Erfahrungen mit der Diagnose Diabetes insipidus gesucht!!!

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    Hallo Doggies,


    mein Tierarzt hat die Vermutung, dass mein Hund Diabetes Insipitus hat. (für diejenigen, die den Begriff nicht kennen: hat nichts mit Diabetes mellitus=Zuckerkrank zu tun).
    Wie auch immer, um die Diagnose zu bestätigen, muss ich ihm ein bestimmtes Medikament geben (Wirkstoff=Desmopressin). Bei meiner Internetrecherche bin ich nun auf das Medikament Desmotabs gestoßen, ist günstiger als Minirin und Nocutil.


    Wer hat mit seinem Hund Erfahrungen sammeln können, was diese Diagnose angeht, oder evt. auch Erfahrungen mit Fehldiagnose und es war evt. eine andere Erkrankung als Ursache, wie die Prostata usw.???


    Bin momentan etwas ratlos, da ich meinem Hund seit ca. 1 Monat den entsprechenden Wirkstoff: Desmopressin verabreiche, aber sein Trinkverhalten variert doch sehr. Morgen werde ich beim Tierarzt nochmal zur Kontrolle das spezifische Gewicht des Harns kontrollieren lassen. Bin mal gespannt, was rauskommt...
    Aber mein Vierbeiner verhält sich einfach oft seltsam den Tag über, ... ob es die enormen Nebenwirkungen sein können, von dieser Schei...chemie???


    Viele Grüße und gute Nacht :shock:
    Angelika

  • hi,


    zu DI bei hunden habe ich keine erfahrung, litt aber selbst nach einer OP ein jahr lang darunter. deshalb bin ich etwas geschockt zu lesen, dass der TA DI vermutet und du jetzt rumtestest. so was kann den salzhaushalt gewaltig stören und das ist auch nicht ungefährlich.


    ich hoffe, die freundin von pebbles kann dir schnell gute tipps geben!


    grüsse,


    jassex

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  • Hi meine Emma, 8 Monate, hat d.insipidus. Ich weiß noch wie schwierig die Zeit ist in der man rumprobiert und in der sich erstmal scheinbar nix ändert. Kopf hoch das wird. Ist der Urin gelber gefärbt als vorher? Dann schlägt der Wirkstoff an und du kannst davon ausgehen, daß die Diagnose stimmt. Wie oft muß dein Hund raus bzw. wie lange kann er halten? Emma mußte zu schlimmsten Zeiten spätestens nach 30 min raus.
    Wir haben auch als erstes Desmogalen (Desmopresin) als Augentropfen gegeben. Es schlug an aber gut dosieren konnten wirs nicht, da auch immer etwas Flüssigkeit aus dem Auge tropfte. Wir sind dann auf Minirintabletten umgestiegen. Das geht prima.
    Also 1.) die Dosierung der Medis mußt du probieren, das ist langwierig und für jeden Hund anders. Ich kenne einen Labbi, der bekommt einmal täglich 1/2 Tablette 0,1 mg. Emma wiegt 9 kg und bekommt früh und abends 1/2 Tablette 0,1 mg. Ich weiß, das man über den Natriumgehalt im Blut testen kann, wann die Dosis etwa hinkommt, das heißt aber sehr oft Blut ziehen. Was ist besser?
    2.) Der Körper deiner Pelznase braucht ne Weile bis er sich einpegelt. Da gibts so Rezeptoren an der Niere, die ein "Gedächtnis" haben und sich erst "umgewöhnen" müssen. Damit der Wirkstoff wirklich gut greift, brauchts so 6-8 Wochen. Wenn du dann das Gefühl hast, daß es sich normalisiert kannstes für die nächsten 4-6 Wochen so lassen und oft kannst du nach dieser Zeit nochmal runterdosieren. Man sieht ja quasie sofort, obs noch wirkt. Ab und an nochmal die Urindichte messen zu lassen ist sinnvoll. Wir haben so nach 8 wochen über den ganzen Tag verteilt Proben abgegeben, dann kann man erkennen, ob der Spiegel relativ konstat bleibt.
    Emma hat auch ne Weilegebraucht, ehe sie Vertrauen hatte, daß immer was zu trinken da ist und sie nicht mehr auf Vorrat gesoffen hat. Ich hatte das Gefühl, sie hatte sich an die mengen gut gewöhnt, auch wenn sies gar nicht mehr brauchte.
    Ansonsten kann ich dir da nur mut machen. Wenn die schwierige Zeit des Einpegelns vorüber ist, lebt dein Hund ganz normal.


    Schreib mal, wies läuft, Grüße Carla


    PS: gib mal bei Suche die Diagnose ein, da müßte ein älterer Beitrag von mir erscheinen, in dem mir jemand nen link gab: Doc oder Docktor Maus oder so ähnlich. Der war ganz gut.

  • Hallo,
    erstmal danke für eure Beiträge.
    Tierarzt war am Freitag leider nicht zu sprechen, deshalb werde ich erst heute nachmittag die Ergebnisse der Urinprobe erhalten, aber ich merke schon am Verhalten von meinem Hund, dass es anschlägt.
    Er ist jetzt 8,5 Jahre alt, ein Border-Collie Mix und bekommt seit Sommer 2006 Tabletten, weil er eine deutliche Schilddrüsenunterfunktion hat. Ansonsten war aber immer alles ok, deshalb war ich etwas geschockt, dass so plötzlich aus heiterem Himmel die Diagnose DI gestellt wurde. Es gibt ja verschiedene Ursachen für diese Erkrankung, teilweise nach Operationen, oder psychische Ursachen oder eben leider auch ein Tumor.
    Momentan gebe ich meinem Hund alle 8 Stunden 0,1mg Desmotabs, das klappt eigentlich ganz prima, ausser das es mir nicht gefällt, dass ich am Nachmittag immer zu der bestimmten Zeit bei ihm sein muss, damit ich ihm die Tablette geben kann. Zur Zeit arbeite ich zu Hause, da ist das kein Problem, aber das kann auch wieder ganz schnell anders werden.
    Hab schon versucht nur alle 12 Stunden ihm 0,1mg zu geben, aber das reicht nicht aus. Bin nun am überlegen, ob ich die Dosis erhöhe um zu testen, ob es dann alle 12 Stunden klappen könnte.
    Habe in dem anderen Thread den ich eingestellt habe von euch lesen können, dass es anscheinend so was nettes wie einen Tablettenzerteiler gibt. Das wär prima, dann könnte ich es mal mit 2 x 0,15mg versuchen.


    Desmotabs scheint mir übrigens die günstigste Lösung zu sein, im Internet erhältlich für 168,32€ für 90Stk. mit 0,2mg Dosierung. Die Augentropfen habe ich zuerst auch getestet, aber die Verabreichung war nicht ganz einfach, obwohl mein Hund das ganz prima mitgemacht hat, aber es lief doch immer ein wenig aus dem Auge. Ausserdem war das Nocutilnasenspray, welches ich lt. meinem TA ihm ins Auge tropfen soll. Leider steht in den Nebenwirkungen des Nasensprays auch: Häufig tritt Bindehautentzündung auf. Ja und wenn ich das Zeug dann auch noch direkt in die Augen träufle, nee, nee :dagegen: das hat mir nicht gefallen. Deshalb hab ich meinem Tierarzt gesagt, dass ich Tabletten haben möchte, er war erst nicht dafür, weil er keine Ahnung hat, wie sie dosiert werden müssen, aber das wusste man auch bei den Augentropfen nicht, da muss man sich langsam rantasten.


    So weit das neueste von uns,
    liebe Grüße,
    Angelika und Max

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hi,
    na klingt ja prima soweit.
    Also so wie ich das gelesen habe, nimmt der Körper sich solange den Wirkstoff bis er alle ist und dann "schreit" er nach neuem. Das heißt, du kannst auf 2x täglich die höhere Dosis probieren, bei uns funktionierte das gut. Anfänglich hat man da schon eine 30 minütige Verspätung gespührt, aber so nach 8 Wochen regelmäßiger Gabe kann ich das auch mal 1-2 Stunden verzögern. Genau eben aus dem Grunde, man will ja auch mal sein Vergnügen oder schlicht arbeiten. Da muß Hund durch.
    Und son Fallbeil für Tabletten ist supi, ohne dies wäre ich ganz schön aufgeschmissen.


    So, jetzt ist die letzte Runde dran und dann husch husch ins Körpchen. In diesem sinne, Carla

  • Hallo,
    zu allererst mal. Hab zeitgleich zwei Fragen zu z(DI) gestellt. Evt. könntet Ihr Moderatoren diese beiden Threads zusammenlegen? Es gibt mittlerweile doch viele Überschneidungen und ich dachte, wie mir mein TA sagte, das wäre eine seltene Erkrankung nicht daran, das sich doch so einige dazu melden.
    Danke übrigens an euch alle, ich finde es prima, hab schon so einiges erfahren, was ich so über das Internet nicht rausbekommen hab. Merci!!!


    Also, mein Hund Max ist nun bei einem Wert von ca. 1050, was das spezifische Gewicht (gibt an wie sehr der Harn konzentriert ist) des Harns angeht. Bei Hunden gibt es eine Normregel, die dadurch abweichen kann, ob der Hund Nassfutter bekommt, oder Trockenfutter, oder er sich gerade im Sommer oder Winter befindet, dies ist natürlich auch ausschlaggebend, aber es ist ein guter Richtwert: ein Hund trinkt duchschnittlich weniger als 60ml/kg Wasser pro Tag (lt. Veröffentlichung von DIAVET.CH)


    http://www.diavet.ch/d/publikationen/pdf/103.pdf


    Ein sehr informativer Artikel, wenn man sich grundlegend über vermehrten Durst und Harnabsatz bei Hund und Katze informieren will. Dort gibt es einige Richtwerte, die es mir zumindest schon mal vereinfacht haben, eine ungefähre Richtung einzuschlagen.


    Damit kann jeder so ungefähr ein Mass des Durchschnitts-Volumens an Wasser von seinem Hund ausrechnen. Natürlich sei gesagt, ist es etwas anderes ob der Hund den Tag eher ruhig und gemächlich verbringt, oder eher aktiv ist, ob es draussen warm ist, oder gar sehr heiß ist usw. Das alles beeinflusst den Hund "natürlich" und wir als Hundefreunde sind umso mehr dafür verantwortlich, dass wir dem lieben Vierbeiner genau das geben was er braucht, damit er ein artgerechtes Leben führen kann, nicht mehr und nicht weniger.



    So, nun, mein Hund, 28Kg, 8,5 Jahre, ich notiere seit der Vergabe des Medikaments wieviel mein Hund trinkt und beobachte natürlich zeitgleich, ob er evt. Harndrang hat, sprich das er einfach vor sich hinpinkelt, wenn es auch nur ein paar Spritzer sind, usw.


    Hab eigentlich eine gute Kombi gefunden, zw. Medikament und Zeitabstand: alle 8 Stunden 0,1mg Desmotabs. Hund kommt damit super klar, ich denke sogar, dass die Einzeldosis noch geringer sein könnte.


    Da es mir aber auf die Dauer nicht möglich ist die Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen, bin ich wieder zurück auf 2 x 0,1mg (also alle 12 Stunden).
    Nach etwas mehr als einem Tag: Hier zeigen sich aber die Anzeichen bei meinem Hund (Rüde, nicht kastriert), dass er irgendwann (ca. nach 10Std.) anfängt, kleinste Urintröpfchen von sich gibt / beim liegen / beim gehen/. Also, denke ich, das Mass ist erreicht.


    Heute hat mir mein TA gesagt, dass es wichtig ist, das ich versuche rauszubekommen, wann es meinem Hund gut geht und das es mir dabei aber auch gut gehen soll. Naja, würd ich gern...., aber wie beschrieben.


    Ich bin jetzt im Internet auf der Suche nach Informationen zur Wirkungsdauer des Inhaltsstoffes Desmopressin bei Hunden. Könnte ich nämlich morgens die 1,5 fache Dosis geben und dafür braucht der Hund die Medikamention am Nachmittag nicht, sondern erst wieder Abends die 1,5 fache Dosis, dann wär das für uns (mich und Max) ziemlich prima.


    Ausserdem hat mir mein TA nun Teststreifen bestellt, mit denen ich die nächsten Wochen und Monate nun selbst das spezifische Gewicht des Harns(=sprich die Konzentration) beurteilen kann.
    Dann werden wir ca. wenn ansonsten alles klar läuf, alle 6 Monate ein Blutbild machen und überprüfen, wie es unter anderem mit den Elektolyten aussieht.


    Was ich ansonsten noch dazu sagen möchte: Ich hab meinem Hund erstmal Nocutil - Nasenspray (weil TA sagte, das es bei Hund über Nase nicht gut anschlägt) ihm das ins Auge geträufelt. ABER: Der Arzneizettel versprach, unter andernen Nebenwirkungen..... und da gibt es einge, leider, jedenfalls wird wohl häufig auftreten, beim Nasenspray: BINDEHAUTENTZÜNDUNG!!! Ja nun, ich soll ihm das auch noch direkt ins Auge träufeln???? Ich habs einige Tage getan, dann hab ich mich mit meinem TA verständigt und auf Tabl. umgestellt.


    Liebe Grüße,
    Angelika und Max

  • hallo angelika, dein artikel ist sehr informativ, die pdf-datei hab ich auch gefunden, sie ist - wie du richtig sagst - zumindest ein grober anhalt an dosierung.
    was mich sehr interessiert, was es für teststreifen sind, die der ta für dich bestellt, ich selbst habe in verschiedenen apotheken das problem angesprochen und darum gebeten eine lösung zu finden. meine kleine wiegt 12,5 kg, sie ist sehr introvertiert, bei einer blutabnahme beim ta sehen alle aus wie frisch aus dem schlachthof :( - sie wehrt sich mit allen kräften. bei einer 1/2 minirin am abend muss sie spätestens alle 4 stunden nach draussen, wir wohnen in einem hochhaus ;(
    freundliche wedel von haus zu haus - dandie

  • Mh,
    mir hat mein Tierarzt gesagt, es sei ungünstig, daß die Betroffenen bis zum Limit runterfahren sprich, die Tablettengabe nur solang reicht bis die nächste dran ist. Ein bissl drüber wär gut. Also wie bei einer Kurve, wenn sie zu tief absackt, dann muß der Wert erst wieder rauf, und dann noch für die nächsten Stunden reichen-schwierig. Besser sind Gaben 2x täglich. Aber ich hab auch von nem Hund gehört, der mit einer morgentlichen Gabe auskam. Das kommt halt immer drauf an, ob der Hund das ADH noch bissl selbst produzieren kann.
    Spezifisches Gewicht von 1050? Ist das normal? Ich finde es fast schon bissl hoch...Meine hat so 1035 bis 1040 und TA meinte, das wär gut so.
    Bei den Trinkmengen hab ich folgendes gefunden: 60-80 ml pro kg sind normal (je nach Lebensumständen, also Trockenfutter, Sommer,...)In Ausnahmefällen auch mal 100 ml. Ich freu mich, wenns max 80 ml pro kg sind, aber mittlerweile ist sie bei 60 ml pro kg.
    Mir ist bisher nur einmal passiert, daß ich zu viel gab. Emma hatte Magenprobleme und ich sollte ausschließlich Naßfutter geben. Daran, daß ich vielleicht runterdosieren müsse (weil se trinkt ja da weniger), hab ich nicht gedacht. Es ist nix passiert, aber zum pieseln mußte ich sie ganz schön überreden :)


    So, muß jetzt auf Arbeit.
    Grüße Carla

  • danke für alle tips - meine kleine war heute nacht trocken von 23.00 bis 6.00 - strahle - morgens und abends 1/2 minirin, das scheint es zu sein und zu funktionieren - :freude:

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