Wer ist Rudelführer?
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Das Rudelführergedöns kann man getrost vergessen.
Natürlich hört der Hund am besten auf den, der die meisten Übungen mit ihm macht. Da ist das Gehorchen sozusagen automatisiert. Das ist auch nicht anders als bei einem Pferd und seinem ständigen Reiter. Der legt seine Schenkel auf eine ganz bestimmt Art und Pferd galoppiert. Bei einem Fremden fühlt sich die gleiche Hilfe anders an, da klappt die Umsetzung dann nicht so weich und fließend. Rudelführer ist der ständige Reiter aber nicht.

Wem sich ein Hund besonders eng anschließt, das ist eine reine Sympathiefrage, die der Hund entscheidet. Manche Hunde wechseln über die Jahre ihre Hauptbezugsperson. Oft finden Welpen mütterliche Typen toll; Hunde, die voll im Saft stehen, bevorzugen dann den Sportfreak der Familie und in höherem Alter schließen sie sich der ruhigsten Person an. Andere bleiben immer an nur einem kleben, und einige wenige verteilen ihre Gunst recht gleichmäßig auf alle.
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Hallo,
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Ich denke mal, es geht hier um die Hundeschule ansich. Wir hatten auch gedacht, dass mal der, mal der und mal der geht, aber uns wurde gesagt, dass es besser wäre, wenn es nur ein Hundeführer wäre.
Wenn man sich die Stunde teilt, dann ist es ja noch schlimmer, denn jeder geht doch von seiner eigenen Körpersprache anders an die Sache ran. Vielleicht solltet ihr euch einigen, wer mit ihm in die Hundeschule geht. -
Hey
ZitatIch habe nur mal unseren Alltag beschrieben. Das war jetzt nicht nur auf das Futter geben bezogen. Diese Aufgaben ( Verhalten lernen) übernehme ich am meisten, dann mein Mann und unser Sohn...na ja....der kuschelt und spielt lieber mit ihm
Unter einem Rudel versteht man einen (Groß-) Familienverband, der je nach Tierart anders organisiert ist.
Bei Löwen ist es ein Männchen (manchmal auch zwei oft Geschwister) der Rest besteht aus den Weibchen.
Wölfe dagegen sind gemischte Rudel mit den Leittieren/Alphas und in der Regel deren männlichen/weiblichen Nachwuchs.
Wie leicht zu erkennen ist, sind Rudel sehr unterschiedlich von Tierart zu Tierart organisiert.
Auch Hunde, die zusammengewürfelt werden, sind oft kein echtes Rudel.
Der Mensch und die Hunde sind alles, nur kein Rudel, man spricht da von Mutualismus eine Form von Symbiose.
Hunde neigen aufgrund ihrer koevoluierten Entwicklungsgeschichte (Domestikation) dazu, sich dem Menschen unterzuordnen.
D. h., es entsteht eine Dominanzhierarchie HH/Hund und zwischen den Individuen Mensch/Hund eine Dominanzbeziehung.Da der Mensch mit den Hunden kein wirkliches Rudel bildet, kann es streng genommen auch zwischen ihnen keinen Rudelführer geben.
Jeder der von euch alleine den Hund führt ist der/die Hundeführer/in, wer aber in eurer Dominanzhierarchie an oberster Stelle für eueren Hund stehen mag, ist da eine ganz andere Frage, die sich aus der Ferne nicht beantworten lässt.
Wichtiger ist doch letztlich, wie ihr mit ihm klarkommt.
Der wahre Egoist kooperiert.
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Du gehst von einer konstanten Dominanzhierarchie aus?
Wie soll das gehen?
Zumal auch das schon für Hunde untereinander nicht gegeben ist. -
Zitat
Wir wurden das nämlich in der Hundeschule gefragt.
Ich finde, dass es eine sehr komische Frage der Trainerin (Trainer) ist und dass sie überhaupt so und mit diesem "altbackenem Begriff" gestellt wurde.
Es wäre doch eigentlich ihre Aufgabe, die Mensch-Hundbeziehung in den nächsten Stunden zu beobachten und ggf. Verbesserungsvorschläge zu machen, falls ihr etwas auffallen sollte, was verbesserungswürdig wäre.
Was auch immer sie mit der Frage bezwecken wollte, erschließt sich mir (noch) nicht, aber vielleicht klärt sie euch in der Stunde noch auf und du berichtest hier, was sie damit meint."Gehorsam" hat nicht immer etwas mit einer guten Beziehung zum Hund zu tun, zumindest definiert sie sich darüber eher weniger, Kommandos wie "Sitz, Platz und Co." haben auch wenig mit Erziehung, sondern vielmehr mit einer Motivation zu tun, im Grunde sind es Kunststücke...
Entscheidend ist, wie man dem Hund diese Kunststücke beigebracht hat, also sagen z.B. diese ausgeführten Kommandos über die Mensch-Hund-Beziehung gar nichts bzw. sehr wenig aus.ZitatDie klaren Ansagen bekommt er von meinem Mann und von mir.
Was meinst du konkret mit "klaren Ansagen"?
Kannst du es anhand eines Beispiels erklären?Viele Grüße
Themis -
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Der Begriff Rudelführer wird von HH die ihre Nase nicht den ganzen Tag in schlaue Bücher stecken ohne bösen Hintergedanken als simples “ Wer trifft die Entscheidungen“ verstanden. Deshalb wird er auch häufig in normalen Hundeschulen verwendet. Daraus kann man Natürlich “böse Hundeschule“ stricken, muss man aber nicht.
Ich denke hier geht es,um Orientierung. Hunde orientieren sich gerne an dem Menschen, dem sie in Hinblick auf Sicherheit, Versorgung und Souveränität am meisten zutrauen. Derjenige kann dann auch am besten mit dem Hund trainieren, da es am Stressfreiesten für beide ist. Daher finde ich die Frage gar nicht so doof. Ein Hund lernt ohne Druck am besten und ein ruhiger, ausgeglichener Halter an dem er sich orientiert ist ein wichtiger Trainingspartner.
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Hey
ZitatDu gehst von einer konstanten Dominanzhierarchie aus?
Wie soll das gehen?
Zumal auch das schon für Hunde untereinander nicht gegeben ist.a) Du solltest nicht alles, was so über Dominanz/Dominanzhierarchie/Dominanzbeziehungen verbreitet, wird einfach glauben.
b) Dominanzhierarchien machen schon sinn, heißt aber nicht gleich, dass sie für alle Zeiten unveränderbar ist.
c) Dominanzbeziehungen ist ein Eigenschaftsmerkmal und bedeutet, das diese Form der Dominanz flexibel ist und sich daher auch von der Dominanzhierarchie unterscheidet.
e) Man kann die Dominanzhierarchie, Dominanzbeziehungen, Dominanz usw. nur verstehen, wenn man sie im Lichte der Evolution und nicht wenn man sie isoliert betrachtet.
D. h., Dominanzhierarchie, Dominanzbeziehungen, Dominanz, sind regulativen für ein kooperatives Zusammenleben von Tieren allgemein.
Das verhindert z. B. verletzungsträchtige und unnötige Kämpfe innerhalb eines Rudels, wenn Rudelmitglieder untereinander wissen, wer wo steht in einer Rangordnung, denn der wahre Egoist kooperiert.Dass verbreitete Annahmen nicht unbedingt wahr sind und dass das ultimative Kriterium für Wahrheit ein empirischer Nachweis ist und nicht die Beliebtheit der Meinung (J. P. J. Pinel Biopsychologe).
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hansgeorg ... stimmt alles bei Wölfen. Hunde sind keine Wölfe. Das natürliche Habitat von Hunden sind Sozialverbünde mit Menschen.
Die Beziehung zwischen Hund und Mensch sollte eher eine sein die einer Eltern-Kind Beziehung ähnelt. Es gibt jemand an wos lang geht weil er weiß was gut ist. Der Hund folgt dem weil er mit der Zeit gelernt hat dass es sich für ihn lohnt und Vertraunen in diese Person gerechtfertigt ist. Das ist zwar simpel zusammen gefasst aber halbwegs treffend.
Von daher - entspannen, Beine hoch legen, mit dem Hund arbeiten und Spaß haben und auf seine Bedürfnisse achten. Der Rest kommt von alleine. -
Hallo,
ZitatWir wurden das nämlich in der Hundeschule gefragt.
also bei uns ist die Sache klar - der HUND ist der Rudelführer!
Zwingt er mich doch schon morgens mit ihm rauszugehen ...andernfalls ka.kt er mir ins Wohnzimmer. Draussen will er dann beschäftigt werden, in erster Linie Nasen- und Kopfarbeit - grad wie es ihm gefällt ...sonst könnte es schnell passieren dass er in der Wohnung schon mal Randale macht ...und man will ja keinen Ärger
. Ich muss ihm die Türen aufschließen und sogar aufhalten, dem gnädigen Herrn, damit er dann vorgeht - manchmal muss ich sogar vorgehen und die Lage checken, damit nicht irgendwo eine Bedrohung auf ihn lauert. Abends kommt er schon mal mit der Leine im Maul an ...natürlich pünktlich um 20.00 Uhr, weil er ja für 20.45 Uhr das Essen bestellt hat (mit seiner Ernährung müssen wir uns auch noch auseinandersetzen :| ) ...und danach streicheln, streicheln, streicheln.
Damit nicht genug - jetzt müssen wir uns auch noch ein neues Auto kaufen, weil dem schwarzen Riesen unser Twingo nicht mehr groß genug ist....jaaa schönen Dank
Die Sache ist klar ....ER BESTIMMT UNSER LEBEN ....also ist ER der Rudelführer
Sorry, aber das lag mir echt auf der Seele.
Ansonsten kann ich es mir nur so vorstellen wie Labradora es schon schrieb. Der Begriff "Rudelführer" wird deshalb so gerne benutzt weil es dem HF leichter verständlich wird wer sich an wen orientieren sollte.
Schade nur, dass gerade dieser Begriff dafür sorgte, dass viele Leute sich ein absolut falsches Bild gemacht haben über ihre Rolle, die sie dem Hund gegenüber spielen könnten und ihre daraus resultierenden Fehlhandlungen, die schon etlichen Tieren das Leben richtig schwer gemacht, ja sogar versaut haben.
Hätte man doch nur ein anderes Wort gewählt ...den Tieren zuliebe!
Ich denke auch - wie Gott sei Dank die meisten hier - man sollte dem Hund eine zuverlässige Orientierung bieten.
Ihn körperlich und geistig ausreichend und angemessen auslasten (deiner ist erst 5 Monate - also bitte nichts übertreiben und entfachen, was man später nicht mehr löschen kann). Dann wird er Grenzen die man ihm setzt leicht akzeptieren.
Ob eine Hundeschule schlecht od. gut ist, darüber kann man sicher NUR anhand eines verwendeten Wortes keine zuverlässige Aussage treffen. Dennoch würde ich hinterfragen ob es hier nur um eine bloße Begrifflichkeit geht od. ob ein gesamtes Training nach dem "Rudelprinzip" aufgebaut ist. Wölfe und Hunde sollte man meiner Meinung nach nicht vergleichen, um daraus irgendwelche Schlüsse auf den Umgang des Menschen mit dem Hund zu ziehen ...die Umsetzung kann ganz ordentlich in die Buxe gehen!Tschüss und viele Grüße
Ralf -
Zitat
also bei uns ist die Sache klar - der HUND ist der Rudelführer!
Zwingt er mich doch schon morgens mit ihm rauszugehen ...andernfalls ka.kt er mir ins Wohnzimmer. Draussen will er dann beschäftigt werden, in erster Linie Nasen- und Kopfarbeit - grad wie es ihm gefällt ...sonst könnte es schnell passieren dass er in der Wohnung schon mal Randale macht ...und man will ja keinen Ärger
. Ich muss ihm die Türen aufschließen und sogar aufhalten, dem gnädigen Herrn, damit er dann vorgeht - manchmal muss ich sogar vorgehen und die Lage checken, damit nicht irgendwo eine Bedrohung auf ihn lauert. Abends kommt er schon mal mit der Leine im Maul an ...natürlich pünktlich um 20.00 Uhr, weil er ja für 20.45 Uhr das Essen bestellt hat (mit seiner Ernährung müssen wir uns auch noch auseinandersetzen :| ) ...und danach streicheln, streicheln, streicheln.
Damit nicht genug - jetzt müssen wir uns auch noch ein neues Auto kaufen, weil dem schwarzen Riesen unser Twingo nicht mehr groß genug ist....jaaa schönen Dank
Die Sache ist klar ....ER BESTIMMT UNSER LEBEN ....also ist ER der Rudelführer
Tschüss und viele Grüße
RalfStimmt!
Nur, ich habe drei Rudelführer

Gaby, ihre schweren Jungs und Finn
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