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    Ach ja? Und wo kommen die ganzen Ups-Würfe her, vom Storch vielleicht?

    Die meisten der "Ups-Würfe" hier sind doch schlicht "nicht aufgepasst" oder direkt "klingt besser als die Wahrheit - nämlich, dass der Wurf geplant war". Da lässt man seine unkastrierte Hündin frei und ohne Aufsicht im Dorf herum spazieren und wenn sie dann gedeckt ist, war es eben ein "Ups-Wurf".

    Die Fälle wo es zu ungeplanten Welpen kommt in denen wirklich aufgepasst wurde sind doch sehr gering... vor allem wäre theoretisch in solchen Fällen auch noch eine "Pille danach" möglich.

    Eine Kastration mit der Begründung, dass man so unkontrollierte Fortpflanzung verhindern will, halte ich bei Hunden in Deutschland für unsinnig.

    Ich würde immer versuchen andere Wege zu gehen und erst im wirklichen Bedarfsfall zur Kastration greifen. Gründe dafür findet man hier im Forum genug, wenn man mal ein paar der Themen dazu durchliest.

    Wäre also für die Zeit der Läufigkeit eine andere Unterbringung möglich, dann wäre das meine erste Wahl.

    Vor allem, wenn die Hündin und generell alles drum herum ansonsten so gut "passt".

  • Auch ich würde wahrscheinlich auch nicht kastrieren lassen, wenn es nicht unbedingt sein muss - der Eingriff ist, mal vom der Op selbst, eben ein ziemlich starker Eingriff in den Hormonhaushalt des Hundes und kann unter Umständen auch Verhaltensveränderungen nach sich ziehen. Gerade, wenn die kleine so sozial und unkompliziert ist gäbe es für mich da nicht unbedingt einen Grund.
    Wenn es aber nun so sein soll und der Entschluss schon feststeht, würde ich zu einer endoskopischen Kastration raten. Dabei werden lediglich drei kleine Löcher in die Bauchdecke gemacht, durch die dann die Eierstöcke entfernt werden. Die Gebärmutter bleibt, verkümmert aber mit der der Zeit.
    Der Eingriff selbst ist viel schonender und vor allem ist die Zeit nach der OP deutlich enstpannter. Keien Bauchnaht, die auf die kein Zug kommen darf, kaum Wundschmerz (wohl haben die Hunde ein, zwei Tage lang eine Art "Muskelkater" in den Bauchmuskeln, da dieser aufbeläht wird, währen der OP), die drei Fädchen können in der Regel schon nach 5 Tagen gezogen werden. Der Hund darf direkt nach der OP wieder alles tun, was er sich selbst zutraut (außer mat hat ein extrem hyperaktives Tier, dann ist etwas Mäßigung trotzdem ratsam) nur sollte er bis die Fäden raus sind nicht ins Wasser.
    Mach dich doch mal schlau, welcher TA oder welche TK in deiner Nähe das anbietet. Macht/kann halt leider nicht jeder. Aber dafür, den Aufwand hinterher einzusparen, würde ich im Zweifel auch ein paar Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen.

  • Ich schließe mich der Empfehlung an, zuerst das Buch von Gansloßer/Strodtbeck zu lesen. Kastration hat viele Aspekte, mögliche Nach- und Nebenwirkungen, die man vorher kennen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft. Daß die Geschlechtshormone bei der Hündin nur während der Läufigkeit eine Rolle spielen, stimmt übrigens nicht. Außerdem würe ich persönlich einer so jungen Hündin, die zudem erst sehr kurze Zeit bei euch ist, noch Zeit geben.

    Echte UPS-Würfe in Deutschland entstehen in aller Regel durch völlig ungenügende Sicherung der Hündin in der Läufigkeit.
    - "Ich dachte, die wollen nur spielen" (Ahnungsloser Freund der Besitzerin führt läufige Hündin Gassi)
    - "Ich war nur zehn Minuten aus der Wohnung" (Hündin und Rüde im selben Haushalt, keine Trennung)
    - Hündin wird unbeaufsichtigt auf dem offen zugänglichen Hof gehalten (hatten wir gerade einen Thread im Forum)
    - Hündin wird im eigenen Garten unbeaufsichtigt gelassen, Narbars Lumpi springt übern Zaun

    Daneben gibt es noch reichlich unechte Ups-Würfe, wo man es einfach drauf ankommen ließ, es wäre doch nett, wenn Susi mal Junge hätte und/oder die Kleinen bringen auch Geld ein.

    Dagegen sind streunende Hunde in Deutschland heute eine seltene Ausnahme. Man muß also keine Angst haben, daß ein halbes Dutzend Rüden vor der Haustür sitzt, wenn man mit der angeleinten Hündin das Haus verläßt. Leine dran, bekannte Hundewiesen und beliebte Auslaufflächen meiden, entgegenkommende Hundehalter rechtzeitig warnen, so kommt man gut und stressfrei durch die Zeit der Läufigkeit.

    Dagmar & Cara

  • Zitat

    Nachdem von ihrem Gesäuge 6 Zitzen um einiges größer bzw. dicker sind, nehmen wir stark an, dass sie schon einen Wurf hatte (evtl. ist sie ja in dem Shelter schon vor der 1. Läufigkeit schwanger geworden?? :ops: ).

    Ohne Läufigkeit kann eine Hündin nicht trächtig werden. Ist also unmöglich, dass sie vor der 1. Läufigkeit trächtig war.
    Auch das mit den Zitzen sagt nichts aus. Meine Hündin lebt seit Welpe an bei mir, war nie trächtig und auch bei ihr sind die Zitzen unterschiedlich groß, teils mit eklatantem Unterschied

    Zitat

    Abgesehen davon würden sich vielleicht auch die anderen Hausbewohner beschweren, wenn ständig Rüden vor der Haustüre sitzen würden

    Ich wohne auf dem Dorf, umgeben von Rüden und außer dem direkten Nachbarsrüden hat sich noch nie jemand für die läufige Hündin interessiert oder vor unserer Haustür gelauert und dieser eine Rüde interessiert sich auf Grund Vernachlässigung für alles und jeden, was Abwechslung bringen kann.

    Wenn ihr kastrieren möchtet, sollte euch jeder verantwortungsvolle Tierarzt ohnehin anraten, die nächste Läufigkeit abzuwarten, damit man den Zeitpunkt für die OP bestimmen kann. Wenn man es schon möchte, sollte man die Hündin im Anöstrus kastrieren lassen, der Zeit der hormonellen Ruhe im Zyklus.

    Sprich wenn ihr es vernünftig machen möchtet und nicht hoppla hopp müsst ihr einmal durch die Läufigkeit durch. ;)
    In der Zeit könnt ihr mal die empfohlene Lektüre durchlesen - wenn euch der gesundheitliche Aspekt ebenfalls interessiert, ist auch das Buch von Dr. Niepel anzuraten - und auch mal schauen, wie schwer der Alltag während der Läufigkeit wirklich ist und ob es für euch nicht doch eine andere Option gibt.

  • Ich habe meine kastrieren lassen, das lief völlig problemlos.Am Tag danach sind wir ruhig an der Leine spazieren gegangen. Ein Tag später wäre sie am liebsten rumgerannt wie zuvor. Nach 3 Tagen durfte sie auch wieder :) Wichtig finde ich für die ersten 2 Tage genug Schmerzmittel, danach noch wenn notwenig.
    Dass die Zitzen geschwollen sind kann auch an einer normslen Scheinträchtigkeit liegen, sie ist ja schon 1.5Jahre, also wohl schon läufig gewesen.

  • rüdenbesuch vor einem - wie es sich liest - etagenhaus halte ich für sehr unwahrscheinlich.
    ich hatte 13 jahre eine intakte hündin - uns sind nicht mal beim gassi rüden nachgelaufen.
    die UPS würfe sind meist gar keine ups würfe sondern " ach , meine hündin soll mal babys haben... " und dann
    nimmt man den hund vom nachbarn.

    ansonsten - wenn es sein soll , würde ich endoskopisch kastrieren lassen. es werden nur die eierstöcke entfernt.
    die gebärmutter verkümmert. es ist ein minimaler eingriff. die narben sind winzig und der hund ist nach dem aufwachen
    nach der narkose völlig normal.

    tja - ich würde auch noch mal etwas über biologie nachdenken. wie soll der hund VOR der ersten läufigkeit trächtig
    gewesen sein ?

  • Ja, theoretisch kann man auf seine Hündin aufpassen... Allerdings nützt Dir das gar nix, wenn einer auf seinen Rüden nicht aufpasst. Die letzte Läufigkeit meiner beiden kleinen war krass - gehe extra auf weit ab gelegenen Feldern etc. Gassi - und? 3 Mal kam von irgendwoher ein Rüde angerannt und hat sich für meine Mädels interessiert. Herrchen kam irgendwo am Horizont angerannt... Hund jeweils abgehauen. Gott sei Dank sind die Kleinen etwas zu klein für einen Ridgeback, einen Mali und ein Border war es noch :D

  • Wenn Du auf den Hunde-Hort angewiesen bist, dann bleibt leider keine andere Wahl als der der Kastration.

    Ich kenne viele Hundebetreuungsstätten, die nur kastrierte Hunde annehmen.

    Viele Hunde verändern ihr Wesen nach dem Erwachsenwerden; das heißt, nach Einsetzen der Pupertät. Die Hunde werden selbstbewusst, zeigen plötzlich Grenzen auf, die sie bislang ohne weiteres tolerierten. Das veränderte Wesen ausschließlich auf die Kastration zu schließen ist für Kastrationsgegner ein Gegenargument, mehr nicht!

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    Wenn Du auf den Hunde-Hort angewiesen bist, dann bleibt leider keine andere Wahl als der der Kastration.

    Ich kenne viele Hundebetreuungsstätten, die nur kastrierte Hunde annehmen.

    Viele Hunde verändern ihr Wesen nach dem Erwachsenwerden; das heißt, nach Einsetzen der Pupertät. Die Hunde werden selbstbewusst, zeigen plötzlich Grenzen auf, die sie bislang ohne weiteres tolerierten. Das veränderte Wesen ausschließlich auf die Kastration zu schließen ist für Kastrationsgegner ein Gegenargument, mehr nicht!


    Deswegen schreiben hier ja auch viele, dass man schauen könnte, OB es denn eine andere Möglichkeit der Unterbringung für diese kurzen Zeiten gibt!

    Und was soll denn der letzte Abschnitt heißen? Natürlich können Hunde ihr Wesen mit der Kastration verändern. Das ist ja auch nicht umsonst für viele ein Grund FÜR die Kastration - wenn auch oft mit falschem Hintergrundwissen. :???:

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