Denken in komplexen kausalen Zusammenhängen?
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Meine Hunde haben sehr viele Hundekontakte mit Hunden, die mir bekannt sind und die ich einschätzen kann. Sie bekommen souveräne Hunde - an denen der Welpe Respekt lernen kann, instabile Fiddler, alt, jung, groß, klein.
Aber keine Kontakte mit Hunden, die ich nicht kenne und die dazu noch so scheinen, als würde mein Hund damit ne Erfahrung machen, die er nicht braucht.Ist das in der Praxis gut umsetzbar? Wenn du mit den feste Gassifreunden unterwegs bist, da trifft man doch allerhand andere Hunde. Leinst du dann da grundsätzlich an? Ich wüsste nicht, wie ich das hier bewerkstelligen könnte. Da müsste ich gefühlt alle fünf Minuten von Freilauf auf Leine wechseln. Wenn ich wirklich mal wo laufen will, wo wenig andere Hunde zu erwarten sind, müsste ich ganz weit raus in die Pampa fahren. In den Ferien, ja, da geht das wohl. Aber so, während der normalen Arbeitswoche... Ist leider kaum drin.
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Hallo,
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Habe mir jetzt mittlerweile mal diesen älteren Thread zum Thema Natural Dogmanship durchgelesen:
Natural Dogmanshipler - wo seid ihr?
Bin dann mal gespannt, was noch so kommt, in diesem Seminar.
Ich hatte mir bei der Hundeschule, die dahinter steht, ja mal die Welpengruppe angesehen und mich da gewundert, warum neun Wochen alte Welpen schon den Futterbeutel apportieren müssen. Nun ja, das ist mir nun zumindest klar.

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Hier ist unlängst eine Doku über Wölfe empfohlen worden die ich mir angeschaut habe. Dabei wurden auch die Fähigkeiten von Wölfen und Hunden verglichen die unter denselben Umständen aufgezogen wurden.
Da gab es einen Test zum Thema kausale Zusammenhänge. Da war so ne Kiste wo der Hund nen Hebel drücken musste damit sie aufgeht und er das Leckerli draus fressen kann. Ein Hund hatte beigebracht bekommen wie das geht, er wusste also genau was er tun muss. Dann hat man einen andren Hund gebracht der die Übung nicht kannte, und man hat ihn zuschauen lassen wie der erste Hund das Problem löst. Der neue Hund durfte sechs mal zuschauen und immer das Leckerli holen. Dann hat man ihn zu der Kiste gelassen um herauszufinden ob er nun durch das Zuschauen gelernt hat wie es geht. Hatte er nicht, er hatte keine Ahnung wie er an das Leckerli im Inneren kommen kann. Die Wissenschaftlerin hat erzählt dass Hunde im Allgemeinen den Zusammenhang nicht herstellen können bei diesem Test.
Dann hat man denselben Test mit einem Wolf gemacht. Der durfte auch sechs mal zuschauen etc.. Als er an der Reihe war es zu versuchen wusste er sofort wie es geht. Er hatte den Zusammenhang verstanden.
Nicht nur Menschen sind zu solchen Schlussfolgerungen fähig sondern auch andere Spezies. Unsere Hunde... naja, die haben andere Stärken die ihre wilden Gegenstücke nicht haben ^^.
Find ich ein sehr interessantes Thema. -
Ja, für mich ist das gut umsetzbar. Ich gehe wenn ich normalen Alltag habe allein spazieren und auch dort, wo ich wenigen begegne und da gibts in der Regel dann auch keinen Fremdhundkontakt. Nun hab ich aber über mein Umfeld 2-3x im Monat die Möglichkeit auf sehr viele Hundekontakte und dann sind auch 9-10 Hunde zusammen in einem Haus (so lernen sie in einer bestehenden Hundegruppe Fuß zu fassen und sich einzugliedern), wir treffen dabei dann aber über Tags immer wieder neue Hunde, die ich aber vor meinen kennen lerne... So ist es natürlich ideal.
Aber selbst wenn ich diese Möglichkeit nicht hätte, ich würde mir Hunde suchen, die ich dann kenne und einschätzen kann und mit Fremdhunden ebenso vorgehen.
Entspricht auch meinem Naturell am ehesten.
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So, habe mir nun noch ein paar mehr Threads, die ich über die Suchfunktion gefunden habe, teilweise durchgelesen. Wie soll man sagen, also es herrschte eher Ablehnung als Zustimmung gegenüber Natural Dogmanship.
Im einem Thread fragte einer "Was haltet ihr von ND?" Die Antwort war "Abstand." So viel dazu...
Was mir bisher nicht klar war: Die Überlegungen basieren sehr auf dem Rudelgedanken. Da wäre für mich ehrlich gesagt schon die Krux... Ich bilde mit meinem Hund mMn kein Rudel. Ein Rudel besteht für mich aus Hunden. Und zwar nur aus Hunden.

Nun ja, ich werde nun mal zu Bett gehen und mal gucken, was sich bis morgen hier noch tut?!
Vllt kann ich morgen ja mal etwas kritischer auftreten. :) -
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Rafile Schrieb:
"Gestern kam zum Beispiel auch immer wieder, dass der Hund, wenn er außen geht, scheinbar das Territorium sichern möchte. Und man solle das als Halter für seinen Hund übernehmen, in dem man selbst erstmal alles abcheckt. Also außen alles komplett ablaufen, jedes Eck untersuchen, ob da nicht irgendwo Gefahren lauern. Erst dann könne sich der Hund frei auf dem Gelände bewegen und für Spiele etc offen sein."Äh... was sind denn das für seltsame Ideen?
Wofür hab ich denn einen Hund? Schick ich doch besser den bzw erlaube es ihm einfach, der erledigt das Abchecken zehnmal so schnell und viel effektiver, wenn's denn wirklich sein muß. Sowas nennt man Arbeitsteilung im Rudel, artgerechter geht's doch gar nicht. Warum sollte ich denn als Halter Aufgaben für meinen Hund übernehmen, die dieser viel besser ausführen kann?Auch das erste Beispiel mit den zwei Rüden im Freilauf kann ich in der geschilderten Form nicht nachvollziehen.
In anderer Form allerdings schon: Ich beobachtete einmal einen Mann mit einem Welpen am Rande des Schaurings einer großen Hundeausstellung. Offenbar in der Absicht, seinen Kleinen hier an Hundekontakte zu gewöhnen, zog er den stark verunsicherten Welpen dicht zu jedem fremden Hund hin, der sich dort aufhielt, ohne die Signale seines eigenen oder die der fremden Hunde im mindesten zu beachten.
Dieser Welpe dürfte schon gefolgert haben "mein Mensch bringt mich in unangenehme Situationen mit fremden Hunden", und das mit Vertrauensverlust quittiert haben.Dagmar & Cara
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Dieser Welpe dürfte schon gefolgert haben "mein Mensch bringt mich in unangenehme Situationen mit fremden Hunden", und das mit Vertrauensverlust quittiert haben.
Ja, aufgrund der permanenten Häufung und dem dadurch entstehenden Zusammenhang: Mensch bringt mich in Situationen (immer wieder!) die ich nicht will und kann mir dann nicht helfen. Also muß ich ( Hund) mir und Mensch helfen, auch wenn´s mich gruselt!
So bekommt man einen angstaggressiven Hund......
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Bei Barney hab ich mir von Anfang an gedacht: Nein, der ist zu groß, der soll sich mal schön auf mich verlassen. Ich mache alles.
Hatte kein Bock auf irgendein Aggressionsverhalten nachdem Fluffy grade nicht mehr war.Nunja, irgendwann dachte ich, der muss Rüden mal selbst verscheuchen. Obwohl er das aufreiten ertrug und auf mich wartete- schliesslich habe ich so etwas bisher gemacht. Da ist er derart wütend geworden, zeigte dem Aufreiter die Zähne, knurrte, patschte ihm die Vorderpfote derart hart auf den Rücken das es sich anhörte wie ein Boxschlag.
Das hielt dann auch die nächsten 5 Rüden die aufreiten wollten, an.
Glaube, er war echt enttäuscht von mir...Und die Verknüpfung konnte er ja auch...
Umso intelligenter das Tier umso schlimmer wird es wohl. -
"Was haltet ihr von ND?" Die Antwort war "Abstand."

Sorry, einen qualifizierteren Beitrag schaffe ich heute nicht mehr.
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Ich check die Frage nicht. Unser Hund liebt alle Hunde. Und wenn er mal was auf die Nase kriegt - harmlos natürlich- oder verbellt wird.
Dann guckt er sich den nächsten Hund aus und denkt: der nächste Freund! Vielleicht spielt der ja mit mir.
Warum sollte ein Hund den Halter verantwortlich machen, wenn ein anderer Hund unfreundlich ist?
Ich finde, Hunde sind da sogar klüger als Menschen. Nur ein Mensch sucht die "Schuld" bei dem, der einen dahin gebracht hatund nicht beim Angreifer. - Vor einem Moment
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