Rüde im "Liebesrausch" - wie bekomm ich ihn da raus
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Hallo Forum,
Mein Hund, 3 Jahre, rüde unkastriert, leidet nun die zweite Nacht und den zweiten Tag.
Den Grund sehe ich in der läufigen Hündin in der Wohnung über uns.
Seit einigen Tagen schon (2-3Wochen) dreht er im Treppenhaus und auf den Wegen unmittelbar um unser Haus ziemlich auf. Schnüffelt, leckt Pipi, ist unansprechbar.
Die letzten beiden Tage und Nächte streift er nun zudem ruhelos durch die Wohnung. Rennt bei jedem Geräusch zur Türe, fiept, jault und kratzt an der Wohnungstür.
Schlaf bekommen wir alle zu wenig im Moment.
Er ist zwar ansprechbar, lässt sich aber nur für Sekunden aus seinem "Wahn" raus bekommen.Wenn wir raus gehen wird es besser, je weiter wir uns von unserem Haus entfernen, aber Zelten ist ja keine Lösung.
Er bekommt seit 6 Tagen Agnus Castus D6 globuli und ich hatte den Eindruck, dass es hilft und ihn draußen ruhiger und ansprechbarer werden lässt.Ansprechen (ruhig und auch mal etwas lauter), ablenken etc. haben wir versucht - das klappt aber wie gesagt nur für Sekunden.
Hat jemand einen Tipp, wie ich ihn da raus holen und im besten Fall so runter bekomme, dass wir alle mal etwas schlafen können?Fressen und streicheln/kraulen scheint das einzige zu sein, was ihn mal ein paar Minuten an etwas anderes denken lässt...
Ich bin echt hilflos weil ich sehe wie er leidet .. Und wie mir die Nerven ausgehen - die letzten beiden Nächte waren es ungefähr 3h schlaf

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Hallo
Kratzt er nur an der Wohnungstür? Was passiert, wenn ihr ihn in einem anderen Raum habt, wo er keinen Zugang zu der Tür hat.
Habt ihr versucht ihn an einem Platz zu behalten, z.B mit Hilfe einer Hausleine und ihm zur Entspannung etwas zum Kauen gegeben? -
Mal langfristig gesehen - Wäre da eine Kastration nicht sinnvoll?
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Agnus Castus wirkt als homöopathisches Mittel andersrum. Man setzt es bei Rüden ein, die nicht “liebeswillig“ genug sind. Ich glaube, das ist nicht ganz das, was ihr wollt...
Ich würde ihn die paar Tage mit Beschäftigung müde machen und ihm sagen, dass er sich Zuhause hinzulegen hat und an der Eingangstür ohne Aufforderung nix verloren hat.
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Danke für eure Antworten. Wenn er in anderen Räumen ist, kratzt und springt er dort an der Türe und rast noch aufgeregter rum.
Kauartikel / kauspielzeug hab ich versucht, dass interessiert ihn gar nicht (obwohl er rinderkopfhaut ansonsten super-Mega-yeah findet).
Müde machen hab ich auch versucht, wobei das eh schon schwierig ist, weil er schnell überdreht und kopfmässig ihn draußen schnell noch viel überfordert.
Ehrlich @flying-paws? Oh! Ich hab sehr häufig gelesen, dass es Rüden im Liebesrausch Bremsen soll, dass hat mir auch die Apothekerin so bestätigt?!
Hm, dann setz ich das mal lieber wieder ab.
Hausleine bzw. anbinden werd ich heut Abend mal versuchen, wobei ich über Nacht eher Sorge hätte, dass er sich verwickelt/verhakt.
@Skadi88 was Kastra an geht hadere ich noch... er ist draußen schwierig wenn er eine Hündin riecht, aber er ist bei uns ja noch gar nicht angekommen und ich hoffe noch, dass wir da mit Erziehung einiges noch hin bekommen... Hier im Haus.. Ja, ich mach mir schon etwas Sorgen, weil der kleine echt übermüdet und gestresst ist ... Und das nun seit Mittwoch Abend :-/
Auf der anderen Seite - wenn er das "nur" bei der einen Hündin 2x im Jahr durchmachen muss?
Und vielleicht können wir da langfristig erziehungstechnisch auch noch einwirken?
Ich weiß nur nicht wie, weil er so völlig in seiner Welt ist, wenn er so "abdreht"
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Ist er an eine Box gewöhnt?
Sonst könnte er auch da rein, wenn du Angst hast, dass er sich mit der Leine irgendwie verheddert.
Wenn er dann in der Box Randale macht, wäre das aber natürlich auch blöde.
Aber bei an die Tür kratzen wäre der Spaß bei mir vorbei - sagt ihr ihm ganz klar, dass ihr das uncool findet? -
Er mag die Box noch immer nicht. 2 Monate lang gab es darin fressen, Leckerli, Kong... Er geht rein, wenn was zu essen drin ist, bleibt aber mit min. Einem Bein draußen.
Wenn wir die Tür der Box schließen wird er nervös.
Generell mag er keine kleinen, engen Räume (wir haben schon Vermutungen angestellt, was wohl in seiner Vergangenheit passiert sein könnte)Oh ja, ich hab ihm öfter sehr deutlich gesagt, wie blöd ich finde, was er grad tut - wer mich nächtelang vom Schlaf abhält hat wenig Spaß mit mir

Aber wirklich "beeindruckt" war er nicht. Wie gesagt, für Sekunden können wir ihn raus reißen, aber nicht länger :-/Am Freitag ist er auf der Treppe nach unten ausgerutscht, weil er der Spur des Mädels nach wollte

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Bei uns hilft in der akut Situation (Stehtage) den Rüden körperlich auszulasten.. Kopfkram braucht er da nicht aber mal ne Stunde am Fahrrad richtig rennen und gefordert werden wirkt hier Wunder.
Der Herr kann dann wieder entspannen und schlafen.Ansonten würde ich einen großen Fokus auf Frustrationstoleranz setzen. Meine beiden leben intakt zusammen und auch wärend der Stehtage wird nur Nachts getrennt. Da muss Lennox einfach auf ein "Nein" sein Vorhaben unterbrechen.
Ist kein Zauberwerk nur Training.. -
Ansonten würde ich einen großen Fokus auf Frustrationstoleranz setzen. Meine beiden leben intakt zusammen und auch wärend der Stehtage wird nur Nachts getrennt. Da muss Lennox einfach auf ein "Nein" sein Vorhaben unterbrechen.
Ist kein Zauberwerk nur Training..
So läuft das hier auch und ich sehe das genauso. Rüden, sofern sie nicht hypersexuell sind, müssen erst lernen, mit läufigen Hündinnen in der Nähe umzugehen. Ich würde ihn auch nicht mehr an der Tür rumlungern lassen.
Zusätzlich würde ich auch für genug Bewegung sorgen. Das baut Stress ab. -
Als Newton frisch in der Pubertät war, so mit 10 Monaten, hatte er auch mal solche Anwandlungen als die Collie-Dame im Ort läufig war... Er ist rumgeschlichen, hat immer wieder gefiepst, wollte nicht recht fressen, etc. Weil Newton mein erster Hund und auch der erste Rüde in der Familie ist, dachte ich zunächst er wäre krank. Nun ja, Anruf bei der Züchterin ergab dann die Diagnose Liebeskummer...
Bevor ich Newton geholt habe, hatte ich mir fest vorgenommen, dass es dieses vermeintlich "typische" Rüdenproblem bei mir nicht geben wird!
Ich also Newton geschnappt, in die Pampa gefahren. Brustgeschirr und Schleppleine dran. Abenteuerspaziergang. Wir sind Böschungen hochgeklettert, haben kleine Bächle überquert, einen Querlauf über Baumstämme gemacht, Leckerlies gesucht, Verstecken gespielt, etc. Ich habe diesen Spaziergang immer noch in sehr schöner Erinnerung und da sind auch tolle Bilder entstanden... Nun ja, als wir dann nach zwei Stunden heim kamen, gab es eine große Portion Futter und dann ab ins Körbchen. Dann war die Sache gegessen.
Im August war die Collie-Dame erneut läufig. Kein Fiepen, kein Rumschleichen, nichts. :)
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