Hund ausgehungert/dehydriert
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Hallo,
es geht NICHT um meinen Hund.
Problem ist folgendes :
Ein Mitbewohner, der Mitbewohnerin meiner Schwester, sollte/wollte für eine Woche auf deren Hund aufpassen, nennen wir den Hund mal ganz unkreativ Bello...Die beiden kamen dann gestern nach Hause...
Wohnung ist komplett zugemüllt, und Bello übelst abgemagert,man sieht die Wirbelsäule recht deutlich und die Rippen,die Muskeln sollen wohl auch eingefallen sein.
Der Mitbewohner wird vor die Tür gesetzt,wenn er wieder auftaucht,soviel dazu.Abgesehen von Bellos Gesundheitszustand, ist er natürlich total verstört,knurrt nun fleißig Fremde an,und meine Schwester auch,auch kriegt Bello verständlicherweise die Kriese und weint nun wenn sein Frauchen die Wohnung verlässt.Aus einem normalen Hund ist nun eine Baustelle geworden.
Ich hab ihr jetzt erst mal gesundheitlich zu Wasser mit Brühe geraten,kohlenhydratreiches Essen etc.
Evtl. noch Tierarzt.
Aufgrund des Zustands ist davon auszugehen, dass der Hund die Woche sich selbst überlassen war,Exkremente sind komischerweise keine in der Wohnung,der Futtersack leer,vermutlich hat er da Spuren verwischt,man kann nur mutmaßen...
Gehen wir mal vom Extremfall aus,was können die gesundheitlichen Folgen sein?Verhaltenstechnisch hab ich geraten den Hund erst mal in Ruhe zu lassen,nur streicheln wenn er kommt,ab und an Lecker hinwerfen,alleine bleiben neu aufbauen.
War das soweit korrekt?
Ich denke Schelte ist nicht angebracht, manchmal guckt man den Leuten nur vor den Kopf...
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Hi,
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Gesundheitliche Folgen würde ich jetzt eher nicht so im Vordergrund sehen. Wenn der Hund ausgewachsen ist und es "nur" eine Woche war, sollten da keine bleibenden Schäden sein.
Psychisch wird ihn das mehr verstören, wie du ja auch schreibst.
Ich würde ihm nach Möglichkeit etwas Zeit lassen. Nicht gleich mit dem Alleinebleibtraining anfangen, sondern erst ca. 2 Wochen wieder zur Ruhe kommen lassen. Dann ganz langsam wieder anfangen.Aber sowas ist schon krass. Man lässt seinen Hund ja meist eh nur ungern zuhause wenn man länger weg ist. Wenn dann auch noch sowas passiert und der Hund dadurch im schlimmsten Fall lebenslang eine "Macke" hat...

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Was soll man denn da noch schelten? Ich glaub, der Zustand des armen Hundes ist vollkommen genug. Und nein, man kann niemandem vor den Kopf sehen.....
Ich würde in jedem Fall einen TA aufsuchen und den Hund vorstellen. Vielleicht braucht er tatsächlich eine Infusion? Für den Flüssigkeitsausgleich oder unterstützende Medikamente? Das ist nicht so mein Thema.
Ansonsten, Zeit geben, da sein, alles ruhig angehen lassen - den Hund auf sich zukommen lassen. Eventuell Liebsteleckerchen geben und geduldig sein.
Mehr bleibt leider nicht..... manches wird sich geben und manches wird man vielleicht neu aufbauen müssen, aber im Großen und Ganzen, Ruhe, Liebe und Geduld.
Sundri
P.S. alles Gute für die Beiden.....
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Ich würde den Hund zuallererst tierärztlich vorstellen - ob und welche gesundheitlichen Folgen eine Woche Hungern und Dursten haben kann, hängt von so vielen Faktoren ab, dass man da nicht pauschal antworten kann.
Je jünger/älter der Hund ist, je mehr Vorerkrankungen er hat, je wärmer die Umgebungstemperaturen waren, je mehr da noch passiert ist (Stress, Angst), desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch gesundheitliche Probleme auftreten können.
Für die seelischen Folgen fallen mir als ersten die Notfalltropfen von den BB ein, Adaptil, ganz viel Ruhe, Runterkommen - und Allein lassen würde ich den Hund derzeit auch nicht, bis er sich wieder gefangen hat. Evtl. sollte man sich sogar zeitnah Hilfe durch einen verhaltenskundlich arbeitenden TA holen - denn so wie der Hund sich präsentiert, kann alles mögliche vorgefallen sein.
Tut mir leid, dass sowas passiert ist - leider kann man den Menschen nur vor den Kopf schauen.
LG, Chris
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Ganz ehrlich. Ich würde den Hund in keinem Fall mehr zu der Person zurückbringen ggf, sogar das Vet-Amt einschalten, falls es seitens der Besitzerin Gegenwehr gibt.
Ein Tier, egal ob Hund, Katze, Kaninchen usw. lässt man gar nicht erst in einen solchen Zustand kommen. Da sind sämtliche Pflichten , die Haltung eines Haustieres betreffend, verletzt worden. Wie kann man einen Hund nur so verwahrlosen lassen.
Erziehungstechnisch scheint ja auch rein gar nichts gemacht worden zu sein. Das ist für mich ein Zeichen, dass dem Halter das Tier völlig egal ist.Wie die Mitschreiber schon rieten, würde ich den Hund erstmal beim Doc durchchecken lassen, und dann aufpäppeln. Und mit viel Geduld und Einfühlvermögen bekommt man sicher auch erziehungstechnisch noch Einiges hin.
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Ganz ehrlich. Ich würde den Hund in keinem Fall mehr zu der Person zurückbringen ggf, sogar das Vet-Amt einschalten, falls es seitens der Besitzerin Gegenwehr gibt.
Ein Tier, egal ob Hund, Katze, Kaninchen usw. lässt man gar nicht erst in einen solchen Zustand kommen. Da sind sämtliche Pflichten , die Haltung eines Haustieres betreffend, verletzt worden. Wie kann man einen Hund nur so verwahrlosen lassen.
Erziehungstechnisch scheint ja auch rein gar nichts gemacht worden zu sein. Das ist für mich ein Zeichen, dass dem Halter das Tier völlig egal ist.Wie die Mitschreiber schon rieten, würde ich den Hund erstmal beim Doc durchchecken lassen, und dann aufpäppeln. Und mit viel Geduld und Einfühlvermögen bekommt man sicher auch erziehungstechnisch noch Einiges hin.
Soweit ich verstanden habe, war der Hund in Urlaubsbetreuung bei dem Mitbewohner und da ist das passiert?!
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Achso, dann hab ichs falsch verstanden.
Na dann wäre zumindest die Freundschaft gekündigt.
Mehr kann man dann vermutlich nicht machen. Eine Anzeige wg Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt wird vermutlich auch keinen Sinn machen.
Ich wäre jedenfalls mehr als sauer, wenn ich meinen Hund in so einem Zustand wieder bekommen würde. Und bei gewerblich arbeitender Hundebetreuung würde ich auch alle Register ziehen.Ich wünsche dem Hund gute Besserung, und dass er keine weiteren Schäden davon getragen hat.
PS: Die Tierarzt- und Aufpäppelkosten würde ich dieser Person in Rechnung stellen.
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Vor einem Jahr musste ich meinen Hund für 10 Tage in eine Tierklinik geben, dort wurde er zwar versorgt aber doch irgendwie alleine gelassen. Jedenfalls hat er seitdem das Vertrauen in die Menschen verloren, ist zumindest Fremden gegenüber noch sehr mißtrauisch. Es dauert sehr lange bis der Hund wieder zutraulich werden wird - zumal bei euch ja auch noch Vernachlässigung dazu kommt.
Was mich wundert, selbst wenn keine Hinterlassenschaften mehr zu finden sind, muss es doch fürchterlich gerochen haben.Für die Zukunft würde ich raten, sich den Hundesitter besser anzusehen und auszusuchen und ich würde zumindest regelmäßigen telefonischen Kontakt mit der Aufsichtsperson pflegen und nachfragen ob alles o.k ist.
Alles Gute für den Hund.
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Wie genau soll man sich einen Sitter aussuchen, wenn man als Mitbewohner der Meinung ist, dass man die Person gut kennt weil man mit ihm zusammen lebt? Am Telefon kann er auch unüberprüfbar das Blaue vom Himmel herunter lügen.
Also ich würde ihn auch spüren lassen, dass es nicht okay war wie er vorgegangen ist. Die Tierarztkosten sind das mindeste was er wieder gut zu machen hätte. Auch dummerweise das einzige...
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Da muss man sich doch nur mal den Eingangstread richtig durchlesen:
Wollte oder sollte der Mitbewohner auf den Hund aufpassen?
Die Wohnung ist vermüllt, der Hund verwahrlost, der Mitbewohner nicht da....
und wenn er kommt wird er sofort vor die Tür gesetzt...
das klingt für mich alles nicht sehr vertrauenswürdig - klingt nicht nach jemandem dem ich meinem Hund anvertrauen würde... - Vor einem Moment
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