• Hach ja, die Labbis ;)

    Was mir dazu spontan einfällt, ist hier auch schon alles genannt worden:
    Freundlichkeit, Neugierde (hiiiiiiiiiieeer bin ich!!!!), Verfressenheit und großer Spieltrieb.

    Obwohl ich nen Labbi-Mix habe, sind genau diese Punkte durchgeschlagen....

    Noch was zum Spielen an sich:

    so'n Labbi hat einfach ne andere Spieltechnik als beispielsweise ein Schäferhund.
    Schäfi's hetzen sich ganz gerne gegenseitig, während ein Labbi seine Spielkumpanen eher plattwalzt. Irgendwie finde ich dieses Verhalten ziemlich rassetypisch.... - sind doch Labbis eh eher auf Effektivität aus (also mit möglichst wenig Einsatz das meiste rauszuholen....daher ja auch dieser typische Labbi-Blick.... :D )

  • Ich habe einen Labbi-Mix. Allerdings ist er vom Wesen mehr Labbi als Mix :D
    Anfangs,hat er jeden Menschen gerne überschwänglich begrüßt, mit anspringen und allem drum und,dran. Mittlerweile macht er das aber nur noch bei Leuten, die ihn dazu auffordern. Ich warne immer vor, wenn sie ihn dann trotzdem weiter animieren, sind sie selbst schuld. :p

    Er ist anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen und tobt auch gerne wild, nimmt sich aber sofort zurück, wenn der andere Hund ihm zu verstehen gibt das er nervt. Dann hält er auch Abstand.
    Lernen musste er auf mein o.k. zu warten, bevor er einen anderen Hund begrüßt. Das war ein hartes Stück Arbeit. Eine Freundin von mir ist Trainerin und die meinte immer :“seine Stärken liegen deutlich woanders“ :hust:

    Das verfressene habe ich über eine Art “bringt her und frag“ Training sehr gut in den Griff gekriegt. Wenn er was findet, dann bringt er es mir und wartet ob er es fressen darf. Wenn ich sage “laß liegen“, geht er einfach weiter, manchmal darf er aber auch (Äpfel z.b.). Lieber wäre mir zwar er zeigt an und ich gehe gucken, damit er das Zeug erst gar nicht aufnimmt, aber so bin ich erst mal zufrieden und arbeite halt weiter dran.

    Ich mag das freundliche, clownige bei Labbis. Ich habe Kinder und auch häufig deren Freunde im Haus. Da bin ich glücklich, das Pino der Typ Mittendrin statt nur dabei Hund ist. Ein sensibelchen, das die Nerven verliert, wenn es lauter wird oder sich erschreckt wenn die Kinder zu nah dran vorbei rennen, wäre bei uns Fehl am Platz.
    Ich liebe die Nervenstärke meines Hundes, seine Souveränität und Stabilität im Umgang mit Kindern oder nervigen Mitmenschen /Hunden. Dafür nehme ich das gekaspere und distanzlose gerne in Kauf.

  • Nicht dass ich viel Hundeerfahrung hätte, Banks ist schließlich mein erster Hund, aber diese Nervenstärke (oder zumindest das, was ich dafür halte) gefällt mir auch seeeeeehr. Vom ersten Tag an, als er mit 9,5 Wochen hier eingezogen ist, waren das Bingen der Wanduhr, das Schrillen des Telefons (ja, ich habe noch eines mit Wählscheibe und dem entsprechenden Klingelsound), die Türklingel, die vorbeifahrenden Züge, eigentlich alles was Radau macht, gar kein Problem. Ok, Föhn, elektr. Zahnbürste und Staubsauger sind nun nicht gerade seine Freunde, aber da geht er einfach weg und gut ist.

    Dass er wild bellend, jaulend, winselnd rumrandaliert hab ich jedenfalls noch nicht erlebt. :gott:

  • Und genau wegen den Hunden, die hier beschrieben wurden könnte ich mir derzeit nicht wirklich einen Labbi vorstellen. Sicher, sie haben sehr viele tolle Eigenschaften, aber die haben andere Rassen auch und mich nervt dieses infantile Gehabe bei anderen Hunden sehr, und das geht sogar meinem Retriever, der was seine Rasse angeht auch schon überfreundlich ist, auf die Nerven.

  • Zitat

    Natürlich sind auch Beiträge von Foris willkommen, die Erfahrungen im Umgang mit fremden Labis gemacht haben. Was würdet ihr euch von Labi-Haltern wünschen? Was sind positive Beispiele?

    Ich freu mich über jeden Labbi, der frühzeitig abgerufen und auch angeleint wird. Sonst ist es mir egal ob anleinen oder nicht aber leider kenne ich keinen einzigen Labbi der ohne Leine einfach so an uns vorbeigehen kann. Und ich find es auch total toll wenn ich mal nicht den Satz höre "Der tut doch nix" Nö, bevor der was tut hat mein Großer ihn schon zum Frühstück verspeist. Der kann Labbis mit ihrer aufdringlichen Art mal eben Hallo zu sagen nämlich gar nicht leiden. Er findet dieses schmetterlingpupsende Verhalten einfach nur schrecklich und würde da zu gerne erzieherisch einwirken.

    Ich kenne einige Labbis, trainiere sogar 2 tolle Teams im Obedience und bin da auch von deren Arbeit schwer begeistert aber selbst wenn man diese Hunde anspricht, drehen sie komplett durch vor Begeisterung. Da muss man als Halter echt immer auf Habacht sein um da immer noch rechtzeitig reagieren zu können.

  • Ja, die Liebe zum Wasser finde ich sehr wūnschnswert.

    Cooper ist ja auch eine typische Labrador-Wasserratte, aber ohne Zutun meinerseits "fragt" sie, ob sie ins Wasser darf. Wenn es nichts zu apportieren gibt, ist Wasser auch weniger interessant.
    Außerdem kam sie mit schon eingebautem Wasserapport. Das mussten wir ihr nicht beibringen, außer der Abgabe. Sie ließ das Apportel einfach an Land plumpsen.
    Es freut mich auch, dass sie sich inzwischen auf Kommando schūttelt. Ich habe einfach immer das spātere Kommando gesagt, wenn sie sich unwillkūrlich geschūttelt hat. So hat sie es ganz einfach verknūpft.

  • Es sind leider hier aber auch viele Vorurteile dabei... weil es eben ein Modehund ist...

    Aber es stimmt natürlich.... es ist wirklich schwer den Labbis beizubringen auf distanz zu gehen.. unsere Hündin läuft auch hin und wieder auf die Leute mit Hunden zu... Wenn sie in Ihrem Tunnel drinnen ist dann funktioniert der Abruf auch nicht immer. (zu 99,8 % kommt sie ganz normal zu uns)... Aber sie läuft hin und bleibt zirka 3m vorm Hund stehen und fordert ihn auf.. sollte der anzeigen das er nicht will..ist sie wieder dahin..

    Aber ich kenne viele Labradore von unserer Hundeschule (Unterordnung, fährte,..) die etwas durchlässiger und einfacher sind.

    Unsere Hündin kommt (leider) aus der Showlinie... wir passen sehr auf ihr gewicht auf... und halten Sie fitt.. meiner Meinung nach ein echt schöner und stolzer Hund..aber hin und wieder..echt zum lachen..und hin und iweder..zumw einen...haha

    Aber ich hab ja selber spass..mit so einen Kindszapfen von Hund zu spielen...

    Nächstes mal... kommt mir aber eher ein Viszla ins Haus..oder ein Toller..*g*

  • Ich kenne viele Labbis in allen Farben. Hier hat jeder 2. Hundebesitzer einen Labbi, der Golden ist hier jetzt out. Von den gefühlten 100 Labbis sind nur wenige erzogen, weil "die laufen ja so nebenbei". Ergebnis: ich sehe nach jedem Spaziergang aus wie Sau, meine Jacke ist voller schmutziger Pfotenabdrücke und Sabberspuren, dort wo die Leckerchen für meine Hunde sind. Die Besitzer finden das o.k. so, ich nicht, sage ich ihnen auch so. Aber Labbibesitzer sind ja easy drauf und nehmen das nicht ernst.
    Ich mochte Labradore gerne, früher als sie noch schlanker und weniger präsent waren. Die heutigen Pummelchen gefallen mir optisch nicht mehr. Ich gebe aber zu dass sie charmant sind und ich keinen einzigen kenne der aggressiv ist.

  • Zitat

    Die Besitzer finden das o.k. so, ich nicht, sage ich ihnen auch so. Aber Labbibesitzer sind ja easy drauf und nehmen das nicht ernst.

    Ich bin Labbibesitzerin und ich mag es überhaupt nicht, wenn mich mein Hund anspringt. Deshalb würd ich es nicht verallgemeinern dass alle Labbibesitzer easy drauf sind und die das i.O. finden.
    Klar es gibt genug solche Hundebesitzer die so denken. Darunter fallen meiner Meinung nach aber alle Besitzer mit ihren unterschiedlichen Rassen. Der "Ach-ich-lieb-alles-so-Labbi" fällt da halt mit seiner überrumpelnden Art gleich mal so richtig auf.

  • Ich kann die ganzen Labbi"gegner" total verstehen. Selbst ich als Labbihalterin bin manchmal genervt von den anderen. Da wird über alles hinweg gelächelt und das ist alles ganz normal und der tut ja nix... bei mir und meinem Lab gar kein Problem. Aber ich gehöre zu den von Janina erwähnten 10% (die, glaube ich, ausschließlich Forumsmitglieder sind :D ) und ich sorge dafür, dass mein Hund in keine fremden Hunde reinbrettert.. das "fremden" kann man auch weglassen. Auch bei bekannten Hunden sorge ich mittlerweile dafür, dass das nicht mehr passiert. Sonst hab ich Ruby immer machen lassen wenn wir uns z.B. mit meiner Mam und ihren Terrier getroffen haben. Aber irgendwann kam der Tag und der kleine Mann hatte doch tatsächlich Angst als ich Ruby von der Leine ließ und zog schon den Kopf ein. Von da an war es für mich so weit und ich habe "härter durchgegriffen" was das betrifft.

    Aber generell versuche ich all die Vorurteile nicht zu bedienen.
    Natürlich ist Ruby absolut durch und durch Labrador. Sie ist verfressen, liebt Wasser, ist total hibbelig (wobei das vielleicht eher auf eine nicht wirkliche geplante Verpaarung zurückzuführen ist..) beinahe hyperaktiv, distanzlos, hat Freude daran mit mir zu arbeiten und ist dann sofort auf der Stelle 90% bei mir (zu 10% ist sie bei den Belohnungen, die dabei heraus springen, oft ist sie dann quasi "übermotiviert"), findet alles und jeden toll (vor allem Hunde und Kinder) und sie ist, trotzdessen sie recht schlank für nen Labbi ist SO ne "Dampfwalze" wie hier von vielen beschrieben wird. :D Sie ist SO verdammt tollpatschig, ist grobmotorisch bis zum geht nicht mehr und weiß absolut wie sie uns Menschen um den Finger wickeln kann. ^^

    Wenn sie spielt, ist sie aber eher labbi untypisch wenn ich das so vergleiche mit unseren bekannten Labbis. Ruby rennt für ihr Leben gerne, sie kennt nur ein Tempo (was sich bei der Leinenführigkeit bemerkbar macht weil es ihr nie schnell genug geht). Im Spiel mit Artgenossen will sie genau das! Sie animiert dann die anderen Hunde gerne dazu sie zu jagen, indem sie sie anrempelt von der Seite... XD freundliche Hunde finden das oft blöd und knurren dann, aber Ruby checkt nicht, was der von ihr will. Sie wurde es immer und immer wieder versuchen.

    Ruby ist kein Labrador, der jagt. Sie ist noch nie einem Tier hinterher oder hatte was in der Nase und war dann mal gar nicht ansprechbar oder so. Spätestens wenn ich das "L - Wort" sage (Leckerchen :D ), kommt sie angedüst.

    "Wachtrieb" hat meine Hündin auch. Aber vergleichbar mit einem richtigen Wachhund ist das sicher nicht. Sie bellt und knurrt auch mal sehr böse, wenn es sein muss aber sie würde doch niemandem was tun. Mein Mann hatte sie mal aus Versehen an der Tür losgelassen als ein Telekom Vertreter da war (dieser hatte vorher schon merklich Angst), auf einmal hat sich Ruby aus dem Griff meines Mannes gelöst und lief auf den Kerl zu. Vorher hat sie böse geknurrt usw aber als sie bei ihm war, wuselte die schwanzwedelnd um ihn herum.
    Mein Mann hat dann erstmal nen dicken Anschiss von mir kassiert. Es kann nicht sein, dass ich den Hund immer und überall (auch "nackig") halten kann und er das NICHT hinkriegt... Depp. XD

    Alles in allem ist mein Labrador ein klasse Hund und mein Herz hat diese Rasse definitiv erobert, weil sie einfach so herzlich und lieb ist.

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