Hilfe und Rat gesucht

  • Zitat


    Ich habe vorhin ein langes, ehrliches, aber auch für sie hartes Gespräch mit ihr geführt und ihr geraten, für den Wusel ein anderes Zuhause zu suchen. Sie war sehr mitgenommen, hat aber gesagt sie will darüber nachdenken.


    Ach Mensch. Fühlt euch mal gedrückt!

    Ich denke, das wird das Beste sein. Er klingt etwas versaubeutelt und nach recht viel nerviger Arbeit...die Zeit muss man halt auch erstmal haben.
    Ich wuerde mit ihm engmaschig rausgehen, alle zwei Stunden. Immer an denselben Ort, damit es nicht ständig neue Gegebenheiten sind, die spannender sein koennten.


    Alles Gute! :)

    Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk 2

  • Danke Meaning :hug:
    Ja, Zeit haben und auch die Ahnung. Ich bin ehrlich, auch bei mir wäre er nicht "gut" aufgehoben - ich bin ebenfalls voll berufstätig und wäre auf Sitting in den Arbeitszeiten angewiesen, was natürlich bei dem Floh ganz andere Ansprüche an den Betreuer stellt (und somit auch an den Geldbeutel, bleiben wir ehrlich) als bei meinen beiden sehr pflegeleichten Oldies.

    Ich gehe immer an die selbe Stelle zum Lösen (hat mir schon Kritik von Nachbarn eingebracht, ist mir aber egal). Aber er findet halt trotzdem immer andere Dinge, die er spannender findet..

  • Zitat


    Ich habe vorhin ein langes, ehrliches, aber auch für sie hartes Gespräch mit ihr geführt und ihr geraten, für den Wusel ein anderes Zuhause zu suchen. Sie war sehr mitgenommen, hat aber gesagt sie will darüber nachdenken.

    Hund abgeben ist ein Tabu. Als Tokaia sich damals dazu entschlossen hat, hatten wir einen Riesenkrach deswegen.
    aber jetzt lebt ihr Wuff im absoluten Hundeparadies, ist glücklich, kerngesund, wird gut beschäftigt, hat Hundegesellschaft, Garten, Ferien am Strand usw usw. Und ihre Situation ist eher noch schwieriger geworden - da wäre ein Hund einfach nur eine unglaubliche Belastung.

    Wenn man ein wirklich geeignetes und gute Zuhause für einen Hund findet, ist Abgabe die bessere Lösung, mMn. Dem Hund macht es ja auch keinen Spass dauern gestresst zu sein, ohne die Geborgenheit einer guten Führung und die Zufriedenheit von gelösten Aufgaben.
    Das Zuhause muss aber wirklich tippitopp sein und nicht so ein Hauruckdebakel, wie es letztens hier im Forum mal dokumentiert wurde. Aber Du weisst ja sehr gut, was er braucht und wonach Du gucken musst.

  • Abgeben ist nun mal nicht immer ein Drücken vor Verantwortung. Das Problem bei ihr ist eben, dass sie sich auf den LG verlassen, dieser sie jedoch in allen Punkten belogen hat. Nun ist sie nun mal Vollzeit tätig, und der Kleene kann keine 8,5 Stunden allein zu Hause bleiben. Dazu ist sie völlig überfordert mit der Erziehung.
    DIe Besi hat einen Vertrag, nach dem der Hund über die Orga neu vermittelt werden muss, also quasi wieder zurückgenommen wird. Daher denke ich können wir selbst eh nicht viel machen bei der Suche, außer den Hund und seine Bedürfnisse und Charakter so gut wie möglich zu beshreiben, damit das passendste Zuhause gefunden werden kann.

    Als ich gestern abend nochmal mit ihr gesprochen habe, als ich den WUsel abholte, meinte sie sie schaue sich jetzt nach einer "richtigen" Hundeschule um und habe sich auch in einem Forum angemeldet (nein, nicht hier, was ich aber natürlich empfohlen hatte ;) )

  • Gut, bei dem Nicht-alleine-bleiben-können habe ich nicht sooooo wahnsinnig viel Mitgefühl. Da muss einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass das mit einem Jungen und/oder Tierschutzhund mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nix wird.

    Ich glaube, sie wird einen Hütehund auch nicht mit einer Hundeschule in den Griff kriegen. Ein Mal die Woche auf nem Platz stehen und Übungen machen hilft einem doch absolut Null im Alltag. Es ist eine Grundsatzfrage ob man mit dieser Sorte Hund leben kann oder nicht. Ich könnte es definitiv nicht; die Triebigkeit in Kombination mit der niedrigen Reizschwelle machen mich kirre. (Eine gute Freundin hat einen BC-Mix. Ich liebe diesen Hund und ihre Ausdrucksstärke und Riesenpersönlichkeit, aber ich würde niemals mit ihr leben wollen)

    Aber gut, den Hund wieder bei einen unfähigen Orga parken ist ja auch keine tolle Lösung. Obwohl ich mir sicher bin, wenn man ein gutes, neues Zuhause mitpräsentiert, werden die sicher nicht Nein dazu sagen.
    Dann muss sie sich halt jetzt die nächsten zwei Jahre da durch quälen und eine Menge Geld ausgeben für kompetente Betreuung. Der BC-Mix meiner Freundin braucht anspruchsvolle und interessante Auslastung und das nimmt in etwa die Zeit eines Vierteltagsjob in Anspruch. Bekommt sie sie nicht fängt sie an zu pöbeln, zu wachen, zerrt wie eine Irre an der Leine, fängt an zu jagen und sucht sich insgesamt selber Beschäftigungen, die in der Regel nicht Gesellschaftskompatibel sind. Und das wird die nächsten zehn Jahre auch nicht weniger. Will Deine Vollzeit arbeitende single(?)Freundin das wirklich???

  • Das hab ich ihr alles schon gesagt kikt :muede:
    Ich bekomme immer zu hören "aber mein Herz hängt dran"...

    Sie will in erster Linie für sich zur HuSchu, damit SIE was lernt. Ich habe ihr auch schon gesagt, sie kann sich vielleicht besser einen Trainer holen, aber sie hat Horrorgeschichten gehört, vor allem was den Preis betrifft (110,-€ pro Stunde!!).

    Ich würde ihn behalten, wenn ich könnte. Aber ich kann nicht, aus bekannten Gründen.

    (PS:

    Zitat

    Will Deine Vollzeit arbeitende single(?)Freundin das wirklich???


    Single-Freundin mit pubertierendem Sohn...)

  • Hier im Forum habe ich auch schon die dollsten Geschichten von Hundeschulen ud Trainern geholt. Aber 110Euro kostet, glaube ich, nicht mal ne Einzelstunde bei Rütter persönlich.

    Ich bin mir ganz sicher, dass ihr Herz an dem Hund hängt. Es ist ja ihr Hund.
    Aber sie hat auch die Verantwortung ihrem Hund das zu geben, was er braucht. Wenn sie meint, sie bekommt das hin, ohne dass er in ein paar Jahren als unvermittelbarer Problemhund im Tierheim sitz, ok.

    Mir hat eine Doppelstunde mit einer guten Trainerin damals wesentlich mehr gebracht, als 10 Stunden in der Hundeschule. Auf dem Platz stehen auter unterschiedliche Hunde mit ihren Haltern im KReis und jeder darf dann mal 5-10 Minuten bissi was üben und kann evt. noch ne Frage stellen. Wie einem das Souveränität, Verständnis der Hundesprache und klare Kommunikation beibringen soll, muss mir erst mal jemand erklären.

    Ich wünsche ihr jedenfalls viel Glück und Dir gute Nerven.

  • Ja, diverse Storys kenne ich auch, nicht nur von hier.
    Ich werde mal schauen, ob ich einen guten Trainer finde.

    Danke für deine Wünsche! :knuddel:

    Update von gestern: Es ist schlimmer als gedacht: Der Ex-LG hat zugegeben, in der Zeit in der er mit dem Hund allein war ihn großteils sich selbst überlassen zu haben, also auch nur ganz selten mit ihm rausgegangen zu sein, nicht eine Minute in die Erziehung investiert zu haben... :curse: :explode:
    Na ganz toll, da brauche ich mich nicht darüber wundern, warum der Purzel nicht mal stubenrein ist.

    Wir arbeiten jetzt BEIDE an der Frusttoleranz und der Impulskontrolle. Das funktioniert tatsächlich sehr gut, wider Erwarten. Sie macht jetzt das "10-Leckerchen-Spiel", was der Knirps wohl auch sehr schnell verstanden hat, geht auch mal längere Strecken angeleint.
    Hier leistet die Box große Dienste, nicht mal ein Malheur ist mehr passiert. Wenn ich nicht auf ihn achten kann, z.B. wegen Duschens, ist er an seinem Platz angeleint. Er quietscht dann zwar, aber immer nur etwas, dann ist er wieder still, dann quietscht er wieder, wieder Ruhe, usw.
    Geht er der Katze hinterher und lässt nicht ab trotz Eingreifen wird er ebenfalls kurz angeleint. Noch sehe ich keinen Erfolg, außer dass er weeeeeeeesentlich mehr schläft. Der Napf wird auch nur freigegeben, wenn er artig sitzt und das auch bleibt (ich möchte wenigstens den Napf in Ruhe auf den Boden stellen können, ohne dass er ihn mir aus der Hand reißt).

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