Erlernung eines absoluten Verbots mit Codewort
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Ich würde lieber richtiges Verhalten bestätigen statt unerwünschtes zu unterbrechen. Natürlich habe ich für den absoluten Notfall ein Abbruchsignal aufgebaut, aber das bleibt dem absoluten Notfall vorbehalten.
Kennst du Markern? Gerade bei det Giftköderproblematik finde ich es sicherer, wenn der Hund mir die von sich aus anzeigt. Denn beim Abbruchsignal müsste ich die Giftköder ja sehen. Und die sind nun mal in der Regel extra so platziert, dass man sie nicht sieht. - Vor einem Moment
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Hi,
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Ein positiv besetzes Beispiel habe ich Dir ja schon ausführlich beschrieben.
Im Hinblick auf Dein konkretes Problem (nicht zu Menschen hingehen) hieße das jetzt:
- erst mal verhindern, dass er es macht und damit wieder Erfolg hat (selbstbelohnend) - also Leine dran und nicht hin lassen
- Situationen stellen mit Personen, die Du kennst und die Du anleiten kannst
- Hund muss eine Alternative bekommen, damit es sich für ihn auch lohnt, das zu lassen, was er eigentlich machen möchste; das heißt, die Belohnung muss deutlich wertiger sein
- später kannst Du womöglich den Hund als Belohnung auch zum Menschen lassen, wenn er sich dann da entsprechend gut benimmt und nicht anspringt und so - somit hättest Du die Wahl zu bestimmen, zu wem er hin darf und er lernt, dass er es auch mal nicht darfVorab würde ich aber trotzdem erst mal ein Abbruchsignal so etablieren, wie ich es oben beschrieben habe, damit der Hund erst mal lernt, was Nein überhaupt heißt.
Also trainiert man noch nicht im direkten Konflikt, sondern zunächst erst mal stellvertretend dafür in anderen Bereichen.Wenn das Nein universell an Futter und Spielzeug klappt, klappt es bei Menschen am Ende auch.
Das Beispiel mit der Wespe ist sicherlich ungünstig gewählt, aber bei allem, was der Hund bereits im Maul hat und wieder hergeben soll, braucht man ein anderes Signalwort (dafür wird meistens "Aus" genommen).
Auch das muss erst mal kleinschrittig aufgebaut werden, bevor ich es im Alltag verwenden kann.
Bezüglich der Disc Scheibe (Schelle):
Auch das ist natürlich eine Möglichkeit und hat auch nicht unbedingt was mit gut und böse zu tun, allerdings würde ich diese Form nur anwenden, wenn es echt gar nicht anders geht, also erst als letzte Instanz und dann auch nur unter professioneller Anleitung.
Und dann auch nicht so, dass man das Ding einfach wirft, sondern mit einer entsprechend vorab erfolgten Konditionierung, die nur mit einer zweiten Person geht (im besten Falle mit einem erfahrenen Hundetrainer, der sich mit positiver Strafe ausreichend auskennt und verantwortungsvoll mit diesem Mittel umgeht).
Der Hund würde also vorher ein konditioniertes Meideverhalten lernen.
Er verknüpft also einen unbestimmten Reiz mit dem Geräusch der Disc Scheibe und zeigt Meideverhalten.Erst wenn das einmal ordentlich erfolgt ist und der Hund in Ruhe abgespeichert hat und der Stresspegel wieder unten ist, geht man direkt in den Konflikt und wendet es da noch einmal an. Und dann hält es auch (meistens) für immer.
Bevor ich diese Methode anwenden würde, hätte ich es aber erst anders versucht und wenn Du sagst, dass Dein Hund eigentlich gut reagiert, würde ich mir auch lieber die Mühe machen, es so wie oben beschrieben sehr sorgfältig aufzubauen. Dauert zwar länger als mit einer Disc, aber dafür kann man bei falscher Anwendung der Schellen auch viel zu viel kaputt machen. So ein Hilfsmittel gehört, wenn überhaupt, in Profihände, die wissen, was sie tun.
Und ich finde auch, dass Dein "Problem" dafür zu simpel ist, als dass man da solche Geschütze auffahren mit mit Kanonen auf Spatzen schießen müsste.
Ein gut aufgebautes Abbruchsignal braucht einfach viel Zeit und strukturiertes Training mit Sinn und Verstand - dann hält es aber auch dafür sehr lange, wenn nicht für immer. Die Mühe lohnt sich also.
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Ein nein habe ich aufgebaut wie gorgeous2000 es beschrieben hat. Das verstehen die Hunde eigentlich ratzefatz, das schwierige ist nur es im Alltag zu generalisieren - das bedarf halt Training. wichtig ist das zu einem Nein immer eine Alternative gehört, also mach das nicht, stattdessen das.
Wenn mein Hund zu einem fremden Menschen nicht hingehen soll rufe ich ihn einfach ab ... wie sagte mal ein Passant zu mir " Ich bin nicht Pfui" und da hat er so recht.
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Wenn der Hund an einer anderen Person schnüffeln möchte, und Du willst das nicht, dann ist eigentlich JEDES Kommando ein Abbruchkommando, das ihn vom Schnüffeln abhält. Das kann ein BRINGS sein, ein PLATZ, ein HIER, ein AUF DIE SEITE, ein SCHAU - was auch immer. Das mußt Du doch nicht extra trainieren.....
Wenn Du das rechtzeitig gibst, brauchst kein eigenes Abbruchsignal - wenn Du siehst, er geht zu einer fremden Person, dann ruf ihn ab, bevor er dort angekommen ist. Will er zu einem fremden Hund rennen, der angeleint ist, und Du willst das nicht, dann knall ihn halt ins PLATZ. Was auch immer. Halt so rechtzeitig, daß Du das Schnuppern selbst oder das Begrüßen des Fremdhundes nicht abzubrechen brauchst, weil er gar nicht erst damit anfängt.
Alternativkommando heißt das Geheimnis hier also :-) Funktioniert sogar bei meinem Jagdterrier, wenn er ein REH sieht - er kommt dann zu mir, wenn ich das rechtzeitig (also bevor er losstartet und ins Hetzen geraten ist!) rufe.
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Um etwas Unerwünschtes oder Giftiges auszuspucken - dafür finde ich dieses Video als Anleitung unschlagbar: Drop it
Gutes Timing und sauberes Arbeiten setze ich voraus - dann "sitzt" das ziemlich schnell
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man kann auch komplett ohne abbruch kommando arbeiten.
unsere aktuelle hundeschule macht es zb so.bzw das konzept "http://www.trainieren-statt-dominieren.de) arbeitet generell so.
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Hm, neee. Also ich habe vor zwei Jahren das Abbruchkommando bei einem Trainer gelernt, der auch bei dem Bündnis dabei ist. Allerdings, jetzt wo ich drüber nachdenke: Da gab es das Bündins noch gar nicht, oder?

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man kann auch komplett ohne abbruch kommando arbeiten.
unsere aktuelle hundeschule macht es zb so.bzw das konzept "http://www.trainieren-statt-dominieren.de) arbeitet generell so.
Was bitte hat ein funktionsfähiges Abbruchkommando mit Gewalt und Dominanz zu tun? Irgendwo hast Du da glaub ich ne falsche Verknüpfung.....
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"auf einer Wespe rumkauen!"
einmal! Dann sitzt das Wespenabwehrkommando von alleine.
Ich kann Dir auf Anhieb drei Hunde nennen, die wirklich existieren und sich immer wieder beim Wespen- und Bienenfangen stechen lassen. Darunter einer meiner eigenen.
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Hi,
ich bin weit davon entfernt schon alles aufgearbeitet zu haben, aber eins steht bei meinem Hund schon fest: wenns im Kopf drin ist " ich mach das jetzt" dann nutzt ein " Platz" oder "hier" eben nicht mehr. Jedenfalls nicht immer. Also ein absolutes Verbot muß schon irgendwie her.
Natürlich müssen wir auch noch am Grundgehorsam trainieren, der Hund ist jetzt 4 Wochen bei uns, und fühlt sich so gaaanz allmählich auch sicher, d.h. es wird jetzt auch schon mal ausgetestet ob ein Sitz oder Platz auch wirklich ernst gemeint ist.
Es ist allerdings ernst gemeint und das machen wir auch deutlich klar. Dann gehts auch. Aber allein die "Lahmarschigkeit" in der neuerdings gehorcht wird ist schon eine Frechheit, die nicht geduldet werden kann.Ich werd hier auf jeden Fall weiter berichten wie wir es gelöst bekommen. Einige richtig gute Ansätze haben wir ja.
Viele Grüße
Mikkki
- Vor einem Moment
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