Mein Statement zu diskutierten Themen

  • Zitat

    Wie gesagt, ich bin prinzipiell und das in allen Themen (nicht nur was den Hund betrifft) gegen das "entweder alles oder nichts" Prinzip.
    Ob ich jetzt "Chefin des Clans", "Boss im Haus", "Rudelführerin" nenne. Wie ich schonmal gebeten habe, bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Für Mich ist "Chef, Boss, Anführer" das gleiche.

    So wie mein Chef mir sagt, was ich zu tun habe und mich anführt und mein Boss ist.

    Danke, für all eure Rückmeldungen :-)

    Rudelführer, Chefin, Boss, Anführer gibt es bei mir nicht ! Diese Begriffe sind mir noch nicht mal durch den Kopf gegangen. Wir haben hier auch keinen Clan, wir sind eine Familie. Mein Hund ist ein Familienmitglied, Freund, Kumpel, Partner…….ich führe sie auch nicht an …. sie begleitet mich ! Kämpfen tun wir hier auch nicht :???: Wir spielen :D Zwicken, kneifen, piksen, schubsen … ich glaube nicht das mein Hund das möchte !
    Und ja…..hier fällt auch mal das quietschige FEEIIIIIIINN….. Mein Hund freut sich…..freut sich mein Hund…freue ich mich ! Ja…und ich mache mich manchmal für meinen Hund zum Honk und es bringt sogar Spass !

    Dein Hund hat im Threadstart 82 kg. gewogen, 2 Sätze später 80 kg., etwas weiter dann nur noch 78 kg. !!!!
    Dein Hund hat aber schnell abgenommen…….. trotzdem ist er für einen Neufundländer ein klein wenig zu schwer :smile:

    Ein Neufundländer wiegt in der Regel : Rüde = 68 kg. / Hündin 54 kg.
    Anscheinend arbeitest Du ja doch sehr viel mit Leckerlies :D

  • Mir persoenlich ist es voellig wumpe, wer seinem Hund Kekse gibt und wer nicht? Ich bilde mit Futter und Beute aus, wie andere es machen ist nicht mein Problem.
    Allerdings moechte ich dann keine Pseudo-Begruendung lesen wie 'der Rudelchef schafft auch kein Futter ran!'. Denn genau das tun die Elterntiere der Rudel solange der Nachwuchs nicht mit zur Jagd kann. Koennen sie mit zur Jagd wird nichts mehr rangeschafft, aber das jagen faellt fuer unsere Hunde flach.


    Wenn ich schaue wie Lee die Gruppe geregelt hat.. Der war es sowas von pupsegal ob der andere Hund sitz/Platz/Fuss/Maennchen konnte, ob der stiften gegangen ist, allein bleiben konnte oder dabei geheult hat oder ob der leinenfuehrig war. Sie wollte Respekt, Ruhe daheim, keine andere Gosche in ihrem Futter, kaum Koerperkontakt und draussen sollte es ja kein fremder Hund wagen Hunden ihrer Gruppe dumm zu kommen oder ihnen weh zu tun.

    Alles andere war ihr egal, denn...sie war ein Hund!

  • Der Hund ist doch ein Hund seit er von den Menschen domestiziert wurde. Sonst wäre er noch ein Wolf oder so was.
    Das heisst logischerweise, dass ich er mich nicht als Hund oder Rudelmitglied/chef ansehen soll, sondern als Mensch.
    Also ich seh MICH nicht als Oberhund, sondern als Mensch, deshalb muss ich mich auch nciht wie ein Hund benehmen.

    Aber man kann bestimmt auch als zweibeiniger Hund leben.

  • Mich würde die Hundeschule auch interessieren, falls du mir den Link schicken möchtest.

  • Ich finde die TS hat eine Meinung und die vertritt sie hier. Wie wir alle. Das ist doch gut. Vieles mag einen aufregen, wenn man anderer Ansicht ist, vieles mag aber auch anregen mal das eine oder andere zu überdenken und sich nicht ganz so sehr in seiner eigenen Welt fest zu fahren.
    Hunde sind in ihrer Kommunikation viel klarer und strukturierter als Menschen. Das eine oder andere kann man sich durchaus abgucken, ohne gleich selber zum Hund mutieren zu müssen.
    Ob wir uns nun als Rudelfüher sehen liegt einzig in unserer Definition. Wichtig wäre zu wissen, als was der Hund uns wahrnimmt. Und solange Hunde nicht sprechen können, wird diese Frage wohl niemals ganz geklärt werden.

  • Ich gehöre auch zu denen, die hier und da gerne mal quietschen. Bestes Beispiel ist mein Jungrüde. Der ist noch nicht lange bei uns und in Sachen Gehorsam ist da auf jeden Fall noch Luft nach oben. Rufe ich ihn in erschwerten Bedingungen ab und er hört, freue ich mich – warum soll ich das nicht zeigen? Da fang ich auch schon mal an quietschend zu loben und anzufeuern wenn er auf dem Weg zu mir ist. Das Resultat? Er rennt ein bisschen schneller… aber vielleicht macht er das ja nur, damit ich aufhöre so peinliche Geräusche zu machen :D :hust:
    Bei meiner Hündin mache ich das in solchen Situationen nicht, die kann den Rückruf nämlich schon wunderbar und hat es auf genau die gleiche weiße gelernt. Da gibt es ein ruhiges „gut“ oder „prima“ und ggf. eine zusätzliche Belohnung die ich variabel einsetze. Dafür gibt es bei ihr andere Situationen in denen ich ne „Party feier“, wenn sie die richtigen Entscheidungen getroffen hat.

    Kann natürlich jeder so machen wie er möchte. Ich lobe gerne und viel und wie Familie Wolf das macht ist mir dabei herzlich egal. Wenn ich aber damit anfange meine Hunde nur für das anzukacken was sie falsch machen und die Dinge die sie richtig machen zu ignorieren, gehe ich doch mit ner ganz anderen, negativen Stimmung an die Sache ran. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das dafür sorgt, dass das Training Spaß macht und der Hund gerne mit mir zusammen arbeitet. Im Gegenteil, ich glaube, es würde vor allem meine Stimmung runterziehen bis zu einem Punkt, an dem ich absolut keine Lust hätte noch irgendetwas mit meinem Hund zu machen.

    Leben und leben lassen, auch was die Gabe von Leckerchen anbelangt. Trotzdem kann ich es nicht so ganz verstehen, warum man es sich unnötig schwer macht und auf Futter, was für viele Hunde ja die Ressource schlechthin ist, als wirklich effektiven Motivator verzichtet. Das einzige was mir einfällt ist, dass man dann sagen kann „Ich bin so toll und charismatisch, mein Hund hört auch ohne Futter auf mich“. Ist sicher netter fürs Ego als wenn man zugibt, dass man ab und an den Hampelmann macht um seinen Hund zu motivieren.

    Körperliche Auseinandersetzungen gibt es bei uns nicht und das ist auch gut so. Ich möchte nicht von meinen Hunden gebissen werden, auch nicht im Spiel. Dafür werden sie von mir auch nicht „getouched“, gestupst, gezwicht oder geschlagen. Dass wir das nicht brauchen mag daran liegen, dass ich meinen Hunden nicht ständig unterstelle, dass sie jegliche Kontrolle an sich reißen möchten. Könnte aber auch daran liegen, dass sie die Herrschaft über Sofa, Bett & Welt schon lange an sich gerissen haben. :fear:

    Du redest davon, dass viele Leute ihre Hunde vermenschlichen. Gleichzeitig sagst du aber, dein Hund, der beim Spaziergang davon läuft, verstünde, dass du ihn fürs Weglaufen bestrafst wenn er wieder zu dir zurück kommt. Sorry, so richtig ernst nehmen kann ich deinen Vorwurf dann nicht. Fehlt nur noch die Aussage, dass er weglaufen würde aus Trotz, oder um dir eins Auszuwischen.

  • Ach je, ich denke, dass ist eine der größten Endlosdiskussionen beim Thema Hund...

    Jeder Mensch und jeder Hund ist ein Individuum und sie bilden komplexe Teamstrukturen. Der eine Mensch/Hund mag Kekse, der andere kann damit nichts anfangen. Bei dem einen läuft der Hund "nur so" (völlig ohne Wertung!) mit, der andere beschäftigt sich bewusster und aufwendiger mit dem Hund (wieder völlig ohne Wertung!).
    Ja mein Gott, ist doch gut, dass das jeder individuell macht!

    Ich persönlich bin "bewaffnet" bis an die Zähne wenn ich mit den Hunden unterwegs bin und mache das gerne. Es passt zu mir, zu den Hunden und zu uns als Team. Ob sich jemand über mich lustig macht ist mir herzlich egal, denn ich weiss, welchen Erfolg wir schon gemeinsam so hatten.

    Ich gehe sogar noch ein bisschen weiter und gehöre wohl zum absoluten Gegenteil der Methoden des TS. Ja mein Gott, für mich ist es das richtige. Ich kann zwar "anderes" nicht ganz nachvollziehen, muss ich ja aber auch nicht. Man muss nicht immer mit jedem einer Meinung sein :smile:

  • Zitat

    Ich bin noch nicht lange hier im Forum und eigentlich auch eher stille Mitleserin.
    Nun bin ich aber doch ein bisschen erschrocken über den Zynismus, der hier teilweise auf die TS einhagelt (und positiv erstaunt, wie sachlich sie selbst dabei bleibt).


    Kinkerlitzchen, ich glaube, dass sich die Eigendynamik in diesem Strang durch den vielleicht sehr unglücklich formulierten Eingangsbeitrag entwickelt hat.

    Scheinbar hat er nicht nur auf mich so gewirkt, als würde ein (nicht altersmäßig) recht junger Hundehalter kurz hier hereingeschneit kommen, ein paar Thesen an die Wand nageln und mit einem ordentlichen Rundumschlag den Umgang vieler mit ihren Vierbeinern (Stichwort Vermenschlichung) kritisieren. Hast du mal einem anderen Hundehalter gesagt, dass sein Hund zu dick ist? Das kommt in der Regel einer persönlichen Kriegserklärung gleich und hier wird von einigen nicht anders reagiert. Zudem fällt es insbesondere Hundehaltern, die sich intensiv und vielleicht über Jahrzehnte hinweg mit dem Thema "Erziehung" auseinandergesetzt haben vermutlich schwer, mehr oder minder direkt auf Basis von Behauptungen kritisiert zu werden, die nicht konkretisiert oder belegt werden können und zudem teilweise reichlich überholt und veraltet sind.

    Für mich ist die Diskussion zwar zünftig, aber im Rahmen und ich denke dass jeder, der in der Öffentlichkeit so polarisieren möchte, auch mit entsprechendem (sachlichen) Gegenwind rechnen muss.

  • Zitat


    Wenn ich aber damit anfange meine Hunde nur für das anzukacken was sie falsch machen und die Dinge die sie richtig machen zu ignorieren, gehe ich doch mit ner ganz anderen, negativen Stimmung an die Sache ran. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das dafür sorgt, dass das Training Spaß macht und der Hund gerne mit mir zusammen arbeitet.

    Ich sage meinen Hunden wenn sie etwas falsch machen und ich lobe sie wenn sie etwas richtig machen. Wieso soll
    nicht beides nebeneinander möglich sein? Das ist viel ehrlicher. Wenn mein Hund Mist baut, dann sage ich ihm das
    auch und er verkraftet das prima.
    "Sage was du meinst und meine was du sagst" finde ich einen sehr schönen Leitsatz. Hunde merken es wenn man ihnen was vorspielt was nicht ehrlich ist, davon bin ich überzeugt. Sie beobachten uns, haben ja auch Zeit genug dazu, und sehen wie wir uns verhalten. Ihnen gegenüber und auch anderen Menschen gegenüber.
    Sie bewerten uns nicht nach der Menge an Keksen die wir verteilen. Ich glaube so einfältig sind die meisten Hunde
    nicht, obwohl sie schlau genug sind ihre Menschen das nicht merken zu lassen. Keksbeziehungen verfälschen das
    Bild und gaukeln ein Verhältnis zwischen Mensch und Hund vor die so gar nicht existiert.

  • Zitat

    Ich sage meinen Hunden wenn sie etwas falsch machen und ich lobe sie wenn sie etwas richtig machen. Wieso soll
    nicht beides nebeneinander möglich sein? Das ist viel ehrlicher. Wenn mein Hund Mist baut, dann sage ich ihm das
    auch und er verkraftet das prima.

    Du hast natürlich vollkommen recht. Verhalten, das mir nicht in den Kram passt unterbreche ich und lasse das auch nicht unbedingt unkommentiert stehen. Aber für mich persönlich macht es einen riesen Unterschied ob ich mich auf die Fehler versteife die mein Hund macht und gutes Verhalten nicht bestätige sondern keinen Anschiss als Belohnung genug erachte, oder ob ich mit einer positiven Grundeinstellung an die Sache rangehe und mich ehrlich darüber freue, wenn etwas klappt.
    Das ist ja nicht nur in der Hundeerziehung so. Ich arbeite nebenher im Verkauf und soo oft sieht man mürrische, schlechtgelaunte Verkäuferinnen. Wenn ich mich dann auf die Arbeit stelle und die ganze Zeit ne Fresse ziehe weil ich keinen Bock habe, bringt mich das genau Null weiter, es wird eher noch schlimmer. Da gehe ich doch lieber positiv ran und habe Freude an der Sache. Ist in vielen Lebenslagen so, finde ich.

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