Mein Statement zu diskutierten Themen

  • Ich war auch mal bei einer Trainerin, die so eine Sichtweise propagierte.
    Erstmal hieß es: Keine Leckerlies mehr bzw. gar kein Futter mehr draußen ("Bleibt dein Mann bei dir, weil du ihm Essen kochst?" :roll: ), Hund wenig beachten und bei Fehlverhalten so komische "Piekser" in die Seite.
    Okay, ich kam zu der Zeit nicht mehr richtig weiter und wollte mich erstmal darauf einlassen, weil sie mich mit ihren Theorien auch ganz schon zugeballert hatte (richtig überzeugt war ich aber nicht).
    Schon nach drei Tagen hatten wir (Hund und ich) aber überhaupt keinen Spaß mehr an unseren Spaziergängen. Meine Hündin fing regelrecht an, zu meiden, achtete noch weniger auf mich und wirkte richtig "geknickt". Es war absolut nicht unser Weg!
    Wir haben´s dann auch anders hinbekommen, und zwar mit Spaß und Futter (und natürlich auch anderer Belohnung, je nach Situation!).

    (... wobei man "Fein" auch nicht sooooooo hoch quietschen muss, das finde ich auch immer furchtbar ... :smile:)

  • Wenn ich jetzt die ganzen Seiten so durch lese, dann kommt mir unweigerlich der Gedanke, dass ich in einem Erziehungsthread bin, wo die Ansichten der Erziehung eben nicht unterschiedlicher sein können.

    Und das finde ich gar nicht schlimm. Kein Erziehungskonzept passt auf jeden Hund und Erziehung kann sehr unterschiedlich sein. Die Wege sind zwar stets andere, das Ziel sollte jedoch das Ergebnis sein.

    Umgang mit Hund - auch ein alter Hut; jedoch Vertrauen muss man sich erarbeiten und da nützen die Leckerlis sicherlich am allerwenigsten.

    Vertrauen baut sich auf durch gegenseitigen respektvollen Umgang, Regeln und Konsequenzen. Da ist es völlig wurscht, ob ich mit Leckerli oder ohne Leckerli arbeite.

  • Zitat

    Sorry, ich kann deinen Eingangsbeitrag irgendwie weder nachvollziehen, noch ernst nehmen....


    Seh ich ähnlich

    V.a. solltest du dich dringend mit dem aktuellen Stand der Forschung bzgl. Hunden beschäftigen. Wirklich echt frühes 20tes Jahrhundert was du da verzapfst.

    Zitat


    Die Wege sind zwar stets andere, das Ziel sollte jedoch das Ergebnis sein.


    In diesem Fall nein. Ein Hund kann über positive Verstärkung oder über Zwang/Gewalt lernen. Beide können am Schluss Sitz.

  • Zitat


    Er bekommt höchstens eins auf den Deckel, wenn er anderen auf den Nerv geht oder die Höhle beschmutzt. DESHALB tut ers nicht.

    Das stimmt so auch nicht, ein Hund rüffelt den anderen nicht, wenn die Höhle beschmutzt wird.
    In der Regel passiert das vielleicht 'nem Welpen, gerügt wird dafür nicht.

    Zitat

    Mein Hund soll mir an der Seite laufen, weil es wichtig für das Rudel ist, er soll sich hinsetzen, weil das wichtig für das Rudel ist etc... nicht, weil er dafür ein Leckerli bekommt.

    Wie erklärst du deinem Hund, dass "Hinsetzen" und "an deiner Seite laufen" für das Rudel wichtig ist?
    Das bringen sich Hunde nicht gegenseitig bei.
    "Sitz" ist nichts weiter als ein Kunststück.

    Zitat

    Kein Rudelfüher schleckt seinen Hund durch, weil er Platz macht, das wird erwartet, weil es wichtig ist, damit der Rudel funktioniert, muss sich jeder an Regeln halten.

    Hunde bringen sich gegenseitig keine Kunststücke bei. ;)


    Zitat

    Ich bin mit ihm an einer Hundeschule, die komplett Leckerli frei und nach dem Prinzip der NATÜRLICHEN (nach Verhaltensforschung) Hudneerziehung. Das Bedeutet vor allem: Kommunikation.

    Was ist das für eine Hundeschule?
    Hast du mal einen Link?
    Den darfst du hier posten, wir dürfen nur nicht rufschädigend über diese herziehen.

    Zitat

    Mein Hund hat gelernt, dass es wichtig ist für das Rudel, dass er alleine sein kann. Anders funktioniert das Rudel nicht. So funktioniert das, also tut der Hund das.

    Wie bist du vorgegangen?

    Zitat

    Wenn mein Hund mal weggerannt ist (beim Spaziergang) und dann wieder kam, habe ich ihn mir Scharfer Stimme klar gemacht, dass das Käse war. Er kommt immer wieder zu mir, weil er natürlich noch wusste um was es ging (dass man Hunde maximal 2 Sekunden nach einem Ereigniss zur Rechenschaft ziehen muss, ist falsch

    Das ist aber Vermenschlichung, der Hund kann den Anschiss nicht zuordnen.

  • Ich bin noch nicht lange hier im Forum und eigentlich auch eher stille Mitleserin.
    Nun bin ich aber doch ein bisschen erschrocken über den Zynismus, der hier teilweise auf die TS einhagelt (und positiv erstaunt, wie sachlich sie selbst dabei bleibt).

    Einige ihrer anfangs vielleicht etwas heftigeren Statements haben sich nach meinem Empfinden im Verlauf durch weitere Erklärungen relativiert.
    Ich weiß nicht, ob jeder Ausdruck wortwörtlich zu nehmen ist.
    Insgesamt habe ich eigentlich das Gefühl, dass sie ihren Hund sehr liebt und nicht das Bild von einer Frau, die ihren doppelt so schweren Hund auf den Rücken wirft und anschließend den nächsten Baum anpieselt, um ihm zu zeigen, wer der Boss ist (Achtung, Übertreibung ;) )

    Das Thema Erziehung ist für mich gerade eh sehr aktuell- sich in diesem Dschungel aus oft sehr widersprüchlichen Methoden das "Richtige" herauszusuchen, finde ich nicht einfach.
    Ich glaube, es muss einfach jeder die Methode finden, die zu ihm und seinem Hund passt und dass es eben am Besten funktioniert, wenn man sich selber damit wohl fühlt und dadurch authentisch ist-denn das wird der Hund spüren.

  • Was das Thema körperliche Massregelung (Stüber in die Seite etc.) angeht, habe ich mal ein sehr beeindruckendes Video gesehen. Darf man den Link hier posten? Ich mache es einfach mal. Falls es nicht erlaubt ist, einfach löschen...

    https://www.youtube.com/watch?v=lmb8azfbkOk

    Man sieht hier, wie ein Hund von seinen Rudelmitgliedern gemassregelt wird, als er mitfressen wollte. Zunächst sieht es nach einer heftigen Rauferei aus. Da könnte man wieder denken: Ja, die Hunde gehen eben sehr rau miteinander um, und dabei wird halt schon auch mal gebissen.
    In der Zeitlupe sieht man jedoch, dass der bestrafte Hund kein einziges Mal von einer anderen Schnauze berührt wurde, weder gestubst noch gezwickt. Er wurde lediglich mit dem Körper weg gedrängt.

    Für mich ist durch diese Szene klar, dass ich es als Mensch nie leisten kann, meinen Hund so in die Schranken zu weisen, wie es Hunde untereinander tun würden. Da ich einen typischen Vertreter eines unsicheren Tierschutzhundes habe, kommt körperliche Massregelung für mich erst recht nicht in Frage.

    Übrigens sieht man am Schluss noch, wie sich der gemassregelte Hund schutzsuchend auf den Rücken des Alpha-Rüden setzt. Hier im Forum gibt es bestimmt keine Anhänger der Theorie mehr: "der Hund sollte nie höher als der Menschen liegen". Dennoch finde ich diese Szene eine schöne Bestätigung des Gegenteils ;)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!