Frage bzgl. Hundekommunikation

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    Hallo liebe DF-ler,


    mein Junghund musste heute die unangenehme Erfahrung machen, dass nicht alle Artgenossen wohlgesonnen und zu Scherzen aufgelegt sind.
    Wir hatten heute einen Termin bei unserer Hundetrainerin, der aufgrund des schlechten Wetters anders als sonst verlaufen ist. Wir trafen uns bei ihr im Garten.
    Mein Ares (bald ein Jahr alt) lernte ihren älteren Rüden kennen, der zu seiner Enttäuschung nicht sonderlich verspielt war. Ares verhielt sich bis dahin vorbildlich, lt. der Trainerin. Höflich und zurückhaltend. Als mein Hund den Garten erkundete, gab sie dem ihren Leberwurst.
    Meiner bemerkte dies und näherte sich dem Rüden. Dieser fixierte ihn und zeigte deutlich, dass Ares sich verziehen soll. Tat er aber nicht. Tja, ihr Hund jagte meinen lautstark quer durch den Garten. Ares schrie, floh und schien vollkommen überfordert mit der Situation. Das hatten wir noch nie, muss ich dazu schreiben. Ich wollte den anderen Rüden daran hindern, aber die Trainerin erklärte mir, dass es normales Verhalten sei und es ist okay ist. Na gut.
    Als der ältere Rüde meinen "gemaßregelt" hat, ging ich zu Ares, um zu gucken, ob alles in Ordnung ist- kein bemitleiden, einfach da sein. Ares erholte sich allmählich davon und keine zehn Minuten später wiederholte sich das ganze Spiel, weil er dem anderen Rüden wieder eine "Ressource streitig gemacht hat", so die Trainerin. Mein Dödl beschnupperte die Meerschweinchen, die sich im Garten tummelten. Tja, Ares war nach dieser Attacke fertig mit der Welt. Er zitterte am ganzen Körper, winselte und verstand die Welt nicht mehr. Er brauchte lange, bis er wieder Ruhe fand. Die Std. bei der Trainerin war danach gelaufen.
    Mei, der Rüde verfolgte ihn bellend und höchst dramatisch und ich kann´s nicht einschätzen. Es war kein Weltuntergang, aber hat meinen Hund sehr mitgenommen. Er ist eine Mimose und höchst sensibel in bestimmten Dingen, doch das ließ mich heute dumm schauen. Man kennt seine Pappenheimer und ja, Ares kreischt gerne und wenn es nicht alles rosarot ist. Man liest ja stets, dass man als Mensch eingreifen sollte. Bis zum heutigen Tag war es nie nötig. Wäre es heute angebracht gewesen? Wie zukünftig verhalten? Die Reaktion meines Rüden...total überzogen? Höchstwahrscheinlich ja...


    Ansonsten zeigt Ares sich als stets gut gelaunter, angenehmer Geselle. Bzgl. Erziehung läuft`s gut. Er mag Hunde aller Art, vll. sogar zu gerne. Der Rückruf klappte in der Vergangenheit bei Hundesichtung nicht zufriedenstellend, was sich mittlerweile sehr zum Positiven gewendet hat. Ich bin mir halt hin und wieder unsicher, wie ich in bestimmten Situationen reagieren soll.
    Jetzt grüble ich, ob ich tatsächlich auf "Absenden" klicken soll. Ich mach` einfach...

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  • Das ist natürlich eine Scheiß-Situation, wenn Dein Hund in einem Garten ohne Fluchtmöglichkeit Ärger kriegt... Kann sein, dass er "überreagiert" hat, weil er das erste Mal so richtig Stress hatte, aber nun ja, er hatte halt Stress. Ob Du Dich anders hättest verhalten sollen, kann man von Weitem schwer sagen. Manchmal kann es richtig sein, einen frechen Junghund seine Lektion lernen zu lassen (Du schreibst ja, dass es kein blutiges Gemetzel war), aber meistens ist es sinnvoller, einem jungen Hund zu zeigen, dass es die beste Idee ist, sich bei Konflikten an seinen Menschen zu wenden.


    Warst Du eher "privat" bei der Trainerin, oder gehörte der Hundekontakt zum Training? Oder hattet Ihr eigentlich was ganz anderes trainieren wollen?


    Es kommt mir nämlich nicht besonders klug von ihr vor, eine schicke Ressource (Leberwurst) in eine Situation mit einem arglosen Besuchshund zu bringen. Natürlich ist es normales Verhalten von dem Trainerhund, wenn er da pampig wird, aber man muss es ja nicht auch noch provozieren.


    Ich frage mich auch, was die Meerschweine da zu suchen hatten - ich würde von einer Tiertrainerin erwarten, dass die Räuber und Beute besser voneinander trennt - was wäre gewesen, wenn Dein Hund sich ein Schwein geschnappt hätte?

    "Es gibt immer Querulanten, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 14 Prozent aller Leute wissen das."

  • Ich hätte diesen "Besuch" schon nach der ersten Attacke abgebrochen!
    Der Hund der Trainerin hat auch sehr überzogen reagiert.
    Ich hatte auch schon Bekannte zum Hundetraining in meinem Garten, da ich aber weiß, das meine Hunde sehr territorial sind, waren sie nicht dabei, wenn wir nicht vorher die Zeit zum zusammenführen hatten. Und selbst dann hätte ich eine solche Aktion von meinen Hunden nicht geduldet, bzw. hätte ich mich bemüht, sie gar nicht erst entstehen zu lassen1

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

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  • Ich find das auch nicht so ganz normal, dass der andere Hund deinen quer durch den Garten jagt.
    Anknurren meinetwegen, aber wenn ich Ressourcen verteile, dann hat mein Hund zu akzeptieren was er bekommt und nicht den Rivalen durch den Garten zu prügeln.
    Das hätte wirklich nicht sein müssen. Einer Hundetrainerin darf sowas nicht passieren.


    Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr finde ich, dass das überhaupt gar nicht geht!

    Ich bin überzeugt,
    dass Hunde im Grunde denken,
    die Menschen seien verrückt.

    John Steinbeck

  • Ich verstehe nicht ganz, was die Aktion der Trainerin sollte? Warum wart ihr im Garten? Was war der Plan? Ich kann es absolut nicht nachvollziehen. Diese Frau würde ich nie wieder sehen wollen, keinen Cent mehr in den Rachen werfen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Die Hunde im Territorium des älteren Hundes zusammengeführt.
    Umzäunter Garten.
    Futter - noch dazu was ganz attraktives - ins Spiel gebracht.
    Dem Besuchshund erlaubt, sich in der Situation zu nähern.
    Nicht eingreifen, wenn es wiederholt zum Konflikt kommt.
    Und dann noch verlangen, dass du deinen Hund allein lässt mit der Situation.


    Wie man so was als Hundetrainer veranstalten kann, ist mir echt ein Rätsel. Und was das ganze bringen sollte, auch.


    Bist du sonst zufrieden mit der Trainerin?

  • Eig. sollte gestern ein "Social Walk" stattfinden, der wg. dem schlechten Wetter nicht stattgefunden hat. Aus diesem Grund hat uns die Trainerin vorgeschlagen, in ihrem Garten die Hunde zusammenzuführen (wir sind bereits am vereinbarten Treffpunkt angekommen, Handynummern will sie nicht austauschen und das ist oftmals ärgerlich, so wie gestern). Wir nehmen eine längere Fahrt in Kauf, um zu ihr zu gelangen. Sie ist Mitglied der Initiative "Trainieren statt dominieren" und ansonsten bin ich zufrieden, ja. Es ist nur die Tendenz zur Einstellung "die Hunde machen das schon unter sich aus", die mich stört. Als Ares sich in der Vergangenheit einen Hund näherte und dieser keinen Kontakt wollte, nahm ich ihn sofort weg, das hat sie aber unterbunden- weil es "normales Lernverhalten" ist. :/
    Könnt ihr mir vll. noch einen Link mit empfehlenswerten Hundetrainern senden? Bei "Trainieren statt dominieren" ist sie die einzige, die noch halbwegs in unserer Nähe ist. Evtl. kennt ihr sogar einen kompetenten Trainer in Niederbayern...?


    Die Meerschweinchen waren im Auslauf und Ares fand sie interessant und schnupperte arglos an ihnen- war keine gute Idee!
    Er war ziemlich gestresst. Wir wollten nun daran arbeiten, dass sich Ares zu einem souveränen Hund entwickelt. Ich hatte nur gestern so ein schlechtes Gefühl wg. der Sache. Wir hatten vor einigen Wochen für zehn Std. bezahlt, weil ich bis zu jenem Zeitpunkt grundsätzlich zufrieden war. Es ist schwierig, bei uns einen guten Trainer zu finden. :verzweifelt:


    Vielen Dank!

  • Er war ziemlich gestresst. Wir wollten nun daran arbeiten, dass sich Ares zu einem souveränen Hund entwickelt.

    Schließt sich irgendwie aus ;)


    Keine Kontaktnummer austauschen ist sehr unprofessionell, als Privatperson kann man sich solche Grillen erlauben, aber geschäftlich?


    Der Hund der Trainerin liest sich auch nicht sehr souverän und mit der Leberwurstaktion hat sie euren ins offene Messer laufen lassen.
    Ich wusste übrigens gar nicht, dass Hunde sich Meerschweinchen halten. Wie kann es sonst sein, dass Ares dem anderen eine Ressource streitig machen kann. Waren es nicht die Schweinchen der Trainerin? :D :D


    Jou, an deiner Stelle hätte ich auch ein komisches Gefühl.

    Grüßle Andrea


    Yay, Pekingesenlady Nana ist da!


    "Da ist was Grünes in der Suppe!"


    Meine Definition von "Tut nix": "Der tut nix!" = "Guck selber wie du mit meinem Hund klar kommst, ich kann da eh nix machen!"

  • Ich frag mich gerade wie ihr es geschafft habt, dass das für deinen Hund die erste solche Situation war in seinem Leben :lol:


    Also ich hab einen kleinen Terrier, der agiert wie der Hund deiner Trainerin. Normalerweise warnt er ganz normal, mit knurren, Zähne fletschen und abschnappen. Rennt der andere Hund aber kreischend weg, kriegt er "nen Hals" und verfolgt so lange, bis der andere Hund stehen bleibt und oder weit genug weg ist.
    Das ganze ist allerdings kein besonders souveränes Hundeverhalten und wäre ich Trainerin, würde ich das bei meinem eigenen Hund nicht zulasssen in einer Trainingssituation.
    Also an sich jetzt kein besonders aggressives Verhalten, aber auch nicht wirklich schön.
    Was ich noch sagen will dazu, zu solchen Situationen gehören immer zwei. Deiner ist noch sehr jung, deshalb verständlich, dass er da noch nicht wirklich souverän drauf reagiert, aber ich würde aufpassen das mimosenhafte nicht zu sehr zu unterstützen.



    Eine Hundeschule die ich dir sehr empfehlen kann ist die http://www.hundeschule-holledau.de
    Sonja ist sehr kompetent und auf ihrem Platz kommen solche Situationen nicht vor. Sie achtet sehr darauf, dass die Hunde nicht überfordert sind und keine schlechten Erfahrungen machen.

  • In meinem Wohnort sind nicht viele Hunde unterwegs. Aus diesem Grund bin ich auch in der HS, damit er Sozialkontakt hat. Ebay-Kleinanzeigen und das DF brachten dbzgl. leider keinen Erfolg.
    Ares wurde natürlich bereits von anderen Hunden angeknurrt und dergleichen, aber so heftig wie gestern hat`s ihn noch nie erwischt. Er lässt sich leicht beeindrucken. Es war viel zu viel des Guten und ich habe ihn noch nie so gesehen. Nach diesen zwei Attacken nahm sie den Rüden weg und stellte Ares` ihren jungen Pudel vor. Ein fröhlicher, verspielter Jungrüde. Der wäre eig. total Ares` Typ, doch es war nichts mehr zu machen. Ares kauerte wie ein Häufchen Elend vor dem Gartentor und wollte nur eines: nach Hause!
    Ich bin immer wieder zu ihm hingegangen und versuchte ihn wegzulocken. Er reagierte auch auf kein Kommando. Ich hatte keine Chance. Nach der ersten Jagd schaffte ich es noch, ihn zu mir zu rufen, dann nicht mehr. Ich wollte halt für ihn da sein, streichelte ihn und mimte den Kasper...
    Danke für den Link, aber zu dieser Trainerin fahren wir fast 1,5 Std, das ist mir doch zu weit.

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