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Eure Anforderungen an eine Hunde-Kita

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    Liebe Foris,


    ich brauche mal eure Meinungen. Aus unterschiedlichen Gründen ist die Zeit nun reif, um meinen Traum zu verwirklichen und eine Hunde-Kita zu eröffnen (angepeilt nächstes Frühjahr).


    Ich habe dafür auch schon ein Konzept im Kopf und wollte euch das mal kurz vorstellen und dann eure Meinung hören, was euch noch wichtig wäre und ob ich irgendwas nicht bedacht habe:


    20 km von der Stadt entfernt, in der ich wohne, gehört mir ein 5 ha großes naturbelassenes Wiesengrundstück, in Einzellage, an drei Seiten umfriedet mit einem wilden Streifen aus Gebüsch, Pappeln und anderen kleinen Bäumchen, dahinter ist Feld bzw. Wiese. Also keine Nachbarn die wir stören könnten. Von diesem Grundstück möchte ich ca. 1 ha (der hintere Teil) abtrennen (einzäunen). So können die Wauzis schön durch das Unterholz schnüffeln, haben aber auch genügend freie Wiese zum toben. Auf der Wiese stehen dazu noch einige Obstbäume (Birne, Apfel, Pflaume, Kirsche - :p ).


    Diese 1 ha möchte ich in zwei Ausläufe unterteilen, die man aber durch Öffnung der Tür verbinden kann. Im kleineren Teil soll ein Wohnwagen stehen, als Büro und Aufenthaltsraum für mich bei schlechtem Wetter. Er soll beheizbar sein und Strom haben, so dass ich mir dort nen Kaffee kochen kann, PC arbeiten erledigen und mich aufwärmen kann. In beide Ausläufe sollen verschieden große isolierte Hundehütten kommen. In den großen Auslauf soll zusätzlich eine Remise aus Holz gebaut werden (an drei Seiten geschlossen) mit einem niedrigen Holzpodest drin (über die gesamte Länge). Auf das Podest und auch davor sollen ausrangierte Sessel, Sofas sowie Körbchen mit Decken etc. kommen. Hütten und Remise sollen für den Wauzis als Unterschlupf vor Regen, zum Ruhen und zurück ziehen dienen. Ansonsten sollen sie bei Wind und Wetter draußen sein können. Idealerweise kann man die Remise im Winter vorne noch soweit zu machen, dass nur ein Eingang offen bleibt und es schön geschützt ist (vllt. noch mit Stroh auslegen...)


    Geplant ist ein Hol- und Bringdienst (da ich ja eh morgens und abends fahren muss). Zwischen 7-8 Uhr die ersten abholen, zwischen 16-17 Uhr die letzten bringen. Zwischen durch zwischen 12 und 13 werden die Halbtagshunde gebracht bzw. geholt. Es soll einen Vormittags- und Nachmittagsspaziergang geben (über die anliegenden Felder ca. 1h).


    Die Gruppe soll nicht größer als 10-12 Hunde sein. Läufige Hündinnen werde ich nicht betreuuen.


    Gefüttert soll bei mir nicht werden. Das ist von Hund zu Hund sooo verschieden (Diät, Allergien, Barf-/Trofu-/Nafufütter, Schlinger, Mäkler, etc.). Die süßen können ja morgens und abends zu Hause was bekommen. (Schließt vor allem auch Aggressionen durch Fressneid etc aus).


    Da ich in einem der ärmsten Bundesländer wohne, habe ich mir folgende Preise überlegt:


    Alles was mehr als 5 h ist, heißt ganztags, alles unter und bis 5 h ist, ist halbtags.


    A: Einmalige Betreuung (1-4 Mal im Monat):

    Ganztags: 12 €
    Halbtags: 7 €


    B: Teilzeitbetreuung (4-12 Mal im Monat):


    Ganztags: 10 € pro Tag
    Halbtags: 5 € pro Tag


    C: Stammgäste (mehr als 3x pro Woche):


    Ganztags: 7 € pro Tag
    Halbtags: 4 € pro Tag


    Puh, viel Text... Soweit mein Konzept. Was haltet ihr davon?

    "Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war."
    Humphrey van Weyden (Labrador-Dogge-Mix *ca. 2010)
    Jodie (Border-Dackel-Mix *5/2011)
    und Kater Leo

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  • Bei 12 Hunden und durchschnittl. 10 EUR /Hund sind das 120 EUR Umsatz / Tag, bei 20 Arbeitstagen / Monat 2.400 Euros - damit kannst Du Dir etwa die Fahrtkosten für hol- und bringdienst verdienen. Viele Hunde auf einem Haufen? Aggressionsgefahr! Und Deine Qualifikation?


    Nur so'n paar Gedanken. Will Dir aber Deinen Traum nicht zerstören!

  • Okay, dann mal ein paar Fragen... :smile:


    – Gehst du mit den Hunden in der großen Gruppe spazieren? Wenn ja, kannst du wirklich ca. 10 Hunde an (Schlepp-)Leinen halten bzw. beim Freilauf im Blick behalten? Wenn nein, wären die anderen Hunde dann auf dem Grundstück in der Zeit unbeaufsichtigt?


    – Ähnliches Thema: was ist bei Notfällen? (Beispiel: ein Hund verletzt sich, du musst ihn zum TA fahren – wer betreut in der Zeit die übrigen Hunde?)


    – Was machst du, wenn in den Gruppen Mobbingverhalten auftritt? Oder Streit um Ressourcen wie Stöckchen, Liegeplätze, runtergefallenes Obst?


    – Sind Ruhepausen geplant? Wie verhinderst du, dass die Hunde rumtoben bis sie kirre im Kopf werden?


    – Welche Qualifikationen (Sachkundenachweis, Vet.-Amt-Genehmigung, Fortbildungen, Erste-Hilfe-Kurs, etc.) hast du?


    Das sind so Sachen, die ich fragen würde, bevor ich in Erwägung ziehen würde, meine Hunde in einer HuTa betreuen zu lassen.

    «I don't know half of you half as well as I should like,
    and I like less than half of you half as well as you deserve.»

    (Bilbo Baggins, The Fellowship of the Ring by J.R.R. Tolkien)

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  • Danke, dass sind gute Anmerkungen!


    Tatsächlich ist der Plan, dass ich mit zwei Gruppen gehe (eine vormittags, eine nachmittags). Erfahrungen mit Spaziergängen mit größeren Hundegruppen (bis 7) hab ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Tierschutzverein. Dabei konnte ich schön meine Grenzen austesten, wieviele nichtleinenführige Hunde ich noch halten kann :headbash: Aber das waren auch gerettete Hunde aus dem Ausland, die von Leinegehen noch nie was gehört haben. Ich gehe bei meinen Gasthunden doch von einer gewissen Grundgehorsamkeit aus.


    Währenddessen wären die anderen Hunde tatsächlich alleine und unbeaufsichtigt auf dem gesicherten Grundstück, was ich aber auch nicht so schlimm finde. Das gleiche gilt natürlich auch für den Notfall (TA-Besuch).


    Mobbing, Aggressionen um Ressourcen... Muss man individuell entscheiden. Grundsätzlich kann man die Gruppe durch die zwei Ausläufe trennen, wenns sinnvoll ist. Gewisse Streitigkeiten finde ich normal und dürfen ausgetragen werden. Wenns zu arg wird, würde ich eingreifen.


    Ja, Ruhephasen sind geplant: Nach den Spaziergängen. Meine Erfahrungen mit den größeren Hundegruppen aus dem Tierschutzverein war, dass die Hunde sich irgendwann von selbst zur Ruhe legen, wenn sie genug getobt haben. Sollte einer partout nicht runterkommen, kommt er mittags in den Wohnwagen ins Bett ;). Nee mal im Ernst: Muss man auch sehen. Wie gesagt, der Auslauf ist trennbar, man könnte auch noch einen 3. Bereich abtrennen und die Gruppe so durch drei Teilen. Wäre auf jeden Fall eine Überlegung.


    Qualifikationen habe ich (noch) keine, außer meine eigene Hundeerfahrung und Arbeit im Tierschutzverein. Geplant sind im Oktober 2 Seminare: „Einsatz von Markersignalen & Belohnungen in der Hundegruppe“ und „Positiv Führend unterwegs mit einer Hundegruppe“ zudem ein 1-wöchiges Praktikum bei einer ausgebildeten CumCane®-Trainerin.


    Sachkundnachweis werde ich machen - ist wichtig. Die Abnahme durchs Vet-Amt muss ich fragen, ob das nötig ist. Und ja, Erste-Hilfe-Kurs! Danke, das hatte ich jetzt vergessen. :rollsmile:

    "Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war."
    Humphrey van Weyden (Labrador-Dogge-Mix *ca. 2010)
    Jodie (Border-Dackel-Mix *5/2011)
    und Kater Leo

  • Zitat von "Korki"

    Gewisse Streitigkeiten finde ich normal und dürfen ausgetragen werden. Wenns zu arg wird, würde ich eingreifen.


    Nur hast Du diese Möglichkeit nicht, wenn

    Zitat

    Währenddessen wären die anderen Hunde tatsächlich alleine und unbeaufsichtigt auf dem gesicherten Grundstück, was ich aber auch nicht so schlimm finde. Das gleiche gilt natürlich auch für den Notfall (TA-Besuch).

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde meinen Hund nie eine HuTa geben wo ich weiss, dass er unbeaufsichtigt ist. Dass man nicht 24h ein Auge drauf haben kann, leuchtet mir ein, aber du erfährst ja gar nicht, dass was ist? Bei unserem Ferienhotel ist alles viedeoüberwacht und sie kann jeder zeit auf die Bilder zugreifen und hätte auch nicht eine Stunde bis sie zu Hause wäre.

    Viele Grüsse von winks mit den beiden Jackys Nico (*5.9.2010) & Mia (*16.8.2014)

  • Also mein Hund geht drei Mal wöchentlich in eine Huta für jeweils 5 Stunden vormittags. Dort sind, je nachdem wie viele Hunde vor Ort sind, immer mindestens 2-3 Betreuer. Die Hunde werden in verschieden großen Gruppen gehalten. Besteht nicht die Möglichkeit, dass Du noch jemanden "mit ins Boot nehmen kannst", der mit Dir das ganze verwirklicht, weil wie meine Vorredner schon geschrieben haben, wenn etwas passiert, muss ja immer jemand anderes auf die Hunde aufpassen können. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Katrin mit Apollo (*13.04.2012 WSS)
    und den zwei Tigern Nero und Akiro

    ♥ Für immer im Herzen Jeany und Pupsi ♥

  • Achja noch was zu den Preisen.. Ich denke mit diesen wirst du kaum überleben können. Vor allem wenn beispielsweise Sommerferien sinder oder Weihnachten wirst du kaum 10 Hunde habe. Wir bezahlen in Zürich 50 CHF / 40 EUR. Für Deutschland ist das bestimmt zu viel, aber ich denke 20 EUR sollte schon drin sein.

    Viele Grüsse von winks mit den beiden Jackys Nico (*5.9.2010) & Mia (*16.8.2014)

  • Sorry, ich fürchte Dein Konzept ist noch nicht so recht stimmig. Überleg Dir mal das ganze als Verein zu betreiben. Dann könntest Du evtl. auf freiwillige Helfer zurück greifen (Kosten!), und vllt. entgehst Du dann auch anderen Auflagen. Du musst dann auch von Anfang an nicht genauso professionell auftreten, wie man das von einem seriösen Unternehmen erwarten würde.
    Als Unternehmen solltest Du halt locker EUR 5.000 bis 10.000/Monat erwirtschaften, damit Du alle Kosten Decken kannst, Dich professionell einrichten und am Ende bleibt auch noch was hängen. Zum Beispiel Internet/webcams sind obligatorisch, saubere Innen- Trockenräume wo Wuffi warm und trocken aufgehoben ist etc.pp.

  • Einen Haufen aus fremden Hunden über lange Zeit wie ein Spaziergang finde ich ein absolutes No-Go. Da kann immer was eskalieren, auch wenn es vorher stundenlang ruhig war. Oder TA-Besuch mit einem der Hunde, was ja völlig unkalkulierbar ist.


    Die Preise finde ich auch viel zu niedrig angesetzt. Damit kannst du nicht überleben. Du hast ja auch Ausgaben für Strom, musst immer das Gelände in Schuss halten, Versicherungen usw. Mit Hol- und Bringdienst schon gar nicht, wenn du Autoabnutzung richtig einkalkulierst. Die Preise kann man eigentlich nur nehmen, wenn man sehr viele Hunde in Zwingerhaltung "betreut".

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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