Der neue Hund im Freundeskreis

  • Danke für eure Meinungen und für die "Bestätigung", dass ich nicht überreagiere. Charlotte wird diesen Hund nicht kennenlernen. :sad2:

    Zitat

    Wäre es eine gute Freundin von mir, würde ich klar mit ihr reden:

    - Hund so lange in einer Box ist ein No-Go
    - Wieso so einen unverträglichen Hund, wenn der Rentner noch da ist?
    - Wie sie sich das mit der Freundschaft und den Treffen vorstellt

    Was einen belastet, sollte zwischen Freunden ausgesprochen und nicht in einem Forum diskutiert werden, sorry

    Exakt dieses Gespräch hat 3 mal stattgefunden. Ich war klar und deutlich. Auch bevor der Hund endgültig da war. Ich habe genau diese Fragen gestellt. Die Antwort war: "Das findet sich. Das brauch Zeit." Desweiteren gehts mir nicht um: Meine Freundin ist doof, weil... ist sie nicht. Ich verstehe sie nur nicht. Mir geht es, wie ich es auch formulierte darum, wie ich mit dem Wissen um die Haltung dieses Hundes umgehen soll und ob meine Einschätzung nicht übertrieben ist.
    Sonst: Ja, der Hund ist nach ihren Aussagen (Ich bin nicht den ganzen Tag da.) täglich 6 Stunden außerhalb der Box. Das macht 18 Stunden in der Box. Mittlerweile hat er Spielzeug, wenn er draußen ist, bekommt was zu knabbern. Er kommt jetzt auch nachts mit ins Schlafzimmer. In der Box.

    Über die Trainerin kann ich nichts sagen. Sie hat keine Internetseite, man kann keine Telefonnummer rausbekommen, ich kenne nur den Namen und den ungefähren Ort. Sie bräuchte das nicht, sie bezieht ihre Kunden durch Mundpropaganda und könnte sich sonst nicht retten vor Arbeit. Kann stimmen, kann nicht stimmen.
    Sie arbeitet wohl mit mehreren Tierheimen der Umgebung auf und sozialisiert schwierige Hunde von dort.
    Warum sie diesen Hund bekommen hat? Keine Ahnung. Das Wort "Einschläferung" schwebte im Raum, weil er eben so aggressiv mit anderen Hunden ist. Zu Menschen ist er nett und offen und verspielt.

    Den Kontakt habe ich jetzt erstmal unterbrochen, aus Selbstschutz. Nicht endgültig natürlich. Ich hab sie selhr lieb und es gibt ein Leben neben Hunden. :) Aber jetzt brauche ich Abstand.
    Desweiteren werde ich jetzt mal anonym einen Tierschutzverein anrufen und mich informieren, was davon überhaupt für die relevant wäre.

    Es ist alles so... bäh. :sad2:

  • Zitat

    Wir kennen ja die genauen Hintergründe nicht, darum finde ich es schwer darüber zu urteilen.

    - Hat sie vorher schon mit dem Neuen gearbeitet?
    - Gab es einen Versuch der Zusammenführung außerhalb der Wohnung auf neutralem Gebiet?
    - Wie sieht der Plan aus? Wielange soll das so gehen?
    - Gibt es überhaupt Hunde, die der Neue akzeptiert?

    Die Situation klingt so ungünstig und tatsächlich sogar fast unglaublich... Ein Minimum wäre doch, dass der Neue ein Zimmer für sich bekommt - wenn der Sichtkontakt zum Alten gegeben sein soll eben mit einer Gittertür.

    Ich kann verstehen, dass du deine Freundin nicht vor den Kopf stoßen willst und ich unterstelle jetzt einfach mal, dass sie nur FÜR den Neuen Hund handeln will und ihm die Chance auf ein neues Zuhause geben will, die er vielleicht sonst nicht hätte. Es wäre meiner Meinung nach aber deine Aufgabe als Freundin mit ihr zusammen nach Lösungen zu suchen. Biete ihr an mit ihr zusammen spazierenzugehen: Sie den Neuen und du den Alten Hund an der Leine. Diskutiere mit ihr Alternativen zum Zimmerkennel durch: Gibt es ein Zimmer, einen Garten, eine Terasse? Suche mit ihr zusammen ein neues Zuhause für den Neuen: Anzeigen schalten etc....
    Nur Vorwürfe helfen nicht weiter und verhärten die Fronten, aber wenn man befreundet ist, sollte man miteinander reden können.

    Ja, sie kannte den neuen Hund schon. Sie sind zusammen Gassi gegangen und die beiden Hunde kommen klar, außerhalb der Wohnung. In der Wohnung ist der Alte einfach nur angepisst, was der Neue da will. Der Neue (Ich hab ein bisschen Angst Namen zu schreiben wegen der Googlebarkeit.) akzeptiert den Alten. Sonst aber wohl keinen Hund.
    Der Plan ist "zwei Hunde in Einzelhaltung". Also einer in der Box, der andere raus. Und tauschen. Wobei der Alte bevorzugt wird. Es ist eine offene Wohnung, Türen gibts nur im Bad und im Schlafzimmer. Kein Garten, Stadtwohnung im 3. Stock.

    Und ja, sie will FÜR den Hund handeln. Sie liebt ihre Tiere. Ich habe ihr bisher ohne Bedenken meinen Hund auch tagelang überlassen... und da bin ich seeehr komisch, wer Charlotte sitten darf. Ich nehm mir jetzt ein paar Tage und schaue dann mal.

    Danke!

  • Zitat


    Und ja, sie will FÜR den Hund handeln. Sie liebt ihre Tiere. Ich habe ihr bisher ohne Bedenken meinen Hund auch tagelang überlassen... und da bin ich seeehr komisch, wer Charlotte sitten darf. Ich nehm mir jetzt ein paar Tage und schaue dann mal.

    Danke!


    Einen Hund täglich 18 Stunden in einer noch dazu viel zu kleinen Box zu halten ist Tierquälerei. Und wenn es zehnmal meine Freundin wäre, ich würde da nicht so lange tatenlos zusehen. :gott:
    Wie lange geht das eigenlich schon so? :fear:

  • Das klingt für mich nach "da waren die Augen grösser als der Magen".
    Mein erster Hund war ähnlich drauf und wollte bei anderen Hunden echten Schaden anrichten. Ich hatte ihn im TH kennengelernt und dachte mir "das geht schon, wenn man da nur geduldig ist und vernünftig erzieht". Er hat das sein Leben lang nicht abgelegt und war immer eine Riesenverantwortung mit anderen Hunden.
    Der Unterschied war, dass wir keinen anderen Hund hatten...

    Es hört sich so an als mochte sie den Hund, wollte helfen, hielt vielleicht recht viel von sich als Hundehalterin, und ist vielleicht von dieser Trainerin darin noch bestätigt worden. Und mit den beiden Hunden draussen klappte es ja auch - "das wird schon gut gehen". Und jetzt hat sie den Salat, ist überfordert, und versucht sich das mit Argumenten wie "das braucht halt Zeit" und "ist immer noch besser als Tierheim/Einschläfern" zu rechtfertigen. In Tierheimen gibt es viele, viele solche Interessenten für total ungeeignete Hunde, und normal ist es Aufgabe des Tierheims, da zu filtern.

    Ich finde, Du machst das richtig, ihr zu zeigen, dass das in Deinen Augen gar nicht geht, aber trotzdem die Freundschaft zu erhalten. Freunde sind ja weder dazu da, einander in die Pfanne zu hauen, noch um einander beim S****ss bauen zu bestätigen.
    Sie ist ja nicht doof, sie wird schon wissen, dass das so nicht ok ist. Vielleicht ist sie dazu zu bewegen, sich ein Zeitlimit zu setzen, bis wann diese Haltung aufhören muss. Sie wird ja nicht warten wollen bis der alte Hund stirbt (, oder?)
    Oder sie trennt Teile der Wohnung mit Babygates ab. Das geht. Haben wir auch grade für das Baby gemacht, und unser Haus ist auch sehr offen gebaut.

  • Zitat


    Ja, sie kannte den neuen Hund schon. Sie sind zusammen Gassi gegangen und die beiden Hunde kommen klar, außerhalb der Wohnung. In der Wohnung ist der Alte einfach nur angepisst, was der Neue da will. Der Neue (Ich hab ein bisschen Angst Namen zu schreiben wegen der Googlebarkeit.) akzeptiert den Alten. Sonst aber wohl keinen Hund.
    Der Plan ist "zwei Hunde in Einzelhaltung". Also einer in der Box, der andere raus. Und tauschen. Wobei der Alte bevorzugt wird. Es ist eine offene Wohnung, Türen gibts nur im Bad und im Schlafzimmer. Kein Garten, Stadtwohnung im 3. Stock.

    Wenn die Hunde draußen miteinander zurecht kommen, dann müsste doch das Ziel sein, dass man sie auch in der Wohnung - zumindest unter Aufsicht - frei laufen lassen kann. Dass es zum Erreichen dieses Zieles Zwischenlösungen braucht ist nachvollziehbar, aber so kann die Zwischenlösung eben einfach nicht aussehen. Als Dauerlösung ist es schon dreimla unmöglich!
    Hat die Frau denn keine Zimmertüren?

  • Also, in einem hat deine Freundin ja recht: Das braucht Zeit!

    Der Hund ist noch nichtmal eine Woche da, natürlich betreibt sie jetzt erstmal nur Management, wenn auch eher.. naja... suboptimal...

    Wie wäre es denn wenn du anstatt "Das geht aber doch so nicht!" mit Vorschlägen kommst?
    Sowas wie: Kindergitter einsetzen! Damit hat sich das Problem mit der offenen Wohnung zum Teil erledigt, die Hunde können sich auch besser aneinander gewöhnen als per Box. (Cherubina hats ja auch geschrieben: Damit ein Zimmer abgrenzen, sozusagen ein Zimmer zur "Box" machen)
    Den Neuen an die Hausleine legen, sodaß sie jederzeit eingreifen kann.
    Maulkorb! Wichtig, der Hund wird so oder so einen tragen müssen draußen wenn der so drauf ist. Das ist ja erstmal ein Management und Kennenlernen, also gut sitzenden Maulkorb drauf damit man nix bereuen muss!

    Und, nimm es bitte nicht persönlich, aber woher weißt du das der Neue jeden Hund töten will?
    Hast du ihn in Aktion gesehen? Ist das die Einschätzung der anscheinend doch etwas dubiosen Trainerin?
    Gab es je Vorfälle die wirklich von diesem Hund ausgingen?
    (Ich habs einfach zu oft gehört das Hunde so wären, dabei wars ganz oft einfach eine Fehleinschätzung.)

    Das du deine Charlotte da nicht mit reinnehmen willst ist verständlich, mit einem zarten Hund muss man einfach mehr aufpassen.
    Aber grade wenn der Alte und Charlotte sich so gut verstehen, warum bietest du deiner Freundin nicht an das du den Alten abholst zum Spazierengehen?
    So ist sie etwas entlastet, der Alte beschäftigt und Charlotte glücklich.

    Ebenso wäre es doch schön wenn du Charlotte mal zuhause oder so lässt und zusammen mit deiner Freundin und den beiden Kerlen zusammen gehst.
    So kannst du dir ein echtes Bild davon machen wie die 2 draußen drauf sind und wenn das draußen klappt ist die Chance eben doch recht groß das es auch irgendwann drinnen klappt. Besonders da die "Gefahr" ja wohl eher vom Alten ausgeht der seine Wohnung für sich will. Aber auch alte Hunde können lernen das es da nun eben noch wen anders gibt.

    Du schreibst ja das der Neue den Alten akzeptiert. Dann kann der Neue ja nun nicht so brandgefährlich sein.

  • Ich würde deiner Freundin auch konstruktive Vorschläge vorschlagen:

    -Kindergitter wie schon geschrieben oder wenn das von der Raumaufteilung gar nicht möglich ist, dann könnte man beide auch innen an eine Lange Leine legen (oder nur den neuen) oder zumeindest ein Welpenauslauf der recht groß ist, wäre schon eine Verbesserung.
    -Hund tierärztlich (beim Verhaltenstierarzt) vorstellen: http://www.gtvt.de/10/verhaltenst…ihrer-naehe.htm
    -Abwechseln, mal der einen Hund im Schlafzimmer, mal der andere oder sowas. Schon das Bad wäre ja besser für den Hund als die mini-box
    -usw...

    Edit: Du kannst ihr ja auch vorschlagen, dass du mal oder regelmäßig auf den alten aufpasst, dann kann sie intensiv mit dem neuen arbeiten, er kann die Wohnung erkunden usw.

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