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Hund läuft weg

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    Hallo liebe Mit-User und Hundehalter.


    Naja wie fange ich an...
    Zu aller erst, mein Rüde ist unkastriert, ich will ihn auch nicht kastrieren lassen, da er reinrassig ist und ich überlege, das es schade wäre, wenn so ein schöner Hund seine Gene nicht weiter geben könnte. Also praktisch als Deckrüde. (Sehr kräftiger und großer Berner, Schulterhöhe 72cm, was ziemlich riesig ist).
    Er ist echt lieb, verschmust und auch echt toll. Allerdings habe ich das Problem, dass er mich bei unseren Spaziergängen nie beachtet. Sobald ich beispielsweise abrupt stehen bleibe, sieht er mich nicht an und auch bei keiner anderen Gelegenheit. Ich habe in unserer Hundeschule gelernt, dass der Hund dem Hundehalter in die Augen schauen sollte, wenn er darauf wartet, zu erfahren was er tun soll (Als Beispiel). Aber er interessiert sich für mich nicht ein Stück, schaut sich die Umgebung an. Ab und an schaffe ich es ihn dazu zu bringen, mich anzusehen, wenn ich mit der Zunge schnalze, was ich dann sofort lobe.
    Im Großen und Ganzen geht es eigentlich nicht darum. Ich habe es geschrieben, weil ich denke, dass das eigentliche Verhalten (Dass ich gleich erläutere) daraus resultiert. Allerdings weiß ich nicht, was ich dagegen tun soll.


    Nehmen wir mal ein Beispiel. Es fällt mir nicht schwer eines zu finden.
    Heute: Ich war gerade mit ihm zu Tür hinaus, für unseren Spaziergang. Da wir auch Katzen haben (Mit denen er nur ab und an stänkert), sah er eben eine davon auf dem Hof sitzen und zog sogleich dorthin. Ich wollte ihn gerade korrigieren als das Halsband plötzlich aufsprang (Es ist neu, vielleicht war es nicht richtig im Verschluss eingerastet) und plötzlich war der Hund weg. Er reagiert nicht auf Rufe, wie immer und nicht auf Leckerlie. Ich habe Wurst genommen und sicherlich hat er dass auch gesehen leider aber auf Entfernung nicht gerochen und es hat ihn nicht gekratzt. Unsere Straße ist nicht viel befahren aber wenn, dann kommen gefährliche Traktoren oder Busse vorbei. Bei uns in der Gegend gibt es eine Rottweiler-Hündin, mit der er sich versteht, aber wie jeder unkastrierte... naja. Zu meine Glück war niemand da. Irgendwann habe ich ihn, nachdem er die Wurst erschnüffelt hatte, soweit, dass ich ihn ins Platz gerufen habe. Aber leider war er schneller als ich und schnappte sich die Wurst. Mit der Hoffnung, dass ich noch etwas leckeres habe, kam er wieder auf mich zu und ich konnte ihn anleinen.


    Solche Situationen tauchen immer wieder auf. Die Haustür die zu lange auf ist, oder ein unachtsamer Augenblick, wenn die Leine nicht ganz fest gehalten wird (Was seltener vorkommt), nutzt er, auch wenn nicht ganz beabsichtigt, zu Anfang.
    Wenn jemand von unseren Bekannten mit den Hunden kommt zum Spielen rauf er auch (Ohne Leine), spielerisch, bis ihm irgendwann nicht mehr danach ist und er haut ab. Ich rufe ihn ab aber er hört nicht.
    Ich gehe dann langsam und ruhig auf ihn zu doch er läuft vor MIR weg! Es ist wirklich zum verrückt werden.
    Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht helfen, wie ich das Hin bekomme.


    Ich habe schon den Vorschlag bekommen (Vor über einem Jahr) mit einer Schleppleine zu trainieren. Allerdings ist er, was dass betrifft, lern-resistent. Ich habe fast anderthalb Jahre damit Trainiert, ohne Erfolg. Jemand anderes sagte mir, ich solle ihn von der Leine machen und ihm vertrauen, allerdings klappt dass nicht. Jedenfalls bei mir, da ich sofort unruhig werde. Er entfernt sich immer sehr weit von mir (Ein mal ist er bis in den Wald hinein gelaufen, so dass uns sicher 200m trennten). Da habe ich richtig Panik bekommen, da ich fürchte, dass er irgendwann angefahren wird oder vom Förster erschossen.
    Ich bin gerannt wie ein gehetztes Tier um in ihm den Jagdtrieb auszulösen. Von unserm alten Hund weiß ich, dass Hunde jedem, der Rennt, nachsetzen. So war es auch bei ihm. Aber anstatt bei mir zu bleiben sprintet er an mir vorbei und ist dann wieder weg.


    Als ich das erste mal damit begonnen habe, ihn auf der Wiese einfach abzuleinen, da hat das echt gezogen, er bleib, wenn auch mit viel Abstand, in meiner Nähe. Aber dann (er wurde älter) hat er Dinge Entdeckt die anscheinend interessanter sind als ich. Ich kann ihn ja auch schlecht immer wieder rufen, da hört er ja nachher gar nicht mehr... :sad2:


    :hilfe:

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  • Hallo,


    ich fasse mal zusammen: Dein Hund ist nicht abrufbar und orientiert sich im Freilauf nicht an dir. Das schreit für mich nach Training mit der Schleppleine. Wie hast du denn bisher damit trainiert? Vllt gibt es ja noch andere Herangehensweisen, die du noch nicht probiert hast.


    Lg,
    Rafaela

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  • Mit der Schleppleine habe ich dass so gemacht.
    Er war an der langen Leine und sollte mir Folgen, wenn er neben mir lief (Wie bei Fuß) wurde er belohnt. Überholte er mich habe ich die Richtung einfach gewechselt. Dass hatte er euch sehr schnell raus und lief die meiste Zeit neben mir, was echt toll war, er wurde richtig gelobt und bekam auch ab und an immer ein Leckerlie als Belohnung.
    Aber auch wenn er ohne Leine war (In der Hunde Schule, wenn keine Hunde mehr da waren) lief er Weg. Ich weiß nicht genau was ich da falsch gemacht habe.


    Und das "Komm", habe ich auch an der Schleppleine geübt, sehr lange (Auch Wochen, Monate bezogen) und sehr intensiv. Wenn er entfernt von mir gelaufen ist, habe ich gesagt "Komm" und er kam auch und wurde belohnt.
    Auch habe ich es damit gemacht, dass er warten sollte und ich dann "Komm" sagte.
    Ihm ist das Kommando also schon vertraut. Ich benutze auch immer nur dass selbe Kommando. Sehr selten benutze ich seinen Namen, weil der Hundtrainer sagte, ich würde das "Wegglaufen" dadurch sonst verstärken.

  • Ansprechen hilft, dass der Hund überhaupt weiß, dass er gemeint ist. ;) Warum sollte es das Weglaufen verstärken?


    Anscheinend hat dein Hund dein Training mit der Leine verknüpft. Hast du auch drinnen mal ohne Leine geübt? Deshalb finde ich SL-Training in einigen Fälle nicht zielführend, meiner verhält sich an der SL überhaupt nicht wie im Freilauf, das ist einfach was anderes.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Als mein Hund nicht auf mich geachtet hat habe ich mich für sie interessant gemacht.
    Sei es mit einem Futterdummy, einem Spiel das jederzeit starten kann oder Leckerlis die ab und an einfach runterfallen. Dazu immer wieder Richtungswechsel an der Schleppleine.
    Und als sie dann anfing zu mir zu schauen gab es für jeden Blickkontakt ein <Klick> und ein Lobwort oder eine Belohnung. (Klickern erst mal zu Hause üben)


    So ging das mit der Aufmerksamkeit bei uns relativ schnell.

  • Hallo,


    so ähnlich habe ich auch trainiert mit der Schleppleine. Bei mir hat das super funktioniert. Wie alt ist denn dein Hund? Vllt ist er auch einfach schon zu oft damit durchgekommen, wenn er nicht auf dich gehört hat... Ein Hund lernt auch sehr schnell, was er sich so erlauben kann.
    Würde meiner mal einen Abruf ignorieren, er könnte gar nicht so schnell gucken, wie er wieder an der Schleppleine hängt...
    Ich würde erneut das Schleppleinen-Training mit neuen Kommandos beginnen. Bei den alten Kommandos hat er ja schon gelernt, dass er sie nach Belieben ignorieren darf...


    Lg,
    Rafaela

  • Meiner auch nicht, er weiß ja schließlich, dass er immer noch angeleint ist, weswegen er auch, wenn ich an der Schleppleine das "Freilaufen" simuliere, zieht, als wäre jemand hinter ihm her, nur um ja dahin zu kommen, wohin er möchte. Mein Hund ist ein 65 Kilo Hund und hat auch eine Schulterhöhe von 72cm weswegen da eine Zugkraft drauf ist, die ich schwer halten kann.
    Liegt es vielleicht auch daran, dass er unkstriert ist? Denn ich habe gehört dass solch ein Verhalten oft bei unkstrierten Rüden auftaucht.

  • Nein, es liegt nicht an der Tatsache, dass er nicht kastriert ist. So ein Verhalten bekommt man nur durch konsequentes Training und nicht durch eine Kastration in den Griff... Ich verstehe nicht, warum die Kastration immer als Allheilmittel angesehen/dargestellt wird... Wenn sie medizinisch nicht notwendig ist, ist sie sowieso durch das Tierschutzgesetz verboten... Stecke das Geld lieber in ein paar Trainerstunden. Der zeigt dir, wie du das Vethalten in den Griff bekommst.

  • Ich habe Hilfe von einem Polizisten bekommen (Ausbilder Für Sprengstoffhunde etc.), der auch eine Zeit lang in der Hundeschule war, weil er einen Platz zum üben für seinen Hund gebraucht hat. Er hat mir dass alles gezeigt, mit der Schleppleine, und zuerst hatte ich ja die Vermutung, dass es alles klappte. Ich habe etwas total falsch gemacht! Ich ärger mich über mich selbst. :verzweifelt:
    Ich weiß ja, dass es an mir und nicht am Hund liegt.
    Als ich in der Hundeschule war, ging dass immer alles recht gut mit der Schleppi und bei uns Zuhause, wenn wir auf dem Spaziergang waren und er war ohne leine hat es FUNKTIONIERT. :sad2:
    Nicht perfekt, nicht mal annähernd aber er ist nicht vor mir weg gelaufen.
    Und ich weiß jetzt auch was ich falsch gemacht habe. Ich will mich auch gar nicht raus reden, aber es hatte seine Gründe. Familiär, da jemand ins Krankenhaus kam und es sehr schlecht aussah, wir umgezogen sind und so weiter.
    Ich konnte mit ihm nicht mehr in die Hundeschule. Und als wir, nachdem alles überstanden war, wieder in die Hundeschule kamen, war die wie ausgestorben. Der Polizist, den ich damals echt als als riesen Hilfe gesehen habe, kam nicht mehr, und auch andere Mitglieder der Hundeschule waren nicht mehr da. Und momentan führt die HundiSchu nur noch eine Welpengruppe, da sonst niemand mehr Interesse hat.
    Und mein Rabauke ist auf dem Eingezäunten Gelände von allem Abgelenkt und lässt kein Training zu. Er weiß ja, dass dort mal viele Hunde waren. Ihm war dass alles ja noch bekannt. Aber ich kann ja nicht in die Hundeschule mit ihm, so sehr ich will. Unsere Gruppe gibts nicht mehr. Und wir haben hier nur noch eine weitere Hundeschule die uns bereits, als er noch Welpe war, abgelehnt hat (Warum auch immer).

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