"Wir entscheiden das selber"

  • Ich vertraue meinem TA schon und falls nicht, hole ich mir eine zweite Meinung.
    Das gilt natürlich nur für größere Geschichten.

    Medikamente selbständig absetzen, verändern oder irgendwas im Internet besorgen, mache ich nicht.

    Ich finde die Krankheitsberichte von Forenteilnehmern durchaus interessant, traue mir aber nicht zu diese auf meinen Hund übertragen zu können.

    Selbst entscheiden müsste ich wohl ich, wenn eine Behandlung meinen finanziellen Rahmen sprengt.

    Meine Erfahrung in mehr als 20 Jahren Hundehaltung hat mich gelehrt, dass man mit Herzkrankheiten, zwecks Diagnoe und Therapie besser zu einem Fachtierarzt geht, auch bei Erkrankungen der Schilddrüse, bestimmten neurologischen Erkrankungen, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
    Da weise ich auch gerne darauf hin, denn diese Erfahrungen muss nicht jeder Hundebesitzer von Neuem machen.
    Ist dann trotzdem noch die Entscheidung des Betroffenen.

    Ich lese auch gern Studien, Fachartikel, etc.
    Meitens in englischer Sprache, denn das ist die Sprache in der die meisten Publikationen abgefasst sind.
    Wie Statistiken zu lesen und zu bewerten sind, weiß ich ganz gut.

    Ich bin nicht besonders nervig beim Tierarzt aks Halter. :smile:

    LG, Friederike

  • Interessantes Thema!

    Es kommt eben (wie in so vielen Dingen)auch darauf an, welche Beschwerden oder mögliche Erkrankungen ein Hund hat. Bei leichten Blessuren (z.B. eine Wunde am Ohr) kann man diese mit etwas Kenntnis über Wunden schon sehr gut allein versorgen. Wichtig ist nur, Infektionen frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen! Aber bei Blessuren wo die Tiefe nicht abgeschätzt werden kann (Bissverletzung im Fell), da muss dann schon ein TA heran, weil das viele versteckte Gefahren mit sich bringen kann.

    Auch muss man bei 1-2 Tagen Durchfall (ohne besondere Beimengungen wie bspw. Blut) nicht sofort zum TA rennen. Auch hier helfen Hausmittelchen, Schonkost bzw. kurze Nahrungsabstinenz. Das ist alles kein Hexenwerk.

    Ein TA sollte eingeschaltet werden, wenn es um nicht abschätzbare Symptome handelt. Auch hier ist es aber wichtig seine Kenntnis über den eigenen Hund dem TA mitzuteilen, da der Halter meist am Besten (und sagen wir im Idealfall) einschätzen kann, wie stark die Beschwerden des eigenen Hundes sind.

    Auch sollte ein Halter entscheiden dürfen (nach einer Beratung über das Für- und Wider) ob und welche Therapie beim eigenen Hund gemacht werden sollte. Gerade z.B. bei Tumor- bzw. Krebserkrankungen gehen die Meinungen doch sehr weit auseinander. Mancher TA und/oder Halter würden auch eine Chemotherapie in Erwägung ziehen, aber hier sollte definitiv im Einzelfall entschieden werden!

    Wie man es dreht und wendet: Die Medizin ist ein verdammt großes Thema, weshalb man auch keine pauschale Antwort geben kann. Da ich selbst im Gesundheitsbereich (in der Humanmedizin) tätig bin, weiss ich wie wichtig die eigene Meinung(en)und Einschätzungen der Patienten sind in Kombination mit dem Fachwissen und einer umfangreichen (auch über das Pro- und Contra) Beratung über bestimmte Therapiemöglichkeiten etc. sind.

  • Ich hab zum Glück eine Tierärztin die nicht nur aufs Geld aus ist.
    Anstatt mir bei Durchfall das teure Royal Canine aufzuschwatzen, sagt sie mir ich soll Hühnchen und Reis geben.
    Sie berät am Telefon ohne irgendwas dafür zu verlangen und letztes Jahr habe ich sogar eine Behandlung gegen Milben gratis bekommen.
    Ich vertraue ihr und brauche daher nicht selbst zu entscheiden.

    Was ich überhaupt nicht verstehe ist, wenn die HH sagen sie lassen lieber Regelmäßig Tollwut Impfen, dafür aber nie Staupe, Parvo, Zwingerhusten & co.
    Wenn man öfter ins Ausland fährt ok - aber warum impft man lieber gegen was, was in Deutschland kaum bis gar nicht mehr vorkommt, anstatt gegen Zwingerhusten den hier oft vorkommt?

  • Wenn man öfter ins Ausland fährt ok - aber warum impft man lieber gegen was, was in Deutschland kaum bis gar nicht mehr vorkommt, anstatt gegen Zwingerhusten den hier oft vorkommt?


    Weil sie vermutlich, wie ich, die Erfahrung gemacht haben, dass es rausgeschmissenes Geld ist, weil die Hunde trotz Impfung erkranken und auch kein abgeschwächter Krankheitsverlauf im direkten Vergleich erkennbar ist...

  • Nein, Tollwut ist beim Hund ein Todesurteil.
    Wenn du Glück hast, kannst du dich auf eine sündteure Quarantäne retten bei TW Verdacht - falls jemand bereit ist den Hund aufzunehmen - aber meist wird beim TW Verdacht oder teilweise schon bei Verdacht auf Kontakt mit einem TW Träger die Tötung des Tieres angeordnet.

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