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Probleme beim Gassigehen - bin verzweifelt

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    Liebe foris, ich weiß einfach nicht mehr weiter, sorry muss ein bisschen ausholen.
    Meine Hündin hat panische !!! Angst vor Schüssen/ Feuerwerken (die zeit um Silvester ist immer ein Horror, aber das ist ein anderes thema).
    In unserer "Nähe" (ca. 10 -15 km luftlinie) gibt es einen Schießstand von Polizei und irgendeinem Verein. So leise können diese Schüsse nicht sein ( fast nicht hörbar), dass sie nicht in Panik verfällt und wie eine irre zurück zum Auto zieht, von sich lösen keine Rede, egal wie voll die blase ist. Davon sind alle gut erreichbaren gassirunden betroffen (max. 15 - 20 Minuten mit dem Auto) auch kurze runden um den Häuserblock sind dann unmöglich.
    Habe schon versucht die Zeiten herauszukommen (die Schüsse uberraschen uns immer total unvorbereitet)der Verein hat zwei Nachmittage genannt, die Polizei War ein eigenes Kapitel;
    Anruf 1: "was wir haben da einen Schießstand?" :headbash:
    Anruf 2: eigentlich ganzer vormittag und am Nachmittag "bei Notfällen" :???:
    Mit anderen Worten es kann uns jederzeit treffen. Ach ja wenn "es" passiert ist, wird dieser weg ca eine Woche verweigert...


    Feuerwerke im fernsehen egal wie laut sind ihr egal, ein souveräner Hund, den das nicht kratzt hilft nicht


    Ich hab bei aller Liebe nicht die zeit 4x am tag eine Stunde mit ihr woanders hin zu fahren (machen wir eh wenn es geht)


    Danke fürs lesen! Hat jemand von euch noch einen Tipp für mich (ausser umziehen, das ist leider keine Option)

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  • Ich hab mal den Tip bekommen, es mit einer Starterklappe für den Sport zu probieren (einfache Vorrichtung aus zwei Holzleisten, dürfte man per Auktionshaus recht günstig bekommen, kennt man vielleicht auch noch vom Schulsport) - man benötigt eine sehr ruhige Umgebung und eine zweite Person, die den Lärm macht. Anfangs wird die Klappe nur langsam und leise geschlossen und jedes ruhige Verhalten bestätigt, den Schwung beim Schließen kann man nach und nach anpassen, je nachdem, wie der Hund reagiert. Wenn sie auf den Knall, den es tut, wenn man die Leisten mit Schwung aneinanderknallt, nicht mehr reagiert, kann man in der Nähe vom Schießplatz testen, ob sie da auch noch auf die Schüsse reagiert.

  • Nach meinen Erfahrungen mit meinem schreckhaften Hund kann ich nur sagen: Man kann die Angst vor bestimmten Geräuschen nicht mit anderen Geräuschen bannen. Man kann es nur vor Ort am Original trainieren.


    Kannst Du die Schüsse auch hören, auf die Dein Hund reagiert? Falls ja, könntest Du versuchen, die Schüsse locker-flockig zu kommentieren. Die Meinungen gehen auseinander, ob man Angstauslöser ignorieren oder bemerken soll. Meine Erfahrung ist, dass es besser ist, dem Hund zu signalisieren: "Ich habe es auch gehört, aber es ist nicht wichtig. Pff."


    Natürlich kommt es vor, dass der Hund mir nicht glaubt und trotzdem durchdreht. Was ich in solchen Situationen versuche: Stehenbleiben, besser noch irgendwo hinsetzen, Ruhe ausstrahlen, abwarten. Das geht natürlich nur in einer Reizlage, die für den Hund so gerade noch auszuhalten ist. Bei blanker Panik: Distanz vergrößern und dann langsam runterkommen. Und viel Zeit mitbringen!


    Läuft Dein Hund in der Gegend eigentlich frei? Reagiert sie frei anders als an der Leine? Ist sie für Dich noch ansprechbar?

    "Es gibt immer Querulanten, die mit Statistiken irgendwas beweisen wollen. 14 Prozent aller Leute wissen das."

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kannst Du die Schüsse auch hören, auf die Dein Hund reagiert? Falls ja, könntest Du versuchen, die Schüsse locker-flockig zu kommentieren. Die Meinungen gehen auseinander, ob man Angstauslöser ignorieren oder bemerken soll. Meine Erfahrung ist, dass es besser ist, dem Hund zu signalisieren: "Ich habe es auch gehört, aber es ist nicht wichtig. Pff."


    Natürlich kommt es vor, dass der Hund mir nicht glaubt und trotzdem durchdreht. Was ich in solchen Situationen versuche: Stehenbleiben, besser noch irgendwo hinsetzen, Ruhe ausstrahlen, abwarten. Das geht natürlich nur in einer Reizlage, die für den Hund so gerade noch auszuhalten ist. Bei blanker Panik: Distanz vergrößern und dann langsam runterkommen. Und viel Zeit mitbringen!


    Kann ich genauso unterschreiben. Ich hatte mit meiner früheren Schäferhündin ein ähnliches Problem. Desensibilisierung wird hier ja nicht gehen, weil die Schüsse immer präsent sind bzw sie unvorbereitet treffen. Wir hatten es damals mit einer Geräusch-CD probiert, was anfangs auch gut geklappt hat. Allerdings wurde dann quasi plötzlich neben uns geschossen und alles war schlimmer als jemals zuvor.


    Wir haben es dann genauso gemacht wie Phanotmaus es schreibt, viel Ruhe reinbringen, dem Hund sagen das man es wahrgenommen hat und weiter geht's . Liegt der Hund schon panisch auf dem Boden einen Moment Zeit geben und dann fröhlich motivieren. Hilft auch das nicht mehr, ruhig bleiben, warten, Nähe geben. Das alles hilft auch meinem Angsthundrüden heute enorm. Bei meiner Schäfermaus brachte leider nur eines Verbesserung, ihre Alterstaubheit.

    Liebe Grüße Jana und Wuffel

  • Danke für eure tipps! Das Problem bei der desensibilisierung sehe ich auch ein bisschen darin, dass sie ja auch auf den Geruch des schiesspulvers (?) Reagiert.


    Phantomaus: ja ich kann die Schüsse (wahrscheinlich durch sie sensibilisiert) auch hören.
    Ad Freilauf oder Leine: wir haben beides probiert und bis vor kurzem hatte ich das Gefühl, dass es für sie im Freilauf weniger problematisch ist (an der Leine hängt sie sich Stress-hechelnd mit aufgerissenen Augen ins Geschirr, sodass ich manchmal Probleme habe nicht von ihr umgerissen zu werden - ich mein sie hat ganze 14kg und ich bin kein Fliegengewicht)
    Im Freilauf War es so, dass sie einige Meter vor mir lief, sich immer wieder umgedreht hat, auch abrufbar War. Aber letztes mal ist sie weggelaufen und hat am Parkplatz beim Auto auf mich gewartet. Waren am Rückweg und sie hat vielleicht 3 Minuten gewartet und ich weiß, dass sie zum Auto läuft aber das Risiko ist einfach zu gross..

  • was mir noch einfällt, wenn sie zu durch ein alltagsgeraeusch erschrickt (topfdeckel der hinunterfaellt) hilft es wenn ich sie anspreche - "schau" und das Geräusch noch einmal vor ihr mache, wenn sie sieht was es War bzw wo das Geräusch her kommt ist es ihr egal.
    (Sie erschrickt nur vor Geräuschen, die sie nicht zuordnen kann).

  • Ich würde versuchen die Gassirunden mit einem souveränen Hund zu absolvieren, der Deinem Sicherheit gibt und wo sie sich das Verhalten beim anderen Hund abschauen kann.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

  • Unser verstorbener Jack-Russell hatte auch panische Angst. Hat sich hier zuhause im Schrank versteckt. Und mein Mann ist so mit leidend mit dem armen, armen Hund. Und es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Um uns ringsum wird im Herbst viel gejagt. Der Hund war dann nicht mehr ansprechbar.


    Irgendwann habe ich gedacht, dass es so nicht weiter geht, unser Godzilla tat mir echt leid. Das ganze Mitleid und Bedauern meines Mannes half überhaupt nicht, deswegen hatte ich mir überlegt, es genau anders rum zu machen.


    Der Hund durfte nicht mehr weglaufen und sich verstecken. Ich habe ihn fest in die Arme genommen und angeraunzt, wenn er heftig strampelte. Bei Jagd oder Sylvester habe ich mich ins Wohnzimmer gesetzt mit ihm und sogar vorsichtshalber eine Leine dran gemacht. Er sollte lernen, das man das aushalten kann. Nach etwa zwei Jahren war er schon ansprechbar und jedes Peng fand ich gut und habe dem Hund ein kleines Stückchen Fleischwurst reingestopft.


    Die Angst hat er nie verloren, aber es wurde von Jahr zu Jahr besser, er wurde ruhiger, zitterte nicht mehr und war in der Lage, auf mich zu hören. Und ich war ganz stolz, das ich das mit ihm erreicht hatte.


    Vielleicht hilft dir Godzillas Geschichte ein wenig, ich drücke dir die Daumen. Für die folgenden Hunde fand ich Knallerei superoberaffengeil, na ja die anderen würden jetzt am liebsten mitmachen, wenn es knallt und freuen sich immer wie Bolle. :D

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