• Hallo,

    ich las mal ein Buch " Wolfsblut " oder so: ein Tatsachenbericht.
    Dort berichtete der kanadische Autor aus seinem Alltag, wie er die Wolf - Welpen fand, groß zog und dann doch gehen lies.
    Der Mann hielt ein Rudel Huskys, war aber ab einem gewissen Punk völlig überfordert mit den Jung-Wölfen.
    Der durfte mit den beiden auch mal ausmachen, das er keine Beute ist.
    Tut dir das Buch doch mal an -schon die Beschreibung der Aufzucht beider Welpen machte klar, dass sind Wölfe, keine Hunde.

    LG Ramona

  • Man sieht z.T. bei Wolf-Hybriden schon, dass das keine mit Haushunden zu vergleichenden Tiere sind, sondern deutlich anders in ihrer Denk-, Handlungs- und Kommunikationsweise. Es gibt in Deutschland ja ein paar Menschen, die sich teilweise sehr hochprozentige Tiere halten (hoher Wolfsanteil) und damit häufig diverse Schwierigkeiten haben. Die Tiere sind sehr scheu, wollen die anderen Haustiere (darunter auch Hunde) töten, können überhaupt nicht allein bleiben, aber auch nirgendwohin mitkommen, weil sie in Panik verfallen; diese Tiere leben dann hauptsächlich in Gehegen, die meist deutlich kleiner sind als die, die ein Wildpark zur Verfügung hat.
    Das sind keine Wölfe. Ich denke, bei Wölfen ist das noch mal eine Spur schlimmer.

  • Manche geben ihren Wolf schneller wieder
    ab, als sie ihn angeschafft haben.

    Soweit es kein Hybrid, idealer Weise nach
    der 5. Gneration ist, sollte man sich überlegen,
    was man einen solchen Wildtier antut, aber nein,
    der "Mensch als größtes Raublebewesen, macht sich
    alles Untertan" weil's chic ist, weil's in ist, der Top-
    Renner".

    Edit by Mod

  • ...und wir bleiben doch bitte beim Thema "Haustier Wolf", dieser ethisch philosophische Diskurs führt dann doch zu weit.

  • Du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten das Leute wie Bloch und Radinger son Unsinn verzapfen von wegen "Der Wolf lernt die Taktiken umzusetzen, der Hund nicht" und "Der Wolf wird zum "Hund" wenn man diese Phase nicht eintreten lässt", oder?

    "Der Wolf lernt die Taktiken umzusetzen, der Hund nicht" Wölfe lernen im Spiel "anzugreifen und zu jagen". Später setzen sie es bei der Jagd oder im Kampf um. Hunde lernen dieses Verhalten nur im Spiel... Und wenn wir z.B. Kämpfe und das Jagen unterbinden, festigt sich das Verhalten nicht. Natürlich können Hund lernen "Taktiken umzusetzen", aber im Idealfall lernen sie es nicht, weil wir es nicht so weit kommen lassen.

    "Der Wolf wird zum "Hund", wenn man diese Phase nicht eintreten lässt": Das war eine Frage, ob der Wolf sozusagen in der Entwicklung "stehen bleibt" oder es ihm angeboren ist, dass er weiß, wie man jagt...
    Es gibt nämlich viele Menschen, die meinen, dass Hund sich wie junge Wölfe verhalten und sich in der Wildnis weiterentwickeln müssten, aber bei uns Menschen ist es für ihr Überleben nicht notwenig.

  • oder es ihm angeboren ist, dass er weiß, wie man jagt...

    Vielleicht ist dem Wolf nicht angeboren, zu wissen WIE man jagt, die Feinheiten muß er erst lernen.

    Aber das Wissen, DASS man jagt, das ist ihm angeboren. das kannst Du auch durch Isolation nicht weg bekommen, bei Hunden hat es uzählige Generationen gebraucht, sie dahin zu bringen, wo sie heute sind.
    Und dazu muss man eben auch bedenken, welche Wölfe den der Ursprung der Domestikation waren.
    Sicherlich NICHT die, die in der Jagd besonders gut und erfolgreich waren, sondern eher die, die eher untalentierte Jäger waren und sich deswegen den menschlichen "Siedlungen" angenähert haben, und ein Dasein als Reste-vertilger zu führen.

    Ein Hund würde auch umgekehrt nicht das gesamte wölfische Verhalten zeigen (Sowohl in Bezug auf Nahrungs-Beschaffung, sozialverhalten usw.) wenn er von Menschen unabhängig aufwächst. Wie gesagt: Generationen Zucht und Auslese liegen dazwischen.

    Ein Mensch, in die Wildnis verpflanzt wird auch nicht wieder zum Steinzeitmenschen.

  • also so weit ich das beurteilen kann, ich hab nur einen Wolfhund als Vergleich und keinen Wolf, ist es nicht so, dass sich die Tiere identisch entwickeln und die Hunde plötzlich in der Entwicklung stehen bleiben. Viel mehr unterscheidet sich die Entwicklung an sich schon, Wolf- oder auch viele Wolfhundwelpen unterscheiden sich von Anfang an von Hundewelpen, sie haben eine viel raschere Entwicklung, Augen, Ohren, auch vom Kopf her sind sie sehr viel weiter. Auch die verschiedenen Entwicklungsphasen sind deutlicher.

    Wobei ich eben nur von meinem Wolfhund sprechen kann und auch bei ihm hinkt der Vergleich zu einem echten Wolf sehr. Mag nur kurz meine Erfahrungen schildern und keinen Wolfhundethread aus dem Thema machen..

    was mir bei vielen Hunden auch auffällt ist eine Art Verdummung, soll nicht böse klingen, mir fällt nur kein passendes Wort ein. Eine gewisse Naivität, Sonne-aus-dem-Hintern-schein-Mentalität. Die Hunde hinterfragen nichts, sind einfach nur lieb und im Grunde schon treudoof. Und das ist sicher keine Entwicklungsstufe eines Wolfwelpen. Das ist jahrhundertelange Selektion auf einen einfachen, problemlosen Hund

  • @Cattlefan

    Könnte man einem Wolf z.B. mithilfe von Impulskontrolle und Co. abtrainieren zu jagen? Also klar würde es allerhöchstens mit Wölfen, die Menschen kennen, funktionieren, wie z.B. aus Forschungszentren.

    Wie es hier schon ZIG mal gesagt wurde: NEIN!

    Du könntest vielleicht seinen Jagdtrieb unterdrücken (aberbestimmt nicht auf "positive Weise") und hättest dann einen seelischen Krüppel.

  • Wie soll denn das gehen, das Jagen abzutrainieren mittels Impulskontrolle?
    Schon für einen "08/15-Haushund" stehen da sooo viele Trainingsschritte an, die Orientierung am Menschen, das Verständnis von Befehl-Reaktion-Belohnung/"nicht-Belohnung", der Wille zum Lernen/zur Zusammenarbeit... Dies alles kann ich mir bei einem Wildtier, gerade bei einem scheuen, dem Menschen abgewandten Wolf überhaupt nicht vorstellen.
    Wenn sie nichtmal Stubenreinheit erlernen, wieso sollten sie sich dann zu sowas komplexem wie Anti-Jagd-Training eignen?

    Das ist doch ziemlicher Schmarrn, mit Verlaub.
    Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, wie sich ein Wolf wohl mit einem Chihuahua vergesellschaften lässt.
    *kopfschüttelnd*
    Silvia

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