Zwang-Gewalt-Strafe
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In dem Thread zu "angemessener Härte von Strafe", wird in meinem Verständnis einiges in einen Topf geworfen.
Gewalt wird zu Strafe.
Zwang wird als Strafe deklariert.
Köprpersprache des Menschen wird als Strafreiz dargestellt, wenn Mensch zum Beispiel "BLOCKT".
Ich denke, es ist sinnvoll, Begrifflichkeiten zu erläutern.
Und möglichst nicht "sebstausgedachtes", sondern schon allgemeinwissen....Geht Erziehung überhaupt ohne Zwang?
Ist Zwang Strafe?Meine Antwort ist 2 mal NEIN.
Aber Gewalt benötigt man nicht! - Vor einem Moment
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Hi,
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Sobald du dem Hund(Kind, oder wem auch immer) etwas unangenehmes hinzufügst (Körperliche Gewalt, eine negative Emotion, etc), oder etwas angenehmes entziehst (Kontak, Aufmerksamkeit, etc), redet man von Strafe.
Was angenehm oder unangenehm ist, entscheidet der zu erziehende, nicht der Erzieher.
Es kann auch eine Abtumpfung stattgefunden haben, also das Dinge die mal unangehm waren nun nichtmehr interessieren.
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Da gebe ich dir Recht, es wird alles mögliche durcheinandergebracht.
Den Hund Einzuschränken ist z.B. eine Notwendigkeit - jedes Lebewesen erfährt Einschränkung vom ersten Moment an. Der Welpe findet heraus, dass Bäume nicht aus dem Weg gehen, wird durch seine Mutter und Geschwister eingeschränkt und natürlich auch durch den Menschen. Das ist einfach Lernen.
Wenn ich nun z.B. meinem Hund zeige, dass er nicht an mir vorbeilaufen soll (wenn ich ihn in diesem Moment vorher klar angewisen habe, hinter oder neben mir zu gehen, nicht generell) und stampfe dann mal mit dem Fuss auf, um die Einschränkung zu verdeutlichen, bewirkt das tatsächlich, dass er das von mir nicht unerwünschte Verhalten seltener zeigt, also ist es perDefinitionem eine Strafe gewesen. Allerdings eine, die der Hund versteht - und er hat vorher klar und positiv erklärt bekommen, was er tun soll und wird auch hinterher fürs Richtige Tun belohnt. Der Hund wird auch nicht verängstigt dadurch, denn er versteht es ja. Nur so hat Strafe einen Sinn.
Wen Leute den Hund einfach so mit Zeugs bewerfen, wird er vor Schreck auch unterlassen, was er gerade tut - da aber sehr häufig für den Hund nicht klar ist, WAS genau er unterlassen soll, kann er das Verhalten auch nicht seltener zeigen als vorher - es wäre dann also per Defintionem eben gar keine Strafe, sondern nur ein Abbruch, es findet kein Lernen statt, sondern nur eine Einschränkung des Hundes in dem Moment.
Zweiteres finde ich problematisch, ersteres nicht.
Zwang ist wiederrum was ganz anderes. Zwang ist das Gegenteil von Lernen. Wenn ich den Hund in genau eine Handlungsmöglichkeit zwinge, kann er nicht lernen, sondern verfällt in erlernte Hilflosigkeit.
Strafe ist ein Teil des Lernprozesses (und in der Interaktion mit dem Menschen sollte sie nur ein kleiner Teil sein!)- Zwang ist das Verhindern von echtem Lernen, also auch keine Erziehung.
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Zitat
Sobald du dem Hund(Kind, oder wem auch immer) etwas unangenehmes hinzufügst (Körperliche Gewalt, eine negative Emotion, etc), oder etwas angenehmes entziehst (Kontak, Aufmerksamkeit, etc), redet man von Strafe.
Was angenehm oder unangenehm ist, entscheidet der zu erziehende, nicht der Erzieher.
Es kann auch eine Abtumpfung stattgefunden haben, also das Dinge die mal unangehm waren nun nichtmehr interessieren.
Halbe Wahrheit - der Effekt "Verhalten wird seltener gezeigt" ist ganz wesentlich. Wenn einfach nur unangenehmes passiert, aber kein Zusammenhang zu einem Verhalten besteht, ist es keine Strafe.
sonst wäre es jedesmal eine Strafe, wenn dir was doofes zufällig passiert. Ist es aber nicht. Nicht, wenn wir hier über definierte Begriffe diskutieren.
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Danke Sabarta.
Für Gewalt habe ich eine gute Definition gefunden:
Zitat:
"Gewalt
Allg.: G. bezeichnet den Einsatz von physischem oder psychischem Zwang gegenüber Menschen sowie die physische Einwirkung auf Tiere oder Sachen.Soziolog.: G. bedeutet den Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person gegen ihren Willen a) Schaden zuzufügen, b) sie dem eigenen Willen zu unterwerfen (sie zu beherrschen) oder c) der solchermaßen ausgeübten G. durch Gegen-G. zu begegnen."
Quelle:https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/17566/gewaltGewalt KANN muss ich aber nicht als Strafe einsetzen.
Eine Strafe ist für mich etwa eine SANKTION. Oder soll in der Erziehung eben ein Verhalten verändern oder löschen.
Gewalt, kann Strafe sein, kann aber auch einfach dazu da sein, ein Tier/ Mensch zu unterwerfen.
Bei der Strafe geht es in der Hundeerziehung nicht um Unterwerfung. Oder doch? -
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Welche Definition von Strafe willst du denn haben? Deine eigene, oder die lerntheoretische?
...mit dem Handy gesendet...
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Ich brauche bei meinem Kindern und dem Hund weder Strafe noch Zwang.
Bringt eh nix. Druck erzeugt nur Gegendruck.Aber es gibt auch "natürliche Konsequenzen", z.B. wer sein Pausebrot vergisst, der muss bis zum Mittagessen hungern. Und wenn der Hund zu mir nicht zurückkommt, dann geh ich allein heim, und er muss schauen, wo er bleibt. Und was passiert: Madame schaut immer genau, wohin ich gehe.
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Also Kindererziehung möchte ich raushalten.
Weil Kinder auch im Gegensatz zu Hunden verständiger werden und man ihnen Dinge erklären kann (irgendwann)Aber beim Hund, der nicht mit will einfach umdrehen und gehen
Also bei starkem Strassenverkehr zwinge ich dann schon, den Hund mitzukommen. Mit sanfter Gewalt. Und LEINE.Wir haben hier auch grade den Beginn der Brut-und Setzzeit. Meine Hunde müssen an der Leine spazieren gehen. Dazu werde ich durch das Gesetz gezwungen und ich muss meine Hund in ihrer Freiheit stark einschränken, was wiederum die Definition von legitimierter Gewalt als Zwang ist.
Wenn ich mich daran nicht halte, werde ich positiv bestraft. Schlimmstenfalls weil der Jäger laut Jagdrecht berechtigt ist einen Hund, der sich weiter als 5 m von mir entfernt zu erschiessen. (rein theoretisch..aber diesem Risiko setze ich mich nicht aus.)
Oder das Ordnungsamt sieht das und ich muss eine Geldstrafe zahlen.Rein von vollkommen IRRSINNIGER lerntheoretischer Ansätze, wäre das Erschiessen meines Hundes für mich eine negative Strafe.
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Zitat
Ich brauche bei meinem Kindern und dem Hund weder Strafe noch Zwang.
Bringt eh nix. Druck erzeugt nur Gegendruck.Ganz ehrlich? Es nervt, dass man es sich einfach "schön"redet (in Anführungszeichen, weil es ohne Strafe nicht geht und deshalb auch nicht negativ in dem Sinne ist)! Natürlich benutzt du Strafe:
ZitatAber es gibt auch "natürliche Konsequenzen", z.B. wer sein Pausebrot vergisst, der muss bis zum Mittagessen hungern. Und wenn der Hund zu mir nicht zurückkommt, dann geh ich allein heim, und er muss schauen, wo er bleibt. Und was passiert: Madame schaut immer genau, wohin ich gehe.
Das ist Strafe! Negative Bestrafung: Du bestrafst, indem du dem Hund etwas entziehst -> in diesem Fall den Rudelanschluss
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Zitat
Zwang ist wiederrum was ganz anderes. Zwang ist das Gegenteil von Lernen. Wenn ich den Hund in genau eine Handlungsmöglichkeit zwinge, kann er nicht lernen, sondern verfällt in erlernte Hilflosigkeit.
Nö
Und ich finds langsam zum kotzen das die erlernte Hilflosigkeit DIE neue Modeerscheinung ist
Herrgott googelt es doch zumindest bevor ihr es inflationär durch die Foren spamtRest Morgen

Edit by Mod: Das Verb etwas an die Net(t)iquette angepasst
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