Der neue Hund im Freundeskreis
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Deine Freundin ist uneinsichtig und von daher wirst Du kaum an der Situation was ändern können.
Ich würde Ihr "Hilfe" anbieten und zwar in der Form, dass Du den Althund - vielleicht vorübergehend ganz, oder zumindest tagsüber - zu Dir nimmst. Damit wäre wenigstens einem Hund geholfen.
Sehen könnt Ihr Euch dann trotzdem bei regelmässigen Spaziergängen.
Ansonsten Anzeige beim Veterinäramt - gnadenlos im Interesse der Hunde!
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Hallo,
hast du hier Der neue Hund im Freundeskreis schon mal geschaut ?*
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Zitat
Wir haben nochmal miteinander gesprochen. Sie sagt, dass es Sinn macht, ihn so einzusperren. Ich sage, dass das schlimm ist und es andere Wege gibt.
Tjoa. Keine Ahnung.Es macht ja auch Sinn. Aber eben nicht so dauerhaft.
Hast du ihr denn die anderen Wege auch gesagt? Das Kindergitter haben wir ja nun mehrfach genannt, ist natürlich noch fraglich ob der da nicht drüberhüpft... Aber auch dafür gäbs Möglichkeiten das höher zu machen.
Nur muss man das auch so sagen und erklären."Was hältst du denn von Kindergitter in der Tür? Dann kann er sich bewegen und der Alte tut ihm trotzdem nix?"
So halt.Wenn sie natürlich überhaupt nicht mehr reagiert auf deine Vorschläge würde ich ihr dann auch direkt sagen das es verboten ist was sie tut und das die Trainerin, wenn sie sowas empfiehlt, ja nicht die tolle Leuchte sein kann.
Es darf einfach nicht sein das der Neue 18 Stunden am Tag in der Box ist.
Nur: Ist er das auch wirklich? Hat sie dir bestätigt das er wirklich nur 6 Stunden da raus darf?
Oder hat sie gesagt das sie 6 Stunden mit ihm arbeitet und du gehst davon aus das er nur diese Zeit raus darf?An die, die gleich das melden würden: Es geht auch um Beweise!
Wenn hier ein Missverständnis vorliegt und der Hund garnicht so lange in der Box ist dann hat man eine Freundschaft einfach so zerstört weil man nicht wirklich nachgefragt hat.
Und ja, menschliche Sozialkontakte sind wichtig!
Das einzige was wir hier wissen ist das wir nix genaues wissen! Auf der Basis dieser dürftigen Informationen gleich zum Amt zu raten und dazu die Freundschaft zu kündigen finde ich zuiemlich heftig. -
Das kann man jetzt sehen, wie man will.
Tatsache ist, dass Boxenhaltung, ob es jetzt 18 Stunden oder auch nur 8 Stunden sind, laut Tierschutzgesetz verboten ist.
Es gibt es Mindesmaß an Grundfläche die einem Hund zusteht und die gilt es einzuhalten.
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Dieser Hund hätte nur an eine erfahrene Person möglichst als Einzelhund vermittelt werden dürfen und das das Tier nachdem es solange in der Box sitzt austickt, darf einem nicht wundern im Gegenteil. Er wird sehr wahrscheinlich auch mitbekommen, dass sein "Gegner" immer draußen ist und nur er in der Box hocken muss, das schürt nochmal extra in diesem Konflikt. Wäre es meine Freundin gäbe es ein Gespräch und danach würde mich an den Tierschutz Verein wenden von der der Hund kommt und wenn sich da nichts tut wäre ich beim Amts Vet.
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Es ist euch aber schon aufgefallen das eher der alte Hund das Problem ist?
Sie schrieb deutlich das der Neue den Alten akzeptiert, der Alte aber tierisch angepisst ist.
Ja, es gibt ein Grundmaß. Und? Wir wissen nicht wie lange der Hund wirklich in der Box ist!
Denn solange die Freundin nicht wirklich bestätigt das der Neue solange in der Box sitzt brauchen wir uns hier garnicht aufregen. Noch weiß es keiner sicher.Das größte Problem was ich hier sehe ist die Bevorzugung des alten Hundes. Der hat ein Problem mit dem neuen in der Wohnung und der Neue muss dann in die Box.
Da würde ich dringend mehr Management betreiben oder aber den Neuen abgeben. Nur, wenn sie wirklich der einzige Platz für diesen Hund ist...
Wie gesagt, mehr Management. Und vor allem mehr eingrenzen den Alten, denn es liest sich als ob der weiter alles darf und das geht eben nicht. Wenn der Alte kontrolliert und eingrenzt ist eben er das Problem an dem gearbeitet werden muss und nicht einfach den Neuen wegsperren.Ich wiederhole mich: Gib die Vorschläge mit Kindergitter weiter.
Sag ihr das es nicht okay ist den Alten zu vorzuziehen.Und wenn das nix bringt, dann musst du eben einschreiten.
Aber nicht "einfach so" weil sich hier ein paar aufregen, obwohl wir alle hier nicht wissen wie die 2 Hunde drauf sind und was die Freundin wirklich macht. -
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Du beschreibst einen Hund, der mit meinem aktuellen Pflegehund übereinzustimmen scheint - nur 'meiner' verträgt sich wirklich mit gar keinem anderen Hund - und ich halte ihn nicht 18 Stunden lang in einem Kennel. Was mich stutzig macht, ist, dass es draussen offenbar zu funktionieren scheint, drinnen aber nicht. Wenn ein Hund wirklich unverträglich ist und mit Tötungsabsicht handelt, würde es mich wundern wenn er da noch gross selektieren würde - ausser vielleicht bei gewissen Herdenschutzhunden, die ihr eigenes Territorium verteidigen wollen. Ich frage mich auch, ob der Neue denn ohne Weiteres so still akzeptiert, dass da noch ein anderer Hund in der Wohnung ist, wenn er diesem doch angeblich ans Lebendige will? Oder kläffen die beiden sich einfach stundenlang an?
Es ist nicht in Ordnung, einen Hund für so lange Zeit im Kennel zu halten, aber ich glaube auch, dass Du mit Vorwürfen nicht weit kommen wirst. Kindergitter oder geschlossene Türen sind erst einmal eine gute Idee, besser als ein Kindergitter sind übrigens zwei übereinander. Über ein Gitter kann ein 25 Kilo Hund sicher drüber wenn er denn möchte - bei zweien übereinander wird das schon etwas schwieriger.
Ich 'verstehe' andererseits auch Deine Freundin und die Trainerin. Solche Hunde sind wirklich dem Tod geweiht, wenn sich keiner findet, der sie aufnimmt. Und man kann sie auch nicht jedem geben, der gerne eine 'so eine arme, arme Hundeseele' retten will. Das muss jemand sein, der wirklich aufpasst, dass nichts passiert und sich jederzeit nicht nur des Risikos bewusst ist, sondern auch weiss, dass und wie er den Hund im Notfall halten kann und wie in bestimmten Situationen zu handeln ist. Als Trainerin bist Du also froh, wenn Dir jemand begegnet, der es mit so einem Hund zumindest versuchen möchte. Da nimmst Du dann halt mangels Alternativen auch in Kauf, dass der Hund eben für eine Weile nur im Kennel sitzt. Ob sich das lohnt, oder ob man den Hund gleich einschläfern lassen soll, kann jetzt jeder für sich selbst entscheiden. Deine Freundin versucht zu helfen, und wird sich Ähnliches überlegt haben.
Ihr gleich die Freundschaft zu kündigen, fände ich doch etwas hart. Als Freundin kannst Du sie vielleicht überzeugen, dass es bessere Mittel und Wege gibt - ein ganzes Zimmer abzutrennen und zwischen den Hunden abzuwechseln, zum Beispiel.
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Also. Ja, der Hund ist nach ihrer Aussage 6 Stunden am Tag außerhalb der Box und den Rest der Zeit drin. Das hat sie genau so gesagt. Es sei die einzige Möglichkeit, dass er runterkommt und wie ich heute erfahren habe, sich selbst nicht massiv verletzt und beißt und war nicht sauber. Meine Frage nach einer tierärztlichen Abklärung wurde mit "Muss noch gemacht werden." beantwortet. Diese Information mit der Selbstverletzung war ihr aber auch neu, sie hat aufgrund meines "Gemeckers" nochmal genauer nachgehakt.
So ein Kindergitter existiert, hat aber keinen Einfluss auf die Hundehaltung. Die räumliche Situation ist in der Wohnung auch etwas schwierig, 3 Ebenen, keine Türen, Treppen, Gitter... Wasweißich. Und der Alte ist ein sehr kontrollierender Rüde und glotzt auch und droht, wenn der andere frei läuft und er in seiner Box ist.
Sorry, wenn ich das vergesse habe zu erwähnen, aber hier ist auch gerade so total viel los. Miezekatze und so.
Und nochmal: Der Status unserer Freundschaft steht hier nicht zur Debatte. Nur wie ich ihr helfen kann, diesen Hund besser zu halten... oder seine Situation zu verbessern. Sie ist ein guter Mensch und will nur Gutes, sie ist nicht 15 und völlig verantwortungslos und hört auch zu, wenn ich etwas sage. Wir sind jedoch erwachsen und wenn sie es anders sieht, wird sie es anders machen. Und ich weiß halt auch nicht, ob ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe. Nur ich finde es falsch, was sie macht. Und ganz allein bin ich damit nicht.Der Alte wird vorgezogen. Das soll auch so sein, sagt sie. Rudelstellung. Ihr Opa ist etwas sehr Besonderes für sie und kein Hund wird ihm je das Wasser reichen können. Ich hab mich bei dem Neuen auch gewundert... er wär viel mehr mein Beuteschema als ihres, wenn man seine Problematik mal außer acht lässt. Jung, wild, verspielt, lernt schnell... sie bevorzugt alte, ruhige Hunde. Die Wildheit nervt sie an Lotte manchmal.
Dass der Hund in Tötungsabsicht handelt kommt von der Trainerin. Mehr kann ich dazu nicht sagen, nur dass ich außerhalb des Fernsehens noch nie eine solche Aggression gesehen habe.
Heute hatten wir keine Zeit, morgen wollen wir nochmal in Ruhe telefonieren. Sehen können wir uns ja gerade auch nicht.
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Ohje, soll heißen das sie nichtmal alle Informationen von der Orga oder woher auch immer sie den Hund hat bekommen hat?
Eine so offene Wohnung ist zwar schön, aber für so eine Situation natürlich doof. Da müsste man ja wirklich umbauen um trennen zu können. Das geht halt nicht.
Rudelstellung... Oh man. Sie ist der Chef und ja, der Alte darf auch weiter ihr Liebling sein. Aber dennoch hat der die Backen zu halten wenn sie den Neuen haben will.
Ist halt so, das muss sie regeln und nicht der Hund.Wenn der Hund dermaßen verstört ist das er sich selbst verletzt sollte wirklich dringend der Tierarzt ran.
Es gibt auch ein paar Verhaltenstierärzte, die wären bei der Sache sicher hilfreicher als die Trainerin die nichtmal alle Infos weitergibt...Hier gibts 2 Fakten:
1. Ein Hund der töten will akzeptiert nicht einfach so nen alten Hund.
Ich glaube nicht das der Neue wirklich so drauf ist, denn grade alte Hunde sind ja oft genug körperlich so unterlegen das sie "bevorzugte" Opfer sind.
2. Die Boxenhaltung ist nicht okay. Sie muss sich was anderes ausdenken, so geht das nicht weiter.
Auch wenn der Hund spezielle Bedürfnisse an Enge hat, um zur Ruhe zu kommen braucht er mehr als 6 Stunden außerhalb.Wie sieht es denn nun wirklich aus bei ihr?
Geht der Alte auf den Neuen los? Würde einer der 2 über Hindernisse springen?
Meine Idee wäre da so ein Welpenauslauf, am besten eine große Ecke damit abtrennen und dort die Box rein.
So kann der Neue selber in die Box und hat dennoch mehr Platz zur Verfügung.
Und eben den Alten in die Schranken weisen. Denn so geht das wirklich nicht, der Neue wird nie runterkommen können wenn er vom Alten immer bedroht wird. Das ist für beide Hunde immenser Streß und sie muss das regeln!
Auch zum Wohle des Alten!Zum Sehen: Da hatte ich ja schon was zu geschrieben, wenigstens ab und zu mal ohne Charlotte hingehen oder aber mit Charlotte nur den Alten abholen. Ohne Kontakt zum Neuen.
So sehr ich meine Hunde liebe, sie gehen nicht ein wenn sie mal woanders sind damit ich einen Menschen treffen kann der mir wichtig ist.Ich hoffe das sie einen Weg findet für sich und beide Hunde.
Leider ist Dortmund einfach zu weit weg. -
Jetzt wirds langsam unheimlich - das klingt immer mehr nach meinem aktuellen Pflegekandidaten. Auch der hat sich so massiv selbst verletzt, dass er an der Rute amputiert werden musste. Auch der konnte nicht runterfahren sondern war immer auf Draht und bei jedem noch so klitzekleinen Geräusch war der wieder auf 180. Während solche Hunde tatsächlich viel Ruhe und geschlossene Rückzugsräume brauchen, ist ein Kennel dennoch zu klein. Zuviel Platz lässt sie aufdrehen, aber bei zu wenig Platz entwickeln sie mit der Zeit nur noch schlimmere Stereotypien. Lässt sich denn nicht einmal das Bad abtrennen? Da hätte der Hund (hoffentlich) wenigstens etwas mehr Platz als in einem Kennel.
Unserer hat nie einen Kennel von innen gesehen - das hätte die Verhaltensstörung nur noch verschlimmert, oder er hätte sich eine neue nette und unerwünschte Beschäftigung gesucht. Er erhielt immer nur so viel Platz, wie er gerade verarbeiten konnte. Anfangs war das ein relativ kleiner Raum, dann wurde 'sein Areal' um die Küche erweitert, dann ums Wohnzimmer, etc. Heute können wir auch die Türen zwischen den Räumen offen lassen ohne dass er gleich überfordert ist und über Tisch und Bank geht. Das war aber ein sehr langer Prozess. Er war sehr geschickt und nur ein riesiger mit Rohrisolation gepolsterter Halskragen konnte ihn davon abhalten, sich an seiner Rute zu vergehen. War der Kragen zu kurz, hat er sich sogar mit dessen Enden die Rute beschädigt... Dank viel Auslastung läuft dieser Hund heute ohne Kragen herum und zeigt keinerlei Anzeichen seiner ehemaligen Stereotypie mehr, es sei denn, er kommt in einen ganz besonders hohen Stresszustand. Unser Exemplar hier ist hoch intelligent, er braucht häufig nur drei, vier Wiederholungen um einen neuen Trick zu lernen, der dann auch sitzt. Logischerweise lernt er auch Unerwünschtes genau so schnell. Weniger kreative Hunde machen hingegen oft weniger Probleme. Ist das vielleicht beim neuen Hund Deiner Freundin auch so?
Was die Rudelstellung betrifft: das machen Hunde sowieso unter sich aus (auch wenn man sich im angelsächsischen Raum mittlerweile fragt, ob Hunde überhaupt Rudeltiere sind oder nicht doch eher einfach in losen Verbänden zusammen leben) und darauf hat man als Besitzer sehr wenig Einfluss. Im Gegenteil: versucht man Einfluss zu nehmen, indem man den einen besonders schonen will, zwingt man den eigentlich dominanteren immer wieder dazu, den anderen in seine Schranken zu weisen. Akzeptiert man hingegen die Dinge, wie sie eben sind, ist das häufig gar nicht nötig. Deine Freundin trägt also mit ihrem Verhalten unter Umständen sogar aktiv dazu bei, dass sich die Hunde nicht verstehen werden. Nur weil man selbst beschlossen hat, dass der Neue gefälligst die zweite Geige zu spielen hat, weil der andere zuerst da war, älter ist und man ihn sowieso lieber hat, heisst das nicht, dass der Neue das auch so sieht...
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Also, ich schließ mich da den Anderen an mit der Aussage: ein Hund, der draußen einen anderen akzeptiert, will ihn nicht töten. Punkt. Was sollte ihn daran hindern, selbiges zu tun, wenn er draußen ist und an den rankommen kann??
Daß der Hund mit Sicherheit ein anderes, größeres Problem hat, ist klar, wenn der sich auch selbst verletzt hat. Diese Trainerin meines "Vertrauens" hätt mich zum letzten Mal gesehen - keinen PFENNIG würd ich der mehr in den Hals stecken, wenn sie mir diese Verhaltensstörung (die Selbstverletzungen) unterschlagen hätte! Der arme Kerl muß dringend zur Verhaltenstherapie, da würd ich nix selbst dran rumdoktern.
Ich selbst habe seit inzwischen 5 Jahren mit meiner Frieda einen Hund, der auf andere richtig aggressiv reagiert. (ich bekam sie mit 8, also nicht mehr die Jüngste, Jagdterrier-wer nimmt sowas-, seit 7 Monaten nur in ner Box, weil sie andere Hunde in der Auffangstation angriff, und sie war damals schon blind...).
Ich wußte das auch vorher schon. Ich war ein bißchen übermütig, das hatte man von Bossi im Tierheim auch schon gesagt, daß der mit anderen Hunden nicht könnte. Alles Quatsch, er war halt ein bisserl leinenpöbelig und machomäßig drauf und wußte nicht, wie man das Wort "Benehmen" schreibt - aber das war´s auch schon. Seit er ausgelastet ist und ein bisserl Benehmen kennt, ist das alles kein Thema mehr, der läßt sich zwar gern mal provozieren und krempelt dann die virtuellen Ärmelchen hoch, aber der ist und war auch noch nie einer, der andere Hunde absichtlich beschädigen würde. Also, gemäß dem Motto "bei Bossi wars auch nur viertels so schlimm, als die im Tierheim das erzählt hatten", dachte ich mir "das kriegen wir schon...." Ich sag ja, übermütig war ich......
Aber: es ist möglich, solch einen Hund zu halten, auch wenn man ander Hunde hat. Ich hab nur eine Wohnung, kein Haus - aber zumindest hast Du geschrieben, daß die Besitzerin auch ein Schlafzimmer mit Türe hat. Warum muß der Hund in die Box, wenn er im Schlafzimmer sein könnte? In der Box hat der Andere alle Möglichkeiten, ihn zu mobben: fixieren, seine Individualdistanz unterschreiten, anmaulen, vor ihm herstolzieren etc., ohne daß der sich wehren kann! Und dann wundert sie sich, wenn der sonst eingesperrte Hund losgelassen wird, daß der dann auf andere Hunde losgeht? Oh je.....
Meine Frieda hat das ganze Schlafzimmer zur Verfügung, darf da auch auf dem Bett rumliegen, und fühlt sie so pudelwohl. Ist Besuch da (v.a. neugierige Kinder, die die Nase reinstecken wollen könnten und dann das Schließen wieder vergessen könnten), wird das Zimmer abgeschlossen und ich steck den Schlüssel ein, damit nichts passieren kann. Gassi wird getrennt gegangen mit ihr, Hundebegegnungen gemanaged, da haben wir lang dran gearbeitet, weil ich ja auch erstmal rausfinden mußte, was am besten hilft, die Situation möglichst ruhig überstehen zu können - dem Hund, aber auch mir. Das wird bei diesem Hund sicherlich anders sein als bei Frieda (v.a. kann das andere Ursachen haben, wenn da noch die Selbstverletzungs-Problematik dazukommt). Auch kann ich Frieda mit ihren knapp 9 Kilo sicher einfacher beherrschen, wenn sie mal nen Ausraster kriegt, als einen 25-Kilo-Hund *gg...... (nebenbei bemerkt: ich kenn kein Kindergitter, das das Gewicht eines 25-Kilo-Hundes, der ausrastet, aushalten würde - die Dinger werden doch nur zwischen die Türrahmen gespannt, oder? Da sollte man schon auf "Nummer sicher" gehen.)
Ich habe Frieda auch schon aus ner Beißerei mit Bossi (in ihren ersten Tagen bei uns, war der erste Versuch, die zwei Kontakt aufnehmen zu lassen, mit nem Zaun dazwischen - aber der hat die Terrine schlichtweg nicht interessiert... *gg) einfach rausgenommen, gepackt und fertig. Da hatte ich auch nicht lange überlegt, ob ich mich das jetzt traue oder nicht, oder ob die schnappt.
Es mag anstrengend sein, ja, weil man getrennt Gassi gehen muß, kostet halt Zeit, und man muß mit dem Hund arbeiten. Ziel: "Box ist unnötig" innerhalb absehbarer Zeit. Also keine 5 JAhre Boxenhaltung oder so!
Frieda konnte von Anfang an problemlos daheim alleine bleiben, das war unser großer Vorteil. Inzwischen hat sie gelernt, mir so weit zu vertrauen, daß sie ein kurzes Anschnuppern fremder Hunde hinnimmt, ohne gleich auszurasten, und ohne Streß zu empfinden, das war mir wichtig - kein Panik-Durchfall mehr nach jeder Hundebegegnung, kein Geschrei mehr ( das war früher kein Kläffen, sondern panisches Geschrei, alle haben mich dann immer angekuckt, als hätt ich den Hund geprügelt, weil die so schrie, wenn ihr ein Hund auf 5 Meter in die Nähe kam, sie war wirklcih außer Rand und Band, ich konnte sie kaum halten, hat gezappelt wie ein Fisch auf dem Trocknen, wenn ich sie hochnahm in so ner Situation, und war noch nach der Begegnung minutenlang unfähig, sich zu beruhigen). Aber es ist durchaus möglich, ohne sich der Tierquälerei schuldig zu machen, wenn man willens ist, die Situation zu optimieren, soweit das irgendwie geht. Auch Frieda hat ab und an "Boxenknast" - aber die Box ist nen Meter breit, entsprechend tief und hoch, da würde sie dreimal reinpassen, und die Zeit ist eben sehr begrenzt. Wenn ich mal die Wohnung durchlüfte, oder wenn sie nen Fleischknochen futtert (die geht damit aufs Bett, wenn ich net guck - igitt....). Oder wenn meine Tochter net daheim ist, und alle drei in meinem Zimmer schlafen sollen, weil ich ungerne immer Hunde aussperre nachts - dann sind inzwischen (nach langem Training) alle drei total entspannt, wenn Frieda mal in der Box schläft, und die beiden Anderen in meinem Bett. Die Box gibt ihr die Sicherheit, daß keiner sie meucheln möchte, und die anderen Beiden wissen, daß die da nicht rauskommt.
Gestern am frühen Abend hab ich meine Schwester besucht und hatte alle drei dabei. Da stand Frieda dann halt in der Box im Garten und chillte im Halbschatten, während die anderen beiden mit Schwesterchens Welpen frei laufen durften. Sie mag ihre Box. Bin dann auch zweimal zwischendurch mit ihr ne Runde übers Feld gelaufen, damit sie genügend Bewegung hatte, bis wir heimgefahren sind. Ich kann sie also auch zu anderen Hundebesitzern mitnehmen, solang die anderen Hunde sie nicht direkt vor ihrer Box "belästigen" oder sie anbellen und um sie herum wild bellend getobt wird. Es geht alles, klar, mit Management - aber darauf war ja Deine Freundin auch vorbereitet, wie Du schreibst.
Bei diesem Hund wäre mein erster Gang nochmal der zu der Trainein - die soll gefälligst jetzt -letzte Chance (!)- ALLE Karten auf den Tisch legen, den Hund betreffend. Nicht, daß da noch andere Baustellen verschwiegen wurden. Mit der Drohung, wenn die Freundin noch IRGENDWAS rausfindet, das unterschlagen wurde, würde sie ihr den Hund wieder kommentarlos vor die Tür stellen (auch, wenn sie das so nie tun würde...). Ich wäre sowas von sauer, wenn das einer mit mir gemacht hätt, echt..... Je mehr sie erfahren kann über Herkunft und bisheriges Schicksal des Hundes, desto besser kann der Verhaltenstherapeut einschätzen, wie man daran später wird arbeiten können.
Dann der nächste Gang ins Internet, sich über Verhaltenstherapeuten mit anständiger Ausbildung informieren. Leute, die mit Problemhunden erfolgreich gearbeitet haben. Aber nicht mit Prügel, sondern mit Verständnis und fundiertem Hintergrundwissen. Evtl. kann hier im Forum noch wer nen Tip geben in Deiner Nähe - aber ich würde für so nen Hund und erste Tips auch gern weiter fahren, solang ihm dann nur geholfen werden kann. Man muß ja nicht dreimal die Woche hinfahren zum Training, man kann auch zusammen den Hund angucken, Trainingsansätze erklärt kriegen, einüben, und in den folgenden Wochen daheim dann umsetzen, evtl. mit zusätzlicher Mail-Beratung des Trainers nach dem Termin, so als Coaching halt. Bis zum ersten Termin Hund genau beobachten, wie reagiert er in welcher Situation, was hat man vorher mit ihm gemacht etc. Auch daraus kann man Hinweise erarbeiten, wie man am besten an die Probleme rangeht.
Man muß auch dann ein bisserl ausprobieren, was dem Hund in welcher Situation am besten hilft, sich zu beruhigen. Kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein.
Gab´s schon nen "Generalcheck" in Sachen Gesundheit? Die Schilddrüse wird ja hier im Forum oft genannt, kann wohl Usache für alle möglichen Verhaltensauffälligkeiten sein. Da gibts aber bestimmt noch mehr Möglichkeiten. Diesen Check würde ich vor jeder Verhaltenstherapie machen wollen, weil kein Verhaltenstherapeut der Welt hormonell oder generell gesundheitlich bedingte Auffälligkeiten wegbekommen kann, die körperliche Ursachen haben. Evtl. sagt Dir der Verhaltenstherapeut dann auch direkt, auf was man den Hund untersuchen sollte.
Wenn Deine Freundin wissen möchte, wie ich Frieda so weit gekriegt habe, daß wir zumindest einigermaßen ruhig Gassi gehen können und nicht allen Leuten mit Hund ausweichen müssen, kann ich das gern nochmal beschreiben, notfalls per PN - ich habs hier schonmal mehr oder weniger lang und breit geschildert im Forum, weiß aber nimmer, wo, sonst könnte ichs verlinken. Aber bei Interesse schreib ich nochmal bissel was zusammen. Aber eine generell Lösung aller Probleme kann das in dem Fall sicherlich nicht sein, weil diese Unverträglichkeit ja nicht das einzige Problem ist, und sie daher evtl. auch Ursachen dort haben kann, wo auch die Selbstverletzung herkommt. Das würde also allenfalls erstmal den Umgang erleichtern, aber nicht die Arbeit am eigentlichen Problem ersetzen - wobei ich die Selbstverstümmelung eindeutig bei der Behandlung prioriseren würde, weil gefährlicher für den Hund, und evtl. auch sogar damit die Ursache für die Unverträglichkeit sich erledigen würde, wenn beides dieselbe Ursache haben sollte.
Aber der wichtigste Punkt ist echt der erste Satz in diesem Beitrag von mir: der Hund will nicht andere töten. Evtl. sogar nur Verhalten aus Unsicherheit? Die Selbstverstümmeln könnte auch einfach aus Streß resultieren, könnt ich mir vorstellen - aber das ist nur eine Vermutung, bitte nicht drauf versteifen.... ;-) . Das muß dann der Profi entscheiden.... Und dann auch der Halterin beibringen, daß der alte Hund keine Prinzenrolle mehr haben darf. Ich denke auch, daß sie sich mit diesem Verhalten auch die Situation unnötig verschärft. Klare Regeln für die beiden in der Wohnung, ja, unbedingt - aber nicht in der Form, daß der Neue ne schriftliche Genehmigung des Alten fürs Einatmen braucht! Das hat der Alte nicht zu regeln.
So - habe fertig meinen Roman ;-)
Gib ihr doch mal diesen Thread zu lesen, vielleicht hilft Dir das bei Deiner Überzeugungsarbeit! Deine Freundin soll nicht gleich aufgeben....
Tip: geh beim Diskutieren mit ihr weg vom Thema Box, zeig ihr besser Möglichkeiten, wie es machbar wäre, und was sie tun kann. Biete an, zum Termin mit der Trainerin mitzukommen.Damit zeigst Du, daß Du auch in schwierigen Zeiten für sie da bist, hilfst damit ihr und auch dem Hund (weil Du evtl. was ändern kannst, wenn Du für sie da bist), und sie akzeptiert Deine Tips sicher eher, als wenn Du nur Kritik anbringen würdest. Die Tips, den alten Hund mal zum Gassi mitzunehmen etc., die hier schon gebracht wurden, sind ne tolle Idee.
Das mit dem Ordnungsamt o.ä., das würde ich erstmal lassen - erst als letztes Mittel, wenn echt nichts anderes hilft, und die Freundin so uneinsichtig wäre, daß auch kein Gesundheitscheck gemacht würde oder ein Trainer nicht konsultiert würde, dann kann man mit sowas immer noch drohen. Aber bislang erst 2 Wochen Boxenhaltung in einer schwierigen Situation, die sie so spontan nicht anders zu managen in der Lage ist, rechtfertigen in meinen Augen nicht gleich eine Anzeige gegen eine gute Freundin!
Solche rigorosen Tips werden dem Hund (und um den geht es doch hier, oder?) nicht zu einer besseren Situation verhelfen - denn Alternative wäre ein weiterer Besitzerwechsel (und wer nimmt so nen Hund???) und damit verbunden erneut massiver Streß für den ohnehin schon verhaltensauffälligen Kerle, oder gar das Tierheim, wenn keiner den Hund nimmt. An die Schreiber solcher Tips: wäre das besser?? Glaubt Ihr echt, daß sich da dann schneller jemand findet, der auch noch kompetent genug ist, das zu händeln?
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