Hilfe für beratungsresistente Huschu-Kollegin

  • Ganz ehrlich, das hat keinen Zweck. Sie geht ja in die Hundeschule, sie geht mit dir spazieren, sie hat alle Gelegenheit, zu lernen und sich was abzuschauen. Sie will nicht. Dagegen kommst du nicht an.

    Ich treffe mich manchmal mit ein paar Nachbarn und wir lassen die Hunde spielen. Da kommt auch immer wieder mal, was alles mit eigenen Hund nicht geht... und es ist wirklich blöd, wenn eine alte Dame von einem übermütigen Labbi gezogen wird wie nix gutes. Ich hab schon viel versucht zu erklären, zu zeigen, gerade bei dem Labbi fruchtet auch alles sofort. Noch nie hab ich so einen leichtführigen Hund erlebt, der macht ALLES. Auch der Rückruf klappt toll, wenn man ihn motiviert. Frauchen ist dann ganz erstaunt. Aber beim nächsten Treffen ist alles wieder vergessen. Sie setzt es einfach nicht um. Er kriegt zwar jede Menge Kekse, aber Lob und Belohnung vernünftig einzusetzen, ist wohl zu anstrengend.. Sie will nicht mit dem Hund arbeiten, sie will ihn nur liebhaben. Gott sei Dank ist der so gutmütig... aber abgesehen von unseren Spieletreffs wird der auch NIE abgeleint.

    Man macht sich nur unbeliebt wenn man sich einmischt. Schlimm ist es halt, wenn die Leute total unzufrieden sind, aber lieber jammern wollen statt was zu tun.

  • Stimmt, was du schreibst Bylle....bei den ersten Malen bin ich auch nicht drauf eingegangen, auf das Gejammer, aber sie fragte dann auch bei uns gezielt nach und bewundert immer, dass Luzie " so toll ist" aber das war sie nicht schon immer, dass war auch oft zum Verzweifeln ;)
    Deshalb dachte ich, man könnte Lea helfen, aber vielleicht geht das wirklich nicht....vielleicht sage ich esihr noch einmal und irgendwann denkt sie vielleicht doch mal über die Dinge nach?

  • Hallo,

    das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint". ;) Es gibt eben manche HUndehalter, die ihre Hunde nicht freilaufen lassen wollen. Und das müssen sie ja auch nicht. Meine Eltern und meine Schwester lassen ihre auch nicht freilaufen. Und ehrlich gesagt, man geht selbst bei dem am besten hörenden Hund immer ein gewisses Risiko ein. Hatte mal mit Newton so eine Situation. Er war da ein Glück an der Schleppleine sonst weiß ich nicht, wie es ausgegangen wäre... Wir sind hier durch den Seepark gelaufen und plötzlich fängt eine auf dem Balkon an die Teppiche zu klopfen... Newton is so erschrocken (ich auch...), ich weiß nicht wohin und wie weit er in diesem Schockzustand gelaufen wäre, wenn ich nicht noch die Schleppleine erwischt hätte...
    Auch wenn sie tausend Mal sagt, sie würde ihn gerne freilaufen lassen... Kann alles Taktik sein um zu kaschieren, dass sie es nicht wirklich will. Ich würde mich da nicht weiter einmischen...

    Gruß,
    Rafaela

  • oh ja, das stimmt! Meine Nachbarin will (tief drin) ihren Labbi auch gar nicht laufen lassen. Der Hund ist für sie halt was ganz anderes, als mein Hund für mich... Trost für den Verlust ihres Mannes, Halt, Stütze... Und die Ängste sind auch entsprechend groß. Für mich ist das ja schon ne Katastrophe, wenn der Hund sich selbstständig macht, für meine Nachbarin wäre es der Weltuntergang.
    Da der Kerl jeden Vormittag 1,5 Stunden auf unserer Wiese mit den anderen Hunden toben und rennen kann, denke ich, dass dem nix fehlt.

    Solche Halter denken vielleicht, sie müssten sich rechtfertigen und haben Schuldgefühle. Das macht jeder ungebetene Rat dann noch schlimmer.

  • Aber sie frägt gezielt nach Rat und sagt, dass Freilauf ihr größter Wunsch ist!! Wir geben ihr auch nicht das Gefühl, es wäre schlimm, wenn er an der Schleppi bleibt, ich finde es aber traurig, dass sie sagt, es sei ihr größter Wunsch, aber nimmt den Rat nicht an, obwohl sie eben immer bei uns neidet und möchte, dass ihr Hund so wäre und ja auch immer mal nachfrägt...also nicht ungebetener sondern erbetener Rat....hmm....ich seh schon, wahrscheinlich bringt es nichts...hmmmm

  • schade sowas…
    aber ich muss aus Erfahrung sagen: ein Hund, der NIE frei laufen darf ist meistens wenn er dann mal die Möglichkeit dazu hat erstmal völlig gaga in der Birne. Juhuuuu Freiheit, rumrennen, juhuuu. Da wird nicht auf den Rückruf gehört, man muss ja sonst eh wieder an die Leine… Das kann richtig ernüchternd sein :sleep:
    Wenn man die Möglichkeit hat den Hund einfach mal ne gewisse Zeit lang machen zu lassen (was man auch nicht übertreiben darf, weil´s auch furchtbar schnell nach hinten los gehen kann..) und ihn wenn er sich ein bisschen ausgetobt hat erst ruft, hat man viel bessere Chancen. Jedenfalls bei einem Jungspund der Hummeln im Hintern hat :)
    Ein merkwürdiges Verhalten, da muss man erstmal den Menschen durchschauen bevor man beiden helfen kann :D Reden die Trainer nicht vielleicht mit ihr darüber?

  • Ja Lilablaugrüngelb, genau so ist das ja, der Sammy hat Übersprungsverhalten gezeigt, weil er es nicht kennt und weil Frauchen die Erwartung hat, ihm aber auch keine Anweisungen gibt, wie er sich Verhalten kann...
    Wir alle, auch die Trainer reden mit ihr, aber es kommt eben immer, das hat sie schon probiert oder sowas....ich habe jetzt meine Trainerin nochmal angeschrieben, ob wir nächstes Mal nochmal mit ihr reden wollen, als letzter Versuch, wenn sie es nicht annimmt, dannlassen wir sie einfach, mehr können wir ja eh nicht machen....es wäre ja anders, wennsie sagt, "ach, beibt er halt an der Leine, da kommen wir klar und es macht genauso Spaß" Aber sie findet es für sich und Sammy ja laut eigener Aussage ganz schlimm und beneidet immer die freilaufenden HUnde....

  • Ich würde mich da nicht weiter einmischen und das der Trainerin überlassen. Wenn Freilauf wirklich Leas größter Wunsch ist, kann sie doch sicher Einzelstunden nehmen bei der Trainerin?

    Ich kenne Lea nicht, aber wenn sie wirklich total verunsichert ist, Panik hat um ihren Hund und vielleicht eh schon den Gedanken: ich mache alles falsch mit dem Hund. Dann ist das, was Ihr heute in der Hundeschule gemacht habt, sehr verletzend.

    Wie gesagt, ich kenne sie nicht, aber falls sie wirklich unsicher und ängstlich ist, dann ist das nicht so sinnig, ihr vor versammelter Mannschaft vorzuführen, dass ihr Hund, mit dem sie nicht so klar kommt warum auch immer, bei anderen top gehorcht. Das könnte sie noch weiter runtergezogen haben.

    An einer Hundetrainerin, die - ohne jegliche Erklärung - einfach die Hunde tauschen lässt, um anderen vorzuführen, wie toll ihr Hund ist - wenn er nur nicht mit Frauchen arbeiten muss -, hätte ich aber auch so meine Zweifel. Für mich kennt ein guter Trainer sich aus mit Hunden - aber auch mit Menschen.

    Ich an Leas Stelle würde diese Hundeschule nie mehr aufsuchen. Es sei denn die Trainerin hätte erklärt, zu welchem Zweck die Hunde getauscht werden und wieso die Hunde sich bei anderen anders verhalten haben. Ohne Erklärung muss das auf Lea doch wirken wie: toll, jetzt haben die mir vor versammelter Mannschaft vorgeführt, dass ich mit meinem Hund nicht klar komme und er bei anderen top ist. Sowas kann sehr verletzend sein - auch wenn es richtig ist. Aber da sollte man mit Feingefühl vorgehen und nicht mit dem Vorschlaghammer.

    Darum ist bei Hundetrainern ja auch immer wichtig, dass die sich nicht nur mit Hunden auskennen, sondern auch mit Menschen. Sonst sind da Menschen verletzt, blocken und kommen einfach nicht mehr.

    Und nicht mehr kommen würde ich vermutlich an Leas Stelle nach der Aktion heute. Und dann kommt die TE noch freudig an: Dein Hund spielt doch! Ja, mit der TE. Aber nicht mit Lea. Und Lea weiß vielleicht wirklich nicht warum und ist nun todtraurig und hält sich für die mieseste HH aller Zeiten.

  • Hm, Devlin, so habe ich das nicht ganz gesehen, da Lea das ja selber vorgeschlagen hat, die Hunde zu tauschen....sie wirkte dabeiauch nicht eingeschnappt oder verletzt oder so...und ich glaube er würde bei ihr auch spielen, aber sie versucht es nicht,siesagt immer nur, er mache das bei ihr nicht....Es war ja nicht dazu da, ihr zu zeigen, wie toll er ist oder wietoll andere sind, sondern einfach eine Übung,damit man merkt, was man selbst vielleicht so macht, dass es bei einem anderen HUnd funktioniert oder nicht funktioniert....einiges hat bei Sammy auch nicht funktioniert, wie bei meinen eigenen Hunden, korrekte Fußposition, das hat ja damit zu tun, wie es ihm beigebracht wurde und welche Hilfen Frauchen verwendet....es war Leas eigene Idee mit dem Tausch und aus Spaß haben wir das eben mal gemacht....es war eher spaßig gedacht um alles aufzulockern, wir machen Lea auch nicht nieder, sie frägt ja uns auch und ich versuche wirklich sensibel mit ihr zu reden, weil sie ja nach Rat frägt...

  • Bekannte meiner Schwester haben einen Golden Retriever, der vom Züchter schon auf eine Pfeife konditioniert war.
    Immer wenn erkommen sollte wurde gepfiffen, dann wurde der Hund sofort angeleint. Das hat ungefähr 10 Mal funktioniert.
    Jetzt rennt der Hund beim Pfiff immer erstmal weg und kommt erst wieder wenn er will, nach 10 bis 30 Minuten.
    Das war jetzt ein Beispiel wie man es nicht machen soll.

    Rückruf ist eigentlich ein Befehl der einfach beizubringen ist. Man braucht nur absolute Konsequenz.

    Martin Rütter Methode : Mit Hund in fremdem Gebiet spazieren gehen und ein Fahrrad schieben, Hund ist frei. Dann pfeiffen oder rufen und dann schnell aufs Fahrrad und in die entgegengesetzte Richtung fahren.

    Ich habs so gemacht : Lieblingsspielzeug heimlich dabei. Pfiff und dann das Spielzeug in die entgegengesetzte Richtung geschmissen. Den Hund nach dem Rückruf NIE an die Leine machen. Wenn dann 1 Minute warten.

    Rückruf anfangs bei wenig Ablenkung, dann die Ablenkung und Entfernung langsam steigern. NIE rufen wenn man nicht sicher ist dass der Hund kommt !!!!!

    Konsequent geübt erreicht man einen 100%-igen Rückruf bzw. 99,9%.

    Wer es nicht glaubt kann meine Hunde gerne mal testen.

    Grüße Bernd

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