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Füttern beim Spazierengehen??

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich muss jetzt mal ganz dumm fragen, da mich das Thema im Moment ein bissel beschäftigt und ich nicht ganz schlau daraus werde:


    ich habe hier schon des Öfteren gelesen, dass man den Leuten dazu geraten hat, wenn sie Erziehungsprobleme mit ihren neuen Hunden hatten, nur beim Gassigehen zu füttern und den Hund zuhause hungern zu lassen.


    Es leuchtet mir ja ein, dass man einem hungrigen Hund mit Futter in der Hand mehr Aufmerksamkeit abkaufen kann als einem satten.
    Aber ist DAS denn wirklich nötig??


    Ich stelle es mir schlimm vor für einen Hund, wenn er zuhause in der Ruhephase keinen Bissen bekommt und sich mit knurrendem Magen herumschlagen muss und dann draussen, wenn's so richtig spannend und auch stressig ist (die neue Umgebung u. die Eindrücke müssen ja auch verarbeitet werden), dann soll man sich satt fressen?
    (Ich stelle mir das ähnlich vor, als ob ich meine Mahlzeiten nur dann einnehmen dürfte, wenn ich mich in der Hauptstoßzeit im Supermarkt an die Kasse setze und dabei essen muß)


    Ich denke, dass auch für einen Hund regelmässige Mahlzeiten von Anfang an wichtig sind und so den Tagesablauf unterstützen, den der Hund ja gemeinsam mit seinen Menschen leben soll. Ein mehrmaliges tägliches Belohnungsfüttern während der Gassirunden stelle ich mir für den Hund sehr schlimm vor. Oder "vermenschliche" ich da was??


    Bitte klärt mich auf!

  • Mahlzeit,


    sicher hast Du recht mit Deinen Bedenken, ABER was spricht dagegen, schon beim ersten Gang am Morgen, den Hund einen Job zu geben, damit er sich sein Frühstück verdienen kann?


    Je nach Ausbildungsstand des Hundes liegt es natürlich im Ermessen des HF wie schwer er den Job gestaltet und seinem Hund ermöglicht, viel Fressen zu verdienen. Wir sollten da gerade im Anfangsstadium sehr grosszügig sein und den Hund schon mit kleinen Erfolgen angemessen belohnen.


    Wenn wir unsere Runden machen, egal wann, ist immer der Futterdummy und/oder Leckerchen dabei und je nach Tagesform gibts leichte und schwere Aufgaben - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


    Und damit hat mein Hund nie einen leeren Magen, aber immer Appetit & Lust zu arbeiten. ;D


    LG WorkingDog

  • Da stimme ich WorkingDog 100% zu. Silky bekommt auch nur unterwegs sein Futter. Der Futterbeutel ist also immer dabei. Das heißt ja nicht, daß er schuften muß wie blöd. Da Silky zB das Futterbeutel apportieren ziemlich bescheuert findet, machen wir immer kleine Spielchen.


    Ich hole ihn her, sag "Paß auf" und werfe eine Trockenfutterkrokette weg. Er saust dann los und holt sie oder, wenn er sie aus den Augen verliert, die Dinger sind ja nicht groß, dann sucht er die Krokette auf Kommando. Das macht ihm einen Heidenspaß und er kann gar nicht genug davon bekommen.


    Dann clickern wir ab und zu oder trainieren halt die verschiedenen Kommandos, die er lernt und/oder schon kann. Ab und zu gibt es natürlich auch mal einen Jackpot, da darf er mal so richtig zuschlagen.


    Also ich muß schon manchmal aufpassen, daß ich nicht die Tagesration auf einen Rutsch beim ersten Gassi verfüttere. Sicher kommt es auch mal vor, daß Silky überhaupt nicht zu motivieren ist und lieber in der Gegend rumschnüffelt, aber dann ist das sein Problem, denn er weiß ja, wenn er mitarbeitet gibt's was, wenn nicht dann nicht.


    Ich denke mal, Hunde sind da viel anders gepolt als Menschen und nicht wirklich auf regelmäßige Mahlzeiten versessen. Anfangs hat Silky noch immer mal in der Küche nachgeschaut, ob der Futterpott nicht wieder aufgetaucht ist, aber inzwischen ist das auch erledigt. Es kann durchaus mal sein, daß er mal einen Tag nichts oder nicht viel frißt, aber bei einem gesunden ausgewachsenen Hund, ist das kein Problem. Ich glaube, da vermenschlichen wir wirklich zu leicht den Hund.


    Zu Hause bekommt er aber auch mal ein Schweineohr, Hundekuchen etc. oder eben mal Obst, was er auch gerne mag, halt nur keinen regelmäßig gefüllten Futterpott.

    Viele Grüße
    Daniela und die Cockergang.


    Nicht jeder, der einen Hund hochheben kann, kann auch einen Hund vernünftig halten.

  • Wenn ich ganztags unterwegs bin, dann habe ich Sveas Mittagessen mit.
    Aber sie bekommt es nicht als Belohnung oder als Anreiz etwas für mich zutun, sondern eben weil es ihrer Ernährung dient.
    Allerdings habe ich auch andere Ansprüche an sie, als der eine oder andere.
    Sie soll mich lediglich begleiten und dazu genügen schon die einfachsten Kommandos.
    Daß sie diese befolgt erreiche ich nur mit Stimme und Kuscheln.


    Achso, nicht daß jetzt jemand denkt, sie müßte den ganzen Tag mit mir durch die Gegend laufen.
    Einen nicht unerheblichen Teil des Tages verbringt sie in der Bahn schlafend ;)

  • Danke für Eure Beiträge.
    Leider bringt mich das gar nicht weiter, im Gegenteil.


    Ich verstehe einfach nicht, warum der Hund immer was leisten muss, um sich das Futter zu verdienen. Und das über mehrere Wochen, sogar Monate hinweg? Wenn man das ab und an mal so handhabt sehe ich da schon einen Sinn dahinter - aber doch nicht tagtäglich??


    Darf ein Hund nicht auch mal Hund sein und mal spazieren gehen und schnuppern wie es ihm gefällt - muss er immer was leisten, damit er was zu essen bekommt? Und wenn er mal nix leistet, dann muss er hungern?
    (schließe mich da Ezris Meinung voll und ganz an)


    Mal medizinisch gesehen würde mich interessieren, ob das für den Hund so gesund ist, wenn er über den Tag verteilt in kleinen Happen gefüttert wird? Fördert man so nicht den Futterneid und das Schlingen? Ein Wolf in freier Wildbahn hat ja auch kein Knabbersäckchen bei sich und bedient sich den ganzen Tag. Der frisst auf einmal und gut ist (ist jetzt 'n blöder Vergleich aber macht mich halt irgendwie nachdenklich).


    Ich sehe in dieser Fütterungsart eher einen Dauerstress für den Hund.


    Meine Hündin hätte das nicht durchgestanden, die reagiert sehr sensibel auf Veränderungen des Tagesablaufes und wäre mit so einer Fütterung nicht zufrieden gewesen und hätte sich kurz oder über lang geweigert auch nur irgendwas zu machen. Aber ich denke, das kommt auch auf den einzelnen Hund an.


    Anij : deinem Cocker scheints ja so Spaß zu machen. Wie lange willst Du so weiter füttern oder wann darf der Futternapf wieder in der Küche einziehen??

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen kostenlosen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Bei uns ist zweimal täglich füttern angesagt, morgens nach der großen Gassi und Toberunde. Danach wird gefressen und dann ist Ruhe angesagt, bis die ersten Kinder aus der Schule kommen (halb 12). Hab ich vormittags im Betrieb zu tun (im Sommer eigentlich jeden Tag) gibt´s morgens kein Futter, sondern erst mittags. Habe Angst vor Magendrehung, daran haben wir unseren Hovawart verloren (seltsamerweise nach der Abendfütterung und ohne Action danach- es sollte wohl so sein:-(((((


    Nachmittags sind beide Hunde komplett mit im Betrieb und machen "Landwirtschaft", dann gibt´s die zweite Ration abends. Als die Hunde noch klein waren, hatte ich natürlich immer Futter in der Hosentasche, zur Belohnung und Motivation. Bei uns lässt sich das "Unterwegsfüttern" aus o.g. Gründen halt nur schlecht praktizieren.


    Hm, ja, wenn ich so über das Argument des wölfischen Lebens nachdenke, würd ich auch eher meinen, es würde der Natur näher kommen, nicht ständig kleine Portionen zu geben. Ganz anders z.B. bei unseren heißgeliebten Steppentieren Pferden, die in freier Wildbahn ständig fressen...


    Liebe Grüße Sanny

    fides esperantia caritas
    1 Kor 13 13

  • hmmm das man ne ganze ration streicht und während des gassi gehens verfüttert mache ich auch nicht.


    meine bekommt fest ihre 2 mahlzeiten die sie in ruhe vernichten soll und gut. Aber da meine eh so ein vielfraß ist, passen auch die leckerchen für zwischendurch (die sie sich erarbeitet) problemlos in ihr bäuchlein ;)

  • Ich möchte das eigentlich für die Zukunft so beibehalten mit dem Füttern unterwegs, den Silky hat damit keine Probleme. Der Futternapf ist also für immer aus der Küche verbannt (und inzwischen zum Wassernapf mutiert).


    Wo Du schon beim Wolf bist, also ich glaube nicht, daß ein Wolf jeden Tag zu einer bestimmten Zeit einen gedeckten Tisch vorfindet, sondern er muß sich auch sein Futter erarbeiten und zwar ziemlich hart und da sind auch ziemliche Abstände dazwischen. Ich bezweifele, daß es da jeden Tag eine ordentliche Mahlzeit gibt.


    Außerdem hat man es ja selbst in der Hand da keinen Streß reinzubringen, sondern aus der Kombi Gassi/Fressi ein superspannendes Event zu machen.


    Und überleg doch mal selbst, ist es bei uns nicht auch so, daß wir Dinge, die wir uns mit etwas Anstrengung erarbeitet haben, viel mehr zu schätzen wissen, als was uns in den Schoß fällt?? Genauso ist es für Hunde doch viel spannender und interessanter für ihr Futter auch was zu tun, wie gesagt, Wölfen und auch Wildhunden, wie Dingos, fällt das Futter ja auch nicht in den Schoß. Wann hast Du denn das letzte Mal dein Futter ohne vorherige Anstrengung bekommen?? Verdirbt Dir das den Appetit?


    Außerdem ist der Begriff etwas "leisten" ja auch relativ. Es hält einem ja nichts davon ab, den Hund mal mit einer Hand voll Futter dafür zu belohnen, daß zB. ein paar Stunden brav alleine zu Hause war oder davon abgesehen hat, den Garten umzugestalten oder was auch immer.


    Es ist ja auch nicht so, daß Silky tagelang hungern muß, aber wenn er mal einen super Tag hatte und wirklich neben seiner Tagesration noch ein Schweineohr und einen Hundekuchen abgestaubt hat und vielleicht auch bei meiner Mutter noch ein paar Leckerli ergattert hat, kann es wirklich mal passieren, daß er beim Gassi einfach kein Interesse am Futter zeigt und alle Spuren dieser Welt einfach spannender sind. Manchmal ist es auch umgekehrt.


    Mit Futterneid und Schlingen hat das nichts zu tun. Die meisten Hunde schlingen sowieso (von den 5 Hunden die ich bis jetzt hatte, war einer dabei, dem man die Futterschüssel hinterhertragen mußte) und ich denke mal Futterneid gehört in einem Rudel (egal ob Hunde oder Wölfe) zum Alltag, denn der Stärkste und Ranghöchste bekommt am meisten und zuerst zu fressen. Da ist Futterneid sicher eine Überlebensstrategie, die nichts mit der Fütterungsart zu tun hat.


    Es würde mich übrigens erschrecken, wenn Ezri mit ihrer Süßen so was machen würde, den die Kleine ist ja noch ein Welpe und das ist ja wohl was anderes als bei einem erwachsenen Hund. Ebenso würde ich so was nie bei einem alten oder kranken Hund machen. Wir reden hier ausschließlich von dem gesunden erwachsenen Hund.
    Besonders wenn der Hund, wie bei uns, erst im Alter von 1 1/2 in die Familie kommt. Da intensiviert die Sache mit der Fütterung doch sehr die Bindung und trägt dazu bei, daß der Hund lernst, wer die Ressourcen verwaltet und mit wem man sich gut stellen muß. Bei aller Tierliebe sollte man nie vergessen, daß Hunde Egoisten sind und bei allem was sie tun, dies nur tun, weil sie etwas davon haben und nie etwas machen, weil es uns so gefällt. Je mehr Sinn etwas für den Hund macht (und Futter bekommen macht viel Sinn) umso kooperationsbereiter ist ein Hund. :flower:

    Viele Grüße
    Daniela und die Cockergang.


    Nicht jeder, der einen Hund hochheben kann, kann auch einen Hund vernünftig halten.

  • Der (mein) Hund muss doch gar nichts leisten, er will und muss nie hungern, dafür sorgt er schon!


    Wenn ich morgens mal weniger Zeit habe und keine ausgedehnte Tobe-/Fahrradrunde oder sonstige Spiele/Jobs machen kann, will er wenig bis kein Futter. Dann verweigert er das Futter :!:



    Selbstverständlich gibts auch nur Spaziergänge, aber in unserem Bespiel fragt, mein Hund (meist) nach kurzer Zeit "... kann ich was tun ... vielleicht was apportieren ...." und dann bekommt er etwas zum Apportieren. Und das passiert auch, nachdem er seine volle Mahlzeit bereits erhalten kann.


    Sicher ist es nicht für jeden Hund praktikabel, aber einige wollen/müssen auf diese Art beschäftigt werden. Und einem Dauerstress ist meiner nicht ausgesetzt, im Gegenteil.


    LG WorkingDog

  • Manche Hunde sind nicht verfressen und auch nicht so gut zu motivieren.


    Mein Rüde hat in Jugendjahren öfters mal 2 Tage gefastet, weil er einfach keinen Hunger hatte. Ihm wärs gar nicht gross aufgefallen, wenn man ihm mal nicht 2 mal täglich seinen Napf hingestellt hätte.


    Lily hingegen ist ein kleiner Zwerg. Ein paar Leckerlies zwischendurch decken dann direkt den Energiebedarf für eine Mahlzeit. Sie kniffelt gern, findet kleine Futtersuchspiele, Leckerlieschwimmen im See, den Futterball einfach klasse und bekommt halt manchmal ihr Futter auf diese Weise.


    Aber generell bekommen die Monster ihr normales Futter "gratis" und für tolle Leckerlies muss man halt was tun.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den kostenlosen Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen kostenlosen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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