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Welpe macht Terz in der Arbeit: Wie handeln?

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    Hallo,


    Mein kleiner Welpe darf ja Gott sei Dank mit in die Arbeit. Mir war schon klar, dass er mich etwas ablenken würde und etwas Blödsinn machen würde usw. Es war anfangs auch noch im Rahmen, er ist halt ab und an aus seinem Körbchen raus und hat angefangen Kabel unterm Schreibtisch anzuknabbern etc, und ich habe ihn dann immer ruhig zurück ins Körbchen gelockt, oder wenn er nicht mehr reagiert hat halt in den Arm genommen und zurück ins Körbchen gesetzt.


    Aber gestern und heute war es schon ziemlich schlimm, vorallem heute. Er hat vormittags nach der Ankunft zwar erstmal so 1,5 Stündchen geschlafen, aber dann ging es los dass er einfach nicht mehr still sitzen wollte bis zum Schluss. Ich bin auch öfters mit ihm runter, er hat etwas im Hof rumgeschnüffelt, ich hab ihn ein paar Kastanien nachflitzen lassen. Zugegeben waren diese "Ausflüge" immer nur für knappe 10 Minuten, denn eigentlich muss ich ja arbeiten.. Ich mache auch keine große Mittagspause, und ich hatte gehofft ich kann auf eine große Gassirunde verzichten, denn ich arbeite nur von 10 bis 2. Ich dachte ab und zu runter zum Lösen und etwas schnüffeln sollte reichen und um 2 dann geht's heim und direkt raus für ne große Runde.


    Meint ihr ich muss nachdem er das erste mal aufwacht nach dem ersten Nickerchen gleich für ne Stunde raus und ihn richtig rennen lassen und dann hoffen dass er die nächsten 3 Stunden ruhig bleibt? Auf der anderen Seite will ich ihn ja an den späteren Ablauf gewöhnen, und wenn ich um 10 komme dann sollte ich halt nicht schon um 11 oder halb 12 ne dicke Pause machen...


    Aber eigentlich ist der Grund für den Post noch ein anderer, und zwar geht es um Folgendes: Ich musste ihn eben heute weil er einfach nicht ruhig wurde gefühlt 1000 mal maßregeln, d.h. ihm mit "nein" verbieten dass er die Kabel anknabbert, den Stuhl zerfetzt, Zeug aus dem Mülleimer holt und generell aus dem Körbchen aufspringt und durch den Raum geht. (eben weil er niemals einfach nur rumgeht, sondern gleich irgendwohin zB die Pflanze frisst etc). Da er auf verbale Bitte schnell nicht mehr reagiert hat folgte dann ein etwas schärferer Ton. Darauf reagiert er dann auch, aber natürlich gefällt ihm das nicht. Und wenn das auch nicht klappt dann heb ich ihn eben wieder hoch und setze ihn zurück ins Körbchen. Gefällt ihm natürlich auch nicht. Aber da ich das heute so oft machen musste, ist er mir am Ende schon nur noch ausgewichen, auch als ich einfach nur mit ihm runter gehen wollte. Er hatte glaube ich, nun ich hoffe nicht Angst, aber er hat dann mein mich ihm Nähern und zu ihm sprechen erstmal mit großer Skepsis betrachtet. Was auch klar ist weil es eben den ganzen Mittag lang nur negativ für ihn war. Da hatte ich dann am Ende schon ein richtig schlechtes Gefühl. Ich möchte nicht dass unsere Bindung leidet. Aber was soll ich tun, ich muss doch irgendwie zum Arbeiten kommen..


    Was ich mir jetzt überlege ist, ob es nicht vllt besser ist wenn ich ihn mit Brustgeschirr und Leine ans Körbchen fixiere. Dann kann er halt einfach gar nicht raus, und dann kommt es auch gar nicht dazu dass ich ihn ständig schimpfen muss. Ich weiß nur nicht ob er das noch Negativer mit meiner Person verknüpfen würde, weil ich ja immerhin die Leine drangemacht habe und offensichtlich auch mitbekomme dass er da angeleint ist aber es nicht möchte, und ich das dann einfach ignoriere. Oder brauche ich vielleicht noch besser eine Box die ich verschließen kann?


    Im Endeffekt ist die Frage: Wie gewöhne ich ihn an den Arbeitsalltag, der halt nun mal etwas langweilig und doof sein kann (nicht nur für einen Hund), und der für ihn halt bedeuten muss, dass es in diesen 4 Stunden Arbeit nur ab und an rausgeht zum Lösen aber ansonsten es heißt auf seinem Platz zu bleiben, ohne dass unsere Bindung darunter leidet?? Es ging mir heute echt recht dreckig in und auch nach der Arbeit. Denn auf der einen Seite verstehe ich ja dass es in der Arbeit recht doof für ihn ist, auf der anderen Seite muss das ja nun mal lernen. Aber wie er mir am Ende schon ausgewichen ist weil er wusste, wenn der jetzt wieder kommt gibts wieder ein "Nein" oder er trägt mich wieder in das doofe Körbchen, das war echt kein gutes Gefühl :verzweifelt:


    Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps! Danke!

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  • Hallo doggi,


    im letzten Jahr habe ich meinen Hund (damals 9 Wochen) auch mit zur Arbeit genommen. Raus ging es immer, sobald sie geschlafen, gefressen oder gespielt hat. Kurz, bis sie sich gelöst hat, und ohne wilde Spiele, die sie dazu gebracht hätten, weiter aufzudrehen.


    Wenn sie mir zu unruhig wurde, habe ich sie auf den Schoß genommen. Sie ist dort sehr schnell eingeschlafen. Als sie älter war, habe ich sie mit Spielen müde gemacht, sobald sie mir zu munter wurde: keine Aktion, sondern Suchspiele oder Tricks (Papierkorb einräumen, Türen schließen etc.), zusätzlich gab es ab und zu einen gefüllten Kong oder während des Zahnwechsels Geweihstücke und Kauknochen, mit denen sie sich beschäftigen konnte. Es hat bis zur ersten Läufigkeit gedauert, bis sie ihren Rhythmus gefunden hat.


    Anleinen würde ich den Hund im Büro übrigens nicht, zumal dein Hund dir u.U. die Leinen durchbeißen wird, um wieder auf Wanderschaft gehen zu können. In den ersten Wochen hatte ich einen Welpenauslauf aus Stoff, in den ich sie kurz gesetzt habe, wenn es keine andere Möglichkeit gab.


    Gruß FinjaS

  • Hi, danke für deine Antwort.


    Auf den Schoß nehmen habe ich auch versucht, das mag er aber gar nicht. Er hat natürlcih auch ein Kauspielzeug und ein Kuschelspielzeut, aber die interessieren ihn meist nicht so sehr wie die ganzen tollen anderen Dinge im Büro. Und ich hab ihm heute auch schon 3x nen Kong mit Leberwurst gefüllt, hat alles nur für den Moment etwas gebracht leider.


    Also wenn nicht mit der Leine, würdest du dann empfehlen eine Box zu nehmen? Und soll ich ihn dann einfach ignorieren wenn er raus will? (Natürlich nur wenn er vorher schon Pipi war, und einfach nur rauswill um Blödsinn anzustellen)

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  • Hallo,


    wie alt ist denn dein Welpe? Hoffe ich habe es nicht überlesen... Wie verhält er sich denn zuhause?


    Ich glaube das Geheimnis liegt darin, den Welpe optimal auszulasten, damit er weder unterfordert noch überdreht ist und zu den Zeiten, zu denen es keine Action gibt, auf einen ruhigen und gelassenen Gemütszustand zu bestehen. Und zwar immer und dauerhaft. Nicht nur auf der Arbeit, sondern auch zuhause, beim Besuch bei Freunden, etc.


    Wenn du "nur" von 10 bis 14 Uhr arbeitest, sollte eigentlich ein Gang auf die Wiese, so um die Mittagszeit reichen. Ich würde morgens eine Runde mit ihm laufen (1 min pro Lebenswoche), dann zur Arbeit. Dort bis 12 auf absolute Ruhe bestehen, dann kurz runter zum Lösen, und dann wieder Ruhe bis um 2.


    Leg ihn doch direkt neben dir ab, mache ihn mit der Leine am Tisch fest und schau, dass nichts in der Nähe ist, dass ihn von der Ruhe ablenkt (Kabel, etc.). Ihm wird dann schnell langweilig werden und er wird schnell merken, dass er eigentlich total ko ist... ;) Und dann wird er erstmal pennen. Wenn er versucht deine Aufmerksamkeit zu bekommen, ignorieren.


    Immer wieder maßregeln, aufstehen, zum Körbchen locken/tragen, das ist viel zu viel Action. Er sollte schon beizeiten lernen, dass es Momente gibt, wo er abgemeldet ist und keine Action zu erwarten ist. Seine Beschäftigung zu diesen Zeiten sollte schlafen/ruhen sein.


    Grüße,
    Rafaela

  • Ich gehöre zu den bösen Menschen, die ihren Welpen angebunden haben ... Immer dann, wenn ich mich konzentrieren musste oder wenn ich gemerkt hab, dass sie wieder aktiver wird und Blödsinn sucht. Anbinden ist definitiv gesünder, wie Stromkabel knabbern. :roll:
    Also, spar dir den Stress und nutz dein Abbruchkommando nicht so ab. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass der Hund dadurch eher runter kommt.


    Das heißt aber nicht, dass der Welpe da stundenlang angebunden war. Ich war in der Regel alle 2 Std mindestens mit ihr draußen, hab mit ihr getobt, hab sie die Gegend erkunden lassen. Wieder drinnen war sie dann schön müde und hat weitergepennt.


    Was dein Welpe braucht, musst du erstmal herausfinden. Meine Maus musste nicht stundenlang beschäftigt werden. Ich war mit ihr auf der Wiese, 10-20min Spielen, Leckerlis suchen, Apportieren, Sitz/Platz/Bleib-Übungen, ... und dann mittags einen längeren Spaziergang. Damit war sie völlig zufrieden und ausgelastet. Vorallem die Schnüffelspiele sind anstrengend.


    Auch hab ich im Büro nie viel Aufhebens gemacht. Im Büro gibts keine Action. Das hat sie sehr schnell gelernt und Büro mit Schlafen verbunden. :)


    *Edit*
    Wichtig finde ich das richtige Maß an Action. Vielleicht machst du zu viel und puschst deinen Hund so hoch? Voller Adrenalin kann er sich im Büro natorlich nicht entspannen und sucht Beschäftigung. Also vielleicht mal die Aktivitäten in den Pausen runterfahren, oder andere Dinge machen, die zwar Auslasten aber nicht puschen.

    Grüße Steffi & der Mini-Tibi
    (Tibet-Terrier, *Mai2013)

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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Bevor ich ihn anbinden würde, würde ich lieber einen großen Zimmerkennel nutzen. Den muss man auch nicht unbedingt zumachen, aber der Hund findet in einer Höhle eher Ruhe (Abdecken, nur vorne frei, oder ne Transportbox).
    Futter und Knabberzeug gibt es nur da drin. Und er hat dadrin seine Ruhe, niemand spricht ihn an oder fasst ihn an. Nie.


    Das ganze müde machen wollen dreht den nur auf. Jetzt hat er schon gelenrt, dass er jede Menge Aufmerksamkeit bekommt von dir. Völlig egal, ob nett oder unnett. Büro ist für den jetzt eine unruhige Situation, in der er nicht entspannen kann. Da muss er erst mal umlernen. Einfach wortlos und ruhig wieder in die Box befördern, ohne Sprechen, Anschauen oder sonstwas. Sieh zu, dass du rechtzeitig zum Lösen rausgehst, damit er nicht auf sich aufmerksam machen muss.


    Und ja, mit dem ständigen nach ihm Greifen nimmst du ihm das Vertrauen. Benutze eine Hausleine, damit du ihn nicht dauernd festhalten und hochheben musst.


    Es wäre interessant zu wissen, wie alt der Hund ist und wie er sich zuhause verhält.

  • Würde mich auch interessieren. Alter und sonstiger Alltag. :) Rasse wäre auch interessant.


    Das mit der Box ist eine gute Idee. Wenn er die Box in diesem Alter schon annimmt, wäre super.


    Meiner hat die Box im Welpenalter gar nicht angenommen. Habe dann jetzt, ein halbes Jahr später, einen neuen Versuch gewagt. Und jetzt hat er sie ohne Probleme akzeptiert.

  • Ich würde den Kleinen vor der Arbeit ein bisschen auspowern und dann in eine Box neben deinem Schreibtisch sperren, der muss auch lernen, dass er sich ruhig verhalten muss und das lernt er nur sehr schwer, wenn er ständig rumrennen kann und dann deine Aufmerksamkeit bekommt, weil er Unsinn anstellt - das wird sich m.E. über kurz oder lang "hochschaukeln".
    In den 4 Stunden würde ich 2x mit ihm rausgehen, dass er sich kurz lösen kann (keine Action, dass er nicht "aufgedreht" wird). Evtl. würde ich ihm einen Kauknochen oder Spielzeug in der Box anbieten.
    Und nach der Arbeit kann ja dann Action stattfinden.

  • Zitat von "doggi86"

    Also wenn nicht mit der Leine, würdest du dann empfehlen eine Box zu nehmen? Und soll ich ihn dann einfach ignorieren wenn er raus will? (Natürlich nur wenn er vorher schon Pipi war, und einfach nur rauswill um Blödsinn anzustellen)


    Mein Welpenauslauf sah so aus: http://images.hundundkatze-shop.de/Freilauf%20%283%29.jpg


    Meine Hündin war anfangs auch zappelig, wenn ich sie auf meinen Schoß gesetzt habe. Ich habe sie dann fest in den Arm genommen (nicht unangenehm fest für sie), sie gestreichelt und dann ist sie zügig eingeschlafen.

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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