Neuzugang beißt um sich...

  • Ich würde als erstes mal ein bißchen Vertrauen aufbauen. Und Vertrauen eines Hundes bekommt man, indem man den Hund versteht und respektiert und ihm das auch zeigt. Das heißt, ich erkenne, daß der Hund Abstand braucht, wenn er grad frißt (das will er mit dem Knurren bezwecken!), und gehe halt, wenn er mich dabei anknurrt, in großem Bogen drumherum, notfalls mit einem coolen "Alles klar, ich geh ja schon außenrum", damit der Hund am Tonfall merkt, es passiert nix Aufregendes, es ist alles in Ordnung, wenn ich da langgehe, ich will nix von ihm (lasse mich aber nicht davon beeindrucken oder gar abhalten, weiterzugehen, damit er nicht weiter lernt, mit Knurren hat er alle Leute komplett in der Hand! Also Abstand gewähren, aber trotzdem vorbeigehen.). Das gibt dem Hund das Feedback, daß ich ihn verstehe und seinen Wunsch nach Abstand respektiere.

    Jetzt weiß ich, daß der Hund ein Problem hat mit Futter. Daran kann ich üben, indem ich ihm immer mal, wenn er was frißt, aus der Entfernung was dazuwerfe (aus einer Entfernung, die für ihn ok ist, wo er sich also wohl fühlt und noch nicht geknurrt hat, sonst bestätige ich ja das Knurren....). Akzeptiert er das, dann bewege ich mich auf Entfernung und werfe wieder was dazu (natürlich alles mehrfach, bis Hundi das akzeptieren kann, ohne zu knurren, weil er bemerkt, ich nehm nix weg, sondern svon mir kommt nur Gutes --> so entsteht Vertrauen!). Irgendwann ist der Hund in froher Erwartung, wenn ich in der Nähe bin beim Futtern, weil bei mir immer was Gutes geflogen kommt. Ich habe also die Einstellung "die will mir bestimmt was wegnehmen" in ein vertrauensvolles "Hey, die gibt mir immer was Gutes" geändert. Dann kann ich anfangen, ganz ganz vorsichtig den Abstand zu verringern, in dem ich mich aufhalte, während sie frißt, und weiterhin immer mal wieder was Gutes zuwerfen. Hört sie kurz auf zu fressen, guckt sie angespannt, versteift sich, geh ich wie zufällig einen Schritt weg bei dem, was ich gerade tue (Wäscheaufhängen oder was auch immer). Also jedes subtile Signal verstehen und ihr das zeigen, daß wenn ihr das nicht geheuer ist, sie mir vertrauen kann, ich gehe etwas weiter weg.

    Das Spielchen dauert natürlich, aber irgendwann wird es so weit sein, daß der Hund nicht mehr knurrt, wenn jemand sich nähert, weil er gelernt hat, niemand nimmt ihm was weg - NIEMAND und NIE. Tauschgeschäfte für evtl. Giftköder auf der Straße etc. kann ich JETZT anfangen, zu trainieren, wenn der Hund sein grundsätzliches Mißtrauen abgelegt hat, und nicht immer, sobald ich mich nähere, wenn er Futter hat, die Stacheln aufstellt.

    Mit seinen Plätzen würde ich genauso verfahren. Will ich mit ihm Gassi, und er liegt im Körbchen, dann bleib ich weg davon. Ich nehm das Halsband, klapper damit, rufe ihn her, notfalls mit nem Leckerli bewafnet (Ritual einführen, das immer gleich ist, Kommando zum Gassigehen etc.), dann kann ich ihn anleinen, und rausgehen, ohne ihn dabei vom Gefühl her zu bedrohen im sicheren Körbchen, und riskieren damit nicht, daß er mich anknurren muß.

    Sicherheit bekommt der Hund, wenn er sieht, ich respektiere seine Bedürfnisse nach Abstand o.ä., und wenn er vertraut, kann ich mit ihm arbeiten, da er dann streßfrei ist. Sicherheit kriegt er auch, indem ich immer gleich handle, gleiches Verhalten immer dieselbe Reaktion bei mir hervorruft, sodaß der Hund zuverlässig weiß, was er tun darf und was nicht, und was passiert, wenn er was tut, das er nicht soll (z.B. vom Sofa schicken, wenn er da nicht raufdarf). Immer gleiche Grenzen immer gleich setze und immer auf deren Einhaltung bestehe. Ihm quasi einen Rahmen gebe, innerhalb dessen er sich nach Belieben bewegen darf.

    Generell bekäme (nicht nur, aber gerade) dieser Hund immer eine Alternative von mir gezeigt. Will er aufs Sofa und Du magst das nicht, würde ich ihn ins Körbchen schicken (anfangs locken, damit ich ihn nicht anfassen/schubsen muß, wegen der Schnappgefahr), wo er dann nen Knochen kriegen würde o.ä. als Bestätigung (notfalls anfangs damit hinlocken, bis er verstanden hat, daß Körbchen toll ist, später dann nur noch als Bestätigung Knochen holen und mit reinlegen ins Körbchen, wenn er schon drin liegt), aber auch, weil das Teil ihn im Körbchen für ne Weile festhält. So lernt er: ich darf gemütlich liegen, aber bitte im Körbchen.

    Oder: er holt sich nen Schuh und knabbert dran rum - NEIN sagen, ein erlaubtes Spieli demonstrativ holen und so werfen, daß es kullert (Jagdtrieb ansprechen, interessant machen) und er hinterhergeht, dann kannst den zurückgelassenen Schuh wegräumen, ohne, daß Du in dem Moment an ihn ran mußt. So lernt er, mit dem Teil darf er, und wird sich das irgendwann selbst holen, statt Schuhe zu nehmen.

    Insgesamt so vorgehen, daß er Dich nur als positiv kennenlernt (man kann auch freundlich konsequent sein und ihn wo wegführen mit Hausleine und sagen "schau mal, da darfst du liegen"). Zeigen, was er darf, er weiß es ja noch nicht, statt strafen oder korrigieren.

    Deswegen würde ich auch nie zwangs-von-Hand-füttern. Wenn der Hund Hunger hat, wird er zugreifen, klar - aber welches Gefühl hat er dabei?? Eigentlich will er Dir das aus der Hand reißen, er hat Hunger, er will es haben, traut sich aber net, weils ja Dir gehört, wenns in Deiner Hand ist. Er vertraut Dir noch nicht, muß aber darauf vertrauen, daß Du ihn nicht maßregelst, wenn er Dir das Zeug aus der Hand (=weg-!)nimmt. OK, er wird auf Dauer lernen, wenn Du das dann nicht tust - aber mit welchem Gefühl im Hinterkopf? Positiv ist das sicherlich nicht: "Uaaaa - jetzt muß ich der das wegnehmen, ich hab doch so Hunger, aber die hat das in der Hand - was passiert, wenn ich das nehme?" Dann ist jeder Bissen mit Zweifeln versehen, jeder Bissen ein erneuter "Kampf", wem das Teil nun gehört. Wozu? Ich will, daß meine Hunde entspannt fressen können in meiner Nähe, und das lernt er nur dann, wenn von mir was Gutes kommt, und er nicht mit mir ums Essen "feilschen" muß, und ich ihm jeden Bissen zuteile und diesen festhalte, bis er ihn greift. Hab ich gar nicht nötig, mich so als Chef so produzieren, ich hab doch Zeit und Geduld - die braucht man halt, wenn man Vertrauen schaffen möchte.

    Meine Frieda hat anfangs, wenns Knochen gab oder Fleisch, mich nicht in ihre Nähe gelassen (klar, Straßenhund und blind, sie hat sich gegen Andere immer durchsetzen müssen auf der Straße!). Kam ich zu hir hin, wurde sie steif, griff ich Richtung Knochen oder der Schüssel, schnappte sie, und ich bin sicher, hätt ich reingelangt, hätt sie zugepackt. Klar - Fremde Frau kommt, geht zur Schüssel und will sich offenbar was greifen..... Woher soll sie wissen, daß ich ihr nix wegnehme? Bestimmt nicht, indem sie jedes Mal, wenn ich ins Zimmer komme, Angst haben muß, ich komme näher... Sie sollte sich darauf freuen, daß ich herkomme, weil ich immer was Leckeres dabei hab. Inzwischen ist es kein Problem mehr, ihr einen Knochen wegzunehmen, weil sie das so gelernt hat - und sie kriegt ihn umgehend wieder, zusammen mit nem Leckerli. Die einzige Situation, in der sie was nicht wiederkriegt, ist ein Fund auf der Straße - halbe Semmeln, Bratwürste etc. Anfangs hab ich dafür immer bestätigt, inzwischen brauchts das nimmer, weil sie einfach auch in diesen Situationen entspannt ist, und gelernt hat, ich nehm ihr nix grundlos weg.

    Wenn ich immer so weitblickend vorgehe, riskiere ich nichts, es kommt nicht zu komischen Situationen ("Hund muß knurren, weil er sich unterm Tisch bedrängt fühlt"). Ich ruf ihn einfach her, dann kann das net passieren, ich werf aus Entfernung Leckerli hin, dann braucht er nicht um den Knochen zu fürchten, ich zeige ihm mittels Körpersprache, daß mich der Knochen net interessiert (Hund nicht angucken, Bogen um ihn machen, wenn er frißt), ich führe Rituale ein ("der Napf immer am gleichen Ort zur gleichen Zeit ist seiner", herrufen zum Gassi, etc.) - und so gehe ich kein Risiko ein, daß der Hund meint, schnappen zu müssen.

  • Ich würde dir gerne einen kleinen Tipp geben. Hat damals bei meinem Rüden geholfen Vertrauen aufzubauen und Situationen zu entschärfen.

    Die Wahl des Schlaf und Ruheplatzes sollte für den Hund sicher und von dir abgelegen sein. Und der Hund muss auf ein Stimm Kommando sich zuverlässig auf diesen Platz schicken lassen. Weil sollte es mal ein Missverständnis geben und die Situation eskalieren, kannst du dem Hund nicht mit den Händen zu nah kommen.
    Ein Norweger Geschirr ist auch super, aber wenn die Situation gekippt ist kommst du nicht mehr an den Griff ohne weiter Öl ins feuer zu kippen.
    Auf den Platz dagegen schicken, nimmt den Hund aus der Situation und bietet eine Konfrontationsfreie Alternative zum Angriff.
    Muss aber absolut positiv aufgebaut sein und nur mit Leckerlies. Nicht durch Zwang.

  • Deswegen würde ich auch nie zwangs-von-Hand-füttern. Wenn der Hund Hunger hat, wird er zugreifen, klar - aber welches Gefühl hat er dabei?? Eigentlich will er Dir das aus der Hand reißen, er hat Hunger, er will es haben, traut sich aber net, weils ja Dir gehört, wenns in Deiner Hand ist. Er vertraut Dir noch nicht, muß aber darauf vertrauen, daß Du ihn nicht maßregelst, wenn er Dir das Zeug aus der Hand (=weg-!)nimmt. OK, er wird auf Dauer lernen, wenn Du das dann nicht tust - aber mit welchem Gefühl im Hinterkopf? Positiv ist das sicherlich nicht: "Uaaaa - jetzt muß ich der das wegnehmen, ich hab doch so Hunger, aber die hat das in der Hand - was passiert, wenn ich das nehme?" Dann ist jeder Bissen mit Zweifeln versehen, jeder Bissen ein erneuter "Kampf", wem das Teil nun gehört. Wozu? Ich will, daß meine Hunde entspannt fressen können in meiner Nähe, und das lernt er nur dann, wenn von mir was Gutes kommt, und er nicht mit mir ums Essen "feilschen" muß, und ich ihm jeden Bissen zuteile und diesen festhalte, bis er ihn greift. Hab ich gar nicht nötig, mich so als Chef so produzieren, ich hab doch Zeit und Geduld - die braucht man halt, wenn man Vertrauen schaffen möchte.

    Um nochmal kurz zu ergänzen, weil ich die Handfütterung ja vorgeschlagen hatte:

    Ich würde den Hund keineswegs zwingen aus der Hand zu fressen. Ich biete meinem Hund an, gegen eine wertvolle Ressource, die ich ihm im Anschluss überlasse, mit mir zu kooperieren. Heißt im Klartext: Ich rufe den Hund, der Hund kommt, er bekommt einen Teil seines Futters. Oder: Ich fordere meinen Hund auf in sein Körbchen zu gehen, der Hund folgt dieser Aufforderung und erhält dafür etwas von seinem Futter.

    Jede Aktion mit der ich eine Reaktion des Hundes einfordere, wird mit seinem Futter belohnt.

    Der einzige Unterschied zur üblichen, positiven Erziehungsmethode über Belohnung ist der, dass mein Hund kein sonstiges Futter erhält. Es gibt keinen Napf, an dem er sich bedienen kann und den er verteidigen könnte. Wenn er allerdings mit mir kooperiert erhält er vorbehaltlos jedwedes Futter, das ihm zusteht. Natürlich gebe ich ihm auch möglichst viele Gelegenheiten sich kooperativ zu zeigen. Auch, indem ich vermeidliche Kleinigkeiten belohnte (Stichwort: Blickkontakt draußen, das Zurückbringen eines Balles, ein einfaches Sitz, ein Pfötchen geben usw.). Andererseits kann ich auch das Futter selber zum Inhalt der Kooperation machen, indem der Hund es suchen kann / darf, nachdem ich es versteckt habe und ihm die Anweisung zum Suchen gegeben habe.

    Positiver Nebeneffekt:
    Ich beschäftige mich jeden Tag sehr bewusst mit meinem Hund. Immerhin müssten x Gramm Hundefutter auch erst einmal verfüttert werden, wenn sie nicht einfach in einem Napf landen sollen.

    Klar, das ist kein Rezept für jeden, macht auch nicht immer Sinn und Spaß. Aber eine Zwangsfütterung ist es ganz sicher nicht. ;) Hat der Hund tatsächlich Angst davor Futter aus der Hand direkt zu nehmen (was hier bisher nicht geschrieben wurde), so kann das Futter auch zugeworfen oder weggerollt werden, was, ganz nebenbei, auch noch einen kleinen Spaßeffekt haben kann. Rollendem Futter kann man schließlich nachjagen.

    Ob es hier nun die richtige Lösung ist, kann ich natürlich nicht entscheiden. Ich wollte nur obiges kurz klarstellen.

  • so erstes Zwischenfazit. Ich mein sie ist erst ne gute Wohe bei mir da erwart ich keine Wunder und doch gibt es schon kleine Wunder :) Ich war sehr konsequent und fütter nur aus der Hand. Spielsachen sind weg außer ich hol eins und forder sie auf. Zum Fressen muss sie imer etwas tun. beim Gassi zB heranrufen. ansonsten halt sitz, platz usw. Außerdem bau ich gerade auf, dass sie dinge auf kommando mit der nase berührt um dann evtl mit Target was zu machen. Das mach ihr wahnsinnig Spaß. Sie hat es sofort kapiert was ich will und ist sehr motiviert dabei. Schnappen gabs jetzt 3 Tage gar nicht und auch knurren ist nur noch brummeln und dass lässt sich schon fast immer abbgrechen mit "schluss"
    Aufs Sofa darf sie wieder mit Aufforderung von mir und das klappt auch ohne das sie es verteidigt etc. Sie lernt wirklich schnell. Sie orientiert sich wahnsinnig an mir. wenn ich zB halb hinter einem Baum steh und meine Freundin sie an der Leine hat bekommt sie schon fast PAnik. Da muss ich aufpassen, dass ich es gut nutze aber sie nicht beginnt mich zu beanspruchen.
    Hausleine brauch ich nicht mehr weil sie sich inzwischen ohne schnappen etc wegschicken lässt.
    Außerdem machen wir große Fortschritte was Ruhe halten betrifft. Sie war zu Beginn total hibbelig und kam allein gar nicht zur Ruhe. Das schafft sie jetzt wcht schon gut, denn ich bin hier nicht alleinunterhalter ;)
    ich glaub wir sind auf einem sehr guten Weg

  • Zitat

    Ich würde den Hund keineswegs zwingen aus der Hand zu fressen. Ich biete meinem Hund an, gegen eine wertvolle Ressource, die ich ihm im Anschluss überlasse, mit mir zu kooperieren. Heißt im Klartext: Ich rufe den Hund, der Hund kommt, er bekommt einen Teil seines Futters. Oder: Ich fordere meinen Hund auf in sein Körbchen zu gehen, der Hund folgt dieser Aufforderung und erhält dafür etwas von seinem Futter.

    nein ich zwinge sie nicht. Gestern war sie zB recht misstrauisch dann hab ich sie aus der entfernugn sitz machen lassen und ihr was zugeworfen. das klappt super und sie achtet auf mich. oder ich versteck es (ntürlich noch ganz leicht) dass sie sucht oder so. aber sie hat inzwischen kapiet dass ihr futter im Beutel ist und dass der beutel heist es gibt was tolles :)

  • Dein Eingangsbericht erinnert mich sehr stark an die Geschichte von meiner kleinen Hündin und mir.
    Hätte ich sie so massiv bedrängt wie du in dem Video, hätte sie genau dasselbe Bild abgegeben.
    Mittlerweile sind wir ein Herz und eine Seele, soviel schon mal vorab.

    Meine Hündin war sehr sehr unsicher, in ihrem alten Zuhause konnte sie zwar viel bestimmen, aber das machte sie nur noch unsicherer und letztlich auch aggressiv (bis sie dann abgeschoben wurde).
    Die ersten Wochen fiel extrem auf, dass sie einen grooooooßen Indivualbereich hatte den man einhalten musste. Jegliches übertreten wurde mit knurren kommentiert.
    Andererseits wirkte sie sehr unterwürfig und beschwichtigte viel.
    Sie suchte sehr viel Nähe, wollte aber selbst darüber bestimmt, wann/wie eng/.

    Leider geriet ich dann an eine Trainerin die mich völlig verunsicherte. Ich sollte selbst bestimmen wann ich mit ihr kuschel, ich sollte sie ranholen und nicht umgekehrt, sie solle nicht mehr aufs Sofa/Bett und muss sich sicher auf den Platz verweisen lassen. Sie würde mich komplett kontrollieren und bla bla bla.

    Nun,ja ich hielt es eine kurze Zeit durch diese Dinge umzusetzen bis ich kreuzunglücklich wurde. Ich hatte nun selbst das minimale bis dahin aufgebaute Vertrauen (bis die Trainerin kam) verloren. Mein Hund wollte nichts mehr von mir wissen, suchte keine Nähe mehr, und nahm mich gar nicht mehr wahr. Es war richtig schlimm.
    Ich trennte mich von der Trainierin und hörte auf mein Bauchgefühl. Ich beobachtete den Hund und versuchte sie zu verstehen. Mir wurde bewusst das diese arme Maus lediglich auf der Suche nach Führung und Bindung war, und jegliche Kommunikationsversuche habe ich zunichte gemacht indem ich sie kontrollierte und von mir fernhielt.
    Natürlich kam sie ständig an zum kuscheln und war immer in meiner Nähe, sie hat mir die Hand gereicht für eine Freundschaft und ich hatte sie immer weggestoßen.
    Jedenfalls bekam ich ein neues Bewusstsein für diesen Hund und sie baute sehr sehr schnell Vertrauen auf.

    Soviel Vertrauen dass wir die Ressourcenverteidigung angehen konnten. Daran zu arbeiten ohne dass ein Vertrauensgerüst vorhanden ist finde ich falsch. Meist ergibt es sich sowieso von alleine wenn der Hund angekommen ist.
    Die ersten Wochen fast Monate durfte mein Hund immer komplett in Ruhe und in Sicherheit ihr Futter fressen. Ich habe es ihr nie abgenommen, das hätte nur unsere bisher aufgebaute Beziehung erschüttert.
    Irgendwann als das Vertrauen da war fing ich an, ab und zu mal mit ihr zu tauschen. Alels ohne Probleme.
    Heute kann ich an ihr Futter jederzeit dran wenn ich möchte, alle anderen würde sie vermutlich warnen. Aber das ist ok, das zeigt doch nur mit viel Vertrauen das zu tun hat.
    Handfütterung finde ich ebenso schwierig. Ich denke dein unsicherer Hund profitiert mehr davon wenn er die Sicherheit hat, sein Futter regelmäßig und in Ruhe fressen zu können. Auch dadurch wächst Vertrauen.

  • Hallo, ich wollte hier nur mal kurz was los werden,
    Ich bin beeindruckt wieviel gute Hilfe die Userin von euch allen bekommt.
    Wie nützlich eure Tipps umgesetzt wurden und eine gute Zukunft für den Hund
    aufgebaut wird.
    Ihr seit alle einfach nur toll, die ihr mal- kuck geholfen habt und damit natürlich auch der allerliebsten kleinen Hundemaus.
    Dafür wollte ich nur mal kurz Danke sagen.

  • das handfüttern hab ich heute beim gassi eingebaut und den resst in den napf und das ging ohne proble heute seh gut. auch Dinge wegnehmen geht inzwischen. ich nehm ihr nur was weg wenns echt sein muss weil sie zB wie vorhin ne rolle Klopapier geklaut hat :P schwierig ist noch wenn ich mit ihr spiel und ein anderer Hund dazu kommt bzw vorbeigeht, dann verteidigt sie ihren Platz bei mir. Aber alles andere wird immer entsoannter. Sie kommentiert noch sehr viel mit bellen was an geräuschen von nachbarn oder außen kommt. Aber sie baut zu mir immer mehr vertrauen auf glaub ich. ICh mach auch vieles nach Bauchgefüh Cruzado, denn ich denke jeder hund ist anders und nich wie ein Lehrbuch :) Sie darf nähre haben und nimmt sie auch sehr gern an. auch spielen ist inzwischen gesittet und nicht mehr "ich renn dich um und kletter auf dich drauf wenn du nicht mitmachst" ;)
    Wird also immer besser und ich bin stolz auf die kleine wie toll sie mitmacht und mir hilft sie zu verstehen :)

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