"Wir entscheiden das selber"
-
-
Das stimmt. Daher sollte man gut auswählen um einen Tierarzt zu finden bei dem man ein gutes Gefühl hat und sich eine Vertrauensbasis aufbaut.
Natürlich geht es bei einigen ums Geld. Wenn ich etwas derartiges Bemerke wechsle ich den Tierarzt.
Vertrauen ist das A und O.
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier "Wir entscheiden das selber" schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Auch ich gehöre zu den Hundehaltern die selbst entscheiden.
Ich vertraue meinem TA, aber das entbindet mich nicht davon mich selbst zu informieren und eine eigene Meinung zu haben. Egal ob die Studie jetzt englisch, deutsch oder französisch war, wenn ich die Quelle und die wissenschaftliche Herangehensweise als seriös einstufe, werde ich die Ergebnisse in meine Überlegungen einfließen lassen.
Und was mich in dieser Haltung bestärkt, ist dass nicht nur ich meinem TA vertraue, sondern auch mein TA vertraut meinem Urteil. Ich habe es bei einem TA der mich länger als eine Behandlung kannte noch nie erlebt, dass einer versucht hätte mir eine Behandlung aufzuschwatzen, die ich abgelehnt habe oder mir eine Untersuchung/Behandlung auszureden die ich gewollt habe.
Es wurde immer gemeinsam ein Weg erarbeitet und ich wurde immer ernstgenommen in meinen Wünschen und Bedenken. -
Vertrauen ist das A und O.
Ja, das finde ich auch. Ich finde, da muss man auch mal auf sein Bauchgefühl hören, welchem Arzt man vertrauen kann und welchem nicht.
Bei mir hat ein Augenarzt mal ein Glaukom diagnostiziert. Ich bin zwei Jahre lang alle sechs Monate zu Untersuchungen, die recht teuer waren. Langsam ging es mir doch zu sehr ins Geld, da ich als Privatpatient ja erstmal immer vorstrecken muss. Als meine Mutter dann mal mit ihren Augenärztin, bei der sie schon jahrelang in Behandlung ist, meinen Fall besprochen hatte, empfahl die dringend mal eine zweite Meinung einzuholen. Das tat ich dann auch und siehe da, kein Glaukom. Meine Versicherung streitet derzeit mit dem Augenarzt um die Behandlungskosten...
-
Auch ich gehöre zu den Hundehaltern die selbst entscheiden.
Ich vertraue meinem TA, aber das entbindet mich nicht davon mich selbst zu informieren und eine eigene Meinung zu haben. Egal ob die Studie jetzt englisch, deutsch oder französisch war, wenn ich die Quelle und die wissenschaftliche Herangehensweise als seriös einstufe, werde ich die Ergebnisse in meine Überlegungen einfließen lassen.
Und was mich in dieser Haltung bestärkt, ist dass nicht nur ich meinem TA vertraue, sondern auch mein TA vertraut meinem Urteil. Ich habe es bei einem TA der mich länger als eine Behandlung kannte noch nie erlebt, dass einer versucht hätte mir eine Behandlung aufzuschwatzen, die ich abgelehnt habe oder mir eine Untersuchung/Behandlung auszureden die ich gewollt habe.
Es wurde immer gemeinsam ein Weg erarbeitet und ich wurde immer ernstgenommen in meinen Wünschen und Bedenken.Hälst du dich deshalb für gleich qualifiziert oder gar qualifzierter als deine Tierärztin?
Natürlich soll man sich informieren. Habe ich aber auch schon gesagt
-
Ich halte mich auch nicht für qualifizierter als meinen Automechaniker auf seinem Spezialgebiet, aber ich entscheide immer noch wozu ich mein OK gebe und was ich für Unsinn halte.
Ich muss mit den Entscheidungen leben und ich muss die Entscheidungen bezahlen. Darum treffe auch ich in letzter Instanz diese Entscheidung. Und wie gesagt, bisher bin ich sehr gut damit gefahren.
Wenn ich gesagt habe, ich glaube mein Hund hat eine MD wurde darauf untersucht und nicht versucht mich mit einer Spritze und einem Termin in zwei Tagen abzuspeisen. Gleiches galt, wenn ich sagte ich habe Verdacht auf ein Herzproblem, CES....Mein TA nimmt mich ernst und weiß, dass man mit mir auf einer gewissen Ebene argumentieren kann und dass ich meine Entscheidungen nicht auf Grund von Würfelspielen oder Abzählreimen treffe.
-
-
Das finde ich ja auch okay.
Als Besitzer kennt man sein Tier ja auch und kann sich anhand der veränderungen schon eine Verdachtsdiagnose bilden.Ich komme auch fast immer bei meiner TÄ an und sage das Tier hat das und das. Ist ja auch alles kein Thema...entweder wird es (meistens) bestätigt oder widerlegt. Aber sie hat dann einen Ansatz wonach sie suchen kann..ist doch super
Aber würdest du bei einem Verdacht/bzw auch einer gesicherten Diagnose selbstständig Medis dosieren/eine andere Behandlung anfangen als dein Tierarzt dir rät?
Wenn ja warum? Natürlich musst du es dann selber ausbaden...aber in erster Linie ja eigentlich auch dein Hund.
Hättest du keine Angst deinem Hund durch deine Diagnose/Behandlung zu schaden? -
Im Internet hole ich mir Anregungen und Erfahrungen. Ich würde nie mich dran halten, jemand schreibt: Da muss das und das Medikament gegeben werden und das und das gemacht. Aber wenn jemand schreibt: mein Tier hatte das auch, wir haben das so und so hingekriegt. Dann nehm ich das schon als Leitfaden.
Denn meiner Erfahrung nach sind leider sehr viele Tierärzte nur Abzocker. Einer hat meinen Kater "getötet". Der hatte eine schlimme Gelbsucht und der laberte was von: der ist ja jetzt schon elf, der verträgt das Futter nicht mehr, kochen sie dem mal Reis und Huhn. Und dafür hat der noch 50 Euro genommen, obwohl ich ihm geschildert habe, dass der arme Kerl alle 10 Minuten kotzt und alle 20 Minuten Durchfall hat. Nun ja. Dann neuer Tierarzt. Der hat es erkannt. War aber dann schon zu spät am nächsten Tag, auch wenn noch viel versucht wurde:-(
Da blieben wir dann, weil sie das beim Kater wenigstens gut erkannt haben, noch vieles versucht und keine Geldabschneider waren. Aber bei dem Hund hat der ne schlimme Allergie diagnostiziert. Der Hund darf nur noch Ente fressen oder Pferd. Die Hundetrainerin meinte: Unfug, aber Ihr füttert falsch. Euer Futter hat zu viel Protein. Und siehe da: seit dem neuen Futter - keine Ente oder Pferd*g* - geht es dem Hund super.
Das Problem bei Tierärzten ist, dass man nur ganz wenigen wirklich trauen kann. Ich glaube auch keinem Tierarzt blind das, was er sagt. Weil ich einfach oft genug erlebt habe, dass die keine Ahnung haben.
-
Aber würdest du bei einem Verdacht/bzw auch einer gesicherten Diagnose selbstständig Medis dosieren/eine andere Behandlung anfangen als dein Tierarzt dir rät?
Wenn ja warum? Natürlich musst du es dann selber ausbaden...aber in erster Linie ja eigentlich auch dein Hund.
Hättest du keine Angst deinem Hund durch deine Diagnose/Behandlung zu schaden?
Ich pfusche nicht willkürlich mit Medikamenten rum, aber wenn ich der Meinung bin bzw deutlich sehe, dass eine begonnene Therapie meinem Hund nicht nützt, oder ihm sogar schadet - wie damals bei der Incurin Behandlung bei Naomi - dann breche ich ab.Natürlich erörtere ich die Alternative mit dem TA, aber am Ende entscheide ich. So wird keiner meiner Hunde jemals wieder fertiges Diätfutter bekommen und wer mir eine Vollimpfung, Vorsorgeentwurmung oder pauschal Antibiotika aufs Auge drücken möchte, wird auch nicht weit kommen.
-
Fundierte Kenntnisse kann man sich anlesen. Etwas anderes hat der Tierarzt in seinem Studium auch nicht gemacht, nur dass das Studium wesentlich umfassender ist, während man sich als Tierhalter auf wesentlich weniger Aspekte konzentrieren kann.
Auch als Laie kann man in die veterinärmedizinische Fachbibliothek gehen und Bücher wälzen bzw. sich die neuesten Aufsätze zum Thema heraussuchen, das einen interessiert.Was einem Laien im Gegensatz zum praktizierende Tierarzt fehlt, ist in der Regel die Erfahrung mit den Krankheitsbildern.
Doch bei manchen Ärzten habe ich den Eindruck, sie gingen zu sehr nach auswendig gelerntem Lehrbuchschema vor und haben wenig Talent im Aufspüren von Krankheiten.
(Motto: "Für Krankheit X sind Sie zu jung, für Krankheit Y zu alt und Krankheit Z bekommen Frauen fast nie").
Hätte ich immer auf Ärzte gehört und nie entgegen deren Meinung auf bestimmte Untersuchungen bestanden, wäre ich vielleicht heute nicht mehr am Leben.ZitatIch habe auch noch keinen TA erlebt, der pikiert wäre, wenn man sich selber informiert,
Ich schon. Es gibt Ärzte/Tierärzte, die regelrecht beleidigt sind ("Sie mit Ihren tollen Studien").
ZitatWenn er etwas noch nicht gelesen hat udn ich die Quelle nenne, habe ich auch schon ein Danke gehört
Das sind dann die, die sich für ihr Fachgebiet interessieren, auch einen (informierten) Laien als Patienten/Patientenbesitzer ernst nehmen und mit ihm über das Gelesene reden statt sich als allwissende Autorität zu geben (die ja kaum ein Mensch tatsächlich sein kann). -
Aber würdest du bei einem Verdacht/bzw auch einer gesicherten Diagnose selbstständig Medis dosieren/eine andere Behandlung anfangen als dein Tierarzt dir rät?
Wenn ja warum? Natürlich musst du es dann selber ausbaden...aber in erster Linie ja eigentlich auch dein Hund.
Hättest du keine Angst deinem Hund durch deine Diagnose/Behandlung zu schaden?Auch das kann mal notwendig sein. Die Schwester meines Rüden leidet jetzt im hohen Greisenalter an Hyperadrenokortizismus (Morbus Cushing). Die TA bestand auf einer Diagnosemethode, die nachweislich falsch war und zu einer falschen Medikamentierung führte. Über ein Morbus Cushing-Forum konnten die Besitzer letzten Endes ihre Hündin richtig einstellen. Hätten sie der TA vertraut und nicht selbst recherchiert und entschieden, wäre der Hund innerhalb kürzester Zeit in eine Addison-Krise gefallen und vermutlich verstorben.
Viele TA haben Wissen, das z.T. etwas oberflächlich ist und im Regelfall ausreicht. Es kann durchaus sein, daß ein engagierter Laie auf einem Spezialgebiet besser und tiefgründiger informiert ist und somit fundiertere Entscheidungen treffen kann. Ein guter TA wird seine ja nicht ehrenrührigen Defizite dann anerkennen und entweder mit dem informierten Patientenbesitzer gemeinsam einen Weg suchen, oder zu einem Spezialisten überweisen.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!