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Beiträge von BerndFfm

    Den Hunden mache ich nie einen Vorwurf ! Die Hunde machen das alle toll !

    Fehler sind wohl eher in der Ausbildung und auch in der Prüfungsordnung.

    Der Hund kam nicht sofort in den Quellgeruch sondern ist eine Stunde ohne Geruch gelaufen und kam dann zufällig in den frischen Quellgeruch.

    Grüße Bernd

    Die Statistik betrifft ja nicht die Hunde, sondern wenn ich zufällig in eine von 4 Richtungen laufe.

    Es gibt tatsächlich Bestrebungen die Suche mit Rettungshunden bei Vermisstenfällen einzustellen. Das hat aber mehrere Gründe.

    Ich bin aber von der Leistung unserer Hunde absolut überzeugt. Wenn wir für Einsätze trainieren und nicht für Prüfungen, wenn wir uns mehr um die Hunde kümmern statt um das Drumherum, wenn wir zusammen arbeiten statt gegeneinander, dann werden die Hunde ein tolles Einsatzmittel für die Vermisstensuche.

    Grüße Bernd

    U.: Das ist ja das "Lustige". Rein statistisch müsste man bei 4 Richtungen bei 25% der Einsätze in die richtige Richtung laufen. Man setzt also die Flächenhunde besser in der entgegengesetzten Richtung an.

    Und ja, hier wird nur für die Prüfung geübt. In der Fläche und auch beim Mantrailing. Und das "Ankommen" ist das Wichtigste. Man kann hier eine Prüfung bestehen wenn der Hund nie getrailt hat und nie auf dem Trail war, man die Person aber findet. Ich kenne 2 Fälle wo das in einer Prüfung passiert ist (nicht Hessen).


    Ich habe bisher 4 Theorieinheiten über Einsatztaktik / Geruchsträger und 8 Theorieeinheiten über Witterung / Geruch / Wetter / Spuralter hinter mir. Hier gehen Trailer in den Einsatz die genau 0 Einheiten zu diesen Themen gelernt haben.

    Cherubina : Ja, den kenne ich. Es gibt ja zum Glück einige Ausnahmen.

    Grüße Bernd

    Zitat

    Alle Teams inklusive eurer?

    Ja. Wir sind vor einem Jahr eine Woche lang Einsatzztails gelaufen. Auch geprüfte Teams dabei. Es ist kein einziges Team angekommen !

    Einige haben daraufhin aufgehört, einer hat einen Psychater besucht. Der rest hat die Ärmel hochgekrempelt und das Training und die Eigenkritik extrem angezogen.



    Train hard fight easy (trainiere so hart dass die Einsätze einfach sind)


    Oder : Lieber Schweiß im Training als Blut im Krieg vergießen.



    Ein Einsatzleiter hat gesagt : ich leite seit 4 Jahren Rettungshundeeinsätze, in dieser Zeit ist noch nie ein Mantrailer in die richtige Richtung gelaufen.

    So sieht es in Hessen und in anliegenden Bundesländern aus.


    Grüße Bernd



    Die Erfahrung unserer Einsätze in Hessen zeigt leider ein anderes Ergebnis : Man läuft mit Hund dorthin wo man glaubt die person sei dorthin gelaufen. Das ist leider oft die falsche Richtung.

    Wir kommen gerade aus einem schwierigen Tierrettungseinsatz. Wir waren richtig, es hat aber nichts genützt, der vermisste Hund wurde tot gefunden.

    Grüße Bernd

    Genau !


    Wenn man überlegt "Die VP könnte hier entlang gelaufen sein" kann man eigentlich schon einpacken.


    In Einsätzen wird ja oft dorthingelaufen wo man denkt die Person sei dorthingelaufen. Später wird sie dann ganz woanders gefunden.

    Wir möchten gerne in Einsätzen dem Hundeführer kaum Informationen geben. Er muss nicht mal wissen wen er sucht. Die Helfer brauchen eine Personenbeschreibung, der Hundeführer nicht. Da sind wir aber noch weit von entfernt in Hessen.


    Ich selber will als Hundeführer nur wissen ob ich einen Hund, eine Katze oder einen Menschen suche ;-)

    Grüße Bernd

    "Ohne was zu sagen und mit Abstand" nützt nichts, um absolut ohne Einfluss zu trailen.

    Wir haben mit Abstand und ohne Worte ein geprüftes erfahrenes Team über einen imaginären Trail geschoben, rein durch Körpersprache. Alles ohne Geruch.


    Die Hundeführerin war froh als sie ankam, und sehr sauer als sie erfahren hat dass der ganze Trail ohne Geruch war.


    Grüße Bernd

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