Ich brauche dringend Ratschläge
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Hallo,kurz zu mir und meinem Hund:
Wir haben Maggie (vermutlich Galgomix, 1.5 Jahre) aus dem Tierheim geholt, sie kam mit 3 Monaten nach Deutschland. Mit 5 Monaten zog sie bei uns ein (Einliegerwohnung mit Garten, zudem haben wir zwei Katzen).Nun haben wir seit einer guten Zeit vermehrt 'Probleme'..
Ich weiß auch nicht so recht wo ich anfangen soll.
Maggie hat sehr starken Jagdtrieb, ich leine sie ab und an auch ab, sie kommt auch gerne wieder aber wenn sie etwas sieht, rennt sie los. Sie rennt 'zum Glück' nur ein paar Meter hinterher und kommt wieder, aber schon allein das stört mich! Ablenken (natürlich vorher) mit Futterbeutel, Spielchen etc. hilft nicht..
Dann folgt sogleich das nächste Problem: nachdem ich mit Maggie längere Zeit Gassi war (i.d.R. 1-1,5h) muss sie alleine bleiben (meist 3/4Stunden),damit ich zur Uni fahren kann. Mir wurde damals empfohlen, ihr einen gefüllten, tiefgefroren Kong zu geben.. Ich komme nach Hause: was ist ? Die ganze Wohnung ist auf den Kopf gestellt!
Sie zerreißt alles.. anfangen von Klopapier über Staubsaugerkabel bis zum Kratzbaum der Katzen, wirklich alles.
Vorher (vor knapp 3Monaten) war das nicht so! Sie konnte super alleine bleiben und alles blieb heile. Es hat sich seitdem auch nichts verändert!
Wenn ich wiederkomme, gehen wir natürlich erstmal raus. Ab dem Zeitpunkt wo ich wieder da bin, ist sie auch wieder ganz normal und liegt hauptsächlich im Körbchen oder ärgert die Katzen ein wenig
Das sind für mich erstmal die zwei großen Baustellen! Mein Freund ist leider schon so weit zu sagen, dass wenn es nicht bald aufhört, dass Maggie weg muss.. er selbst ist seit klein auf mit Hunden aufgewachsen und kennt dieses Verhalten von Hunden nicht.
Ich weiß einfach nicht wo der Fehler liegt, es ist mein erster Hund, daher sehe ich auch gerne Fehler ein! Bitte gibt mir Tipps/Ratschläge..Vielleicht noch zu erwähnen:
Ich laufe mit Maggie dreimal am Tag, knapp 3Stunden. Zudem darf sie, wenn sie muss, in den Garten (nächstes Problem buddeln..
). Sie war bis vor kurzem in der Hundeschule, da war sie Streber Nr.1, aber ich empfand die Hundeschule nicht mehr so wichtig, da sie alle wichtigen Dinge (Sitz, Platz, bleib etc) kann.. ein Fehler?
Maggie hat auch soziale Kontakte, direkt über uns wohnt ihre 'beste Freundin' mit der sie spielen kann.
Zudem probiere ich Maggie viel mit Futterbeutel, Suchspielen und Fährte geistig auszulasten.. zu wenig?Bitte helft mir.

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Ich weiß nicht ob das zutrifft, aber kann es sein dass sie Langeweile beim Alleinsein hat? Ich würde sie mal versuchen zu filmen oder mit Skype zu beobachten und du setzt dich oben zu deinen Nachbarn o.ä. einfach um vielleicht zu sehen, was ihr Verhalten auslöst. Ob sie eher gelangweilt oder gestresst aussieht.
Das mit dem Jagen, ich finde dass sie nach ein paar Metern zurück kommt ist doch schon ziemlich gut, vielleicht müsste ihr jetzt noch an der Impulskontrolle arbeiten, damit "sie" sich besser zurückhalten kann? Wenn ihr Jagdtrieb wirklich so stark ist, ist nur ein paar Meter hinterher rennen schon ziemlich gut würde ich sagen
Oder gibst du ihr bevor sie losrennt schon ein Kommando das sie es nicht darf? Dann musst du vielleicht deinen Abbruch nochmal besser aufbauen?
Ich würde wieder in die Hundeschule gehen, wenn es allein nicht klappt und der und sonst weg soll. -
Wie lange habt ihr sie denn und wie alt ist Maggie jetzt??
Wie habt ihr das Alleinsein aufgebaut, wie lange läuft das schon so und hat sich in letzter Zeit etwas an eurem Tagesablauf geändert ? -
Ähm.. Dächsin..
ZitatWir haben Maggie (vermutlich Galgomix, 1.5 Jahre) aus dem Tierheim geholt, sie kam mit 3 Monaten nach Deutschland. Mit 5 Monaten zog sie bei uns ein (Einliegerwohnung mit Garten, zudem haben wir zwei Katzen).
ZitatSie zerreißt alles.. anfangen von Klopapier über Staubsaugerkabel bis zum Kratzbaum der Katzen, wirklich alles.
Vorher (vor knapp 3Monaten) war das nicht so! Sie konnte super alleine bleiben und alles blieb heile. Es hat sich seitdem auch nichts verändert!Huhu
Die Umlenkung des Jagdtriebes hat bei uns per Reizleine hervorragend geklappt.
Zu dem Radauproblem beim alleinesein.
Pfff.. ist es sicher, das sich nichts verändert hat? Sie konnte immer gut alleine bleiben.. und "plötzlich" geht das nicht mehr ..
Da muss sich doch was ergeben haben.. und sei es für dich noch so unbedeutend?
Denk darauf nochmal rum :)Gruss und Respekt
Fango -
Huhu,
ich glaube irgendwie nicht das das bei euch auch zutrifft aber man weiss ja nie.. ist sie vielleicht etwas später dran mit der Pubertät??
Meine konnte die Anfangszeit auch super alleine bleiben. Bis sie in die Pubertät kam. Da musste sie alles verstärkt erneut lernen und als dann die erste Läufigkeit kam, ging erst mal gar nichts mehr...
Aber ich vermute damit seit ihr schon durch?
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- da hab ich was vermasselt - und ich hab extra danach geschaut...... 
Naja, aber irgendeinen Grund wirds doch haben - irgendwas ist anders oder etwas ist passiert, auch wenn ihr das nicht mitkriegt. Ganz ohne Anlass verändert ein Hund sein Verhalten nicht so.
Wie habt ihr denn am Anfang das Alleinesein geübt, wie lange ist sie denn vorher anstandslos alleine geblieben - ich meine nicht die tägl. Zeit sondern wieviele Monate/ Wochen hat es gut geklappt?ZitatMaggie hat sehr starken Jagdtrieb, ich leine sie ab und an auch ab, sie kommt auch gerne wieder aber wenn sie etwas sieht, rennt sie los. Sie rennt 'zum Glück' nur ein paar Meter hinterher und kommt wieder, aber schon allein das stört mich!
Das ist aber schon gut, sie ist schließlich ein Galgomix - und wenn sie dann nur ein paar Meter rennt und wieder umkehrt, das ist echt spitze
Vielleicht sind deine Ansprüche hoch - zu hoch - für gerade diesen Hund? Vielleicht spürt sie deine Anspannung und das dich der Jagdtrieb stört - und ist deshalb etwas gestresster? Daher vielleicht auch die Probleme beim Alleinesein......
Alles nur Glaskugelmutmaßungen - aber eben Möglichkeiten und Gedankengänge von mir.Wenn sie so viel zerfetzt und zerstört - habt ihr schon mal eine Überwachungskamera aufgestellt und gefilmt, was Maggie genau treibt wenn sie alleine ist? Das könnte auch Hinweise geben - auf jeden Fall scheint sie stark unter Stress zu stehen.
ZitatIch laufe mit Maggie dreimal am Tag, knapp 3Stunden. Zudem darf sie, wenn sie muss, in den Garten
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Maggie hat auch soziale Kontakte, direkt über uns wohnt ihre 'beste Freundin' mit der sie spielen kann.
Zudem probiere ich Maggie viel mit Futterbeutel, Suchspielen und Fährte geistig auszulasten.. zu wenig?Vielleicht zuviel?
Galgos die ich kenne sind im Haus die absolut gechillten Penntüten - und draussen drehen die dann auf. So Windhunde powern sich gerne kurzfristig bei einem Sprint hoch um dann wieder in sensibles Rumdösen zu verfallen - so kenn ich die jedenfalls. Keiner von denen die ich kenne entwickelt mehr als mäßiges Interesse für jede Art von Nasenarbeit. Während andere Hunde in diesen Haushalten verrückt nach Futtersuchspielen sind, hockt der Galgo auf'm Sofa und guckt sich die Sache von oben an
Hast du Kontakt zu anderen Galgobesitzern? Das könnte dir vielleicht einen anderen Blickwinkel für deinen Hund eröffnen............ -
Ausgelastet ist sie sicherlich zu genüge.
Vielleicht ist sie mit einer großen Wohnung einfach überfordert. Versuchsweise würde ich ihr den Wohnraum beim Alleinsein einschränken.
Es könnte auch sein, dass sie mittlerweile eine sehr enge Bindung zu Dir hat und deshalb das Alleinsein/Dein Verlust als beängstigend/Stress empfindet.
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Ganz ehrlich, ich finde du kannst dich mit dieser Ausprägung Jagdtrieb schon sehr Glücklich schätzen.
Ich kenne viele Galgos die nie ohne Leine laufen können und die bei jedem Bewegungsreiz nicht nur 3m hinterher rennen würden.
Ich habe hier 2 Podenco-Mixe, die wären beide mindestens so lange weg bis der Hase oder das Reh außer Sicht wären, wenn meine wirklich nur 50-100m hinterher laufen würden dann hätte ich keine Probleme mit offline laufen. Wie wäre es wenn du eine Schleppleine dran machst und so selbst das kurze hinterherlaufen unterbindest?
In meinem einen Podi steckt ziemlich viel Galgo und hier habe ich festgestellt dass sie einfach rennen muss. Sie liebt es zu rennen & nutzt so natürlich gerne jede sich bietende Chance einfach mal los zu spurten. Kann deine Hündin auch einfach mal richtig Rennen?Zum Alleine bleiben, vielleicht musst du das Ganze einfach nochmals von Null neu aufbauen. Ist zwar doof, aber wir hatten vor 1Jahr auch plötzlich einen solchen Rückfall, ohne dass sich etwas verändert hat.
Selbst wenn ein Hund schon viel Grundgehorsam kann habe ich festgestellt dass viele Hunde Hundeschule sehr gerne machen. Es macht ihnen einfach Spaß mit ihrem Besitzer zusammen zu arbeiten. Ob das jetzt Unterordnung oder z.b. Fährten, Agility usw. ist das ist meist egal. Man sollte einfach etwas finden was Mensch und Hund gemeinsam Spaß macht. Das fördert die Bindung
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vorab: erstmal Danke für die Antworten !
so, nun gesammelt alle Antworten -
Zum Alleinsein:
Ich würde alles darauf verwetten, dass Maggie einfach nur Langeweile hat. Aber wie soll ich das ändern? Ich hatte ihr so oft schon Kong, Wobbler, Bouncer etc. zur Beschäftigung da gelassen. Die Einrichtung ist ihr lieber..
Ich habe überlegt, was sich verändert hat in letzter Zeit: Wir haben vor 4 Monaten mit der Hundeschule aufgehört. Liegt es daran? Und seit gut 4 Monaten kommt sie nicht sehr so oft von der Leine wegen dem Jagdtrieb. Ich bin leider zu überempfindlich, wenn sie losrennt..
Zum Aufbau des Alleineseins:
Ich war am Anfang 2 Wochen nach Ankunft für Maggie 24h da, ab da an ließen wir sie minutenweise und dann stundenweise alleine, also ganz klassisch. Anfänglich bellte sie, natürlich ginge wir zu dem Zeitpunkt nie rein, immer wenn sie still war. Nach gut zwei Monaten, war sie still und machte nichts kaputt. Wie gesagt jetzt bellt sie wieder und macht Sachen kaputt..Wie stelle ich denn fest, dass mein Hund in der Pubertät ist?
Maggie wird in ein paar Wochen wieder heiß (3. Mal).
Zum Jagdtrieb:
Ich finde es selber auch schon super,dass sie vielleicht 50m hinterher rennt. Aber bei uns gibt es leider viele Jäger, die sowas überhaupt nicht sehen wollen.. Ich habe Maggie mit der Pfeife konditioniert. Als sie einmal einem Reh hinterher gerannt ist (mein Fehler, nicht bemerkt, "scanne" den Wald immer bevor ich sie ab mache), habe ich geschrien "KOOOMM".. nix passiert, aber die Pfeife hilft bei ihr ab und an.Ich gebe offen zu,dass ich hohe Ansprüche an Maggie habe. Ich würde sie später gerne mit auf Arbeit nehmen, wenn ich fertig mit dem Studium bin. In der Psychiatrie muss sie dann halt lieb und brav sein.. ansonsten muss sie zuhause bleiben und das nicht gerade kurz.

Zur Bindung: ich und Maggie haben eine sehr gute Bindung, meint auch unsere Hundetrainerin. Wie kann ich ihr die Angst nehmen? Ich komme ja jedesmal wieder.
Maggie ist an sich zuhause ein super lieber und ruhiger Hund(was vor einem halben Jahr ganz anders aussah! da hörte sie draußen besser als drinnen :D). Leider habe ich keinen Kontakt zu anderen Galgobesitzern, außer zu einer Podencobesitzerin, aber der Barni ist schon 7Jahre alt und wird nie abgeleint und macht auch nichts kaputt.
Eine letzte Frage: Wenn ich Maggie aufnehme während sie alleine bleibt - wie genau werten ich das Video dann aus? Wie soll ich was einschätzen?

Nochmals: vielen,vielen Dank an euch!
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Junge Hunde haben oft noch ein Kaubedürfnis. Das muss gar nicht immer Stress sein.
Langeweile kommt sicher hinzu.Da liegt dann so ein Kabel herum oder Klopapier, welches man so schön in tausend Teile zerrupfen kann. Für einen Hund ist das doch nicht anderes, als ein Stock, der draußen herumliegt. Dass am Kabel ein Staubsauger hängt, der Geld gekostet hat, weiss ein Hund nicht.
Nach meiner Erfahrung kann das einfach vorkommen, bis Hunde circa 2 Jahre alt sind.
Dann hört das von alleine auf.Ich würde alles wegräumen, was verlockend sein könnte.
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