Austausch: Halter mit (vollständig) unverträglichen Hunden

  • Ich platze mal kurz rein. Meine beiden pöbeln ja nicht an der Leine, aber Felia hat gerade eben eine Hündin verdroschen, die echt nett war. Die doofe Nuss! Die Hündin lag auch sofort am Rücken und Felia natürlich nochmal nachgeschnappt.
    Da war ich aber heute gar nicht amused.
    Will jemand eine 5jährige Black Bi aussie Hündin, in der Gruppe verträglich und mit fremden Hunden eine blöde Kuh? Die gerade aber sehr kleinlaut ist :headbash:

    Situation war halt auch blöd, Hund tauchte plötzlich ohne Menschen auf und ich konnte gar nicht mehr handeln so schnell.
    Naja wuuusa alles wird gut.

  • @Fullani ach das hört sich soooo nach Aussie an :roll: :lol: Aber das bekommst du sicher wieder hin, mit Management und ein wenig Zeit :gut:


    Ich muss euch jetzt was richtig tolles erzählen :hurra:

    Also wir waren heute spazieren mit einer Shibahündin die meine beiden kennen, und zwei unbekannten Aussies. Die beiden Aussies sind einmal die Vollschwester von Lyric, und der dortige Ersthund, ein Standard Aussie-Rüde. Wir haben schon damit gerechnet, dass es zwischen den Rüden krachen wird, und das ist auch gleich passiert, beim ersten Zusammentreff, schneller als erwartet, die waren sich wohl besonders unsymphatisch :fear: Allerdings ging es nicht von Ico aus und er hat sich auch sofort verkrümelt.
    Wir haben sie daraufhin beide angeleint, ein paar Minuten später der große Rüde frei aber von Ico fern gehalten. Dann hab ich Ico abgeleint aber zur Sicherheit eine ganz leichte Schlepp dran, falls er Streit sucht.
    Aaaaber er hat wirklich NULL Streit gesucht. Er hat nur friedlich geschnuppert, kam der andere Rüde ihm zu nah, hat er sofort umgedreht und zu mir gekommen, auch die Hündin des Rüden hat er mit Respekt behandelt und nicht angerührt :hust: :D Auch wenn der andere ihn angeprollt hat (selten, wenn die Besitzerin ihn mal nicht rechtzeitig weggeschickt hat) hat er beschwichtigt und ist zu mir gekommen oder in einem großen Bogen Schnuppern gegangen. Also ich bin dermaßen stolz :herzen1:


    Allerdings hat mein Mädchen glaub ich dem großen Rüden nicht verziehen, dass er Ico ganz am Anfang angeflogen ist. Jedenfalls haben die zwei (Lyric und der Standard Aussie) sich dann noch mal geprügelt, keiner hat gesehen was Auslöser war :ka: Aber auch da ist Ico NICHT dazwischen gegangen sondern hat sich raus gehalten :applaus:

    Also heute bitte einmal ein Hoch auf meinen braven Hosenscheißer :herzen1: :bindafür:

  • Ich muss heute mein Roonchen loben :cuinlove:

    Wir waren heute nämlich mutig und haben Hundebegegnungen geübt. Ich hätte ja gedacht, dass sie wieder bei Sichtung auf gefühlt 100km austickt. Nö, falsch gedacht :D

    Gut, beim ersten Hund war sie eher entsetzt, hat aber keinen Piep gesagt. So auch bei 5 weiteren Hunden. Nur bei einem ist sie ein bisschen geflippt, weil der Hund abgehauen ist und dann 3m vor uns stand (Memo an mich: Fremdhund mit Keksen bewerfen hilft nur bedingt :hust: ). Aber eigentlich war die Hündin wirklich lieb. Hat dann aber wohl eingesehen, dass das keine gute Idee war und hat sich schnell einfangen lassen. Allerdings weiss ich jetzt, dass Roonie ein Sicherheitsgeschirr braucht. Sie dopst nämlich irgendwie so schräg rückwärts und windet sich dabei. In solchen Situationen packe ich meistens das Geschirr und halte sie so fest. Heute hatte ich aber noch eine Hand an ihrer Brust weil ich echt Schiss hatte dass sie sich rauswindet... Aber irgendwie hat sie das scheinbar auch beruhigt, denn sobald der Hund etwas mehr Distanz hatte, blieb der Schnabel wieder zu. Allerdings hat mich der andere Hundebesitzer etwas doof angeschaut als ich da noch gemarkert habe :lol:
    Direkt im Anschluss hat sie die weiteren Begegnungen absolut toll gemeistert! :herzen1:

  • Zum Thema Gruppenstunden:
    Ich glaub die Wirksamkeit kommt da sehr auf die Organisation der Gruppe an und auf den eigenen Hund.
    In eine reine "Raufer-Runde" würde mich zum Beispiel niemand bekommen, einfach weil ich der Meinung bin, dass ein Hund mit gestörtem Sozialverhalten auch nichts von einem anderen Hund mit gestörtem Sozialverhalten lernen.

    Ansonsten laufen wir relativ viel in Gruppen, da ich gern mit Freunden und deren Hunden spazieren gehe.
    Für Brix waren das immer gute Übungssituationen für Konfliktlösungsstrategien, weil man ihm da gut Helfen konnte ohne Angst haben zu müssen, dass die anderen Hunde vllt aggressiv reagieren oder die Halter sie nicht richtig unter Kontrolle haben.
    Dadurch das so auch immer mal wieder neue Hunde dazukamen, weil man mal mit irgendwelchen Freunden von irgendwem noch gelaufen ist, konnte er so auch gut lernen die Hilfen in Situationen anzuwenden, in denen völlig fremde Hunde für ihn auftreten.

    Für Lena bringt es wenig. Die hat eh kein Interesse am Kontakt und hat eine wahnsinnig große Impulskontrolle. Was aber da wohl durchaus etwas gebracht hat, ist das sich bestimmte Kommandos meiner Seits, wie ein "Geh weg", wenn jemand auf sie zu kommt automatisiert haben. Sodass gar nicht mal zwingend immer noch von mir ein "Lena, JA der darf existieren. Hau ab, wenn er dich nervt" nötig ist, sondern die mir teils nur einen Blick zuwirft und weg geht.

  • Zum Thema Gruppenstunden:
    Ich glaub die Wirksamkeit kommt da sehr auf die Organisation der Gruppe an und auf den eigenen Hund.
    In eine reine "Raufer-Runde" würde mich zum Beispiel niemand bekommen, einfach weil ich der Meinung bin, dass ein Hund mit gestörtem Sozialverhalten auch nichts von einem anderen Hund mit gestörtem Sozialverhalten lernen.

    In einer guten Raufer-Gruppe gibt es immer mehrere Hunde mit gutem Sozialverhalten - und meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass Hunde und Halter da ganz viel lernen und mitnehmen können.
    Betonung liegt aber auf GUTE Raufergruppe !

  • In einer guten Raufer-Gruppe gibt es immer mehrere Hunde mit gutem Sozialverhalten - und meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass Hunde und Halter da ganz viel lernen und mitnehmen können.Betonung liegt aber auf GUTE Raufergruppe !

    Das kann ich so unterschreiben.
    Obwohl sich unser Rüde, was gestörtes Sozialverhalten betrifft in Grenzen hält, lernt er und ich unheimlich viel in unserer Raufergruppe.
    Unsere Trainerin ist aber mMn echt spitze. Sie erklärt auch immer sehr viel, so dass man allein vom Zuschauen die Hundekommunikation immer besser einschätzen lernt.
    Finde es immer beachtlich, wie sich einige Hunde nach ein paar Wochen entwickelt haben. Da sieht man wirklich massive Fortschritte.

  • Deshalb steht dort reine Raufer-Runde :)
    Unter "Raufer" versteh ich erstmal Hunde die eben kein super Sozialverhalten haben. Und wenns dann eine reine Rauferrunde ist, sind eben auch keine netten Hunde dazwischen.

  • Ich kenne keinen guten Trainer, der solche nur Raufer-Gruppen hat :ka:

    Wäre für mich vermutlich dann auch ein zumindest Vorsichts-Kriterium
    (man schaut sich ja die Gruppe erstmal an, bevor man den eigenen Hund "reinwirft")

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