Austausch: Halter mit (vollständig) unverträglichen Hunden
-
-
Was genau ist denn das?
Eine Trainingsdisc ist ein Hilfsmittel das sozusagen "Emotionsneutral" (im Prinzip ja wie ein Clicker oder eine Pfeife) und immer das selbe Geräusch von sich gibt.
Im Grunde baut man den am Anfang zusammen mit einem Schreckreiz aus.Wichtig wie bei jedem aversiven Abbruch: Timing und Handling muss stimmen, sonst mach ich das für die Katz und ne Menge falsch und macht es im schlimmsten Fall auch schlimmer.
Deshalb immer einen Trainer hinzuziehen der einem beim Aufbau hilft!Ein deutliches Abbruchsignal ist in den kritischen Momenten für Carlo zu aversiv, da geht er dann auch gegen uns, ganz egal, wie sauber das vorher aufgebaut wurde.
Natürlich gibt es Hunde da ist das ganze nicht das richtige Mittel.
Und Aversiv gibt es ja auch eine breites Specktrum und die Frage "wie deutlich" ich eigentlich werden muss.Ich muss mich aktuell ganz arg übers Hundekind freuen!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Austausch: Halter mit (vollständig) unverträglichen Hunden*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich merke gerade das ich wohl gar kein richtiges Signal aufgebaut habe...zumindest nicht zum Abbruch. Um ihn runter zubekommen nehm ich ich nah an mich in den Arm und sage "ruhig" . Damit hab ich zu 70 % Erfolg.
Ich habe ein Rückrufsignal aufgebaut....es ist jedoch mittlerweile so, das er wenn ich pfeife, er sich erstmal ausgiebig umschaut um zu gucken wo der fremde Hund ist.. Und wenn er den dann entdeckt will er hinrennen und anbellen anstatt zu mir zu kommen....deswegen ja fast immer Schleppleine.
Ich hab noch das Signal "bei Fuß" und "Bleib" und "Schau" . Das funktioniert alles sehr gut außer er sieht einen Hund, dann ist alles egal.
Leo´s Gründe dafür sind Unsicherheit gepaart mit dicke Hose machen und natürlich auch terriotal (seine Gassiwege gehören nur ihm) und auch Besitzansprüche auf seinen Hundekumpel.
Bei Leo hilft leider auch kein lautes "Hey" oder mal anstupsen damit er zu sich kommt und mich wieder wahr nimmt.
Das einzige wo er damals zu sich kam war die Idee der Trainerin mit der Wasserflasche. Leider verschlechterte sich damit das Vertrauen in mich.....somit kann ich nur sagen das dies ein großer Fehler war.Ich denke so ein Abbruchsignal wäre wirklich wichtig für uns, aber ich weiß nicht ob ich das alleine hinbekomme.
Ich versuche mich mal bei dem Thema einzulesen auf verschiedenen Seiten.Große Bögen um andere Hunde machen wir immer solang es der Weg zulässt und dann kann ich Leo auch ansprechen und er hört auf meine Signale....aber im Urlaub will man auch mal Essen gehen, sich was anschauen und da ist natürlich viel los.
Vielen Dank für eure Unterstützung
...es wohnt nicht zufällig jemand von euch in der Wetterau
-
Inwiefern hat sich das Vertrauen verschlechtert wenn der Abbruch mit Wasser ihn raus geholt hat?
-
Wichtig wie bei jedem aversiven Abbruch: Timing und Handling muss stimmen, sonst mach ich das für die Katz und ne Menge falsch und macht es im schlimmsten Fall auch schlimmer.
Deshalb immer einen Trainer hinzuziehen der einem beim Aufbau hilft!Das muss ich nochmal hervorheben und ganz dick unterschreiben.
Im schlimmsten Fall zieht man sich falsche Verknüpfungen heran und plötzlich wird nicht nur auf Hunde reagiert, sondern auch auf Kinder mit Fahrradhelm, weil zufällig im falschen Moment eins vorbei gegangen ist.@SamuLeo
Ich halte es mit meinen Signalen, die ich gerne auch bei Hundebegegnungen einsetze (also zum Beispiel den Rückruf) so, dass ich für jedes Mal, wenn ich es in einer angespannten Situation verwende, es mindestens 20x in entspannten Situationen genutzt wird (je nachdem, wie "schwer" das Verhalten für ihn ist auch öfter). Einfach, damit sich die Verknüpfung Rückruf = gleich gibts Stress, weil anderer Hund gar nicht erst festigt. Ich zahle so oft wie möglich in mein "positives" Sparschwein ein, damit ich dann in angespannten Situationen ausreichend Gutpunkte hab, die ich "abheben" kann.
Wir haben unser erstes Umorientierungssignal ("Ui, schau!") positiv aufgebaut. Erst daheim, bis es sicher saß - und sicher sitzen heißt bei mir: egal zu welcher Tageszeit, egal in welchem Raum, egal, in welcher Position ich mich befinde, wenn ich "Ui, schau!" sage, wird geschaut, ganz egal, ob ich dabei in der Küche auf dem Bauch liege oder auf dem Bett auf einem Bein hüpfe oder einfach nur im Flur stehe). Dann raus bei entspannten Spaziergängen und langsam den Grad an Ablenkung gesteigert, unter der ich das Signal verwendet habe. Jetzt, nach ein paar Monaten des Aufbaus, ists so weit, dass ich das Signal auch bei Hundesichtungen verwenden kann. Und weil wir mit diesem Signal schon eine recht lange, immer positive Belohnungshistorie haben, ändert das auch gleich seinen emotionalen Zustand und er bleibt länger ansprechbar.Hast du dich schonmal über konditionierte Entspannung schlau gemacht?
Das ist auch eines meiner Lieblingswerkzeuge, hilft Carlo (und mir) mittlerweile in manchen Situationen schon sehr gut -
Wo man sich noch Probleme macht ist eben in so Sachen wie Urlaub. Ich will mir Sachen angucken, also bin ich nicht so konsequent und Hund lernt eigentlich nur dass es für Verhalten XY mal eine Konsequenz gibt und mal nicht. Damit macht man sich wieder neue Baustellen auf.
Baue ich einen Abbruch auf, in dem Fall mit Wasser, nutze es dann aber nach 2 Mal doch nicht mehr, lernt Hund nur "Frauchen ist inkonsequent".
So schnell bildet Hund schon keine Fehlverknüpfungen. Ich kündige den Abbruch ja immer an. Also aus, oder ey oder was auch immer, dann gibt's die Konsequenz, bricht Hund ab hole ich den Druck sofort raus und lobe. Dass Hund das auf Kinder mit Helm bezieht, dafür muss das Timing echt blöd sein. Mit einem Trainer an der Hand halte ich das nicht wirklich für möglich. Hunde sind nicht dumm. Wir bringen ihnen zig unnötige Tricks bei, da machen sie ja auch nicht dauernd Fehlassoziationen. -
-
Ich kündige den Abbruch ja immer an. Also aus, oder ey oder was auch immer, dann gibt's die Konsequenz, bricht Hund ab hole ich den Druck sofort raus und lobe.
Das mach ich z.B. nur bei Dingen die mal erlaubt sind und mal nicht.
Z.B. Wälzen oder Festschnüffeln, weiterlaufen obwohl Rückruf gefordert, nicht aus dem Feld raus kommen, trotz Kommando. Da kündige ich den Abbruch an.Beim Hundeanpöbeln kündige ich das nicht an. Da erfolgt sofort bei einer erhöhten Körperspannung oder ignorieren eines kommandos für Alternativverhalten der Abbruch. Sie soll merken, dass das Verhalten kacke ist und generell nicht erwünscht ist - nie.
Lob folgt hier nie auf den Abbruch. Der Hund soll mit dem Abbruch gar nicht positives Verknüpfen.
Ich bin ja sonst Typ Wattebausch, aber genau hier will ich das nicht.Ich fordere anschliessend immer direkt eine Alternativhandlung (sitzt oder guck), die ich dann belohne.
Teilweise zeigt sie das "sitzt" inzwischen nach dem Abbruch auch von selbst - das belohne ich dann natürlich auch sofort (vielleicht bist du schon in dem Trainingszustand ?).Ich will nicht sagen, dass das falsch ist wie du das machst, nur das ich es anders beigebracht bekommen habe.
Viele Wege führen ja nach Rom.
Das einzige wo er damals zu sich kam war die Idee der Trainerin mit der Wasserflasche. Leider verschlechterte sich damit das Vertrauen in mich.....somit kann ich nur sagen das dies ein großer Fehler war.
Hast du ihm den ein Alternativverhalten angeboten nachdem du die Wasserflasche genutzt hast, für das du ihn loben konntest?
Das machen nämlich die meisten falsch, wenn anschliessend das Gefühl entsteht, das Vertrauen vom Hund in den Menschen schwindet.
Das liegt daran, dass der hund denkt, er macht das doch richtig oder zeigt erlerntes Verhalten, will dioch nur schützen und dann haut man ihm ein Eimer Wasser über die Rübe.
Ja und jetzt?
Er dachte er macht das doch nach besten Wissen und Gewissen richtig.Man muss dem Hund anschliessend immer sagen, was er tun soll und dafür überschwänglich Loben.
Ziel ist ja, dass er irgendwann das Alternativverhalten ohne Abbruch zeigt. -
Ich bin da ganz bei dir, dass man, egal wie man sein Training aufbaut, auch konsequent sein muss. Und dass man sich, gerade wenn es um aversive Methoden geht, auf jeden Fall einen guten Trainer mit ins Boot holen sollte
Nur was die Fehlverknüpfungen angeht sehe ich ein wenig anders, ich dachte, ich hätte da irgendwo noch ein oder zwei Paper dazu rumfliegen, muss ich mal schauen.Für mich und meinen Hund sind aversive Methoden eben kein Thema, weils da echt schnell gefährlich wird. Mir ists wichtig, dass er, gerade auch in diesen für ihn extrem stressigen Situationen, eher Signale hört, die für ihn positiv verknüpft sind und somit seinen emotionalen Zustand schnell in eine für alle Beteiligten angenehmere Richtung ändern können.
Ich sage aber bestimmt nicht, dass ein sauber aufgebautes Abbruchsignal nicht ein gutes Werkzeug sein kann, nicht, dass das falsch rüber kommt
-
@Vakuole ich meine das mit dem Ankündigen wenn ich den Abbruch aufbaue. Später natürlich nicht mehr, wenn Hund weiss was ich in der Situation XY erwarte.
Hab mich wohl unklar ausgedrückt
(bzw schaffs noch immer nicht klar. Liegt vermutlich an der Hitze)
-
Egal ob ich positiv oder negativ Arbeite, das Timing ist entscheidend wie der Hund was lernt.
Verstärke ich positiv zur falschen Zeit, kann ich mir auch ein Fehlverhalten anerziehen (passiert ja gerne bei Aufmerksamkeit oder Leckerchen beim Bellen).Ich kann verstehen wenn man ihn nicht nutzen will und ich will keinem den aversiven Abbruch aufschwatzen.
Ich gönns jedem der es auf rein positivem Weg hinbekommt.
Hab ich nicht (und steh dazu). Hab ich vielleicht nicht genug Geduld gehabt oder vielleicht auch den falschen Hund (Hexe).
Aber irgendwann war auch einfach mal gut. Wir können jetzt wirklich entspannt Gassi gehen. Hier ist Freilauf möglich, der 1.5 Jahre nicht möglich war. Der ganze Hund steht nicht mehr so unter Spannung, weil sie gemerkt hat Spannung bedeutet Stress mit mir, also wieso überhaupt erst "aufregen".
Klar testet sie noch rum, aber ich kann das zu 100% unterbinden, was mir Stress raus nimmt.Für uns war der Abbruch am Ende der positivste Weg.
-
Ich werde mir morgen erstmal alle eure Antworten mehrmals durchlesen damit ich es ganz genau verstehe......vielen Dank nochmal dafür !
Ich brauche da etwas länger...bin blond und schon im fortgeschrittenen Alter
...ne Witz....aber ich will in der Umsetzung keine Fehler machen !
Wegen dem mit der Wasserflasche.....also ich sollte ihn Nass spritzen wenn er den Hund erblickte und dann nicht auf mich reagierte und losbellte. Er hörte dann auch auf, aber er wollte dann in diesen schwierigen Situationen weg von mir....also er duckte sich immer ängstlich vor mir weg wenn ich ihn zu mir holen wollte um ihm zu zeigen das er mir vertrauen kann und ich das regel.....bis heute kommt das noch vor das er sich ängstlich vor mir wegduckt wenn wir Hunde begegnen. (das bellen vergisst er dabei aber nicht)
Er war da gerade 3 Monate bei uns. Wir waren noch fremde für ihn.....ich hätte ihn erstmal ankommen lassen sollen
Und bei mir bleiben will er bis heute nicht....immer hin zum Hund. Und diese Erregung die er hat. Beim Gassi gehen ist er immer auf der Suche nach bzw. oft angespannt.....in der Hoffnung ..."kommt da jetzt einer den ich anbellen kann, na warte nur...dir zeig ich´s ".
Nun ja...vielleicht kommt das ja noch im Alter
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!