War das nur Spieltrieb oder doch Übersprungreaktion?

  • Huch. Das könnte auch sein. Für mich zählt pieseln bei Rüden nicht als "Spaziergehgrund", weil die DAS ja immer und überall tun :lol:

    Also, natürlich soll der Hund mehr als zwei Mal pieseln dürfen täglich. Aber dafür reicht ja der nächste Busch :D

  • Dass sich ein Hund mal etwas ausm Maul nehmen lässt ist nicht die schlechteste Übung. Kann im Ernstfall uU Leben retten. Aber nicht ständig bei jeder Mahlzeit üben, der Hund sollte schon in Ruhe fressen dürfen.
    Ich hab das höchstens 1 x die Woche gemacht. Und dann auch eher andersrum, ich bin direkt dabei geblieben hab und meinen Hunden noch ein paar Futterbrocken dazu gegeben. Und auch nur eine zeitlang, bis ich mir sicher war, ich kann jederzeit im Notfall eingreifen.

  • Dem Hund zwischen durch das Fressen weg zu nehmen und wieder zu geben, führt in der Regel gerade dazu, dass er es verteidigt.

    Stell dir die Situation vor: du sitzt im Restaurant und der Kellner nimmt dir unvermittelt immer wieder kurz den Teller weg, das würde bei dir doch auch dazu führen, dass du jedesmal wenn er an dir vorbei läuft angespannt wärst, vielleicht den Teller fest halten würdest und ihm nicht mehr vertrauen würdest. Irgendwann hättest du genug und dann würde es knallen!

    Vielleicht ein etwas unrealistischer Vergleich, aber ich finde ganz gut geeignet um die Stimmung des Hundes in der Situation zu verstehen.

    Dein Hund sollte in Ruhe fressen können, egal ob nur das normale Futter oder auch (oder gerade) Kausachen.

    Tauschgeschäfte würd ich extra üben und das er deinen Sohn angeknurrt hat kann ja auch aus der 1. Familie resultieren in die er vermittelt war! Weiß ja keiner wie die Kinder dort gehandelt haben, wenn er gefressen hat.

    LG Sara

  • Hier gehört das Futter den Hunden, sobald ich es freigegeben habe. Sie dürfen dann in Ruhe fressen und haben alle Zeit der Welt. Ich habe das Gefühl, ihnen dadurch beigebracht zu haben, dass es einen wichtigen Grund gibt, wenn ich Fressen wegnehme. Jedenfalls haben wir keinerlei Probleme, wenn es denn noch einmal sein muss. Ob das stimmt, keine Ahnung.

    Leine beißen hat Luna auch gerne gemacht, wirklich geändert hat sich das erst durch ein Abbruchsignal. Alternativverhalten war ihr nicht wichtig genug. Dennoch habe ich immer versucht, es gar nicht dazu kommen zu lassen. Also wenn ich die ersten Anzeichen bemerkt habe, bekam sie eine Beschäftigung oder durfte von der Leine.

  • Dem Hund zwischen durch das Fressen weg zu nehmen und wieder zu geben, führt in der Regel gerade dazu, dass er es verteidigt.

    Ich glaube das kommt auf das wie an. Man sollte es auch nie in dem Sinne einfach "wegnehmen" sondern ähnlich wie beim Dummy auch, einfach tauschen (od. sogar "tunen").
    Das ein Hund sein Futter dir gegenüber nicht verteidigt geht nur über Vertrauen. Entsprechend muss man das dann trainieren. (so haben wirs zumindest gemacht was auch gut funktioniert)

    Wie gesagt das soll auch keine Maßnahme sein um die Hunde zu drangsalieren sondern es geht nur darum das der Hund zur Not das rausrückt was er da gerade im Maul hat.
    Unsere drei laufen viel ohne Leine und man kann sich nicht vorstellen was da teilweise im Wald rumliegt. :rotekarte:

    Im Endeffekt muss das aber jeder selbst entscheiden und abschätzen inwieweit sein Hund gefährdet ist..

  • Den einzig wahren Weg gibt es bei der Hundeerziehung offenbar leider genauso wenig wie bei der Kindererziehung.

    Einerseits soll man den Hund als 'andersartig' zu den Menschen sehen und bei der Erziehung seinen Bedürfnissen gerecht werden und entsprechend darauf eingehen, andererseits kommen doch immer wieder die Vergleiche mit den Menschen, wie diese sich in bestimmten Situationen fühlen würden.

    Leute, ich bin jetzt, glaube ich, verunsicherter wie vorher. :???:

    Als Neuling ist es schwierig, sich für eine Vorgehensweise zu entscheiden, wenn verschiedenes vorgeschlagen wird. Man möchte fast den sich am resolutesten 'auftretenden' anschließen. Aber - die 'Alpha-Tier-Erziehung' ist ja auch für Hunde nicht gut. ;)

    Bei meinem Sohn hab ich irgendwann alle Ratschläge ignoriert, und nach meinem Gefühl erzogen. Ist ein guter Junge draus geworden. :smile:

    Kommt es vielleicht unterm Strich doch einfach nur darauf an, dass man nur das macht, wo man auch wirklich selbst fest dahintersteht, da man nur das glaubhaft vermitteln kann? :ka:
    Schließlich führen viele Wege nach Rom.

  • Ich finde:

    - Extreme (egal in welche Richtung) sind nie gut
    - Management ist alles
    - egal, was man tut, man muss dahinterstehen

    Es führen viele Wege nach Rom und manchmal befindet man sich auch in einer Sackgasse. Da hilft tatsächlich häufig nur das Bauchgefühl.

  • Zum Thema einfach wegnehmen...

    "Komm nur her"

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    :shocked:

  • Durchatmen, das klappt schon! ;-)

    Ich finde Konsequenz extrem wichtig, egal mit welchen Tieren ich den ganzen Tag arbeite.
    Unfair ist: heute will ich es so, morgrn so.
    Wenn der Hund gewisse Dinge tun soll, dann immer und auch immer korrekt. Sonst wird das ein Wischiwaschi, der Hund beginnt den Menschen zu ignorieren (weil nicht verlässlich) und es wird anstrengend.

    Überleg dir, welches Verhalten du von deinem Hund möchtest. Und dann mach es ihm so einfach wie möglich, das gewünschte Verhalten zeigen zu können. Dann lob ihn ausgiebig im richtigen Moment. So lernt dein Hund blitzschnell.
    Wenn wir es dem Hund schwierig machen, ist die Chance gross dass er ein unerwünschtes Verhalten zeigt. Dann schimpfen wir, brechen ab, was auch immer. Der Hund hatte keine Chance zu verstehen was man will und er hatte keine Chance das Gewünschte zu zeigen. (Stressig für alle)

    Mein Jungrocker ist jetzt genau 1 Jahr und 1 Tag jung :-)
    Bei ihm ist es momentan so: ich weiss dass er vieles noch nicht kann und bin daher sehr geduldig und unterstütze viel.
    Aber da ich weiss, dass z. B. der Rückruf bei ihm top sitzt, bin ich da wirklich pingelig. Ich bestehe also auf eine äusserst genaue und sehr schnelle Umsetzung des Gewünschten.

    Anderes kann er noch nicht so gut, z. B. an anderen Hunden vorbei gehen.
    Anstatt mit nein! etc. einzuwirken versuche ich früh genug so zu agieren, dass er mir das gewünschte Verhalten zeigen kann. Also still und ohne tanzen an anderen Hunden vorbei gehen. Dafür braucht er aber noch meine Unterstützung.

    Management halt eben. Damit fahre ich sehr gut. Und wenn er mal völlig überdreht dann sitz! Klappe halten, runterfahren. ;-) auch das verträgt ein Hund ;-)

    Du hast einen sehr kooperativen Hund an deiner Seite. Es macht grossen Spass einen so führigen Hund auszubilden. So kommt schon gut!
    Schau dass ihr beide öfters zufrieden seid als umgekehrt, dann passt's :-)

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