet und Termin für paar Tage später vergeben.
Mara ging es erst besser, allerdings wurde es schnell wieder schlimmer, bis hin zu Schmerzen beim Kotabsatz und immer weniger Output, sogar auf den Teppich hat sie gemacht, was sonst nicht passiert ist, da sie besonders gut Stubenrein ist...Blut war allerdings keiner mehr im Stuhl...
Also wieder zur neuen Tierärztin, da dann nochmalige Untersuchung mit röntgen, allerdings vorerst ohne Befund, Vitamin B verordnet und erstmal abwarten, da es ja etwas besser geworden ist (kein Blut mehr)...
Dann Dienstag der Schock, es kommt fast nur noch Blut aus dem After und das Futter kommt nur noch oben wieder raus, wenn überhaupt. Mara geht's schlecht, zittert, hechelt stark und Versuche Kot abzusetzen werden nur noch vom Übergeben abgelöst... Also wieder Tierarzt... Da dann nochmals Untersuchung und dann der Schock, Mara drückt so doll, dass die Tierärztin nen Fremdkörper fühlt, Tumorverdacht!
Sofort Klinik fahren! Dort dann erstmal Notmedikamente bekommen und ich musste meine geliebte Hündin dort lassen, dass sie erstmal an den Tropf kommt und nächsten Tag dann Endoskopie.
Dann kam, was wir schon befürchtet hatten, 10 cm großes Geschwür im Enddarm schon entzündet, was den Darmausgang inzwischen komplett verstopft. Also erstmal kompletten Darm entleert, denn der war natürlich übervoll...
Op erstmal ausgeschlossen, da schlecht bis unmöglich zu operieren. Also eigentlich keine Hoffnung mehr, allerdings ganz kleine Chance, falls das Ding (noch nicht klar, ob überhaupt ein Tumor) durch Medikamente kleiner wird.
Also schlaflose Nacht gehabt, waren fast sicher, dass wir sie einschläfern lassen müssen...
Nächsten Morgen dann die Erlösung, das Ding versperrt nicht mehr den kompletten Darm, Mara kann vorerst heim! Aber die Biopsien laufen noch bis Mittwoch und bis dahin bekommt sie Medikamente, damit sie überhaupt Kot absetzen kann.
Nun hat sie aber verständlicher Weise immernoch starke Probleme beim Kotabsatz, sie hat nicht mehr diese schlimmen Schmerzen, kein Erbrechen mehr und ist vom allgemein Befinden wieder viel besser drauf. Aber es kommt halt kaum was durch und das was kommt, komplett flüssig.
Nun also meine Überlegung, was kann ich ihr am Besten füttern, dass sie nicht noch mehr abmagert, aber auch kaum was im Darm landet? Die Ärztin meinte wir sollten sehr Ballaststoffreich füttern und je weicher desto besser.
Habt ihr vielleicht irgendwelche Ideen?
Wir müssen halt irgendwie die Zeit bis mindestens Mittwoch rumkriegen und ich hab halt Angst, dass der Darm sich wieder komplett verstopft und sie wieder so schlimm wie Dienstag dran ist...
Hoffe, dass uns irgendwer helfen kann. Hab schon an Haferflocken mit Milch gedacht, weiß aber nicht, ob das ne gute Idee ist...
Allerdings lieber Durchfall, als gar kein Kotabsatz oder?
ICH BRAUCHE DRINGEND HIIILFE... Hoffentlich hat Jemand ne Idee...
Liebe Grüße Antje mit Mara. - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: 10 cm großes Geschwür im Enddarm.*
Dort wird jeder fündig!-
-
Oha, ich drücke ganz fest die Daumen!
Meine Hündin (ca 10 J.) bekam letztes Jahr einen ca faustgroßen Tumor entfernt, der von außen auf dem Darm saß. Bis dieses Geschwulst per Ultraschall diagnostiziert wurde, hatte sie auch schlimmste Kotabsatzprobleme.
Seit der OP braucht sie etwas, dass den Kot fluffigr macht, weil der Darm nun eine gewisse Engstelle hat.Der TA, der operiert hat, empfahl zu diesem Zweck Lactuolose in ihr normales Feuchtfutter.
Das wirkte, aber irgendwie unzuverlässig.
Seine Kollegin hatte eine viel bessere Idee: Flohsamenschalen! Das Tolle ist, die wirken gegen Verstopfung und gegen Durchfall.
Ich schreibe dir gleich den Namen des Präparates!Ich sehe es auch so: besser zu dünner Kot als Verstopfung. Deshalb habe ich bei schlimmer Verstopfung als Notfallmuttel Parafinöl gegeben (kennt man auch aus der Pferdehaltung.)
(Melde mich gleich noch mal.)
-
Die Ärztin meinte wir sollten sehr Ballaststoffreich füttern
Ruf doch einfach mal in der Klinik an und frage nach, was Du füttern solltest.
Wenn man da steht und bekommt die Diagnose, ist man doch erstmal geschockt und vergisst, weiter nachzufragen. Kann man ja aber nachholen.

Drücke die Daumen!
-
Enteropro
heißt das Mittel aus der Tierklinik.
Da sind Flohsamenschalen drin, die kriegt man auch anders. Ist frei verkäuflich. (Nicht irritieren lassen von dem, was drauf steht! Geht nicht um Diät - das vermarkten die so, weil es so ballastoffreich ist.)
Mischt man dem normalen Futter unter, zusätzlich Wasser ans Futter machen, falls sie sonst nicht trinken mag.Ich drücke euch ganz fest die Daumen!!
-
Antje, das tut mir furchtbar leid

Ich drücke ganz dolle die Daumen, dass das Geschwür kleiner wird!!!
Flohsamen solltest Du auch in der Apotheke bekommen, ne Bewohnerin von uns kriegt die auch und sie wirken super!!
-
-
Unsere letzte DSH bekam in ihr Futter auch Flohsamenschalen, um den Kot dauerhaft weich zu halten, da sie Analfisteln hatte.
-
Liebe Antje,
noch eine Erfahrung von Joys Darmgeschwulst, die dir vielleicht helfen kann:Man sah den Tumor ja auf dem US. Der Klinik-Chef hat es sich angeschaut und dann gesagt, dass er das letztlich nur vor dem offenen Bauch beurteilen kann, was da genau los ist.
Ich war entsetzt und fand das irgendwie sehr "hemdsärmelig". Aber dieser erfahrende Operateur empfahl die Bauchöffnung, auch zur genauen Diagnostik, denn das gibt Einblicke, die wohl kein weiteres bildgebendes Verfahren in dieser Deutlichkeit geben kann.Zum Paraffinöl:
Das gibt es auch in der Apotheke. Es riecht wie Lampenöl. Es schiebt den Kot "vor sich her" und befördert ihn heraus, löst auch hartnäckigsten Kot auf. Man gibt es ins Feuchtfutter.
Ein Einlauf kann Ähnliches leisten.Und noch mal zu einer OP:
Aufgrund der neuen Narkosemöglichkeiten ist das Narkoserisiko geringer geworden und es können auch ältere, instabilere Hunde noch operiert werden. Joy war 9 J und hat die OP sensationell gut weggesteckt, trotz der riesen Bauchnarbe (ca. 4x so groß ist wie ihre Kastra-Narbe).
Ich möchte dich also ermutigen, dass eine OP möglich sein kann und gut gehen kann.Ich drücke euch ganz fest die Daumen und Mara, keep the power!!
-
Oh je, das ist erst mal ein Schock!
Aber richtig: Lactulose und Flohsamen helfen erst mal.
Und ja, wie es entgülig aussieht kann man nur sehen, wenn man aufmacht. Leider scheint es sehr nahe am After zu sitzen, da wird es mit dem Schließmuskel schwierig.
Was ich machen würde: Probelaparatomie um zu sehen, wie es wirklich aussieht sobald der Hund fit dazu ist. Und wenn nix mehr geht nicht mehr aufwachen lassen...
ich weiß, das klingt hart, aber Hunde leiden so arg, wenn sie nicht mehr sauber sein können und das Ding scheint auch so schnell gewachsen zu sein? -
Nun also meine Überlegung, was kann ich ihr am Besten füttern, dass sie nicht noch mehr abmagert, aber auch kaum was im Darm landet? Die Ärztin meinte wir sollten sehr Ballaststoffreich füttern und je weicher desto besser.
ReConvales Tonikum und Recovery Feuchtfutter fallen mir da ein. Das Tonikum ist flüssig, superleicht verdaulich und wird gern geschleckt, allerdings ist die Energiedichte da nicht für die Dauer ausreichend, deshalb kann man noch mit Recovery Feuchtfutter und/oder ReConvales Power Paste ergänzen - gibts in den TA-Praxen oder Kliniken aber auch online bei z. B. Füttern-und-Fit (deren Lieferzeiten waren aber bei meinen letzten Bestellungen exorbitant lang)
Mit Flohsamenschalen habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht - neben Apotheken bekommt man das z. B. auch im Makana-Online-Shop recht günstig. An die individuelle Dosierung muss man sich da ran tasten. Zum Kot weichhalten gibt man es am besten mit Feuchtfutter, rührt es dort ein und läßt es ein wenig vorquellen, damit es dem Körper nicht unnötig Flüssigkeit entzieht. Laktulose wird von menschlichen Patienten sehr oft als stark zu Blähungen führend beschrieben - das sollte man im HInterkopf behalten, wenn man es anwendet.
Bei Geschwüren im Enddarm könnte man noch über die Gabe von Salofalk Klysmen nachdenken, das ist ein stark entzündungshemmender Wirkstoff, der durch das Klysma lokal dort landet, wo es wirken soll und in der Humanmedizin bei Colitis Ulzerosa eingesetzt wird. Ggf. muss das Medikament offiziell "umgewidmet" werden, das ist bei Haustieren aber im Normalfall kein Problem. Geschwüre können durch Schwellung tatsächlich mal sehr sehr gross werden - und durch die Schmerzhaftigkeit zu einem Kotverhalten führen.
Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für solch ein Krankheitsgeschehen, bösartige Tumoren sind nur ein Teil davon. Eine diagsnostische Laparatomie wäre nach Stabilisierung auch meine erste Wahl.
Ich drücke alle Daumen für Euch.
LG, Chris
-
Habe z. Zt. auch eine Hündin mit Außentumor
am Po. Festgestellt über Röntgen.
Medis: AB und Schmerzmittel.
Bewegt sich der Tumor, heißt wird kleiner, ist von
einen gutartigen auszugehen. Das müssen wir jetzt
gerade abwarten.Sie bekommt ihr Futter püriert, das Ergebnis ist gut,
natürlich nicht mehr so breit und dicht wie ehemals,
hilft aber unglaublich.
Sollte es schmaler werden, wäre Lactulose und in
Richtung Verstopfung dann Paraffinöl angesagt.
Flohsamen nehme ich nicht, noch nicht, da es bis jetzt
so funktionierte. Muss man halt ausprobieren, was für
den speziellen Fall am Besten ist.Paraffinöl hebe ich mir bis zuletzt auf, als Reserve,
wenn gar nichts mehr geht, ansonsten könnte es auch einen
Crash bedeuten. Besser ist die Sache zu pürieren, danach
Lactulose, Flohsamen, Paraffinöl je nach Stand der Krankheit
und Kotabsatz. Wir sind wieder bei pürieren angelangt, GsD. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!