vor die Tür setzen ?

  • Hallo zusammen,

    ich arbeite zu Hause und unser kleiner Jagdhund (5) ist ständig bei mir. Wenn ich arbeite sitzt/döst er in seinem Körbchen, dabei ist die Terrasse und der 1000m² Garten nur 2 Meter entfernt. Freiwillig geht er aber nicht raus. Wenn ich ihn rausbegleite, dann springt er los und rennt in die Büsche, wenn ich arbeite, hockt er wieder vor meinen Füßen. Ich kann den doch nicht ständig an die Hand nehmen :) oder soll ich es wie meine Mutter machen, die mich als Kind immer vor die Tür geschickt hat "geh spielen und komm um 6 wieder" ?
    Dazu müsste ich den Kleinen aktiv vor die Tür setzen und die Tür schliessen (er könnte mich dann immer noch sehen), sonst ist er wieder da. Dabei gibt es draußen soviel an Kleintieren zu beobachten und jagen... ich verstehe das nicht oder ist dem Kurzhaar draußen zu kalt ? Ich meine es friert ja noch nicht und wir haben 8-10 Grad draussen und dort ist sogar eine Stoffmatte....
    Tja, soll ich ihn nun hin und wieder mal für eine Stunde "aussperren".
    Freue mich auf Eure Ideen dazu
    Viele Grüße

  • Unser Hund will auch nicht allein draußen sein, egal, wie warm oder kalt es ist.

    In seinem Korb im Flur liegen (wo im Zweifel weniger los ist als draussen) und dösen ist ok, auch wenn ich in einem anderen Raum bin. Allein nach draußen beschränkt sich auf einmal das Revier (Grundstück) ablaufen, vielleicht ein Geschäftchen verrichten und dann wieder rein wollen.

    Wobei ich auch nicht wollen würde, dass er draußen Kleintiere (oder unsere Hühner) jagt. Würde ich das mitkriegen, dürfte er allein nicht mehr raus.

  • Statt ihn alleine auszusperren würde ich doch einfach mit ihm Gassi gehen. Verstehe das Problem nicht ganz. Ein Hund braucht seine täglichen Gassigänge, den Rest der Zeit kann er dann Zuhause entspannen.

    Ihn draußen Kleintiere jagen lassen als Beschäftigung, im Ernst jetzt? Gaaanz schlechte Idee. Zum einen hat es kein Kleintier verdient gejagd zu werden, zum anderen förderst du schön den Jagdtrieb deines Hundes damit.

  • klar gehe ich mit dem Kerl spazieren, dreimal am Tag in den Wald.
    Ich leite ihn auch nicht an, andere Tiere zu jagen, nur wenn Nachbars Katze erscheint ist halt was los oder das Eichhörnchen auf dem Zaun langkrabbelt und dem Hund den Stinkefinger zeigt. Da kommt er ja nicht ran :)

  • Hazel würde auch niemals alleine draußen bleiben. Sie geht mit raus, wenn wir raus gehen. Gehen wir wieder rein, kommt sie automatisch mit. Warum sollte ich sie also aussperren, wenn sie doch lieber bei uns ist? Macht keinen Sinn. Freu dich, dass dein Hund gerne bei dir liegt.

  • Warum soll er draussen spielen gehen?
    Hunde haben ein Ruhebdürfnis von etwa 20h. Lass deinem Hund das. Ist doch schön das er deine Näe sucht und völlig normal.

    Auslastung, Spiel usw. sollte, insbesondere bei einem Jagdhund, immer mit Herrchen/Frauchen stattfinden.

  • Ich seh da überhaupt keinen Sinn drin. Wenn er alleine nicht raus will, weil er sich mit DIR beschäftigen will, ist das doch super und ein toller Beweis für eure Bindung! Ich würde das niemals kaputt machen, indem ich sage: "Geh dich alleine beschäftigen!"
    Damit kannst du dir auch ganz easy ganz viele Probleme machen. Grade wenn er dann auch noch jagen gehen sollte, weil du ihn aussperrst. Er lernt dadurch doch nur, dass es ohne Frauchen Spaß gibt, wenn er es denn irgendwann nicht mehr doof finden sollte. Bei einem Hund halte ich das per se für überhaupt keine gute Idee, um ehrlich zu sein.

  • . Wenn ich ihn rausbegleite, dann springt er los und rennt in die Büsche, wenn ich arbeite, hockt er wieder vor meinen Füßen.

    Das ist doch völlig normal

    soll ich es wie meine Mutter machen, die mich als Kind immer vor die Tür geschickt hat "geh spielen und komm um 6 wieder" ?

    Du warst ein menschliches Kind, Dein Hund ist ein Hund. Menschenkinder werden wie Menschenkinder behandelt, Hunde wie Hunde.

    Ich meine es friert ja noch nicht und wir haben 8-10 Grad draussen und dort ist sogar eine Stoffmatte....

    Warum sollte ihm kalt sein?

    Hunde sind Rudeltiere, das heißt, am liebsten halten sie sich in Gesellschaft auf, das vermittelt ihnen Sicherheit, Schutz. D Hunde nunmal eng mit Menschen zusammenleben, nehmen sie entsprechend den Menschen als Sozialpartner, als "Rudel-Ersatz".

    Deswegen ist es absolut normal, dass Dein Hund die Nähe seines Menschen sucht und nicht einfach rausgeht um Kleintiere zu jagen (ich hoffe, dass darf er nicht wirklich!!!)

    Beschäftige Dich mit ihm, geh mit ihm spazieren und lass ihn zu Hause da seine Zeit verbringen, wo er eben am liebsten ist.

  • Beantworte Dir folgende Frage: Was hat Dein Hund davon, Dich eine Stunde von draußen durch die Terrassentür anzustarren, weil er eigentlich gar nicht draußen, sondern bei Dir sein will?

    Mit dieser Antwort dürfte Deine Eingangsfrage beantwortet sein.

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