Auswirkungen: Welpe zu oft im Flur

  • Wie will man denn den Hund jemals stuberein bekommen, wenn man ihn gar nicht im Blick hat? Tagsüber wie wahrscheinlich ja auch nachts?
    Einfach zu sagen, es ist erst mal egal, ob er rein macht, ist doch keine Lösung, dem Hund Stubenreinheit BEIZUBRINGEN. Da muss man halt den Hund die erste Zeit IMMER im Blick haben und rechtzeitig und auch prophylaktisch nach draußen führen, damit er da machen kann und den Unterschied lernt. Je besser man das macht, desto schneller ist der Hund auch stubenrein und dann kann er sich doch überall aufhalten.
    Von alleine lernt der Hund wahrscheinlich nicht, dass ihr es besser findet, wenn er seine Geschäfte draußen macht. Wenn er jetzt immer alleine im Flur sitzt, muss er da ja machen - und dann? Dann wird er sich das wahrscheinlich angewöhnen und immer dort machen. Und dann nervt das auch und wo kommt der Hund dann hin?

    Verstehe die Problematik nicht so ganz. Als Welpenbesitzer ist mein erster Erziehungsauftrag, dem Hund ausreichend Möglichkeit zu geben, draußen zu machen und zu lernen, dass man in die Wohnung nicht macht. Wenn das jetzt schon das Problem ist, was passiert, wenn der Hund demnächst vor lauter Stress die Tapeten von der Wand holt, dauernd bellt oder oder oder?

  • Wir hatten auch immer zumindest teilweise Holzböden. Alle Hunde sind trotzdem stubenrein geworden und kein Boden ist aufgequollen. Der Boden quillt nämlich nur auf, wenn man den Welpen nicht im Blick hat, nicht mitbekommt, dass er reinpinkelt und die Flüssigkeit deshalb Gelegenheit hat in den Boden einzudringen. Das passiert nicht, wenn man die Pipipfütze sofort beseitigt.
    Die Schuld liegt also bei euch. Der Kleine ist ein Baby. Den muss man ständig im Blick haben um ihn stubenrein zu bekommen. Wenn euch/deiner Mutter das zu viel Aufwand ist, ist ein Welpe für euch nicht geeignet. Und ich prophezeie dann jetzt schon, dass noch ganz andere Probleme auf euch zukommen werden, vor allem falls der Bordercollie in eurem Kleinen durchschlagen sollte.
    Wenn man den Welpen gerade mal nicht im Auge behalten kann, kann so ein Welpenlaufstall hilfreich sein. Das ist quasi so ein "Zaun" aus Draht. Den Bereich kann man ja auch mit Zeitung auslegen.

    Einen 14 Wochen alten Welpen den halben Tag vom Familienleben auszuschließen geht für mich gar nicht. Das ist nicht artgerecht und für die Entwicklung zumindest nicht förderlich. Das ist als würdet ihr ein Baby den halben Tag im Flur abstellen, weil es euch nervt. Auf die Idee käme deine Mutter bestimmt auch nicht.
    Mein Vorschlag: Zeig ihr diesen Thread. Vielleicht überdenkt sie ihre Einstellung dann nochmal.

  • Zitat


    Einen 14 Wochen alten Welpen den halben Tag vom Familienleben auszuschließen geht für mich gar nicht. Das ist nicht artgerecht und für die Entwicklung zumindest nicht förderlich. Das ist als würdet ihr ein Baby den halben Tag im Flur abstellen, weil es euch nervt. Auf die Idee käme deine Mutter bestimmt auch nicht.
    Mein Vorschlag: Zeig ihr diesen Thread. Vielleicht überdenkt sie ihre Einstellung dann nochmal.


    :gut:

  • Ich habe auch gerade einen Welpen, 15 Wochen und ein paar Tage alt.
    Im Flur und auf der Toilette lernt der Hund nichts und wird auch nicht sauber.
    Nach dem Schlafen, nach dem Spielen, nach dem Fressen, vor der langen Nacht den Hund raussetzen, evtl. Wecker stellen und ihn nachts noch mal rauslassen.

    Für den Holzboden in der Küche, sollte da mal was drauf gehen, gibt es Wasser und Neutralseife, außerdem kann man ein Geruchsvertilgungsmittel aufsprühen. Das bekommst du im Tierfachhandel.
    Wenn der Hund bei euch ist, jeder mal auf ihn schaut und beobachtet, ob er gerade intensiv am Boden schnuppert, sich dreht, etc. und ihn dann auch rausbringt und bei verrichtetem Geschäft lobt, wird er bald melden und es geht nur noch selten was daneben.-Versprochen.;)

    LG, Friederike

  • Ich finde die Situation auch sehr problematisch. Wir leben im Moment noch in einer Mietwohnung (im sommer wiord endlich gebaut - juhu!!!), die komplett mit Parkett und Laminat ausgestattet ist. Als Rocky bei uns einzog, war er natürlich nicht stubenrein und hat auch des Öfteren mal sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, wenn WIR mal wieder nicht gemerkt haben, dass er uns sagen will, dass er raus muss.
    Bei uns durfte er von Anfang an in jeden Raum, da wir selbst ja auch viel in der Küche sind, wenn wir dort gemeinsam Essen, über unseren Tag reden, etc. Ich hätte mir nicht vorstellen können, ihn auszuschließen und finde das natürlich auch komplett falsch für die Bindungsarbeit. Außerdem braucht doch so ein kleiner Hund sein Rudel - sein 1. hat er ja eh schon verloren.
    Außerdem weiß nicht, wie er hätte jemals stubenrein werden sollen, wenn ich ihn den ganzen Vormittag nicht beobachtet hätte und gelernt hätte ihn zu lesen und zu erkennen, wann er rausmuss. Zeigen tut das doch jeder Welpe recht schnell, wenn er jedesmal ganz toll belohnt wird, wenn er draußen macht. Ich sehe das "Problem" dann eher bei uns Menschen. wir lesen ihn nicht richtig. Natürlioch am Anfang nicht ganz einfach, aber wenn ich jeden Tag mit meinem Welpen zusammen bin und ihn nicht einfach im Gang parke, geht das doch relativ schnell und ich merke, was er will und braucht.
    Nicht böse gemeint - aber so ist das für euren Welpen eine doch sehr unschöne Lebenssituation... Ich verstehe natürlich, dass du ihn nicht wieder hergeben würdest und finde es auch toll, dass du einsiehst, dass es so nix ist, aber denk in erster Linie an den Hund...

  • Als ich meinen kl.hund bekommen hab hatte ich überall, bis im wz, holzböden.
    Abgesehen davon, daß der kleine pieselsack sicher 1/2j gebraucht hat um richtig rein zu werden, hat der mit vorliebe in irgendwelche 'ecken' od untern tisch gepinkelt, so daß das durchaus auch nicht gleich weg geputzt wurde - weil ich es schlicht u einfach gar nicht gesehen hab.
    Den kleinen darum auszusperren wär mir aber trotzdem im leben nicht eingefallen!!

    U weder wurde der boden kaputt, noch ist er aufgequollen oä!!

    Ich vermute auch, wie schon einige andere vor mir, wenn deine mom in der kü ist, kann sie logischerweise gar nicht sehen wann der knopf muss! Das sind oft so winzige anzeichen, u es muss so flott gehn, daß sich das grad u grad ausgeht wenn man daneben ist u den kleinen im blick hat - also 'ums eck in einen anderen raum' kann das nie u nimmer funktionieren!!

    Was das wegsperren (u nix anderes is das!) bei/mit so einem kleinen wurm anrichten kann, hat auch zb Elli schon schön beschrieben.
    U dagegen ist ein bissl pipi am boden wie zuckerwatte mit rosa mascherl.....

  • Wir haben hier einen Welpen sitzen, der mittlerweile stubenrein ist. Es ging relativ schnell, aber nur, weil wir ihn wirklich anfangs mindestens alle zwei Stunden und dann noch nach dem Essen, Schlafen und Spielen raus gebracht haben. Die ersten Tage auch nachts. Das waren teilweise 15-20 Mal. Der einzige Raum, in den er nicht darf, ist das Schlafzimmer. Ist aber kein Problem für ihn, er schläft in einem Körbchen direkt vor der Tür und meldet sich in der Früh, wenn er raus muss. Ansonsten ist er, außer wir sind am Klo/in der Dusche IMMER bei uns. Die ersten Tage war er sogar DA dabei. :roll: Mit der Zeit sollte man üben ihn für kurze Zeit in einem Raum alleine zu lassen, um ihn an das alleine zu Hause sein zu gewöhnen, aber sonst.

    Den Welpen gerade aus den zwei "Haupträumen" auszuschließen, ist ein absolutes Unding. Er will ja ein Teil der Familie sein! Man schließt Familie nicht einfach im Flur ein. Warum holt man sich dann überhaupt einen Hund?
    Die ersten Wochen mit unserem Hund bestanden nur aus Gassi gehen, Pfützen wegmachen, Hund füttern und Hund bespaßen. Wir haben übrigens im Großteil der Wohnung, bis auf Küche, Bad und Klo, Parkettboden. Da is gar nix aufgequollen. Wir hatten ja den Kleinen ständig im Blick, da bestanden die Pfützen nie länger als 2-3 Minuten. Einmal haben wir eine übersehen, die war da sicher länger, ist auch nix passiert.
    Was mich am meisten interessiert... wie wollt ihr sehen ob der Kleine gerade gespielt oder geschlafen hat? Das geht ja gar nicht. Dann MUSS es ja länger dauern, bis er stubenrein ist. Lobt ihr ihn auch ordentlich, wenn er draußen sein Geschäft macht?
    Mal ganz nebenbei hätte mein Kleiner mir am Anfang was gehustet, wenn ich ihn alleine gelassen hätte.

    ÜBRIGENS. Meine Tante hatte einen Hund, einen Goldie, der hat nur im Flur gelebt. Später hat er sie so genervt, dass er sogar nur noch in den Vorraum vor dem Flur durfte. Wann immer jemand kam wurde derjenige angesprungen und angewinselt weil dem armen Ding so langweilig war. Dann wurde mit ihm geschimpft und er blieb wieder alleine zurück. Wir haben sie damals dazu überredet den Hund wieder abzugeben.

    Ich hoffe, sie überlegt sich das noch mal mit dem Wohnzimmer- und Küchenverbot. :muede2:
    Was du ihr sagen kannst - es schadet der Bindungsentwicklung, verzögert die Stubenreinheit, später hat er evtl. stärkere Probleme mit dem Alleinesein, mit der Zeit wird er wahrscheinlich amfangen aus Frust alles mögliche kaputt zu machen, er wird sicher schwer zu erziehen sein, wenn die Bindung nicht stimmt, und das kann sie nicht bei der Isolation.
    Richtig "spazieren" war ich übrigens weniger mit dem Kleinen am Anfang. Im Garten herumtollen, die Welt erkunden, Leckerchen im Gras finden, gemeinsam buddeln, an Stöckchen knabbern lassen... auch im Haus gehören Geist und Körper des Welpis beschäfigt! Leckerchen in Karton packen, einen kleinen Trick lernen, einen Ball am Körper suchen, etcetcetc. Er schläft zwar anfangs sehr viel, aber zwischendrin reichen streicheln und spazieren gehen ganz sicher nicht aus. :roll:

    Also ich würde sagen, entweder da ändert sich was, oder ich würde dem kleinen Kerl eine Familie suchen, die was das betrifft an einem Strang zieht. Ich halte dir beide Daumen. :mute:

  • Das ist sicher keine entgültge Lösung, aber vielleicht ein Versuch wert bis deine Mutter überzeugt ist.

    Gebe es die Möglichkeit in der Küche/Wohnzimmer einen größeren Bereich abzutrennen und mit wischbarem Bodenmaterial (muss ja nix teures sein) auszulegen? So wäre der Kleine zumindest erstmal nicht ausgeschlossen und deine Mutter kann lernen, wann der Kleine zeigt das er raus muss.

  • Zitat

    Das ist sicher keine entgültge Lösung, aber vielleicht ein Versuch wert bis deine Mutter überzeugt ist.

    Gebe es die Möglichkeit in der Küche/Wohnzimmer einen größeren Bereich abzutrennen und mit wischbarem Bodenmaterial (muss ja nix teures sein) auszulegen? So wäre der Kleine zumindest erstmal nicht ausgeschlossen und deine Mutter kann lernen, wann der Kleine zeigt das er raus muss.

    Daran dachte ich auch. Aber ehrlich: Wenn der Boden "geflutet" wird ;-) wurde einfach nicht auf den Hund geachtet. Daran wird ein Gehege nichts ändern. Dann macht er halt auf Plane oder sonstwas, aber stubenrein wird er deshalb auch nicht.

    Ich finde es insgesamt schwierig. Denn jetzt pinkelt und kackt das Hundekind auf den Boden und in einigen Wochen beginnt die Junghund-Zerstör-Phase, das wird die Eltern auch nicht freuen.

    Die Familie (alle! Familienmitglieder) sollten sich daher meiner Meinung nach schnellstens an einen Tisch setzen und klären, ob sie der Aufgabe Hund, insbesondere Welpe und Junghund, gewachsen sind und das auch möchten. Denn wenn nicht, sollte schnellstens ein geeignetes Zuhause für den Vierbeiner gesucht werden. Bevor er Probleme entwickelt, die durch falsche Haltung hervorgerufen werden.

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