Windhund als Zweithund? Hilfe, liebe Foris! :)

  • Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe, ich bin im Thema "Haltung" richtig.

    Wie einige von euch wissen, habe ich seit letzten Sommer eine kleine Dalmatinerhündin, Junie. Ich denke jetzt über einen Zweithund nach, der im kommenden Sommer/Herbst einziehen könnte. Ich hätte gern einen Welpen, wäre aber auch für einen älteren Hund zu begeistern, wenn es passt.

    Mir würde ein Windhund gut gefallen, Whippets bzw. Windspiele standen schon beim Ersthund in der engen Wahl mit dem Dalmi. Junie ist sehr sensibel, recht katzenhaft und sucht viel Körperkontakt. Ein Begleiter, der im Haus ruhig und schmusig, und draussen ein großer Läufer ist, würde toll passen.

    Junie ist recht zierlich, wiegt 20kg und hat eine Schulterhöhe von 55cm. Ein Windspielmädchen würde nur um die 35cm groß sein. Passt das zusammen? Der Whippet läge ja schon mal bei ca. 45cm - ist das zwingend sinnvoller oder bewerte ich das über?

    Ich würd mich auch über Erfahrungen mit euren Whippets und Windspielen freuen, ebenso aber über Adressen von wirklich guten Züchtern deutschlandweit :) Wie sieht es mit dem Jagdtrieb der beiden Rassen aus? Ein absolutes No-Go wäre, wenn ich den Hund nie ableinen könnte.

    Vielen Dank schon mal!
    Janina

  • Hab selber keinen Windigen, find sie aber auch total toll

    Zitat

    .

    Junie ist recht zierlich, wiegt 20kg und hat eine Schulterhöhe von 55cm. Ein Windspielmädchen würde nur um die 35cm groß sein. Passt das zusammen?

    Windspielchen wiegen aber eben auch maximal 5 Kilo und sind dabei eben sehr zart. Da wäre mit persönlich der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Hunden viel zu groß. Bzw. würde es sicher gehen, aber gemeinsames Toben wäre mir zu gefährlich.

  • Hallo,

    ich habe weder Erfahrungen mit Whippets noch mit Windspielen, von daher kann ich Dir zu der Kombi nichts raten, wobei mir ein Windspiel doch ein bißchen klein erscheint als Spielgefährte für einen 20kg Hund.
    Ich würde aber sagen, wenn man einen Hund ohne Jagdtrieb sucht, ist ein Windhund sicher nicht die erste Wahl, sie sind nun mal passionierte Jäger, so ruhig und nett sie im Haus auch sein mögen. Man kann sicher Glück haben und ein Exemplar mit wenig Jagdtrieb erwischen aber die Wahrscheinlichkeit ist bei einem Windhund, egal welcher Rasse doch eher gering.
    Ich wünsche trotzdem viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!

    LG, Claudi, mit 4 Barsois und einem Azawakh

  • Ich würde an deiner Stelle wegen dem Größenunterschied eher zum Whippet tendieren. Hier im Forum gibt es ja auch einige, die frei laufen können, also scheint der Jagdtrieb ja in Bahnen zu lenken zu sein. der einzige Whippet, den ich bisher kennenlernen durfte konnte auch frei laufen und hat mich zum Fan der Rasse gemacht (aber ich find eh fast alle toll). evtl. meldet sich ja noch der ein oder andere Whippetbesitzer hier.

  • Zitat


    Junie ist recht zierlich, wiegt 20kg und hat eine Schulterhöhe von 55cm. Ein Windspielmädchen würde nur um die 35cm groß sein. Passt das zusammen? Der Whippet läge ja schon mal bei ca. 45cm - ist das zwingend sinnvoller oder bewerte ich das über?

    Gemeinsames Spiel würde ich (zwischen Windspiel und Dalmi) unterbinden, das wäre mir einfach zu gefährlich. Die Spielchen sind zwar robuster als sie aussehen, aber trotz alledem recht fragil, gerade im ersten Lebensjahr kommt es da nicht selten zu Beinbrüchen (diesbezüglich ist diese Rasse tatsächlich risikobehaftet, gerade die Jundhunde überschätzen sich gern mal). Ansonsten würde das schon gehen. Ich kenne z.B. auch jemanden, der die IW mit Barsois zusammen hält und es funktioniert wunderbar.

    Wenn jedoch auch der Whippet in Frage kommt, würde ich doch eher dahin tendieren. Oder vielleicht auch ein Galgo? Da findest du von 55 cm bis weit über 70 cm Schulterhöhe so ziemlich alles im Tierschutz.

    Zitat

    Wie sieht es mit dem Jagdtrieb der beiden Rassen aus? Ein absolutes No-Go wäre, wenn ich den Hund nie ableinen könnte.

    Schlimmstenfalls kann dir genau das passieren. Natürlich kann schätzungsweise ein großer Teil der Windigen (v.a. die Okzidentalen) in wildarmen Gebieten offline laufen - bei Wildsichtung aber sind auch diese Hunde zu 99 % weg, das muss einem einfach bewusst sein. Und sie laufen halt nicht wie andere ein paar Hundert Meter hinterher sondern hetzen die Beute und töten sie auch (was relativ häufig passiert, weil sie eben so schnell sind). Das heißt für die Spaziergänge, immer ein Auge auf den Hund und das andere auf die Umgebung zu haben und eben nicht gedankenverloren durch die Natur zu schlendern.

    Abgesehen davon sind es aber wahnsinnig tolle Tiere und ich kann die Faszination vollkommen nachvollziehen. Ich würde an deiner Stelle einfach mal ein paar Ausstellungen besuchen, die Hunde persönlich kennen lernen, mit Haltern und Züchtern sprechen. Auf diese Weise habe ich meine Liebe zu den Galgos und Deerhounds entdeckt, die für mich einfach noch nen Tick "mehr" haben als die Whippen. Aber das ist natürlich eine reine Geschmacksfrage.

  • Danke für eure Antworten!

    Wie schade... ich hatte irgendwie gehofft, dass der Jagdtrieb mittlerweile oder in bestimmten Linien nicht mehr so ausgeprägt ist.

    Zur Fragilität des Windspiels hatte ich die selben Befürchtungen wie ihr - vielleicht kontaktiere ich trotzdem mal ein paar Züchter um zu sehen, was deren Erfahrungen sind.

    Der Whippet wäre von der Größe und Statur ideal. Ich schlender nicht ständig gedankenverloren durch die Wälder, will aber schon mal mit den Hunden entspannt wandern gehen können und hab keine Lust, beide im Urlaub an einen Hasen zu verlieren (Junie wäre evtl. verplant genug, einfach mitzurennen, fürchte ich) ;)

    Hmm.. :verzweifelt:

  • Wenn du wirklich in der Natur irgendwo gehst, wo eben auch Wild aufkreuzt, und nicht nur im Stadtpark oder so, dann kannst du einen Whippet wahrscheinlich nicht dauerhaft leinenlos laufen lassen.
    Streckenweise, da wo kein Wild zu erwarten ist, ja. Das ist in der Regel kein Problem. Aber abrufen wenn der Hund es schon gesehen hat oder gar wenn er bereits am laufen ist, das kann man normalerweise vergessen.

    Es gibt zwar auch immer mal Leute die sagen, dass ihre Whippets wenig Interesse an Wild haben, aber erstens kann man sich da auch in diesen Linien nicht drauf verlassen (man sieht ja, wie häufig der Hetztrieb selbst bei Rassen Probleme macht, die seit zig Generationen nicht mehr drauf gezüchtet wurden, und bei Whippet liegt das noch lange nicht so weit zurück) und zweitens geht das absolut am Zuchtziel und am eigentlichen Charakter der Rasse vorbei.


    Windspiel kann ich mich den anderen anschließen, sind zu zierlich um wirklich mit einem großen Hund spielen zu können. Gibt zwar Leute, die die auch mit großen Hunden zusammen haben, aber die passen dann eben meistens auf, dass die grade nicht wild zusammen toben und die kleinen nicht unter die Räder kommen wenn die großen loslegen.
    Die Beinbrüche sind außerdem wirklich ein Problem, und zwar eins, das sowohl teuer als auch tierschutzrelevant (weil hochschmerzhaft für den Hund) ist.


    Züchter findest du auf den Seiten des DWZRV und des WCD, das sind die beiden betreuenden Verein im VDH.
    http://www.dwzrv.com/
    http://www.wcd-online.de/
    Whippets sind zur Zeit grade ein bisschen im Kommen. Modehund wäre zu viel gesagt, aber sie werden definitv beliebt. Von daher findet man auch immer wieder Welpen ohne Papiere in den ganzen Kleinanzeigenmärkten. Davon würde ich mich aus den bekannten Gründen fernhalten, das Angebot in den beiden Vereinen ist wirklich mehr als üppig und wenn man nix ganz ultraspezielles sucht kriegt man zur Zeit eigentlich immer einen Welpen.

  • Danke für deinen Post, Marula!

    Wenn dann gibt's nur einen Hund vom ordentlichen Züchter, das steht außer Frage.

    Um ehrlich zu sein, fällt der Whippet langsam oder sicher für mich raus... :/ Ich will einen Hund, der seiner Aufgabe nachkommen kann und wenn das Jagen so sehr im Whippet drin steckt, passt es vielleicht einfach nicht. Rennen könnte ich ihm bieten - dafür ist ja auch mein Dalmi gemacht. Aber entspannte Spaziergänge sind mir wichtig und mir war nicht bewusst, dass der Jagdtrieb wirklich so ausgeprägt ist.

    Alternativ würde mich noch ein Mittelpudel interessieren - wichtig sind nur folgende Dinge:
    - kein starker Hundegeruch
    - wenig bis kein haaren (das tut mein Dalmi bereits für zwei)
    - Größe/Statur passend zu meinem Hund

    Fallen euch da noch passende Rassen ein? :???:

    Zitat

    Zum Windspiel/Windhunde an sich, kann ich dir leider nicht viel schreiben. Darf ich denn fragen warum kein zweiter Dalamtiner?

    An sich liebend gerne - ich find die Rasse einmalig! Aber die Haare sind für eine Wohnung wirklich schon genug. Ich kann jede Woche nen Teppich aus dem machen, was mein Hund verliert. Hab mich schon nach kommenden Würfen erkundigt, aber irgendwie wäre mir was "haarfreies", etwas kleineres doch lieber...

  • Zitat

    Um ehrlich zu sein, fällt der Whippet langsam oder sicher für mich raus... :/ Ich will einen Hund, der seiner Aufgabe nachkommen kann und wenn das Jagen so sehr im Whippet drin steckt, passt es vielleicht einfach nicht. Rennen könnte ich ihm bieten - dafür ist ja auch mein Dalmi gemacht. Aber entspannte Spaziergänge sind mir wichtig und mir war nicht bewusst, dass der Jagdtrieb wirklich so ausgeprägt ist.

    Das ist aber nunmal die Aufgabe eines Whippets. Dafür wurden sie gezüchtet, den Hasen zu jagen.
    (Davon ab haaren auch Whippets. Meiner zumindest haart aktuell wie Sau, weils einfach zu warm ist für Winter)

    Neben dem Pudel fällt mir noch der Bedlington Terrier ein, der haart auch nicht.
    Oder generell eine der Rassen die getrimmt werden müssen, wobei da nunmal auch wieder mit nem gewissen Jagdtrieb zu rechnen wäre.

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