Der Weg zum "perfekten" Hund?! Glück oder Können?
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Ich lese ja jeden Abend hier sehr fleißig mit. Wie einige vielleicht wissen, ist Angel (knapp 5 Jahre alt) seit Welpe bei mir. Sie ist mein erster Hund. Und ich gebe zu - ich habe von Hundeerziehung nur sehr begrenzte Ahnung. Ich habe immer alles so gemacht, wie ich es eben für richtig gehalten habe.
Trotzdem ist sie wirklich vorbildlich - verträglich mit allem und jedem, kann problemlos allein bleiben, hört sehr gut - na ja, manchmal auch erst aufs dritte Wort
Sie hat sich jeder neuen Situation problemlos angepasst - so sind z. B. zwei kleine Menschenkinder dazu gekommen, die sie von der ersten Sekunde an völlig problemlos akzeptiert hat. Und ich betone nochmal - ich hab von Hundeerziehung eigentlich keine Ahnung!Jetzt stellt sich mir die Frage: hab ich einfach nur Glück gehabt? Schreiben hier vielleicht oft nur Menschen, die Probleme mit ihren Hunden haben und HH wie ich halten sich eher im Hintergrund?
Wieso sind manche Hundis so problematisch und andere wiederum gar nicht? Banale Frage vielleicht, aber beschäftigt mich sehr...
EDIT: Die Überschrift ist wirklich mittelmäßig, aber mir ist leider keine bessere eingefallen zum Thema. Kann also gern geändert werden

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Hallo,
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Ich bin mir sicher, dass viele Dinge bei Hunden wirklich Veranlagung sind.
Maja ist genau so wie deine Angel eigentlich völlig unproblematisch. Die "Probleme" die wir haben, werden von fast allen Hundehaltern die ich kenne eher belächelt und wenn ich ehrlich bin, sind es auch gar keine richtigen Probleme.
Sie bleibt ohne Probleme alleine, ist mit Allem und Jedem absolut verträglich, lernt gerne, hört super - so wie ich mir das eben vorstelle - und macht jeden Quatsch mit. Mit etwas Training haben wir eig. alle Baustellen (wie jagen, ihre extreme Aufdringlichkeit etc.) super schnell in den Griff bekommen und heute ist sie ein Traumhund.
Es hätte aber auch ganz anders laufen können. Dinge wie Ressourcenaggression bzw. die Neigung dazu sind z.B. auch Sache der Veranlagung des jeweiligen Hundes und haben - unter Umständen - nicht unbedingt was mit dem Training zu tun, selbst wenn man total viel Ahnung von Hundeerziehung hat.
Ich denke - im Endeffekt - ist es eine Mischung aus beidem.
Mir war immer wichtig, dass ich meinen Hund und seine Beweggründe etwas zu tun oder auch nicht zu tun verstehe, damit ich dann auch angemessen und sinnvoll darauf reagieren und gemeinsam mit ihm/ihr daran arbeiten kann.
Aus einem aggressiven, vormals vielleicht sehr schlecht behandelten Hund kann auch der beste Freund eines Menschen werden. Es ist bei einigen Tieren nur deutlich mehr Arbeit von Menschenseiten her gefragt, als bei anderen, die sich - zumindest in den Augen einiger - quasi "von selbst erziehen" (natürlich nicht wörtlich gemeint). -
ich glaube, einen Teil traegt auch die eigene Erwartungshaltung bei. Ich habe von meinem Hund nie erwartet, dass er mir jedes Kommando von den Augen abliest, ich habe oft Intuition statt vermarkteten Erziehungsweisheiten den Vorzug gegeben und bin insgesamt einfach bereit, meinen Hund so zu lieben, wie er ist. Ich renne weder gedanklich noch wortwoertlich einem Traum vom Idealhund nach und habe vielleicht gerade deshalb "mein Ideal" in ihm gefunden.
Wieviele der Probleme anderer hausgemacht sind, wieviel in Genetik, Aufzucht und Co. begruendet liegt weiss ich nicht, aber es ist sicher auch ausschlaggebend.
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Zitat
Ich renne weder gedanklich noch wortwoertlich einem Traum vom Idealhund nach und habe vielleicht gerade deshalb "mein Ideal" in ihm gefunden.
Super geschrieben

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"Der Weg zum perfekten Kind!? Glück oder Können?

Als Erstes: Was ist perfekt? Das liegt im Auge des Betrachters. Ich denke, dass ich einen fast perfekten Hund habe. Fast perfekt, weil es "perfekt" als solches in meinen Augen nicht gibt, wenn man über ein soziales Wesen spricht. Ich bin ja auch nicht perfekt, obwohl ich mir stets Mühe gebe es mir selbst, aber auch anderen irgendwie Recht zu machen....aber, es wird immer jemanden geben, der sagt: "Frollein ist scheiße"
Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, ob ich einfach nur Glück hatte bei der "Auswahl" meines Hundes. Aber, NEIN, es war definitiv HARTE Arbeit, absolute Konsequenz, klare Regeln und Strukturen..... Und selbst, wenn ich versuche stets nach besstem Gewissen zu handeln, stets versuche keine Fehler zu machen, bleibt dennoch der "X-Faktor".
Natürlich fließen da mehrere Faktoren ein... Hat der Hund Jagdtrieb, ist er eher gelassen, oder aufgedreht vom Gemüht her etc. Also, für mich dreht sich die ganze Sache darum, dass man an sich SELBST arbeiten muss, sich anpassen muss, umdenken muss, manchmal neue Wege gehen muss, um dem Hund dies oder jenes vermitteln zu können, was man für sich selbst für relevant hält. Nicht der Hund muss denken, sich verändern, sondern der Mensch. Die Einstellung zu vielen Dingen wandelt sich, wenn man den eigenen Hund und seine Art zu Verstehen erkannt hat. Und dennoch bleibt der "X-Faktor", wie bei jedem Lebewesen.
Ich persönlich denke, dass man am besten mit einer "intuitiven Einlage" bei der Erziehung fährt. Strickt nach Buch und Schema, kann kein Hund erzogen werden, denn dann müsste dieses Buch 3.589.893.152.479 Seiten, für jede Situation, auf jeden Hund angepasst, haben.....
Da ich an das Schicksal glaube, oder an das, dass jeder genau den trifft, den er treffen soll, sage ich, dass auch ein Problem in der Hundeerziehung, einen selbst auf etwas lenken und leiten soll. Auf einen Konflikt und eine Stärke in einem selbst. Hört sich jetzt sehr esoterisch an, man mag mich für bescheuert halten, aber ist mir Rille.

Ist es "Glück", dass man glücklich ist? Ist es "Glück", dass man bei Freunden gern gesehen ist? Ist es "Glück" dass man z. B. in der Arbeit erfolgreich ist?
Ist es "Glück", dass man einen Hund hat, der einem voll und ganz vertraut? Ich denke nicht.......aber, das ist meine Welt -
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Ich bin mir sicher, dass viele Dinge bei Hunden wirklich Veranlagung sind.
Maja ist genau so wie deine Angel eigentlich völlig unproblematisch. Die "Probleme" die wir haben, werden von fast allen Hundehaltern die ich kenne eher belächelt und wenn ich ehrlich bin, sind es auch gar keine richtigen Probleme.
Sie bleibt ohne Probleme alleine, ist mit Allem und Jedem absolut verträglich, lernt gerne, hört super - so wie ich mir das eben vorstelle - und macht jeden Quatsch mit. Mit etwas Training haben wir eig. alle Baustellen (wie jagen, ihre extreme Aufdringlichkeit etc.) super schnell in den Griff bekommen und heute ist sie ein Traumhund.
Es hätte aber auch ganz anders laufen können. Dinge wie Ressourcenaggression bzw. die Neigung dazu sind z.B. auch Sache der Veranlagung des jeweiligen Hundes und haben - unter Umständen - nicht unbedingt was mit dem Training zu tun, selbst wenn man total viel Ahnung von Hundeerziehung hat.
Ich denke - im Endeffekt - ist es eine Mischung aus beidem.
Mir war immer wichtig, dass ich meinen Hund und seine Beweggründe etwas zu tun oder auch nicht zu tun verstehe, damit ich dann auch angemessen und sinnvoll darauf reagieren und gemeinsam mit ihm/ihr daran arbeiten kann.
Aus einem aggressiven, vormals vielleicht sehr schlecht behandelten Hund kann auch der beste Freund eines Menschen werden. Es ist bei einigen Tieren nur deutlich mehr Arbeit von Menschenseiten her gefragt, als bei anderen, die sich - zumindest in den Augen einiger - quasi "von selbst erziehen" (natürlich nicht wörtlich gemeint).Sehr schön geschrieben
Absolut YES -
Zitat
"Der Weg zum perfekten Kind!? Glück oder Können?
DAS wiederum ist auch ne sehr gute Frage

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Ich würde mal behaupten, ich habe den für mich 'perfekten' Hund.
Sie ist jetzt knapp 4 Jahre alt und so im nachhinein würde ich fast behaupten, sie hat sich von selbst erzogen, oder aber ich habe instinktiv einfach einiges richtig gemacht, keine Ahnung
Ich bin da nicht nach Lehrbuch vorgegangen, eine Hundeschule haben wir auch nie besucht.
Baustellen haben wir keine Nennenswerten, sie ist einfach extrem lieb, total verträglich und unkompliziert in allen Lebenslagen.Ich behaupte mal, dass die Wahl einer geeigneten Rasse in der Regel schon mal der erste Schritt zu einem recht unkompliziertem Miteinander ist.
Viele Probleme ergeben sich, weil Menschen völlig falsche Vorstellungen von ihrem Hund/Rasse haben. Da prallen dann evtl. unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen aufeinander, die auf beiden Seiten nicht erfüllt werden können. Daraus können dann Frust und Probleme resultieren. -
Zitat
Ich würde mal behaupten, ich habe den für mich 'perfekten' Hund.
Sie ist jetzt knapp 4 Jahre alt und so im nachhinein würde ich fast behaupten, sie hat sich von selbst erzogen, oder aber ich habe instinktiv einfach einiges richtig gemacht, keine Ahnung
Ich bin da nicht nach Lehrbuch vorgegangen, eine Hundeschule haben wir auch nie besucht.
Baustellen haben wir keine Nennenswerten, sie ist einfach extrem lieb, total verträglich und unkompliziert in allen Lebenslagen.Ich behaupte mal, dass die Wahl einer geeigneten Rasse in der Regel schon mal der erste Schritt zu einem recht unkompliziertem Miteinander ist.
Viele Probleme ergeben sich, weil Menschen völlig falsche Vorstellungen von ihrem Hund/Rasse haben. Da prallen dann evtl. unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen aufeinander, die auf beiden Seiten nicht erfüllt werden können. Daraus können dann Frust und Probleme resultieren.Auch absolut, jaaa. Die Beziehung zu einem Hund gleicht mir persönlich schon sehr der Beziehung zu einem Menschen. Evtl. sogar der Beziehung in einer sehr guten Freundschaft, oder sogar Partnerschaft. Man selbst kann nicht glücklich werden, wenn man zu hohe Ansprüche an den Anderen stellt. Man muss akzeptieren, dass jeder seine Facetten und Wesenszüge hat, die man nicht "ausbügeln" darf. Man darf sich nicht seiner eigenen Erwartungshaltung verschreiben, sonst wird man selbst unglücklich....nichts ist dann gut genug. Kein Wesen kann dem gerecht werden, was ein anderes Wesen ERWARTET in Perfektion...ich bin meinen Hunden sehr dankbar! Der Erste hat in mir die Flamme erweckt, dass Sanftmut und Verständnis mich im Leben unterstützt. Und mein jetziger Hund hat mich gelehrt (unterstützend zu all den Dingen, die ich bislang erleben durfte), dass Kontrolle NICHTS ist, sondern Vertrauen ALLES. Wirklich im Hier und Jetzt leben, nicht auf Vergangenes achten, sondern den Moment erfassen und danach handeln.
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Wie gesagt, Angel ist mein erster Hund...
Aber ich liebe folgendes Zitat:
"Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war."

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