Wie benimmt sich Euer Hund beim TA?

  • Mein Hund hat Riesenangst vor den s.c.- (od. i.m.?) Spritzen in die Seite. Das hat mit der dämlichen Anti-Kotz-Spritze angefangen, aber auch die Tollwutimpfung tut ihr wohl richtig weh. Im Wartezimmer ist alles noch im Rahmen, sie ist ein bisschen nervös, kann aber noch rumliegen und geduldig warten. Sobald sie dann im Behandlungszimmer angefasst wird, verkrampft sie sich komplett und wenn gespritzt werden soll, fängt sie an zu zappeln und will flüchten. Blutabnahme o.ä. am Bein haben wir bis jetzt noch nicht probiert. Spritzen eigentlich alle TÄ in Seite? Ich kenne es von früher so, dass man zumindest subcutan auch in die Hautfalte zwischen den Schulterblättern spritzen konnte. Das ist irgendwie die einzige Idee die ich noch habe, wie man die Situation vielleicht verbessern könnte.

  • Ich hab da komplett unterschiedliche Kandidaten.
    Mit meinen Großen geh ich übrigens grundsätzlich in die Tierklinik in der Nähe (die ist wirklich top!). Mit den Zwergen oft erst zu unserem Tierarzt und im Zweifelsfall bei Spezialfällen oder außerhalb der Zeiten ebenfalls in die Klinik.

    Fred war bisher am Häufigsten beim Tierarzt. Mehrfach operiert, Fäden gezogen, Ultraschall, Röntgen, etc. Oft mit akuten Schmerzen da und mag es grundsätzlich nicht, wenn andere Leute ihn anfassen.
    Er setzt sich ins Wartezimmer und guckt genervt in der Gegend rum. Wenn es ihm zu lange dauert, lehnt er seine Stirn gegen mein Bein und seufzt theatralisch. Ab und zu (nicht bei jedem Besuch) hat er eine plötzliche Abneigung gegen die kleine Hundefigur, die neben dem Stuhl sitzt, bellt ihn manchmal beim Reinkommen an oder wirft ihn auch um, wenn er zu lange warten muss :???:
    Dann geht er ins Behandlungszimmer, mal mehr, mal weniger gerne. Manchmal versucht er zu fliehen und will nicht.
    Während der Behandlung lässt er alles mit sich machen, lässt seinen Unmut aber in Form von dutzenden ganz üblen Pupsen raus :dead:

    Lennard war bis diesen Sommer schon seit mindestens 6-7 Jahren nicht mehr beim Tierarzt. In und um den Juli war er dann mehrere Wochen lang teilweise jeden Tag da. Wurde operiert, Ultraschall, etc.
    Er mag absolut keine fremden Menschen und hat extremst starke Angstaggressionen!
    Bei ihm hatte ich jahrelang Angst, dass er mal dringend zum Arzt muss, weil das wirklich kein Spaß mit ihm ist. Als es dieses Jahr dann soweit war, haben wir es aber doch mit der Zeit recht gut gemeistert und obwohl es schwierig genug war, war es doch nicht ganz so schlimm, wie ich befürchtet habe!
    Grundsätzlich wartet er im Auto vor der Klinik. Regt sich da auf, wenn fremde Hunde oder Menschen vorbei gehen und macht Terz.
    Wenn er dran ist, bekommt er seinen Maulkorb an und geht mit mir streng bei Fuß und sehr kurz genommen rein und direkt durch in das jeweillige Behandlungszimmer (geht auch zügig mit und stemmt sich nicht in den Boden oder so). Je nach Tageslaune laut brüllend oder auch mal leise und ohne Terror (bin ich immer super stolz!). Aufgestellte Bürste bis zum Hintern und Rumgetänzel ist aber immer da.
    Das Reinkommen (an der Anmeldung vorbei, wo immer Leute stehen, dann neben der Waage entlang und zum Schluss die Härteprüfung: am Hundewartebereich, je nach Behandlungszimmer auch an wartenden Menschen und Hunden direkt vorbei) ist immer der schwierigste Teil.
    Im Behandlungszimmer läuft es immer gleich ab, da haben die Ärztin und ich mittlerweile eine gute Strategie: Direkt auf den Tisch, ich an seinem Kopf festhalten und direkt machen, was gemacht werden muss.
    Das macht er auch für seine Verhältnisse ganz super, ist zwar sehr angespannt, aber knurrt nur an wirklich schlechten Tagen.
    Muss er nach dem Reinkommen erstmal warten, steigert er sich zu sehr rein und brüllt dann auch rum.
    Nach der Behandlung kommt er an schlechten Tagen direkt wieder raus ins Auto und ich komm nochmal zum Besprechen rein, aber oft klappt es gut, dass er (wenn es wirklich nur kurz dauert) noch relativ ruhig bei mir steht oder sitzt und ich noch schnell das Nötigste bereden kann.
    Im Auto dann gleich Maulkorb ab und auf der Rückfahrt kommt der ganze aufgestaute, furchtbar leidende Hund zum Ausdruck und man ist kurz davor umzudrehen, um noch ein paar Antidepressiva für das arme Tier mitzunehmen :headbash:

    Bob ist meistens nur als Begleithund mit beim Tierarzt. Größere Eingriffe hatte er noch nicht, nur vor etwa 6-7 Jahren mal Zähnchen ziehen und vor 2-3 Jahren einmal Zahnsteinentfernen.
    Er läuft fröhlich mit rein, setzt sich hin, guckt durch die Gegend und überlegt erstmal, wo wir sind und was das soll.
    Dann sieht er die anderen Leute im Wartezimmer und bekommt Herzchen in den Augen. Man könnte ja gestreichelt werden. Bis er den Hund der jeweiligen Person entdeckt, dann marschiert er leise vor sich hinschimpfend unter meinen Stuhl und schmollt :muede:
    Wenn er dran ist, tippelt er brav mit ins Behandlungszimmer und macht... ja. Macht gar nichts. Steht da, lässt alles mit sich machen. Versucht zwischendurch mal, sich an der Hand vom Arzt zu reiben, wenn er abtastet (was soll das denn? Der will doch eigentlich streicheln, ich weiß das!) und dreht nach der Untersuchung noch ein paar Runden durchs Zimmer (also Minirunden, er bewegt sich quasi in kleinen Kreisen vorwärts und guckt sich alles an).
    Wenn es einen Keks gibt, versucht er ihn unauffällig im Arztschrank für schlechte Zeiten einzulagern und hüpft dann fröhlich wieder mit nach draußen.

    Buh war bisher (außer als Besuchshund) 3mal mit uns beim Tierarzt (1x impfen, 1x Bienenstachel aus der Zunge ziehen, 1x Zähnchen kontrollieren).
    Wartezimmer findet sie total doof.. Aber nur deshalb, weil man da nicht mit den anderen Hunden spielen darf, das ist doch voll unfair!
    Ihre Frustrationsgrenze ist da auch noch recht gering und ich hoffe immer, dass es nicht zu lange dauert, sonst nölt sie vor sich hin und verliert auch ein wenig ihre Selbstbeherrschung und versucht doch, Aufmerksamkeit zu bekommen oder die Anderen zum Spielen aufzufordern (doof, dass da noch die Leine ist..).
    Behandlungszimmer ist super! Alle gucken nach einem, überall wird man angefasst und gestreichelt und dann gibt es auch noch nen Keks! Einfach spitze! :D
    (Nur Impfen fand sie doof. Nicht das Impfen selbst, sondern das fiese Jucken hinterher. Der Tierarzt hat uns schon verabschiedet, da fängt das Hundekind plötzlich ganz schockiert das Schreien an, weil sie plötzlich merkt: Hey, da war was!)

    Also meist bin ich angespannter als meine Hunde selbst, außer mit Lennard ist das meist kein großer Akt und selbst Lennard macht das mittlerweile recht gut (wenn man ein paar Regeln beachtet).
    Tierarzt wird nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, aber ich bin zufrieden mit meinen Monstern!

  • Zitat


    Wenn es einen Keks gibt, versucht er ihn unauffällig im Arztschrank für schlechte Zeiten einzulagern und hüpft dann fröhlich wieder mit nach draußen.

    Wie cool!
    Mein Dicker vergisst an der Tür zum TA, dass er 38 Kilo wiegt und mutiert zum fiependen, vor Angst zitternden Baby. Sind wir durch die Tür, geht's wieder. Auch drinnen lässt er sich ganz brav überall anfassen, zappelt dabei aber gerne rum.
    Außerdem ist er waaaahnsinnig wehleidig und muss bei jedem Wehwehchen stundenlang schoßsitzen und getröstet werden. Männer halt.
    Meine Maus ist an der Tür noch recht ruhig, hat aber drinnen Angst.
    Sie lässt eigentlich auch alles mit sich machen, macht aber aus ihrem Herzen keine Mördergrube.
    Bei der Behandlung ist sie zu gestresst, aber davor und danach werden TA, Helfer und auch wartende Patienten laut und grollend angebellt, sobald sie unheimliche Bewegungen machen. (=Bewegungen, die darauf hindeuten, dass gleich irgendwas mit ihr gemacht wird)
    Leckerli nehmen sie (natürlich) trotzdem beide, sooo schlimm kann gar nix sein.
    Zuhause ist meine Hündin eher pragmatisch. Sie kommt dann, hält mir das schmerzende Körperteil hin, auf dass ich es heile :???: und ist ganz zufrieden, wenn ich eine Salbe draufschmier oder sie eine Tablette (meist Traumeel) kriegt.
    Auf "Medizin" stehn meine Hunde sowieso, wird alles pur und ohne Tricks verschlungen.
    Vielleicht kommt man ja so um den TA rum :D

  • Zitat

    Auf "Medizin" stehn meine Hunde sowieso, wird alles pur und ohne Tricks verschlungen.
    Vielleicht kommt man ja so um den TA rum :D

    Den Trick wie du das hinbekommen hast, hätte ich gerne.... :ops:
    In unsere was reinzukriegen ist ein Drama...also inklusive drin behalten... :lol:

  • Oh weh - böse Frage *ggg

    Ich hab 3 wandelnde Tierarzt-Katastrophen :headbash:

    Biene: findet es grundsätzlich sche...e, von Fremden angefaßt zu werden. Und wenn derjenige dann auch noch nichtmal sich vorstellt oder Leckerli reicht, wird er sehr gerne angeknurrt oder abgeschnappt, wenn er abtastet, ganz besonders, wenns auch noch ein Mann ist. Dabei versucht sie dann aber, in mich reinzukriechen, um der fremden Berührung auszuweichen (Hilfe - scharfe Krallen beim Zwergi!). Kommt auch sehr selten mal ein TA auf die Idee, es mit Leckerli zu versuchen. Letztes Mal hab ich meine vergessen vor lauter schnell-schnell, und dann muß ich sie echt so festhalten, daß die Zähnchen den Doc nicht erwischen.

    Und es geht ihr echt net um die Spritze, die ignoriert sie grundsätzlich, das schein ihr nix auszumachen, das Piekserle, sondern echt die Berührung durch jemanden, von dem sie halt einfach nicht angefaßt werden will. Im Wartezimmer benimmt sie sich - findet´s zwar net toll, weiß sie weiß, was kommt, aber ok. Sie mault keine anderen Hunde an, fiept nicht, will auch nicht zu anderen Tieren hin, das ist da relativ entspannt (ok, für mich zumindest *gg).

    Bossi: kann im Wartezimmer nicht 5 Sekunden die Klappe halten - alles ist furchtbar aufregend, fremde Hunde, fremde Menschen, die begrüßt werden wollen (meint er zumindest), Fraule, die ihn nicht hinläßt zu den möglicherweise kranken anderen Hunden und nein, auch nicht zu Hasen und Katzen (die sind ja net bem Doc, weil sie tot wieder rauskommen sollen oder damit er endlich mal wieder was zu futtern kriegt!). Im Arztzimmer dann selbst freut er sich unbändig über die Aufmerksamkeit der Docs und läßt alles widerspruchslos über sich ergehen und untersucht sämtliche offenstehenden Schränke bzw. Schreibtischschubladen, wenn er hinkommt *gg Selbst als er mal wegen ner Platzwunde 3x getackert werden mußte, bis die Klammer richtig saß, nur ein kleines Aufheulen, aber er wehrt sich net, und findet den Doc hinterher immer noch toll. Aber halt im Wartezimmer, da treibt´s dem Fraule den Schweiß auf die Stirn..... *fiepfiepjaul.... :schweig:

    Frieda: im Wartezimmer geht nur ohne andere Tiere drin, dank ihrer Unverträglichkeit mit Hunden und gewissen jagdlichen Gelüsten *hust.... Ich geh also allein zum Doc in die Praxis, gebe Bescheid, daß wir da sind, und wenn wir dran sind, hol ich die Terroristin aus dem Auto. Vor Ort findet sie alle Leute genauso toll wie Bossi, beschnuppert alle, wedelt fröhlich, allerdings muß ich aufpassen, wenn einer was macht, das ihr nicht paßt. Beim Fädenziehen nach der OP hat sie sich gewehrt, das fand sie blöd: lauter Leute incl. Frauchen, die sie in Seitenlage festhielten, das fand sie echt doof und hat geschnappt. Wir waren da echt zu viert: ich hab den Kopf gehalten, eine Helferin die Vorderfüße nach vorne, die Andere die Hinterfüße nach hinten (alles in Seitlage, weil die Naht halt am Bauch war). Und die Ärztin hat die Fäden rausgemacht, so vorsichtig sie konnte, hat aber a bisserl geschwitzt, weil die Motte eben erstmal nach ihr geschnappt hatte. Klar, die Süße ist blind und hat keine Ahnung, was die Leute da mit ihr für nen Unsinn anstellen. Schmerztechnisch ist auch sie unempfindlich beim Doc, wenns mal ziept, ist net so wild. Nur halt hibbelig aufm Tisch, da ist sie kaum zu halten (wie sonst halt auch *gg), aber freundlich. Mit Leckerli schön ruhigzustellen, wenns ums Impfen geht. Und nach dem Fädenziehen war die Ärztin auch wieder supertoll. ;-)

    Nachdem ich aber net so der Impffanatiker bin und damit nicht jährlich regelmäßig beim Doc aufschlage, und die Hunde ansonsten auch fast noch nie beim Doc waren (also zumindest nicht krankheitsbedingt, nur Bossi wenn er mal ne Macke hatte von ner Klopperei, und einmal Biene wegen vertretenem Fuß), ist die Notwendigkeit auch nicht so groß, da was zu unternehmen, und so ist das anfängliche Training (ab und an zum Doc für Leckerli reingucken) dann irgendwann in Vergessenheit geraten... Also sozusagen 2 mangels Gewöhnung selbstgezogene wandelnde Katastrophen, und eine zugereiste Katastrophe *gg

  • Zitat

    Den Trick wie du das hinbekommen hast, hätte ich gerne.... :ops:
    In unsere was reinzukriegen ist ein Drama...also inklusive drin behalten... :lol:

    Kann ich gar nix für! Die warn schon immer so :D
    Die fressen halt ALLES und zwar wirklich alles.
    Ich brauch bloß "Medizin" sagen, dann kommen sie schon angedackelt und spulen ihr Programm ab.
    Oft kriegt nur einer Medizin, dann kriegt der andere dafür ein Stück TroFU,
    ... weil das geht ja gar nicht, dass einer Medizin kriegt und der andere nicht :headbash:

  • Sam ist auf den Weg zum TA und im Wartezimmer immer völlig entspannt, etwas aufgedreht klar, sind ja meist viele andere Tiere und auch Hunde da. Im Behandlungszimmer gehts auch noch, erst auf dem Tisch geht der Stress los, dann schlottert er immer wie nichts gutes und drückt sich ganz fest an mich und schaut wie er da wieder runter kommen könnte. Er lässt aber auch alles über sich ergehen, nur das Fiebermessen mag er nicht besonders (kann ich irgendwie verstehen :ugly: ) und wenn dann was unangenehmes passiert (Fiebermessen, Spritze o.Ä) dann klettert er direkt danach in meine Arme, wenn ich ihn nicht festhalte krallt er sich regelrecht an meine Brust/Schulter, als er mal eine recht Schmerzhafte Spritze bekommen hat (Antibiotika oder Krampflöser als er seine Kolik hatte, ich weiß nicht mehr welche es war) die im nachgang wohl noch etwas brennt, ist er jaulend in meine Arme gesprungen und hat seinen Kopf in mein Shirt gesteckt und sich feste an mich geschmiegt.

    Ich werde ihm aber wohl mal zur Sicherheit einen Maulkorb kaufen für den TA, als die Notfalls TA bei den Koliken nämlich seinen Bauch abgetastet hat, hat er ganz böse nach ihr geschnappt. k.A ob er das auch bei unserem eigentlichen TA machen würde wenn er Schmerzen hat, aber Sicher ist Sicher in so einem Fall dann eine Sicherung zu haben.

    Und meiner frisst seine Medis auch gerne :D wenn er mit dem Futter fertig ist wartet er schon drauf ^^

  • Also mit Medizin hatte ich bisher auch noch keine Schwierigkeiten. Ob bei Hund oder Katz. Bei den Katzen habe ich gern die "Leckerlie, Leckerlie, Leckerlie, Tablette, Leckerlie" Methode genutzt. Das heißt so schnell wie sie es schlucken konnten Leckerlies regnen lassen und zwischendrin irgendwann die Tablette. Meist wurde es nicht gemerkt. Und wenn doch, dann gab es halt die harte Tour. Katze schnappen, Maul auf, Tablette rein. Meist haben sie erst geschnallt was passiert, als es schon vorbei war.

    Die Hunde fressen Tabletten auch wie ein Leckerlie. Bis auf die Antibiotika haben alle Tabletten bisher einen gewissen Eigengeschmack Richtung Hühnchen gehabt. Und das AB gab es auch einfach rein geworfen.

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