Der Mehrhundehalter- Laberthread.

  • Klar ist jedem selbst überlassen, was er macht. Darum gehts doch gar nicht.
    Es war einfach ne Frage, wann ein weiterer einziehen würde und ich hab von Erfahrungen geschrieben. Es geht so sehr der Trend zur Mehrhundehaltung und mir sind in den letzten 2-3 Jahren immer mehr "Totalausfälle" diesbezüglich begegnet, dass man es durchaus mal erwähnen kann, dass nicht alles rosarot ist (jenachdem wie fit man selber in der Erziehung ist und wer schon im Haus lebt).

  • Ich hab da mal eine Frage an euch.

    Heute ist es schon die ganze Zeit so, dass Rusty (2 Jahre) und Rhydian (1 Jahr) ständig um Balou (14 Jahre) herumrennen. Rhydian hat ihn am Hinterlauf abgeschleckt, Rusty etwas später auch aber nicht so vehement. Sie belagern ihn richtig und wenn er aufsteht, dann wird die Liegestelle akribisch abgeschnüffelt. Selbst Rusty - der Kontaktliegen echt scheiße findet - liegt die ganze Zeit sehr dicht bei Balou. Sie schnüffeln vor allem auch oft am Rücken, etwas oberhalb vom Rutenansatz.
    Rusty ist so langsam schon richtig gestresst.

    Habt ihr so ein Verhalten schon mal gehabt? Ich habe dann ja immer ein wenig Panik, dass sich vielleicht die Tumore mucken bei Balou oder irgend etwas anderes im Argen liegt.

    Ich erwarte von euch jetzt natürlich keine Diagnose, was mit Balou evtl. sein könnte, mich würden nur interessieren, ob ihr so ein Verhalten auch schon hattet und sich irgendwann vielleicht auch ein Grund dafür herausstellte.

    Balou selbst benimmt sich wie immer, weder fitter noch schlaffer als sonst. Er lässt sich auch von dem Getummel um ihn nicht stören.

    Und ich habe jetzt ein ungutes Gefühl, dass ich gleich los muss auf den Hundeplatz. Ich leite heute dort alle drei Stunden, weil sonst kein Trainer da ist. Balou nehme ich dorthin schon lange nicht mehr mit, der ist entspannter bei meinem Mann daheim.

  • bei uns ist es jetzt so, dass im Prinzip nichts dagegen spräche, einen neuen Hund dazuzuholen. Der letzte Hunde-Einzug ist 4 Jahre her und hier läuft soweit alles easy-going. Der "Welpe" ist jetzt endgültig erwachsen und ausgereift, es gibt keine Baustellen, abgesehen davon, dass Fremdhundebegegnungen generell gemanaged werden müssen (wir kommen aber auch ohne Tamtam angeleint an Fremdhunden vorbei, das war die letzte Baustelle, die ich wirklich bearbeiten musste).

    Also theoretisch wären wir jetzt soweit und ich denke, die Zeit brauchten wir auch. Ich glaube, dass der Abstand von (mind.) 4 Jahren gut ist. Bela war 4, als Liesl einzog. Nun ist Liesl 4 und Bela 8,5. Man könnte so langsam drüber nachdenken…

    Es wird trotzdem in absehbarer Zeit keinen dritten Hund geben. Einfach weil ich keine Notwendigkeit dafür sehe. Ich bin froh, dass hier alles so super läuft, das darf gerne noch lange so bleiben und muss nicht schon wieder "gestört" werden durch einen Neuzugang. Ich genieße einfach mal meine beiden funktionierenden Hunde, mit denen ich weitgehend stressfrei durchs Leben schlendern kann. :)

    Ein weiterer Hund würde hier erstmal alles durcheinander bringen, das kann ich in der nächsten Zeit nicht gebrauchen (Weiterbildung steht an). Aber wer weiß, was danach ist (in ca. 2 Jahren). Dann hab ich hier nen Oldie und ein erwachsenes, voll im Leben stehendes Mädel, das vielleicht mal wieder ne neue Aufgabe möchte XD

  • Ich warte definitiv noch mit nem 3ten Hund, einfach weil darcey noch nicht so weit ist und noch arg viel rosarote Glitzerknete im Kopf hat.

    Abbey war in dem Alter schon deutlich weiter, da hätte ich auch schon nach 2 Jahren nen Welpen holen können.

    An und für sich würde ich einen Altersunterschied von mindestens 3, maximal aber 7 Jahren bevorzugen. Zwischen cici und poco sind es 8, da finde ich es fast schon zu viel. Cici konnte nie wirklich was mit dem welpending anfangen und auch in der Jugend haben sie eher nebeneinander her gelebt.
    Allerdings sind es alles Kleinhunde mit hoher Lebenserwartung. Bei größeren Hunden die früher richtig altern würde ich sogar maximal 5 Jahre sagen.

    Und ja, ich hab lieber ne seniorenstation als von junghund bis Senior gemischt. Die Anforderungen sind ähnlicher, man hat nicht mehrere hunde mit mehreren Anforderungen (z.b das gassigehen)

  • Das stimmt, das ist definitiv ein Vorteil, wenn man recht gleichalte Hunde hat. Für mich wäre es einfach nur zu schlimm, meine Hunde im ähnlichen Alter (vermutlich) recht gleichzeitig zu verlieren. Da bin ich zu sehr Weichei - da hab ich "lieber" vorher mehr Stress mit unterschiedlichen Anforderungen.

    @Flügelfrei
    Was du schreibst denke ich auch, dass er was hat, was die anderen riechen und bemerken. Es scheint sehr eindeutig. Aber ich würde eher für Montag vermutlich nen Termin beim Doc ausmachen. Wäre wohl das, was ich tun würde.

  • @Flügelfrei Hier noch eine Stimme für zum Arzt gehen.
    Denn die 2 machen schon arg deutlich das da sich irgendwas verändert hat... Ich drück die Daumen das es nur ne Kleinigkeit ist!


    Ich finds immer interessant wie anders die Ansprüche sind.
    @Gammur, ich nehm dich einfach mal als Beispiel, also bitte nicht böse sein oder angegriffen fühlen, ja?

    Du schreibst ja die Althunde müssen fertig sein. Aber wenns ums spazierengehen geht beschreibst du Hunde die ich für kein Geld der Welt haben wollen würde.
    Hunde die Polizei spielen, die nicht in der Lage sind andere Hund einfach freundlich oder wenigstens ignorant gegenüber zu sein würden mich in den Wahnsinn treiben. Ich mag einfach freundliche Hunde wo das größte Problem bei Fremdhundekontakt der ist zu verhindern das die Fremdhunde nicht direkt voller Freude als langvermisste Familienmitglieder abgeknutscht werden.
    Dafür hab ich kein Problem damit das die Leinenführigkeit ziemlich für die Katz ist und der Rückruf noch nichtmal bei 80% ist.

    Ich hab mir 2 junge Hunde angetan. Fertig im Sinne der "DF-Norm" werden sie nie sein. Aber das ist okay für mich, würde ich das wollen hätte ich andere Hunde.
    Und ich würd auch jederzeit nen Welpen zu den Kerlen holen und mir das Leinenchaos und Scheiße bauen in dreifacher Ausführung geben. Weil ich damit umgehen kann, das nervt mich eigentlich nichtmal.

    Ja, hat eben jeder andere Ansprüche. Aber diese Spannweite ist schon enorm.
    Und es gibt genug Hunderassen für beide Eckpunkte und für alles dazwischen. Ist schon krass wie unterschiedlich die Rassen (und die Hundehalter) teils sind.
    Einig sind wir uns aber trotzdem: Jeder Hund soll das bekommen was er braucht und ohne Hunde ist doof. :D

  • Ach was ich bin dir doch nicht böse. Ich hatte vor den Monstern eine Retriever Hündin, dieser Hund war toll. Verträglich mit allem und jedem, überfreundlich zu jedem Menschen und jedem Hund. Ich fand und finde das so furchtbar.
    Sie war schrecklich distanzlos und ich schwer genervt von diesem Verhalten.

    Hudson geht leider auch in diese Richtung und ich habe lange versucht sein Wesen, seinen Charakter zu ändern und ihm dieses unsäglich freu-hüpf-hallöchen abzugewöhnen. Ich habe es mittlerweile recht gut im Griff, trotzdem nehme ich Hudson sogut wie nirgends mehr mithin, einfach weil ich dieses Gezappel und diese Aufdringlichkeit so nervend, anstrengend, peinlich und unerzogen empfinde. Ich tue mir diesen Stress einfach nicht mehr an.

    Meine Mädels sind einfach schlicht weg ignorant. Kein Interesse an fremden Menschen, kein Interesse an fremden Hunden. Mit etwas managment aber mit anderen Hunden geht das. Sie machen keine Löcher und ich manage halt ein bisschen.

    Dafür lege ich sehr viel wert bei allen drei Hunden auf Gehorsamkeit. Abruf, down auf Entfernung, und bei mir müssen sitzen und das sofort. Ich verlange da 100%. Klappt natürlich nicht immer 100%, aber es gibt sehr wenig Aussetzer. Ich will einfach, mit drei Hunden nicht negativ auffallen. Ich will das meine Hunde positiv gesehen werden und den Menschen kein Dorn im Auge sind.
    Ich sehe es einfach so. Mir ist somit ein ernster, distanzierter, dafür absolut kontrollierbarer Hund lieber, als ein anderer Typus Hund.

    Darum habe ich die Hunde, die ich habe.

    Darum wird hier auch nie wieder eine Rasse einziehen die als Clowns bekannt sind, oder als lustig beschrieben wird. Passt einfach nicht zu meinen Wünschen. Diese Eigenschaften führen bei Hudson dazu, dass ich diesem Hund mehr als einmal unrecht getan habe und ich ihn schon abgeben wollte. Und ihn auch mal eine Woche zu einer Freundin abgeschoben habe, ich konnte es nicht mehr ertragen. Er hat mich verrückt gemacht damit. Und ich habe immer mehr versucht das Verhalten massiv zu deckeln. Und so kamen wir in eine ganz schlechte und für uns beide schlimme Spirale.

    Ich habe seitdem meine Ansprüche an den sargnagel angepasst und geändert. Habe erkannt das ich sein Wesen, seinen Charakter nicht ändern kann und einfach Abstriche machen muss. Er hat ganz viele tolle Seiten und ist eben wie er ist.
    Führt halt dazu, dass ich ihn oft einfach ausschließe, fremdbetreuung kann ich ihn auch nicht überall hingeben und viele nehmen ihn auch einfach nicht mehr bzw. nur im Notfall.

    Ich liebe ihn sehr, aber nochmal kommt mir sowas nicht ins Haus.

    Lg

  • @Flügelfrei: mein Farinelli wird zur gestressten Krankenschwester sobald Andiamo nur eine Schramme hat, hat er sich mal irgendwo ein bissl Brot ergaunert neigt er zu offenen Stellen an den Beinen. Ohne Farinelli würde ich die erst sehr spät mitbekommen so sehe ich die schon wenn da nur eine ganz leichte Rötung ist und kann sofort handeln. Also auch mein Rat ganz fix zum Tierarzt. Alles Gute!

  • Das stimmt, das ist definitiv ein Vorteil, wenn man recht gleichalte Hunde hat. Für mich wäre es einfach nur zu schlimm, meine Hunde im ähnlichen Alter (vermutlich) recht gleichzeitig zu verlieren. Da bin ich zu sehr Weichei - da hab ich "lieber" vorher mehr Stress mit unterschiedlichen Anforderungen.


    Ich hab "leider" drei in recht ähnlichem Alter. Zwei sind gleich alt der dritte ist ca. ein Jahr jünger. Klappt wie beschrieben alles super. Aber der Gedanke alle drei innerhalb eines kurzen Zeitraums zu ist ein echtes "Albtraumthema" das am liebsten erstmal verdrängt wird.

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