Mein Statement zu diskutierten Themen

  • Zitat

    Zum Teil gebe ich Dir recht. Der Hund wird zu sehr vermenschlicht und manches ist nicht Hunde- und Artgerecht.

    Aber, was den Leckerli-Einsatz betrifft, muss ich Dich fragen"Wärst Du auf Deinem Arbeitsplatz auch motiviert, wenn Du keinen Lohn oder Anerkennung bekommst; nur geschubst wirst oder man Dir ständig die Fehler unter die Nase reibt?

    Dafür würde ich sogar meine Unterschrift hergeben - hätte es besser nicht ausdrücken können! :gut:

    Wieso soll ich meinen Hund denn nur strafen und mich unnötig mit ihm anlegen (denn die TS scheint ja mit "kämpfen" wohl das zu meinen?), anstatt ihn mal für seine guten Taten zu belohnen? :???: Ob ich ihm dabei nun mit "feeeeiiiiiin" ins Gesicht quietsche, oder ihm ein Leckerlie vor die Schnauze halte sollte jetzt mal Nebensache bleiben...

    Ich denke meine Hundis hätten mir schon lang den Vogel gezeigt, wenn ich sie nur auf die bösen und nicht mal auf die guten Dinge aufmerksam gemacht hätten. In unserem RUDEL bin trotzdem ICH die Rudelführerin und das Beste daran ist, es hat ganz ohne Auseinandersetzungen und Machtspielchen geklappt.

    Joa, Leckerlies und ein gequietschtes "feeeeeeiiiiin" lautet die Devise. :hust:

  • Zitat

    Ich habe mir nicht alles durchgelesen, aber sind diese Rudelführer Theorien nicht längst überholt?
    Wir leben aber hier auch nicht in einem Rudel, sondern in einer Familie ;)

    Dann nenn es doch Familienoberhaupt, Vorbild, Leitfigur oder wie auch immer. Rudelführer ist einfach
    mit zu viel negativen Vorstellungen besetzt.
    Der Mensch ist kein Hund und Hunde wissen das und im Grunde ist ein Wolfsrudel ja auch eine Familie.

  • Zitat


    Die hohe Stimme - es gibt Untersuchungen dazu, wird auf der ganzen Welt, Kulturübergreifend, von Menschen angewendet, die ihre Tiere (egal welche) zu etwas bewegen wollen, sie ermuntern - egal ob ein Pferd schneller laufen soll oder ob ein Hund etwas gut macht. Und die tiefe Stimme wird ebenso auf der ganzen Welt eingesetzt um die betreffenden Tiere zu stoppen...... oder zum Einhalten zu bringen. Niemand wirdein "brrrrr" auf das ein Pferd stehen bleiben soll hoch flöten. Das Feeeeeiiiin gemacht, kann man doch leicht beobachten, ist ja etwas, worauf unsere Hunde reagieren.

    Wenn ich mich recht erinnere hat Patricia McConnell über genau dieses Thema promoviert :smile:
    Das kann man im Buch "Am anderen Ende der Leine nachlesen"

  • ich möchte mit niemandem Raufen, auch nicht mit einem Hund. Genauso wenig, wie ich möchte, daß mein Hund mir gegenüber in irgendeiner Weise körperlich wird, werde ich es bei ihm werden. War auch nie nötig.
    Ich spreche mit meinem Hund und er versteht mich. In der Hundeschule regte man damals an, daß wir die Welpen anknurren sollten, wenn sie etwas falsch machen. Ich habe das ein einziges Mal probiert, in einem Park, da kam ein Vater mit seinem kleinen Kind: 'was macht denn die Frau da'. 'die knurrt ihren Hund an', oh man war mir das peinlich. Ab da an, hieß es einfach, wieder "Nein" :smile:

  • Mein Hund und ich haben großen Spass beim spielerischen miteinander Raufen. Es geht laut und wild her dabei.
    Aber es ist jederzeit abbrechbar und keiner von uns trägt eine schramme davon.
    Warum sollten wir das sein lassen?

    Viele Grüße

    Ingo

  • Zitat

    Mein Hund und ich haben großen Spass beim spielerischen miteinander Raufen. Es geht laut und wild her dabei.
    Aber es ist jederzeit abbrechbar und keiner von uns trägt eine schramme davon.
    Warum sollten wir das sein lassen?

    Viele Grüße

    Ingo

    Naja die Themeerstellerin meinte ja zu erzieherischen Zwecken.

  • Zitat

    Dann nenn es doch Familienoberhaupt, Vorbild, Leitfigur oder wie auch immer. Rudelführer ist einfach
    mit zu viel negativen Vorstellungen besetzt.
    Der Mensch ist kein Hund und Hunde wissen das und im Grunde ist ein Wolfsrudel ja auch eine Familie.

    Dass der Begriff "Rudelführer" einen leicht negativen und überholten Begriff darstellt, liegt daran, dass er häufig, wie auch in diesem Thread, zu sehr auf Hundeverhalten übertragen wird.
    Ständig lautet es bei Hundehaltern, die sich als "Rudelführer" bezeichnen, "Hunde regeln das untereinander so" oder "in einem Rudel verhalten sich Hunde so."

    Beispiele aus diesem Thread:

    Zitat

    KEIN Hund bekommt von seinem Rufel ein Leckerli weil er sich hinsetzt oder draussen Pipi macht. Er bekommt höchstens eins auf den Deckel, wenn er anderen auf den Nerv geht oder die Höhle beschmutzt. DESHALB tut ers nicht.

    Zitat

    Der Rudelführer gibt dem Hund NIE etwas zu essen, er bestimmt nur WANN der Hund essen darf.

    Zitat

    Kein Rudelfüher schleckt seinen Hund durch, weil er Platz macht, das wird erwartet, weil es wichtig ist, damit der Rudel funktioniert, muss sich jeder an Regeln halten.
    Regeln bedeuten aber kein gequietschtes "fein" oder Hundeschokolade.

    Zitat

    Im Rudel probiert (vor allem der junge Rüde) der Hund auch etwas aus. Entweder es wird geduldet oder es gibt einen Zwicker. Genauso läuft das bei uns.

    usw. usf.

    Teilweise hinken aber diese Thesen und sind, meiner Meinung nach, nicht so auf die Hundeerziehung übertragbar.
    All die aufgeführten Beispiele machen nicht zwangsläufig einen guten Hundeführer, Chef, Rudelführer, Leithannes, Leitfigur oder ein gutes Vorbild aus.

    Zitat

    Hehe nein, unnötige Rauferein gibt es natürlicht nicht. Jede, die es GAB (bis zum 2. Lebensjahr) war nötig und immer ohne irgendeine Verletzung.

    Und das verstehe ich überhaupt nicht!
    Was sollen "nötige Raufereien bis zum 2. Lebensjahr" denn sein?
    Wofür "nötig"?

    LG Themis

  • Rinka, ich finde das wunderbar dass das bei euch alles so super klappt. Aber es ist doch auch meine Sache und die der anderen wie sie es machen. Da gibt es kein Richtig oder Falsch.

    Ich texte Joschi den ganzen Tag zu. Das ist als würde ich mit mir selber reden. "So jetzt gehn wir Gassi" oder "ja wie schaust du denn schon wieder aus" usw. Mit Schara ergötze ich mich in extrem hoch piepsenden Äußerungen und extremer Gestik, da sie zu 90% taub ist.
    Nau und? Ist halt so und wir sind alle damit glücklich.

    Wenn du auf deiner Rudelstellung und dem Vermenschlichen beharrst, dann darfst du theoretisch nicht mal mit dem Hund reden, da kein Hund reden kann. Dann musst du ihn anknurren, anbellen usw.

    Ich für meinen Part bin kein Hund, wollte noch nie einer sein, wollte auch noch nie einen Wolf an meiner Seite. Geschweige denn ein ganzes Rudel von Wildtieren.

    Ich werde weiterhin so mit meinen Hunden umgehen, wie ich es aus dem Bauchgefühl raus für richtig empfinde. Der eine macht es halt so, der andere anders. Kommt ja auch auf den Hund drauf an. Bei Schara z.B. hätte deine Methode mit Sicherheit nicht funktioniert und auch Joschi könnte nicht viel damit anfangen.

    Aber wie gesagt freue ich mich, dass es bei euch so gut klappt.

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