Training bei Hitze? Spinnen die, oder ich?!?

  • Also ich trainiere mit meiner Hündin bei der Hitze sicher auch nicht, aber aus dem Grund dass sie mir da zu wenig Dampf hat.

    Sie läuft mit, macht auch was ich von ihr verlange mit Begeisterung, aber man merkt einfach dass sie schneller schlapp ist und somit auch die Konzentration schneller nachlässt.
    Gewisse Dinge brauchen eben mehrere Wiederholungen und wenn der Hund sich dann schon nach zehn Minuten mit der Bestätigung in den Schatten flüchtet, :hot2: habe ich auch keine Lust mehr.

    Gestern Abend haben wir dann erst um 20.00 Uhr angefangen zu trainieren (anstatt sonst 14.00 Uhr), dafür dann eben bis 01.00 Uhr nachts. Muss man durch :p
    Die Hunde waren drauf wie die Irren und es war ein richtig geiles Training.

  • Zitat


    Wenn du schreibst "Pensum herabspulen", Helfstyna, das hört sich ja auch nicht nach super tollem Spaß an, sondern eben danach, dass die Hunde es bei der Hitze abrufen, weil manes von ihnen verlangt, das würdenmeine auch, aber es geht ja darum bewusst für das Wohldes Hundes zu entscheiden, ob es nun wirklich bei dieser Hitze sein muss, wennes nicht unbedingt erforderlich ist.

    Nö das bewertet nicht die Qualität sondern einfach die Quantität des Trainings und die damit verbundene Anstrengung für den Hund.

    Und für mich ist diese Unterscheidung zwischen Spaß und Arbeit zu menschlich gedacht.
    Für den Hund ist es körperlich egal ob er jetzt wirklich Schafe hütet bei 35° oder einen Parcours läuft, nur die menschliche Einstellung zum Thema macht da einen Unterschied. Denn bei der Arbeit brauche ich mich nicht vor anderen zu rechtfertigen, was muss das muss eben und beim Sporthund habe ich dann aber dutzend Leute die eben die moralische schwingen.

    Ich war letztes Jahr LGA Bayern, die Leute die da gestartet sind haben teils jahrelang dafür gearbeitet da hin zu kommen. An dem Tag brannte die Sonne mit 36° vom Himmel.
    Und nu?
    Jahrelanges Training, unzählige Stunden Arbeit und ne gute Stange Kohle die man für das ganze ausgegeben hat in den Wind schießen, weil es heiß ist? Die Hunde waren es alle gewöhnt und keiner hatte ein Problem, so what.

    Unbedingt erforderlich ist es nie, wenn ich einen reinen Spaßhund zum eigenen Vergnügen habe.
    Ich sehe nur nicht ein, wieso Hund nicht arbeiten soll, wenn er problemlos dazu in der Lage ist, denn "Spaß machen" ist ja auch immer extrem subjektiv und ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass keinem Hund das Training durchgängig Spaß macht.

    Aber das ist vermutlich eine Frage der inneren Einstellung, ich sehe das Training halt nicht nur als reine Hundebespaßung.

  • Zitat

    Aber das ist vermutlich eine Frage der inneren Einstellung, ich sehe das Training halt nicht nur als reine Hundebespaßung.

    Ich glaube dass genau das, es ausmacht.

    Ich würde nur wegem Wetter (jetzt mal ausgenommen schlimme Unwetter) nie das Training sausen lassen.
    Aber ich bin natürlich froh dass wir alle dann lieber am Abend trainieren und das Ganze einfach verschieben können. :D

  • Ist der Vorteil einer kleinen Gruppe Ina :D
    Wenn wir um 13 Uhr mit der Fährte anfangen und volles Programm fahren, sind wir gegen 22 Uhr mal fertig, ich denke da würden uns einige Leute was husten, wenn wir erst um 20 Uhr beginnen, die könnten dann am Hundeplatz duschen und direkt weiter zur Arbeit :lol:

  • Ich komme grad mit meinen beiden vom Hundeplatz: Sonne, über 30°C...

    Wir haben um 10 Uhr angefangen und haben nur ein wenig Spaßtraining gemacht. Mit beiden 10 Minuten für die BH üben und Agi-Hund Smilla durfte dann noch insgesamt 3 Mal den Parcour laufen mit Pausen und Abkühlung im Pool. Ansonsten gab es Sitzen im Schatten und Quatschen.

    Für Smilla war es unheimlich wichtig und sie ist jetzt sehr zufrieden, auch wenn wir effektiv heute nicht wirklich viel dazugelernt haben (obwohl, die Ablage hat heute echt gut geklappt). Wir haben am Mittwoch das Training ausfallen lassen und Donnerstag und Freitag haben die Hunde sowieso immer Sparprogramm. Darum war sie heute richtig gut drauf und ist auf dem Platz erstmal minutenlang Runden geflitzt und hat jeden Hund einzeln begrüßt. Ihr macht die Hitze deutlich weniger aus als mir und sie hatte einiges an überschüssiger Energie, die raus musste.

    Dennoch treiben wir es natürlich nicht auf die Spitze und es ist jetzt eine Wohltat im kühlen Haus zu Faulenzen.

  • Ja Arbeitshunde muessen. Kein RH-Fuehrer kann sich erlauben bei einem Einsatz zu sagen 'Och noe...heut isses zu heiss!'. Die Hunde werden also daran gewoehnt und ich sehe keinen Grund wieso die das lernen koennen, Sporthunde aber nicht.

    Hier ist morgen ab 12 Uhr Training. Erst UO, dann SD. Ja es wird an den Hund, seinen HF und den Helfer angepasst, aber es wird definitiv trainiert. Danach gehen die Hunde in den Bach und kommen in den Schatten - wenn nicht schon im Schatten trainiert wird.
    Kalle wuerde ich aktuell nicht im SD arbeiten, weil der keinerlei Kondition mehr hat. Bei Pan sieht es anders aus.

    In der prallen Sonne 1 Stunde durch'arbeiten' wuerde ich meine Hunde auch nicht. Allerdings arbeiten die bei keinem Wetter 1 Stunde durch :p

  • Zitat

    Nö das bewertet nicht die Qualität sondern einfach die Quantität des Trainings und die damit verbundene Anstrengung für den Hund.

    Und für mich ist diese Unterscheidung zwischen Spaß und Arbeit zu menschlich gedacht.
    Für den Hund ist es körperlich egal ob er jetzt wirklich Schafe hütet bei 35° oder einen Parcours läuft, nur die menschliche Einstellung zum Thema macht da einen Unterschied. Denn bei der Arbeit brauche ich mich nicht vor anderen zu rechtfertigen, was muss das muss eben und beim Sporthund habe ich dann aber dutzend Leute die eben die moralische schwingen.

    Ich war letztes Jahr LGA Bayern, die Leute die da gestartet sind haben teils jahrelang dafür gearbeitet da hin zu kommen. An dem Tag brannte die Sonne mit 36° vom Himmel.
    Und nu?
    Jahrelanges Training, unzählige Stunden Arbeit und ne gute Stange Kohle die man für das ganze ausgegeben hat in den Wind schießen, weil es heiß ist? Die Hunde waren es alle gewöhnt und keiner hatte ein Problem, so what.

    Unbedingt erforderlich ist es nie, wenn ich einen reinen Spaßhund zum eigenen Vergnügen habe.
    Ich sehe nur nicht ein, wieso Hund nicht arbeiten soll, wenn er problemlos dazu in der Lage ist, denn "Spaß machen" ist ja auch immer extrem subjektiv und ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass keinem Hund das Training durchgängig Spaß macht.

    Aber das ist vermutlich eine Frage der inneren Einstellung, ich sehe das Training halt nicht nur als reine Hundebespaßung.


    Realy? Das wäre aber dann verdammt schade......

    Ich kann schon nachvollziehen, wenn man aktiv und ernsthaft "Hundesport" betreibt, was erreichen möchte, zu den Besten gehören möchte, dass man da gewisse Strapazen in Kauf nimmt....verstehen kann ich's hingegen nicht....das ist kein Angriff, oder so.....ich verstehe es nur einfach nicht... Ich betreibe selber Sport und gehe an meine Grenzen....in diesem Zuge "Hundesport" bedeutet aber, dass EIN ANDERER durch mich an seine Grenzen geht, und diese Grenzen bestimme ich. Klar macht der Hund (die meisten) mit und zeigt sich bis zum Äußersten freudig, weil er halt freudig ist, geil aufs Training, was ja auch antrainiert ist, weil er Action hat etc.... Ich kenne einige Hundesportler, die sehr verbissen mit dieser Thematik umgehen und schon fast vergessen haben, dass nicht SIE SELBST den Sport machen und den Hund als eine Art Sportinstrument ansehen.... ER muss Leistung bringen und die bringt er auch, bleibt ihm ja garnichts anderes übrig :D

    Der beste Kommentar eines Hundesportlers: "Ja, dann soll er halt umfallen, dann war er nicht hart genug....der nächste Wurf wartet schon"

    Wir gehen auch gerne Bergwandern und das auch noch im Sommer und klar, packt das ein Hund und fällt nicht gleich tot um......startet man halt schon um 7 los, ist mittags eingekehrt und wandert gemühtlich nachmittags wieder zurück, oder sucht sich eine Strecke mit viel Wald etc.....mein Hund rennt dennoch alle paarhundert Meter in den Schatten und flackt sich bauchlängs in das kühle Gras, sofern vorhanden. Das macht er von sich aus, bereits in der Früh bei ca. 18° C also, wird es ihm angenehm sein und so soll er machen. Er müsste jetzt nicht, nur weil ich das will, darauf verzichten. Hunde passen sich extrem an und können Einiges ab, und ob ein Hund dem oder dem gewachsen ist, soll jeder Hundehalter selbst entscheiden.... ich möchte meinen auf jeden Fall nicht triezen..... der hat's ech schon so schwer mit mir :headbash:

  • Wenn ich Schäfer bin und mit einer Herde ziehe, dann muss der Hund auch mit klar.
    Aber muss ich Spasstraining machen bei diesen Temperaturen?

    Muss ich um 14:00 einen Hund ausbilden?

    Auch meinen Hütehund habe ich nicht bei 36 Grad ausgebildet. Ganz einfach auch natürlich, weil die Schafe dann inSchwierigkeiten kommen. Muss man aber eine Herde einsammeln oder mal umweiden...tja dann habe ich das entweder früh morgens oder spät abends gemacht.


    Ich finde ein Agi Tunier würde eher gehen als ein Training.

    Den Geräten macht die Sonne nichts, ein Durchlauf dauert nicht lange. Da ist die Hitzebelastung nicht so hoch.

    Ob man bei 36 Grad eine Fährtenübeung machen muss, sei dahingestellt, Wir haben in unserer Rettungshundestaffel in der Sparte Mentrailing das Training angepasst und immer individuell zum Hund (jung/alt-erfahren/unerfahren) abgestimmt.

    Ob das in herkömmlichen Sportgruppen so läuft? und ist die Wichtigkeit eines Agitrainings so hoch, dass man bei den Temperaturen trainieren muss?

    Wenn man gezielt trainieren möchte, dass der Hund auch einsatzbereit ist, egal wie das Wetter ist...bitte...aber dann sehr verkürzt und sehr angepasst.

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