Welpen wie lange alleine lassen - ist es verwerflich?

  • Wenn für dich ein erwachsener Hund in Frage kommt dann guck doch einfach mal bei Beagel in Not so wie milaundgino geschrieben hat. Da gibt es nicht nur "Problemfälle" die abgegeben worden sind. Und wenn da einer dabei ist der das Alleinsein kennt, dann sollte nichts mehr im Wege stehen.

    Trotzdem solltest du einen Plan B haben. Sprich mit dem Lebensgefährten deiner Mutter ob er auf den Hund in der Zeit wo du weg bist, aufpasst.

  • Hallo zusammen,

    ja, der Lebensgefährte von meiner Mutter mag Hunde. Er hatte vor einigen Jahren selbst einen Hund. Das wäre Plan B und auch nur für die Zeit, bis der Hund alleine bleiben kann. In zwei Jahren wechsele ich die Uni. Hab sie dann direkt vor der Haustür und wäre höchstens 2-3 Stunden weg. Zwischendurch könnte ich immer nach Hause.

    Warum es unbedingt ein Beagle sein muss?
    Zum einen gefällt mir das Äußere. Sie sind nicht zu gross, nicht zu klein. Auch, dass ihr Fell eher kurz ist. Zum anderen auch das aktive Wesen. Ich bin viel und gerne draußen unterwegs. Schwer zu beantworten diese Frage....das ist so, wie wenn man Fragen würde, warum manche Menschen den deutschen Schäferhund oder den Dackel bevorzugen. Es macht einfach Klick ;-)

    Zu der Frage warum es denn unbedingt ein Welpe sein muss...
    Weil ich ihn von Anfang an erziehen möchte und würde. Ich würde sein Wesen von Anfang an prägen. Bei einem erwachsenen Hund weiß man nie wirklich worauf man sich einlässt. Man weiß nie, was dieser Hund in seinem Leben erlebt hat und wie er reagiert. Gut, er kann dann vielleicht nach einer Eingewöhnungsphase alleine bleiben....aber was ist, wenn er noch andere Probleme hat....die erst nach und nach sichtbar werden.

    Ich verstehe aber nicht, dass man Beagles gleich als "schwer erziehbar" darstellt. Ich bin der Meinung, dass es fast nur auf die Erziehung des Hundehalters ankommt. Es gibt fast / kaum hoffnungslose Hunde oder Rassen. Ich habe im Anfangsthread geschrieben, dass unsere Hündin ein Pit-Bull Mitschling war. Mein Gott, mit welchen Vorurteilen wir manchmal "kämpfen" mussten.
    Unsere Hündin hatte einen sehr liebenswerten Charakter. Mochte andere Tiere, Kinder und wurde von einem Dackel gebissen. Soviel zur "Rassenfeindlichkeit".

    Ich habe mich bei Beagle in Not umgeschaut und es wäre zur gegeben Zeit sicherlich eine Alternative.

  • Zitat



    Warum es unbedingt ein Beagle sein muss?
    Zum einen gefällt mir das Äußere. Sie sind nicht zu gross, nicht zu klein. Auch, dass ihr Fell eher kurz ist. Zum anderen auch das aktive Wesen. Ich bin viel und gerne draußen unterwegs. Schwer zu beantworten diese Frage....das ist so, wie wenn man Fragen würde, warum manche Menschen den deutschen Schäferhund oder den Dackel bevorzugen. Es macht einfach Klick ;-)

    Ich verstehe aber nicht, dass man Beagles gleich als "schwer erziehbar" darstellt. Ich bin der Meinung, dass es fast nur auf die Erziehung des Hundehalters ankommt. Es gibt fast / kaum hoffnungslose Hunde oder Rassen. .

    Du musst beim Beagle aber aufgrund des Jagdtriebes schon mit einiger Arbeit rechnen. Ich kenne Beagle die können nie ohne Schleppleine laufen....Nur mal zum Nachdenken.
    Mittelgroße Hunde mit kurzen Haaren die aktiv sind gibt es auch im Tierschutz sehr sehr viele

  • schwerer erziehbar heißt ja nicht gleich hoffnungslos. Aber ein Hund, der für die Jagd gezüchtet wurde, hat nunmal Jagdtrieb, den man nicht unterschätzen sollte. Und nun ist der Beagle soweit ich weiß nicht nur Sichtjäger, sondern spürt Wild mit der Nase auf - wenns dumm läuft gehst du also mit dem Hund raus, seine Nase klebt am Boden und er ist weg. Dafür wurde er gemacht. Und das soll er auch noch möglichst selbstständig tun - die Kooperationsbereitschaft mit dir ist also weniger ausgeprägt als bei anderen Rassen, die dazugezüchtet wurden, mit dem Menschen Hand in Hand zu arbeiten wie zB. Hütehunde. Und das macht es einfach ein Stück weit schwerer.

    Deswegen sind es ja nicht gleich schlechte Hunde. Man muss eben wissen worauf man sich einlässt, wenn man das mag, wieso nicht?

  • Hm,es ist nicht alles Erziehungssache,viele Hundeeigenschaften sind Hunden einfach in liebevoller Züchterarbeit angezüchtet worden. Du kannst Spezialisten nicht einfach umerziehen.
    Das ist kein Vorurteil wie es beispielsweise bei den Sokas vorkommt.
    Wenn du weisst,daß du den Hund alleine lassen musst würde ich keinen Beagle nehmen.
    Denn das sidn wirklich Meutehunde.

  • Zitat


    Warum es unbedingt ein Beagle sein muss?
    Zum einen gefällt mir das Äußere. Sie sind nicht zu gross, nicht zu klein. Auch, dass ihr Fell eher kurz ist. Zum anderen auch das aktive Wesen.

    Zitat

    Mittelgroße Hunde mit kurzen Haaren die aktiv sind gibt es auch im Tierschutz sehr sehr viele

    Danke orangina, das ist ein wichtiger Hinweis. :gut:

    Zitat


    Zu der Frage warum es denn unbedingt ein Welpe sein muss...
    Weil ich ihn von Anfang an erziehen möchte und würde. Ich würde sein Wesen von Anfang an prägen. Bei einem erwachsenen Hund weiß man nie wirklich worauf man sich einlässt. Man weiß nie, was dieser Hund in seinem Leben erlebt hat und wie er reagiert. Gut, er kann dann vielleicht nach einer Eingewöhnungsphase alleine bleiben....aber was ist, wenn er noch andere Probleme hat....die erst nach und nach sichtbar werden.

    Dafür wirst du bei deinem Welpen auf Probleme / Macken stossen mit denen du niemals gerechnet hättest. Schau dich hier um, das Forum ist voll davon. Und ich behaupte mal dass der Großteil der hier schreibt sich schon auch nach bestem Wissen und Gewissen bemüht hat bei der Erziehung. Niemand kann bei der Hundeerziehung alles richtig machen, wir sind alle nur Menschen. :wink:
    Der einzige Unterschied: bei einem erwachsenen Hund weisst du es vorher, die Tierschutz Mitarbeiter können dir das schon sagen. Bei den meisten TH-Hunden ist die Vorgeschichte ja bekannt. Und man kann auch gut abschätzen ob ein Hund z.B. geschlagen wurde oder so. Du musst ja keinen nehmen, der eine schlimme Vorgeschichte hat, die meisten werden abgegeben wegen Scheidung, Wohnungswechsel, Berufswechsel von Teil- auf Vollzeit, Schwangerschaft oder einfach keine Lust mehr auf den Hund. Das sind die häufigsten Gründe! Das ist für den Hund nicht schön, aber traumatisiert ist er deswegen nicht. Und du kannst immer die Schuld beim Vorbesitzer suchen. :wink: :D

    Zitat


    Ich verstehe aber nicht, dass man Beagles gleich als "schwer erziehbar" darstellt.


    Nicht schwer erziehbar, aber anspruchsvoll. Und wahrscheinlich nicht passend für deine Situation.

    Du schreibst du wechselst in zwei Jahren die Uni und dann wäre es leichter, weil du mehr Zeit hast.
    Ich weiß das willst du jetzt garnicht hören / lesen, aber warum wartest du dann nicht diese zwei Jahre noch ab?

  • Als Kaya bei uns einzog, war sie neun Wochen alt und auch ich hatte nur drei Wochen Zeit das Alleinesein zu üben. Anschließend sollte sie vier Stunden alleine bleiben. Natürlich hatte ich einen Plan-B. Anfangs hat meine Nachbarin mehrfach nach Kaya gesehen und für den Fall dass sie geweint hätte, hätte sie Kaya mit zu sich genommen. Das war aber nicht ein einziges mal notwendig. Es hat vom ersten Tag an geklappt. Kaya hat, wenn sie alleine ist, nicht das ganze Haus zur Verfügung, sondern nur das Wohnzimmer. Dort fühlte sie sich von Anfang an sicher und geborgen und hat sich wohl gefühlt. Nicht ein Möbelstück ist ihren Welpenzähnchen zum Opfer gefallen. Natürlich war Kaya am Anfang noch nicht stubenrein und konnte die vier Stunden nicht einhalten. Das war mir aber nicht so wichtig. Ich habe das kommentarlos weg gemacht und fertig. Mir war wichtig dass es ihr gut geht und sie nicht weint wenn niemand zu Hause ist. Stubenrein war sie dann trotzdem mit 16 Wochen.
    Heute ist Kaya fast fünf Jahre alt und für mich der tollste Hund der Welt.

    Du siehst also es kann durchaus gut klappen. Ich sehe deine Situation für einen Welpen gar nicht so schwarz, vorausgesetzt der Lebensgefährte deiner Mutter ist zuverlässig und ein Hundebaby ist für den Fall aller Fälle bei ihm in guten Händen.
    Was den Beagle betrifft, da gehe ich mal davon aus, dass du dich mit den Rasseeigenschaften gut auseinander gesetzt hast und wenn es bei dir klick gemacht hat, dann bleib dabei. Egal was andere dazu sagen, denn am Ende musst du mit deinem Hund glücklich sein und niemand anderes.

  • Zitat

    Hm,es ist nicht alles Erziehungssache,viele Hundeeigenschaften sind Hunden einfach in liebevoller Züchterarbeit angezüchtet worden. Du kannst Spezialisten nicht einfach umerziehen.
    Das ist kein Vorurteil wie es beispielsweise bei den Sokas vorkommt.
    Wenn du weisst,daß du den Hund alleine lassen musst würde ich keinen Beagle nehmen.
    Denn das sidn wirklich Meutehunde.

    Danke :gut:

    Wenn alle Hunde gleich (gut) für alles und jeden wären, gäbe es ja keine Rassen.

    Die Aussage "jeder Hund ist erziehbar" was man nun unter Erziehung auch verstehen mag, ist genauso ein Vorurteil.

  • also schwer erziehbar sind beagle definitiv nicht. man muss nur wissen wie. gino läuft von welpen beinen an frei und bei mila hab ich die eine zwei wochen, nach ihrem einzug abgemacht. die beiden beagle, die ich früher im hundesport geführt habe, sind nur bei mir frei gelaufen. die besitzer können und wollen sie nicht ableinen.

  • Wenn der Lebensgefährte bereit ist, bei der Welpenaufzucht mitzumachen, wenn Du nicht da bist, halte ich das für eine schöne Lösung; ich würde das machen. Entweder passt der Lebensgefährte die gesamte Zeit über auf den Hund auf oder er holt ihn nach ein, zwei Stunden aus der Wohnung und kümmert sich um den Kleinen.

    Das hätte mit meinen Hunden problemlos funktioniert; mein Jüngerer ist z.B. mit 9 Wochen eine Stunde und manchmal auch ein paar Minuten länger allein geblieben, wenn ich mit der Großen unterwegs war. Mit 14 Wochen war er mehrere Stunden täglich in meinem Haus und Garten unter fremder Aufsicht, während ich gearbeitet habe, und geschadet hat es weder ihm noch unserer Beziehung... :D .

    Ob das mit einem Beagle klappt, würde ich - wie hier schon geraten - mit einem (seriösen) Züchter der Rasse besprechen.

    Gegen einen etwas älteren Welpen wäre ja auch nichts einzuwenden; auf den Vermittlungslisten der Zuchtvereine stehen häufig ältere Welpen, die noch keinen Käufer gefunden haben. Ich finde auch nicht, dass man in den ersten zwei, drei Monaten so wahnsinnig viel verpasst ;) .

    Viele Grüße
    Schnuffeltuchler

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