"stur?"
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wir haben einen rd. 5 monate alten rüden, grundsätzlich super brav, geht seit anfang in die HS/welpenkurs
lernt brav etcnur die leinenführigkeit bereitet "probleme"
in der gewohnten bzw. ländlichen (auch fremde) umgebung kein thema, zieht nicht, läuft brav mit, ohne leine gut abrufbar
nur an etw. belebteren orten ist es ne katastrophe, weil er phasenweise jeden halben meter SO was interessantes riecht, dass er nicht weitergeht, und da ist er dann wirklich nicht ansprechbar, zieht man an der leine, lehnt er sich dagegen oder legt sich hin, oder er riecht was essbares und zieht in diese richtung, aber grundsätzlich ist es eher sein "stures" stehenbleiben, wenn er was interessant findet
generell ist es halt sehr schwer in solchen situationen seine aufmerksamkeit zu bekommen, klappt manchmal, aber halt dann wieder nichtist es einfach eine frage des alters? dass diese "reizempflindlichkeit" normal ist? in einem gewissen rahmen klar, erwarte ja in diesem alter keinen abgebrühten hund, der über nen markt läuft ohne zu gucken, aber halbwegs normales gehen, wär schon toll.
menschen kann er mittlerweile super ignorieren und muss nicht jeden vorbeilaufenden begrüßen...bleibt gastgarten brav liegen usw.
frage eigentlich: halbwegs normales Welpen/junghundeverhalten? oder sollten wir wirklich dahinter sein, dies verstärkt zu trainieren?
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Zitat
frage eigentlich: halbwegs normales Welpen/junghundeverhalten? oder sollten wir wirklich dahinter sein, dies verstärkt zu trainieren?
Dein Hund ist erst 5 Monate auf dieser Welt. Natürlich muss er alles Neue kennenlernen.
In dem Alter habe ich meinen jungen Hunden viel Zeit gelassen, um die Welt zu bestaunen.
Sie haben trotzdem gelernt, an der Leine zu gehen.Stelle Dir vor, Du kommst nach Thailand, eine Welt voller Farben und Gerüche, fremde exotische Menschen usw.
Da würdest Du auch erstmal stehen bleiben und versuchen, alle Eindrücke aufzunehmen.Für Deinen Hund ist diese Welt noch zum Staunen und Entdecken.
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Ich habe auch so ein vermeintlich „stures“ Exemplar mit meinem Dackel-Mix Balou. Er legt sich bei Spaziergängen auch gern mal hin und will nicht weitergehen. Meiner Meinung nach hat er gelernt, dass er früher damit Erfolg hatte. Ich habe ihn dort schnüffeln lassen wo er wollte weil es mir keinen Spaß gemacht hat ihn an der Leine hinter mir herzuziehen.
Irgendwann wollte ich das einfach nicht mehr mit mir machen lassen und bleibe jetzt mit dem Rücken zum Hund mit gespannter Leine stehen. Ich beachte Balou nicht und spreche nicht mit ihm. Manchmal klappt das und er setzt sich von allein wieder in Bewegung. Dann lobe ich ausführlich und freue mich.
Parallel habe ich noch „weiter“ konditioniert indem ich wenn er sich irgendwo „festschnüffelt“ weiter sage und dann auch wirklich weiter gehe.
Ich würde da schon versuchen dran zu arbeiten, dass festigt sich meiner Meinung nach immer mehr.
Schnüffeln und markieren ist natürlich okay aber Balou versucht das alle 5 Meter und das ist jetzt mit 3 Jahren schwer aus ihm rauszukriegen.
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Vieles ist für einen Hund normal, was uns nicht gefällt.
Zudem erkunden Hunde ihre Umgebung hauptsächlich mit der Nase. Für sie ist das, wie für uns Fernseh gucken, da will man ja vielleicht auch nicht gestört werden.
Ich halte es mit meinen Hunden von klein auf immer so, dass an der Leine nicht geschnüffelt werden darf und alles andere ausgeblendet werden soll. Welpen und junge Hund lasse ich viel frei laufen, dann können sie ein bisschen die Welt erkunden, müssen aber auch lernen, dass ich nicht stehen bleibe, sondern weiter gehe und sie Anschluß halten müssen.
Es gibt also einen klaren Unterschied zwischen Verhalten an der Leine und Verhalten im Freilauf und das lernen meine Hunde von klein auf.
Wenn man die Möglichkeit zum Freilauf nicht hat, würde ich währende der Leinenführigkeitslernphase trotzdem einen deutlichen Unterschied einbauen, so dass der Hund weiß, jetzt darf ich und jetzt darf ich nicht. Also zum Beispiel an langer Leine darf er, an kurzer wird ordentlich gegangen. Zwischendurch schnallt man dann immer die Leine lang oder kurz, so dass der Hund das auch mitbekommt. Wahlweise geht auch Geschirr oder Halsband, an dem man dann je nachdem, die Leine befestigt.
Immer wenn Du jetzt stehen bleibst und artig auf den Hund wartest, trifft er die Entscheidung, das ist vielleicht jetzt noch ganz niedlich, wenn der Hund später 30 oder mehr Kilo wiegt, kann es aber zum Problem für Dich werden. Von daher würde ich jetzt schauen, wie ich die Basis lege. Noch ist es ja sicher möglich, einfach kommentarlos weiter zu gehen und den Hund nicht lange zu bitten. Damit steigst Du nämlich voll in den Konflikt ein und das solltest Du nicht nötig haben. Wenn Du ernsthaft Probleme hast, Deinen Hund an der Leine weiter zu bewegen, kannst Du zum einen so gehen, dass er gar nirgendwo schnüffeln kann (also indem Du zum Beispiel mittig auf dem Weg gehst oder aber, wenn er sich bereits fest geschnüffelt hat, mehrfach an der Leine "zipfeln", so dass es den Hund ordentlich nervt. Geht er artig weiter mit, loben nicht vergessen.
Oder Leine fallen (wenn möglich) und einfach weiter gehen, dann wird er schon kommen. Zumindest noch in dem Alter.Auf jeden Fall würde ich aber schauen, dass ein junger Hund ausreichend Möglichkeiten für Freilauf und auch zum Rumschnüffeln bekommt. Wenn Du dann einfach Deinen Weg gehst und dann ja auch nicht stehen bleiben musst, kann ich mir schlecht vorstellen, dass es dem Hund egal ist. Wenn das so wäre, müsste man allerdings noch mal genauer schauen, ob der Hund Dich nicht doch schon ganz gut erzogen hat:-)
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Danke für die antworten, sind ja etw. unterschiedliche ansichten.
Der "kleine" hat genug möglichkeiten zum freilauf, wir wohnen ja ländlich - da wird er auch einfach ignoriert und darf schnuppern, er kommt auch dann von selber nach, oder ist der abstand schon zu groß - in meinen Augen - dann wird er gerufen und kommt auch. Gehört ja auch dazu, dass er schnuppern darf - das will ich ihm ja nicht nehmen.
da ist das leine laufen wie gesagt aber auch kein problem - kommt ganz selten nur mehr vor, dass er da "auf stur schaltet".
nur in der "stadt" oder ähnlichen plätzen ist das problem
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Dann würde ich da üben. Zunächst zu Zeiten wo nicht so viel los ist. Zu schauen und zu
bestaunen gibt es trotzdem genug. Lass ihn verschiedene Untergründe erkunden, geh in
Geschäfte. Setz dich hin und schau mit ihm gemeinsam das treiben an.
Je öfter er die Gelegenheit bekommt umso mehr wird er sich dran gewöhnen und dann auch
ruhiger werden. -
Zitat
nur in der "stadt" oder ähnlichen plätzen ist das problem
Da musst Du ihm einfach Zeit zum Schauen und Schnüffeln geben. Das sind ja nun mal tausend neue Eindrücke. Wenn er sich dran gewöhnt hat, wird er das unter "bekannt" abspeichern und gelassen weitergehen.
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Vollkommen normal.
Zumal: Wenn die Nase "an" ist, sind die Ohren "aus" - keine ahnung, ob das irgendwie wirklich so ist, aber Hunde, die sich gerade stark aufs Schnüffeln konzentrieren, kriegen echt nicht mehr viel anderes mit.
Allerdings - bei mir gilt die Regel: Im Freilauf (davon gibt es ne menge) darf geschnuppert und alles werden, oder an der leine mit Freigabe. An der Leine wird sich bitte meinem Tempo angepasst und nicht gezogen, nicht stehengeblieben, nicht die Seite gewechselt etc.
Beim Welpen hiess das: WENN ich mal gelaufen bin, dann bin ich auch gelaufen. Und ja dann hab ich den Hund im Notfall auch ein paar Schritte gezogen. Halt bis zum nächsten Grashalm, dort gabs dann wieder Schüffelpause. Mein Hudn war immer nur ganz kurz an der Leine in dem Alter. Aber wenn, dann richtig. Also in Bezug auf MEIN Verhalten. Klar, konsequent und so wie ich es eben möchte. Natürlich noch viele Leckerlie und Lob, und Geduld, natürlich macht Hundi das nicht gleich alles richtig. Klar bleibt der auch imemr noch mal stehen, ist ja kein Roboter! Aber dann reicht wenig aufforderung - oder wenns gar so toll riecht, dann lass ich ihn auch mal.
Was hilft: generell nicht rumschleichen, sondern flott gehen.
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Lass ihn doch die Eindrücke in der Stadt verarbeiten. Ich finde das ganz wichtig und außerdem total toll, dass er so auf (ich sag mal) Reizüberflutung (denn das ist es für ihn) reagiert. Das spricht sehr für Deine Hund, er scheint ein tolles Wesen zu haben.

Sehr viele Hund reagieren auf Reizüberflutung eher ängstlich oder hyperaktiv, während Dein Hund darauf bedacht ist, sich alles genau anzuschauen und es für sich einzuordnen.
Ich an Deiner Stelle würde mir dafür extra Zeit nehmen. Einfach in die Stadt gehen/fahren und mich irgendwo hinsetzen bzw. ganz bewußt Strecken laaaaaaangsam ablaufen.
Wenn Dein Bauchgefühl dazu nicht stimmt und/oder der Weg in die Stadt dadurch Stunden benötigt (weil zu Fuß), beherzige den Verschlag von gorgeous2000 und etabliere den Unterschied zwischen Halsband und Geschirr, um so zu zeigen, wann es schnell gehen soll und wann er vor sich hintrotten darf.
Nichtsdestotrotz würde ich seine Lebensphase dazu nutzen, ihn ausgiebig in seinem Tempo Reize aufnehmen und verarbeiten zu lassen. Manchmal ist Gassi stehen sinnvoller als Gassi gehen.
Es ist ein ureigenes Bedürfnis Deines Hundes, da würde ich nicht drüber hinweg gehen.Das hat mit Sturheit überhaupt nichts zu tun und führt keineswegs zwangsläufig zu dieser. Da spielen noch ganz andere Aspekte eine Rolle. Lass Dich dahingehend nicht verunsichern.
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Ich finde das nicht nur halbwegs normales Verhalten mit 5 Monaten, sondern total normal!
Wenn euer Hund in bekannter und sogar fremder ruhiger Umgebung schon recht gut an der Leine läuft, dann ist das mehr, als viele Hunde in seinem Alter können und ihr könnt stolz auf ihn und auf euch sein. Er wird sich nach und nach auch an belebtere Umgebung gewöhnen, wenn ihr das öfter übt. Daß er zunächst mal überwältigt ist von all den neuen Eindrücken und dann auch nicht ansprechbar, ist verständlich. Das gibt sich schon mit zunehmender Erfahrung.Dagmar & Cara
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