Training bei Hitze? Spinnen die, oder ich?!?

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    machen die HUNDEsport für ihren Hund oder ihren kühlen Bierkonsum?

    Berechtigte Frage :gut: :D

    Ich hätte heute normalerweise auch drei Trainings. THS und BH-Vorbereitung mit dem Großen und Jughundekurs mit der Kleinen. Der Junghundekurs wurde schon abgesagt (obwohl ich da wenig Bedenken hatte und hingegangen wäre). Die Trainings für meinen Rüden lasse ich aber heute auch ausfallen. Er arbeitet schlecht und unkonzentriert bei Hitze, weil er das einfach nicht gut verträgt. Er würde mir jetzt sicher nicht zusammenklappen oder sich verweigern, aber schönes, gemeinsames Arbeiten mit Spaß bei der Sache sieht einfach anders aus. Das mute ich dem Kerl nicht zu, wenn ich das entscheiden kann. Und mir auch nicht, denn mir bringt es garnichts, wenn mein Hund eine total schlampige Unterordnung läuft, weil er lieber in den Schatten möchte und ihm das alles einfach nur unangenehm ist.

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    Also ich bin bei Arbeitsdiensten auch immer da, aber darum geht es in dem Thema ja nicht, wovon ein Verein lebt,
    aber ein Hundeverein lebt auch von seinen Hunden und deren Haltern und dann sollte einem auch deren Gesundheit nicht egal sein.
    Ich brauche auch das Agi nicht, aber wir hatten eben bisher Spaß dran, ich und die Hunde, genauso wie an der Unterordnung, aber doch nicht bei solchen Temperaturen.

    Finde ich sehr richtig. Und beim deutschen Wetterchaos kann es ja auch vorkommen, dass es nächste Woche wieder schön kalt und trocken ist :D . Da schadet der eine Tag ohne Training bestimmt nicht. Ich habe aber auch sehr nette und verständnisvolle Leute und Trainer im Verein, die mich und meinen Hund genau kennen. Wenn ich da wegen sowas absage wissen die, dass das schon Hand und Fuß hat und sind nicht sauer oder werfen mir irgendwas vor.

    Ich möchte auch mal kurz darauf hinweisen, dass sich auch für mich der Parcours und die Hürdenhöhe für einen Anfänger ziemlich happig anhören. Ich habe selber vor, meine Kurze im Agi auszubilden, würde aber auf jedenfall davon absehen, den Hund zu früh über zu viele und zu hohe Hürden zu schicken. Bei usn gibt es spezielle Anfängerkurze mit wenigen Hindernissen, niedrigen Hürden und lösbaren aufgaben für die Beginner. Du hast schon recht mit deinem Gefühl, dass das zu hoch und zu viel ist. Finde super, dass du die Sprünge für dich dann einfach runtermachst. :smile: Allerdings sollte ein vernünftiger Trainer das von sich aus tun...

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    Leider habe ich nur diesen Verein in der Nähe, aber langsam denke ich, dass ich meine Hunde auch allein beschäftigt bekomme. Ich dachte halt, es wäre schön, in der Gruppe undim verein..naja

    Es IST auch schön in einer Gruppe. Aber die sollte man sich eben gut aussuchen. In deinem Sinne und im Sinne des Hundes. Da würde ich auch ein paar Kilometer für meine Trainings fahren, um das zu gewährleisten.

  • Ja Streichelmonster, danke für deinen Beitrag.
    Du hast auch vollkommen Recht, ich würde auch die 40 km fahren, echt wahr, aber mit meiner Arbeit ist es leider nicht vereinbar.
    Klar ist die Sprunghöhe zu hoch, ich arbeite auch beim Tierarzt und deshalb mache ich sogar für meine ältere Hündin die Sprünge niedriger, sie ist 5 Jahre und kannnatürlich auch 60cm springen, aber im Training finde ich, muss sie das nicht, es gibt für mich keinen Grund, da tut es für meine ältere Hündin auch weniger Höhe.
    Und für die junge sowieso. Dann scheinen es mir keine guten Trainer zu sein, ja sie haben nichts dagegen, die Sprünge runterzumachen, aber sie sagen auch nicht von sich aus ( es sind ja mehr Anfänger da im training, die erst vor vier Wochen in die Gruppe gekommensind) " Die Anfänger machen jetzt die Sprünge runter, das ist besser usw"
    Wennes nach mir ginge, dann würde man sichauch vorher aufwärmen....klar passiert bei ein paar Hopsern nichts mit dem Bewegungsapparat, aber warum zum Einstieg nicht ein paar Dehnübungen, ein wenig schnelleres Laufen und dann erst beginnen...ach alle Vorschläge werden da nicht angenommen, kann es ja verstehen, ich binda nun auch erst seit einem halben Jahr jetzt, aber ich wundere mich eben, warum alle nur ihren Stiefel durchziehen und nicht auch mal offen für Vorschläge sind...

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    Wenn ein Training so wie von dir beschrieben aussieht, dann läuft da eh was schief, egal bei welchen Wetter. :D
    Der Trainer sollte immer auf die einzelnen Paare eingehen und da entstehen dann automatisch nur kurze Sequenzen und Pausen für jedes Paar. Schatten lässt sich ja immer bewerkstelligen. Dann muss sich der Verein halt mal zusammensetzen und für ein paar Sonnenschirme zusammen schmeißen. Den Vorschlag könnte die TE ja mal machen statt einfach ständig nicht zum Training zu erscheinen.
    Wenn ständig wer fehlt, wäre unsere Trainerin auch angesäuert. Die verlässt sich ja auch drauf, dass die Leute erscheinen.

    Richtig....aber, es läuft bei sehr vielen Vereinen etwas schief....auf dem Platz, an dem ich letztes Jahr im Sommer nen Kurs gemacht habe/angefangen habe, gabs nur zwei Büsche, die etwas Schatten spendeten und zu denen man, wenn man mal warten musste, weil andere Hunde "dran" waren, flüchten konnte...nur waren da die Holzverschläge/Boxen für die Hunde untergebracht, und ein paar Hunde kläfften dann unentwegt, sobald man dort Schatten suchte.....dann wurde man wieder angepfiffen, man solle sich doch bitte wieder zur Gruppe (in die pralle Sonne) begeben, weil das sonst Unruhe stiftet.... der Kurs ging um 11 Uhr los, erst ne Stunde blabla, aufbauen und um 12 Uhr volle Action.....bis 15 Uhr...... mit einer halbstündigen Pause dazwischen.... und angeranzt wurde ich auch mal, weil kein Wasser zur Verfügung stand, und ich meinem Hund was aus meiner mitgebrachten Wasserflasche gab....uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh....nein! Darf nicht! Wenn es Wasser gibt, dann gibt es Wasser für alle und ich soll mich doch "bitte" daran halten......zum Glück habe ich die Stunden einzeln und nicht im Voraus bezahlt.... Viele Vereine legen eine extrem stoische und eigenartige Umgangsweise und eigenartigen Umgangston an den Tag..... Ist ja kein Spaß, ist ja "Sport", oder "Erziehung"........

    Deshalb finde ich es gut, dass die TE sich IHRE EIGENE MEINUNG bildet, versucht ihren Hund einzuschätzen und äußert, was sie möchte und was nicht..... und wenn man nicht auf jeden auf gewisse Art und Weise eingeht, dann bringt einem der ganze Verein nichts....soll eine Gemeinschaft sein, zu der man gerne hingeht und sich verstanden fühlt und die eigene MEinung/Ängste/Zweifel (übertrieben, oder nicht) zumindest etwas zählt.....und Lösungen gefunden werden wollen.

    In diesem Sinne, einen schönen und sonnigen Tag

    :smile:

  • Hallo Frollein,

    das was du beschreibst, ist ja richtig krass, aber keine Sekunde zweifle ich, dass es sowas gibt....eigenesWasser darf man nicht geben? Das ist ja der Wahnsinn, aber so ähnliche Plätze gibt es hier auch, und ich finde es auch unmöglich.
    Ich habe mich auch dort schon sehr angepasst, ich habe da sogar mit meiner älteren Hündin dieses Frühjahr die BH abgelegt, ich habe sie ja über die Jahre für mich selbst trainiert und es war dann kein Ding mit ihr eine BH zulaufen. Dort war dann noch ein Problem, dass sie ein paar mal im Training aus der Ablage aufgestanden ist und dann zu mir hinlief.
    Einer der Trainer sagte dann, sie respektiert mein Kommando Platz nicht, und wenn ihr langweilig wäre, dann würde sie aufstehen, sie würde ja alles selber entscheiden....dann meinte ich, ich würde sie ja gerne immer bevor sie aufsteht, belohnen, aber das hat man mir auch "verboten", sollte sie erst am Ende belohnen...ich hab dann diskutiert, dass sie ja so nicht lernt, dass sie lieben bleibt, wenn die Hündin immer zu diesem Fehler gezwungen wird, weil sie eben erst 7 Minuten liegen bleibt und nicht schon 10 min....darauf sagten sie, "Platz muss eine Strafe sein" woraufhin ich entsetzt war und auch mit dem Mann diskutiert habe, dass esdoch keine Grundlage ist, wennein Kommando eine Strafe sein soll, und er es aus Angst einhält...ich hab dann die andere trainerin gefragt, ob ich vor der Prüfung immer einmal die Woche auf den Platz kann, ALLEIN und das durfte ich, habe danndie Ablage trainiert, mit hochwertigen Belohnungen und am Tag der Prüfung und auch zuvor lag meine Luzie bombenfest,w ie angetackert in der Ablage...danach bin ich dann hin und habe zu dem gesagt " siehst du, und alles ohne Strafe"...
    Ich lasse auch die anderen an ihren Schäferhunden Leine rucken und was sie wollen, habe da echt mir die Scheuklappen aufgezogen, aber für mich gibt es kein Gerucke und auch kein Gestrafe...
    Bei den Agileuten ist es besser, aber eben die Trainings laufen nicht so ab, wie es gut wäre für Anfänger...

    So aber das gehört ja nicht zum Hitzethema, jedenfalls muss ich nochmal überlegen, wie es für uns jetzt dort weitergeht in Zukunft.

  • Ich geb dir vollkommen Recht Frollein. Wie schon gesagt, ich hab mir 5 Plätze angeschaut, bevor ich den richtigen Verein gefunden habe. Bei vielen Vereinen wirst du als Neuankömmling leider auch überhaupt nicht ernst genommen. Da fühl ich mich aber auch nicht wohl und geh da dann auch nicht hin. Vorher beschäftige ich meinen Hund lieber alleine.

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    Warum kann es nur schwarz oder weiß geben? Warum muß es zwangsläufig auf jeden Fall Tierquälerei sein. Warum kann es kein angepasstes Training geben?

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe viele Jahre Agility aktiv betrieben, war lange Zeit Trainerin. In unserem Verein wären uns die OHREN lang und länger gezogen worden, wenn wir bei Temperaturen um die 36 Grad TRAINING angeboten hätten!

    Das war übrigens ein böser Schäferhund/Gebrauchshundverein :D , mit Schutzdienst. Der selbstveständlich dann acuh nicht stattfand.

  • Hallo,

    heute sind bei uns auch 35 Grad angesagt und ich werde mit dem Hund nicht zum Hundeplatz gehen.
    Auf dem Platz gibt es kaum Schatten (Training startet um 13.30 Uhr) und Loki ist immer etwas schlapp bei der Hitze. Ich finde es daher völlig in Ordnung, sich gegen den Hundeplatz zu entscheiden.

    Wir sind schließlich aus Spaß dort und der sollte dann auch im Vordergrund stehen.

    Beste Grüße,
    Geckolina

  • Ich finde es schade, wie dogmatisch immer an diese Frage herangegangen wird... mein Hund kann/will das nicht, also muss es schlecht sein. :roll:

    Ich kenne viele Hunde die auch bei 30, 35° problemlos ihr Pensum herabspulen und auch Cardassia hat bei der letzten Sommerhitze im Juni ganz normal gearbeitet, da wurden auch bei 34° auf der Fährte und im Schutzdienst keine Abstriche gemacht und der Hund war danach nicht erschöpfter als sonst oder geschweige denn gar überanstrengt.

    Natürlich muss ich vorsichtig sein, mit einem älteren oder kranken Hund oder wenn ich schlicht die Fähigkeiten meines Hundes nicht einschätzen kann. Aber ein junger gesunder Hund mit entsprechend aufgebauter Kondition arbeitet auch an so einem Tag normal durch.
    Meiner Erfahrung nach machen eher die Hundeführer schlapp, bevor der Hund auch nur in die Nähe seiner Belastbarkeit an solchen Tagen kommt. Natürlich vorausgesetzt dem Fall, dass Hund rund ums Training vernünftig untergebracht ist und nicht schon im Vorfeld im Auto fast gegrillt oder mit zu wenig oder zu viel Wasser schachmatt gesetzt wurde.

  • Vielleicht sehe ich das anders... Die Verwandten meines Hundes arbeiten zT in Texas auf einer Farm - bisschen Kühe schubsen. Würde sie mir nun die Arbeit verweigern bei den 30grad fände ich das komisch. Trotz schwarzem Fell.

  • Aber ich glaube ihr verwechselt noch "Beschäftigung/Freizeit" mit "Arbeit".
    Bei "Arbeit" stellt sich ja die Frage gar nicht...ich muss auch bei 36°C ins Geschäft und da den ganzen Tag arbeiten...deshalb heißt es ja ARBEIT.
    Aber bei einer Beschäftigung wie Unterordnung oder Agi, oder, oder.....meine Hunde machen das auch mit, wenn ich Hopp sage, dann nehmen sie die Hürden, wenn ich Fuß sage, dann laufen sie auchmit bei Hitze Fuß, machen sie beim Gassi ja auch, ..
    Aber eben bewusst das Training bei Hitze stattfinden zu lassen, obwohl es auch anders ginge, darum ging es...habe mich ja schon entschieden und wollte einfach mal wissen, wie ihr das macht.

    Wenn du schreibst "Pensum herabspulen", Helfstyna, das hört sich ja auch nicht nach super tollem Spaß an, sondern eben danach, dass die Hunde es bei der Hitze abrufen, weil manes von ihnen verlangt, das würdenmeine auch, aber es geht ja darum bewusst für das Wohldes Hundes zu entscheiden, ob es nun wirklich bei dieser Hitze sein muss, wennes nicht unbedingt erforderlich ist.

    Ich bin ja kein Schäfer und kein Polizist....wäre ich Schäferin, und musste heute meine Schafe umtreiben, dann würde ich das wohl mit den Hunden tun, aber vielleicht doch auch diesen tag dann verfluchen, weil es einfach brutal anstrengend ist..dabei geht es ja nicht um die Frage, ob können oder wollen, sondern ums müssen, wo wir dann wieder beim Wort "Arbeit " wären.
    Beim Arbeiten sehe ich das auch so, dass es auch bei Hitze sein muss, aber Agi ist für mich nicht arbeiten....in dem Sinne, sondern Beschäftigung.

    Aber das ist nur meine Ansicht, wie ich hier auch sehe in dem Verein, ist es für manche harte Arbeit.

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