Die Nadel im Heuhaufen

  • Ich warte noch auf die Kontaktdaten.

    Sind natürlich ein paar Sachen rot angestrichen, die nur minimal drüber liegen, allerdings würde ich als Arzt in so einer Situation wohl nicht davon ausgehen, dass das dann normal ist (bei den Symptomen die es gab).

    Hermann hält sich inzwischen aber wacker. Er schläft sehr viel, und scheint derzeit 'ne Menge draußen verarbeiten zu müssen. Das war wahrscheinlich nie anders, aber er hat es nie so deutlich gemacht wie momentan.

    Unsere "großen" Runden sind jetzt nur 'nen knappen Kilometer lang. Mit ein paar Trainingssituationen dazwischen und auch mal kurz ein bisschen rennen, braucht er dafür so bis zu einer Stunde. Einfach, weil er sich sehr bedächtig bewegt, vielviel beobachtet, lange schnüffelt und selbst Verarbeitungs-Pausen einlegt. Vieles im ganz gemütlichen Opa-Tempo.

    Ist jetzt für mich natürlich weiterhin ziemlich ungewohnt und anstrengend, nicht einfach mit ihm laufen zu können und das jetzt so massiv im Auge behalten zu müssen. Passiert halt, dass man merkt, man hätte die Runde besser 10 min. kürzer gehalten und hätte dem eigenen Hund nicht nachgegeben "nochmal dahin zu gehen". Ist die Runde zu lang, wird er fahrig und das letzte Stück auf dem Rückweg wird dann richtig schwer.
    Aber es ist insgesamt zumindest stetig, man weiß also, worauf man sich einzustellen hat.

    Ernährung wird jetzt mit Nahrungsergänzungsmitteln angepasst, bis ich mich soweit eingelesen und umgestellt hab, was ich aus welchen Lebensmitteln bekomme. Scheint aber schon zu helfen.

  • Ich drücke weiterhin die Daumen, dass es Hermann irgendwann wieder besser geht.

    Du erwähnst Nahrungsergänzungsmittel. Bist Du jetzt schon auf selbstgemachtes Futter umgestiegen? Ich finde auf dieser Webseite gibt es viel gute Infos schön zusammengefasst, besonders bei den Themen, die rechts auf der homepage aufgelistet sind. http://mashanga-burhani.blogspot.de/
    Anfangs hab ich auch einfach die Mixe gefüttert, die ich hier in den Barf-shops bekommen kann, aber die Ausführungen von 8silke8 in diesem thread https://www.dogforum.de/barf-plan-die-…te-t137222.html haben mir dann schon ein bisschen einen Schrecken eingejagt.
    Seitdem stelle ich weitgehend selber zusammen, hab bestimmte Werte auch irgendwann mal ausgerechnet (Salz, calcium und Rohprotein, bei den anderen Werten bin ich gescheitert) Ansonsten versuche ich möglichst viel Fleisch von Tieren zu füttern, die nicht pickepackevoll mit Medikamenten sind, also Wild, Lamm, Ziege etc. Es ist aber nicht immer ganz einfach eine gute Qualität zu bekommen.

  • Zitat

    Ich drücke weiterhin die Daumen, dass es Hermann irgendwann wieder besser geht.

    Du erwähnst Nahrungsergänzungsmittel. Bist Du jetzt schon auf selbstgemachtes Futter umgestiegen? Ich finde auf dieser Webseite gibt es viel gute Infos schön zusammengefasst, besonders bei den Themen, die rechts auf der homepage aufgelistet sind. http://mashanga-burhani.blogspot.de/
    Anfangs hab ich auch einfach die Mixe gefüttert, die ich hier in den Barf-shops bekommen kann, aber die Ausführungen von 8silke8 in diesem thread https://www.dogforum.de/barf-plan-die-…te-t137222.html haben mir dann schon ein bisschen einen Schrecken eingejagt.
    Seitdem stelle ich weitgehend selber zusammen, hab bestimmte Werte auch irgendwann mal ausgerechnet (Salz, calcium und Rohprotein, bei den anderen Werten bin ich gescheitert) Ansonsten versuche ich möglichst viel Fleisch von Tieren zu füttern, die nicht pickepackevoll mit Medikamenten sind, also Wild, Lamm, Ziege etc. Es ist aber nicht immer ganz einfach eine gute Qualität zu bekommen.


    Nein, noch nicht. Ich will das mit der Dame aus Düsseldorf mal durchsprechen, was, wo, wie, wann etc.
    Die kennt ja reichlich Fälle und hat dementsprechend Erfahrungen sammeln können. Find' ich gerade sicherer, mir da ein paar Dinge absegnen zu lassen.

    Aber danke für die Links, die werde ich mal anschauen. :)

    Och, außer dass Hermanns Muckis ein bisschen Pudding sind, hat er die Achterbahnfahrt endlich hinter sich gelassen. Glücklicherweise hat er nicht allzu viel zugenommen (Halbes Kilo), auf 'ne Diät mit extra Sportprogramm hätte ich ja nu keine Lust :D
    Jetzt ist es halt an mir, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden; ist zwar nicht ganz einfach, aber das kriegen wir schon hin.

  • Zitat


    Hermann hält sich inzwischen aber wacker. Er schläft sehr viel, und scheint derzeit 'ne Menge draußen verarbeiten zu müssen. Das war wahrscheinlich nie anders, aber er hat es nie so deutlich gemacht wie momentan.

    Du gibst doch Zylkene?

    Unser Fussel bekommt es schon 3 Jahre und die erste große Änderung war ein erhöhtes Schlafbedürfnis!
    Er schlief tiefer, entspannter und traumloser und das hat ihm in der ersten Zeit gut geholfen, dem Stresshirn die nötige Entspannung zu geben. ;)

    Ich drücke euch weiterhin die Daumen!!

    LG Sabine

  • Ich hab'S mir nie geleistet (kostet über 100 Euronen) aber bei futtermedicus.de wird einem von Tierärzten ein Futterplan ausgerechnet. Da wird auch auf Bedürfnisse von kranken Hunden eingegangen.
    Aber wenn Du jemanden gefunden hast, der sich mit der speziellen Krankheit von Hermann wirklich auskennt ist das natürlich super.

  • Zitat

    Du gibst doch Zylkene?

    Unser Fussel bekommt es schon 3 Jahre und die erste große Änderung war ein erhöhtes Schlafbedürfnis!
    Er schlief tiefer, entspannter und traumloser und das hat ihm in der ersten Zeit gut geholfen, dem Stresshirn die nötige Entspannung zu geben. ;)

    Ich drücke euch weiterhin die Daumen!!

    LG Sabine

    Hermann war ja immer schon ein guter Schläfer. Vom Schlafverhalten an sich ist es gleich, träumen tut er auch so wie vorher. Halt nur insgesamt mehr.

    An so Tagen wie heute aber dann eh kein Wunder, bei den Temperaturen. Vom Verhalten allein, ist es schwierig zu beurteilen, ob die Zylkene da einen Effekt haben.

    Wie verlief es dann bei euch weiter? Bzw. gebt ihr es seit 3 Jahren täglich?

  • Zitat

    Wie verlief es dann bei euch weiter? Bzw. gebt ihr es seit 3 Jahren täglich?

    Ja seit 3 Jahren täglich und Fussel wird es wohl lebenslang bekommen!

    Unsere Situation ist ja eine ganz andere, da der Flache ja Epilepsie hat.
    Nur mit Zylkene schaffte ich ihn erst mal ansprechbar zu machen und ihn zu therapieren, doch ich merkte bald das Zylkene auch die Anfälle ein wenig verringerte und abschwächte, somit zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Doch wirklich zufrieden war ich nicht, lies somit neben dem Ausschlussverfahren auch andere Blutparameter machen und es stellte sich ein massiver B12 Mangel heraus. Durch ein spezielles Forum kam ich dann noch zu Taurin.
    Beides bekommt er nun seit gut einem Jahr, also Taurin, B12 Tropfen und ein B-Komplex, wie auch ab und an Magnesium. Was soll ich sagen es funktioniert und aus einem hyperaktiven, angstaggressiven Häufchen Elend, mit anfänglich extremen Übersprunghandlungen, ist ein Hund geworden der endlich sein Leben voll genießen kann und er hatte dieses Jahr erst 2 kurze Anfälle, wobei er bei dem Letzten nicht krampfte, sondern nur zitterte.

    Ich unterstütze mit den Hilfsmitteln sein ZNS und halte die Epi in Schach, so das er keine Antiepileptiker braucht und du kannst dir vorstellen wie glücklich ich über den jetzigen Zustand bin, doch es war ein langer Weg mit vielen Hürden und Rückschritten.
    Bevor wir den Weg beschritten, schlief Fussel oft sehr unruhig und dann manchmal so fest, wobei er laut schrie, das wir Mühe hatten ihn da rauszuholen, trotz rütteln ... kräftiger rütteln und lauter Ansprache .... puh würde die Anfänge nachträglich gerne ausblenden.

    Wie geht es bei euch nun weiter und welche Untersuchungen stehen noch an?

    LG Sabine

  • Hatte heute morgen wieder ein Gespräch, wo wir über die Blutwerte gesprochen hatten.
    Die Dame aus Düsseldorf hat überhaupt nicht verstanden, wie meine Ärzte bei den Werten davon ausgingen,
    dass nichts ist. Zumindest, wenn man Hermanns weitere Symptome daneben kennt/sieht.

    Man hätte zumindest bei einigen Werten nochmals nachkontrollieren sollen, ob sie bleiben/sich zurückentwickeln/weiter steigen. Insgesamt sieht sie auch anhand der Blutwerte einige Dinge, die für SPAID sprechen. Zum Einen von "offiziellen Erfahrungen", zum Anderen durch ihre persönlichen Erfahrungen von Blutbildern, die ihr in den letzten Jahren untergekommen sind. Zeichen die für chronischen Entzündungsprozess sprechen, Anzeichen einer chr. Niereninsuffizienz, leicht Anämie, Eisenmangel...

    Es könnte natürlich auch noch was anderes sein, aber ihrer Erfahrung nach, spricht der rote Faden für SPAID. (Und Erfahrung hat sie nunmal)

    Ich werde deshalb Hermann vor unserem Umzug nach Antwerpen noch ihrer Tierärztin vorstellen; sie selbst wird dann wahrscheinlich mitkommen. Für den Fall, dass die Ärztin (da sie eben Ärztin ist) doch eine andere Krankheit "aus dem Ärmel schüttelt" und um einfach ein kleines Netzwerk zu haben, wenn ich dann da im Ausland hocke.
    Des Weiteren legte sie mir nahe, die Infektionskrankheiten von einem ihr bekannten Biologen untersuchen zu lassen. Er ist wohl diesbezüglich immer ihre Anlaufstelle, da er scheinbar ein anderes Verfahren verwendet, um auf Infektionen zu untersuchen und sie Fälle hatte, wo die herkömmlichen Labore "negativ" ausspuckten und das Ergebnis einfach falsch war.

    Da nun nebst seiner Symptome auch im Blut die Zeichen auf SPAID weisen, scheint das alles insgesamt natürlich sehr wahrscheinlich zu sein (einen Test dafür gibt es wie gesagt nicht).


    Ich führe also weiter Tagebuch (3x täglich Fiebermessen, Futter-, Wassermenge, Zustand, Gassitagebuch), passe die Ernährung an, lasse regelmäßig Blut untersuchen und bearbeite Fieber- und/oder Entzündungsschübe mit Novaminsulfon (ebenfalls eine Erfahrung, die sie bei bisherigen Shar-Peis sammeln konnte).

    Daneben muss ich dann herausfinden, inwieweit, bzw. wie viel Stress bei Hermann maximal möglich ist, ohne dass er einen Entzündungsprozess zur Folge hat, er aber dennoch natürlich etwas lernen kann (denn dem Stress komplett aus dem Weg gehen ist ja nunmal sehr schlecht möglich und würde ebenfalls keinen Lernerfolg herbeiführen; ich muss ja beim Training gerade die Schwelle für mich nutzen). Stress triggert Krankheit - Krankheit triggert Stress.

    Der Umgebungswechsel nach Antwerpen wird da insgesamt dann auch hilfreich sein. Ist zwar auch eine "Groß"stadt, aber dann doch viel weniger als unser jetziges Köln. Auch hundetechnisch und von der Mentalität her.
    Magengrummeln bereitet mir da halt die Sache mit dem Alleine bleiben, aber da hängt natürlich vieles zusammen. Insgesamt sind die Bedingungen besser, vllt (hoffentlich) dann auch beim Thema alleine bleiben - Neustart tut guuuut...


    Vieles also Präventivmaßnahme. In dem Punkt also doch ganz ähnlich wie bei euch.


    Edit: Eisenmangel - ja auch eine Erklärung für's viele schlafen.

  • Ich finde es klingt, als gäbe es die berechtigte Hoffnung, dass Dein Hermann mit der richtigen Ernährung und Erholung ein halbwegs normales Leben führen kann. Das wäre doch echt super - vor allem, wenn man Deine ersten posts im Vergleich liest.

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