Rüden bei der Abwehr von Prolls unterstützen - Wie?
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Hallo zusammen,
Newton scheint nun endgültig nach "Rüde" zu riechen und wird derzeit des Öfteren von anderen Rüden angeprollt. Er selbst interessiert sich für intakte Rüden nicht mehr groß. Wenn der andere Rüde nicht versucht, Kontakt aufzunehmen, geht Newton einfach vorbei, ohne zu Schnuppern. Nimmt der andere Rüde Kontakt auf, schnuppert er kurz und möchte dann (eigentlich) weiter.
Nun bietet sich mir aber immer häufiger folgendes Bild: Der andere Rüde und Newton beschnuppern sich. Newton will weiter. In diesem Moment fängt der andere Rüde an zu prollen und schiebt den Kopf über Newtons Rücken. Newton hebt daraufhin einmal kurz die Lefze und möchte dann weiter (wohl in der Hoffnung, dass der andere Rüde "verstanden" hat...). Anstatt von dannen zu ziehen, versucht der andere Rüde dann aber oft aufzureiten. Nun ja, das lässt sich Newton mittlerweile eben nicht mehr gefallen und dann gibt es eine Ansage, die sich gewaschen hat und die dann meist auch verstanden wird.
So, nun meine Fragen dazu:
1. Was tue ich am besten, wenn ich merke, wir haben es mit einem Proll zu tun? Abrufen habe ich einmal probiert und nie wieder, weil der andere Rüde dann erst recht drauf gegangen ist.
2. Wenn ich es früh genug erkenne, dass der andere Rüde "komisch" drauf ist, leine ich Newton an und blocke den anderen Rüden. Manchmal erkenne ich es aber nicht früh genug, bzw. es ist zu spät um anzuleinen, weil der Rüde plötzlich da steht und ich dann nicht mehr abrufen kann (s.o.). Würdet ihr dann direkt dazwischen gehen oder diese "Kommunikation" (nenne ich es mal) erlauben?
3. Bisher mache ich es so, dass ich spätestens dann einschreite, wenn Newtons Ansage nicht verstanden wird. Oft auch aus dem Grund, weil alles so schnell passiert, dass ich erst ankomme, wenn die Situation fast gelaufen ist.
4. Was ich nicht möchte, ist, dass Newton lernt, dass ich ihm nichts zutraue und daher ausnahmslos solche Begegnungen für ihn manage. Ist dieser Gedanken kann richtig/falsch/völlig Banane?
5. Bitte fragt mich nicht, wieso ich das regeln muss und nicht die Besitzer des anderen Rüden. Das frage ich mich selbst. Bzw. erhalte Antworten wie "Meiner ist halt ein souveräner Rüde. Das machen die so." / "Das ist normales Rüdengeprolle." / etc. Heute hat uns ein Rüde minutenlang verfolgt, weil er weder auf den Abruf gehört hat, noch sich von mir überzeugen ließ, dass wir wirklich keinen Bock auf ihn haben... Nun ja...
Habt ihr mir ein paar Tipps?
Danke und Grüße,
Rafaela - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
ich habe meinen Rüden eigentlich immer von anderen Rüden fern gehalten. Er hatte keine Lust auf Kommunikation und war sich selbst genug. Er war nur 44 cm hoch und ist mehrfach angegangen worden.
Mit bekannten Rüden konnte er gut umgehen und hat nie von sich aus angefangen zu prollen. Mir ist es, bis auf 1x, immer gelungen fremde Rüden von ihm fern zu halten.
Leider sind manche Besitzer da echt komisch drauf, aber mit der Zeit hat man ein dickes Fell. Wenn ein Rüde mal aufdringlich wurde, war ich da und habe es unterbunden. Je nachdem wie dreist der andere war gab es eine kräftige Ansage und das hat immer gewirkt.
Hier sind nicht so viele Hunde unterwegs und die meisten kenne ich und wenn man selbstsicher durch die Gegend geht reagieren viele angemessen.
Wir sind hier nicht auf Hundeausläufe angewiesen und haben viel Raum, bis auf die Wochenenden.LG Terrortöle
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also, ich habe einen rüden, der so wäre, wie du beschreibst, wenn ich nicht einschreiten würde (ich hab eher das gegenteilige problem, dass ich ständig gesagt bekomme, ich solle es laufen lassen "die klären das unter sich")...
Wenn du merkst, der andere besitzer macht nichts, mach ich das mittlerweile so, dass ich dazwischen laufe, um den fremdhund abzudrängen. Ich glaube, du warst diejenige, die mal gebissen wurde, wenn ich das richtig im kopf habe? Wenn ich richtig liege, kann ich nachvollziehen, wenn du hemmungen hast, ich habe aber die erfahrung gemacht, dass nichts passiert.
Ich schreite da aber mittlerweile sehr frühzeitig ein, bereits beim ersten anzeichen. Damit habe ich gute erfahrungen gemacht.
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Ich glaube, du warst diejenige, die mal gebissen wurde, wenn ich das richtig im kopf habe? Wenn ich richtig liege, kann ich nachvollziehen, wenn du hemmungen hast, ich habe aber die erfahrung gemacht, dass nichts passiert.
Ja, da hast du Recht, dass ich die bin, die mal gebissen wurde. Aber bei dem 0815 Rumgeprolle hätte ich an sich keine Hemmungen dazwischen zu gehen. Oft reicht da ja auch eine energische Stimme und ein deftiger Rempler.
Ich möchte wie gesagt nur nicht, dass Newton lernt, dass ich ihm nichts zutraue, weil ich alles regle. Außerdem finde ich, dass er es durchaus ausdrücken darf, dass ihm das nicht passt.
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ich habe meinen Rüden eigentlich immer von anderen Rüden fern gehalten. Er hatte keine Lust auf Kommunikation und war sich selbst genug. Er war nur 44 cm hoch und ist mehrfach angegangen worden.
Das mit dem Fernhalten mache ich wie gesagt, so oft es möglich ist. Ich bekomme die anderen Rüden dann auch geblockt. Nur gab es eben schon Situationen, da konnte ich nicht mehr anleinen, weil die "Kommunikation" dann quasi schon lief. Und dann frage ich mich halt: "Direkt einschreiten? Erstmal laufen lassen? Einschreiten, wenn der andere Rüde die Ansage nicht versteht?"
Newton ist auch schon zweimal richtig angegangen worden. Einmal habe ich ihn quasi "gerettet", weil der andere wild drauf los gebissen hat. Das andere mal kam so überraschend, dass er davon einen Schlenz im Ohr davon getragen hat, der genäht werden musste. Seither hat er null Interesse an intakten Rüden.
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Das ist schonmal sehr gut, wenn du da keine hemmungen hast
ja, das kann ich nachvollziehen, aber wenn ich das richtig verstanden habe, kommuniziert newton ja klar und sauber, dass er das nicht möchte und geht dann weg bzw ignoriert den anderen dann. Ich sehe das dann eher so, dass, wenn du ihm nicht hilfst, dass er ja dann heftiger werden muss, um seine ruhe zu haben. Und so kann es sein, dass er dann selbst zum proll wird, weil er lernt, normale und saubere kommunikation hilft nichts und frauchen macht auch nichts...Ich habe aber auch keine 30 jährige erfahrung, mein hund ist auch mein erster, vielleicht schreibt ja noch jemand mit mehr erfahrung...
Ich finde meine meinung logisch

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Rafaela: schätze mal anhand Deiner Beschreibung, daß der andere Hund einfach noch nicht fertig ist mit Schnuppern und empfindet das als "unhöflich" oder so (vermenschlicht ausgedrückt!). Er möchte mit dem Grummeln erreichen, daß Deiner "gefälligst" stehenbleibt, bis er fertig ist. Und wenn Deiner geht, findet der Andere das doof und bremst aus mittels Grummeln, Kopfauflegen etc., weil Newton nicht beim ersten Grummeln reagiert. Das hat mit Rumprollen nix zu tun (er geht ja net drauf auf Deinen oder pöbelt rum), ist ganz normales Verhalten. Ich würde mit Newton dort stehenbleiben und sagen "warte". Wenn der andere dann fertig ist, gehen. Gib Newton die Zeit, denn wie Du schon geschrieben hast, wenn Du ihn abrufst, geht der andere drauf, wenns blöd kommt, und setzt ne Korrektur - und das brauchts doch gar net.
Denke mal, das macht der ein oder andere Hund so , wenn er der Meinung ist, er sei der Stärkere, dann hat der andere respektvoll zu warten, bis er fertig beschnuppert wurde *gg Menschlich erklärt halt, klar :-) Kopf auf den Rücken heißt dann halt nochmal - hey halt still, ich bin der Chef, Du hast stehenzubleiben. Und Deiner ist in dem Moment halt der Meinung, er hätte das gar net nötig, oder es langweilt ihn. Nun ja - der Klügere gibt nach *gggg Zeig ihm, daß er einfach bloß stehenbleiben kann, dann kriegt er seine Ruhe.
Solange der Andere echt nur schnuppern mag und nicht die Ärmel hochkrempelt, um Krawall zu machen, ist das doch ok, passiert ja nix.
Hab auch so ne Hündin in der Nachbarschaft - wenn Bossi kommt, wird der mit seinem "spielmitmir"-Rumgehibbel immer angegrummelt - bis ers rafft und einfach stehenbleibt. Mehr will die gar net. Schnuppert und geht. Ganz souverän. Nix Proll.
Wenn Du Newton sagst "warte" und es passiert nichts, klärst Du die Situation für ihn doch positiv. Hingehen würde ich nicht - damit riskierst Du, daß es mal eskaliert. Wenn ich sowas bei meinem Terriertier machen würde, würde der sich umgehend von mir bestärkt fühlen und auf den Anderen draufgehen. Mit einem ruhigen Tonfall beim "WARTE"-Kommando vermittelst Du Deinem Hund, alles ist ok, ich denke, Du zeigst ihm das ein paarmal, und dann versteht er das eh und kann in der Situation selbst richtig reagieren beim nächsten Mal. So lernt er, sich nicht auf Dich verlassen zu müssen, weil ers selbst kann, aber Du zeigst ihm die richtige Lösung und läßt ihn dadurch auch nicht alleine stehen.
Insofern geb ich den Leuten recht - ganz normales Verhalten eines souveränen Gegenübers, kein Rumgeprolle. Trotzdem ist es weder souverän noch höflich vom jeweils anderen Hundehalter, dann auf Deinen Wunsch hin nicht abzurufen :-) Mich persönlich stört sowas (in entsprechenden Situationen, in dieser wie gesagt lasse ich ihn warten) aber net, weil ich mir denke, wenns der andere Hund mal übertreibt, hat er knapp 10 Kilo stinkigen Terrier am Hals (und ich weiß, der verletzt net) - nicht mein Problem, wenn ich vorher darum gebeten hab, den Hund abzurufen *gggg (nach dem tausendstens Mal ists einem irgendwann egal, wenn die Leut so dumm sind, der Bitte nicht zu folgen).
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Das mit dem Fernhalten mache ich wie gesagt, so oft es möglich ist. Ich bekomme die anderen Rüden dann auch geblockt. Nur gab es eben schon Situationen, da konnte ich nicht mehr anleinen, weil die "Kommunikation" dann quasi schon lief. Und dann frage ich mich halt: "Direkt einschreiten? Erstmal laufen lassen? Einschreiten, wenn der andere Rüde die Ansage nicht versteht?"
Newton ist auch schon zweimal richtig angegangen worden. Einmal habe ich ihn quasi "gerettet", weil der andere wild drauf los gebissen hat. Das andere mal kam so überraschend, dass er davon einen Schlenz im Ohr davon getragen hat, der genäht werden musste. Seither hat er null Interesse an intakten Rüden.Einschreiten, wenn DEIN Hund die Kommunikation des Anderen (das "Stehnbleiben!") nicht versteht :-) wie beschrieben.
Allerdings muß man das natürlich erkennen können, was es für ne Situation ist. Eine, wo der Andere echt nur schnuppern mag, oder eine mit nem Hund, der auf Krawall gebürstet ist, wo Du Newton beschützen müßtest. Allerdings, wenn einer echt aggressiv auf ihn draufgegangen wäre, hätt der net bloß nen "Schlenz" im Ohr gehabt. Das hört sich für mich auch eher nach ner Korrektur an. Sowas kann passieren. Klar, doof - aber kann passieren.
Als Terrierhalter zählt sowas für mich aber net als verletzt *gg Desinfektionsmittel drauf und fertig. Nähen lohnt net, hab ich nur bei den ersten 1-2 Malen gemacht, weil der sich eh die Nähte/Klammern auf dem Heimweg schon selbst rausoperiert hat, so schlimm konnts also net sein.... (nicht, daß hier was falsch rüberkommt: erstaunlicherweise war Bossi immer derjenige, der mal nen Riß bei solchen Aktionen abbekommen hat, nie der Andere! Aber der ist da auch hart im Nehmen und nimmt sowas net übel. Aber das waren immer so Sachen, wenn die Zähne irgendwo auf die Haut knallen beim Raufen, daß die Haut aufplatzt, das sind keine Verletzungen in Verletzungsabsicht mit tiefen Löchern etc. gewesen, keine Bisse.) Riß im Ohr ist halt blöd, das heilt schlecht zusammen ohne Nähen, weil dauernd in Bewegung beim Laufen...Was war bei dem "wild drauflosgebissen"-Fall passiert bei ihm? War er da verletzt?
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Solange der Andere echt nur schnuppern mag und nicht die Ärmel hochkrempelt, um Krawall zu machen, ist das doch ok, passiert ja nix.
Ja, wenn der andere nur Schnuppern wollte, wäre es ja vollkommen in Ordnung. Solche Situationen gibt es auch. Da wird sich beschnuppert und dann gehen beide weiter.
Das Problem besteht bei den Rüden, die sich sofort die dicken Hosen anziehen, wenn ein anderer Rüde (in diesem Fall Newton) des Weges kommt. Ich finde auch, dass Newton ausreichend lang stehen bleibt und dem anderen durchaus die Gelegenheit gibt, sich beschnuppern zu lassen. Nur sobald dann der Kopf über seinen Rücken geschoben wird, geht die Lefze hoch... Direkt danach wird dann aufgeritten. Und darauf hat Newton eben keinen Bock (mehr)...
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Zu welche Zeitpunkt kannst du denn erkennen, dass der andere Hund prollen will? Erst wenn die beiden schon Kontakt aufgenommen haben oder schon vorher?
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