Zweithund Amstaff
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Hallo,
wir haben eine jetzt 5 Monate alte Havaneser Hündin. Ich wollte immer so einen lebhaften, verspielten und verschmusten Hund haben, aber natürlich müssen erst einmal die Voraussetzungen dafür geschaffen sein. Mir wurde in einem anderen Forum von der Anschaffung dieses Hundes massiv abgeraten, da wir zu dem Zeitpunkt noch 5 Katzen hatten. Wir wohnen ländlich und haben ein sehr großes Grundstück. 3 Katzen sind zugelaufen und halten sich überwiegend draußen auf, da (obwohl kastriert) alle markieren. Wir hatten also nur eine Katze und 7 Jahre alten Kater im Haus. Die anderen können, wenn gewünscht, in einem großen Hauswirtschaftsraum übernachten. Alle werden von uns gefüttert. Meine kleine Katze mussten wir im Alter von 14 Jahren wegen Nierenversagen vor 6 Wochen einschläfern lassen. Obwohl uns im Forum abgeraten wurde, haben wir die kleine Jule zu uns geholt. Mein Kater kommt bestens mit ihr aus (wenn sie zu wild ist, geht er halt in den ersten Stock). Sie schlafen sogar zusammen auf dem Sofa. Auch unsere Freigänger haben Jule akzeptiert. Für uns war es immer klar, dass ein zweiter Hund dazukommen soll. Nun ist der Traumhund meines Mannes ein Amstaff und das schon seit 11 Jahren.
Ich habe bestimmte Bedingungen gestellt. Erst einmal muss der Gartenbereich komplett eingezäunt werden. Für Jule reicht ein Karnickeldraht
Für einen größeren Hund ist das natürlich nicht ausreichend. Das soll jetzt auch gemacht werden. Ich gehe mit meiner kleinen Hündin morgens und abends mindestens 1 Stunde. Reicht das für einen Amstaff? Wir laufen je nach Runde ca. 8 - 10 km am Tag.
Jule ist bereits sehr gut erzogen. Ich war von Anfang an mit ihr in einer Hundeschule und sie kennt die wichtigsten Befehle. In Anbetracht eines Amstaff-Welpens lege ich noch mehr Wert auf gute Erziehung, was bei ihrem Niedlichkeitsfaktor nicht immer ganz einfach ist
Schreibt mir doch bitte mal eure Meinung zu diesen Voraussetzungen. Vielleicht noch wissenswert: Alter von uns: Mitte 40. 3 Söhne (25, 23, 18 Jahre) Nur der 18-jährige wohnt noch bei uns
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Warum denn nicht?!
Wenn man sich nach dem richtigen Züchter umsieht, vielleicht einem, der sogar selber Katzen hat, dann sollte das klappen. Ist ja auch nur ein Hund, sollte man das ein oder andere Auge mehr auf eine konsequente und sichere Erziehung legen, aber ansonsten sind das tolle Hunde.
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Ich sehe auch nichts, was dagegen spricht. 2x ne Stunde Auslauf und ab und an was fürs Köpfchen ein bis zwei Mal die Woche reicht auch für einen AmStaff. Es sind ja keine Monster, sondern lebhafte, energiegeladene Hunde, die gut erzogen sein sollten wie jeder andere Hund.
Was man sich überlegen sollte ist, ob man mit den oft massiven Anfeindungen klarkommen kann. Ob man wirklich fair und gelassen und ruhig bleiben kann im Umgang mit dem Hund, oder ob man sich doch unter Druck setzen lässt. Das sind die in meinen Augen viel wichtigeren Fragen. Die Umstände hören sich gut an, ein Welpe kann absolut lernen, mit Katzen auszukommen, ein AmStaff ist ein toller, gelehriger, netter Hund der mit 2 Stunden Bewegung am Tag bestens zurande kommt. Aber der Rest... da solltet ihr euch sicher sein.
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Für mich hört sich das auch sehr gut an! Ich würde ja sofort die Am. Staff. Hündin aus unserem städtischen Tierheim nehmen, wenn die Auflagen im Bundesland und auch europäischen Ausland nicht so massiv wären. Darüber sollte man sich auch im Klaren sein. Ich weiß nicht, wo ihr lebt, aber sicher habt ihr euch schon nach den Auflagen in eurem Bundesland erkundigt, wenn es denn welche gibt. Dazu kommen dann noch Auflagen im europäischen Ausland, was einen doch sehr einschränkt.
Aber, wenn ihr wisst, dass ihr in den nächsten 15-20 Jahren nicht groß umziehen wollt, beim Urlaub machen mit den Einschränkungen leben könnt, dann werdet ihr sicher einen tollen neuen Begleiter haben!
P.S. Wenns auch eine ganz ganz liebe 5-jährige Hündin sein darf, dann schick mir doch eine PN und ich geb dir den Link zum Tierheim. Hab die Hündin einmal selbst ausgeführt und bin ganz verzückt!

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Hallo Sabrina,
ich als Staff Besitzerin finde das natürlich eine tolle Wahl

Darf ich fragen wo ihr her kommt?
Denn je nach BL reichen die Bedinungen die du selber gestellt hast nicht aus, sonder du musst dich an die jeweilige Verordnung des BL halten!
Diese sind sehr unterschiedlich und darum bitte VOR der Anschaffung genau informieren welche Anforderungen gestellt werden.
Denn es kann gut sein das eine private Anschaffung gar nicht zulässig ist und dann kann es mächtig ärger geben!Ich denke eine Hundeschule/ Trainer/ Hundeplatz ist gar nicht verkehrt, viele Menschen haben immer noch Angst und Vorurteile, deswegen ist meine persönliche Meinung das es immer besser ist einen Hund an der Leine zu haben der erzogen ist!
Zudem sollte der Hund nicht nur mit Spazieren gehen beschäftigt werden, geistige und körperliche Auslastung macht ihnen sehr viel Spaß und viele Staffs sind richtige Allrounder :) -
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Amstaff

Ich hatte auch einen, total zucker. Meiner war aber (leider) nicht reinrassig, da war noch ein Mastiff mit drinnen

Also 8-10 km, Hut ab
Da sollten sich viele mal eine Scheibe abschneiden
Allerdings bist du mit der Rasse "gezwungen" eine Hundeschule zu besuchen, weil der Wesenstest ab 12 Monate abgelegt werden muss (so war es in Schleswig Holstein). Wir hatten da eine Huschu die sowas später direkt abnehmen durfte..... Zudem muss ein Staffi lernen mit seiner Kraft umzugehen.
Ich weiß nicht genau wo du herkommst..... Aber einen "Hundeführerschein" musst du auch ablegen, dass ist aber eigtl simple. :)
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Gegen einen AmStaff hätte ich einzuwenden, dass Du ihn vermutlich öfter mal ausbremsen musst, damit er die Havaneserin nicht plattspielt (in freundlicher Absicht). :)
Aber gegen einen Welpen generell: Dein Hund ist grade mal 5 Monate alt, d.h. die Phase, in der die Erziehung öfter mal anstrengend wird und Hunde irre schnell von Kumpeln den größten Mist abschaun, die kommt jetzt grade erst.
Dass das Pensum von 2x täglich 8-10 km ziemlich viel ist - für den Welpen definitiv zu viel - bedingt dann auch, dass Du entweder anders laufen musst oder den klopsigen Staffwelpen tragen musst.
Mir scheint das auch grade für so nen kleinen und jungen Hund wie den Havaneser sehr viel. Nicht?
Wenn Du für die 8km wirklich nur eine Stunde brauchst, bist Du verdammt schnell unterwegs. -
8-10km am Tag, nicht pro Runde.
Daraus werden dann 8km in einer Stunde, das ja wie stille Post hier.

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AmStaff ist prinzipiell ja nicht verkehrt - allerdings wuerde ich mir in Eurer momentanen Situation keinen Welpen dazuholen, sondern mindestens einen jungen erwachsenen Hund.
Die Bedingungen klingen super - grosses Grundstueck, laendlich, gefestigte Lebensverhaeltnisse, reiner Erwachsenenhaushalt, viel Auslauf... von daher sollte es keine Probleme geben.
AmStaffs sind toll, keine Frage. Aber es sind halt auch nicht die "perfekten Hunde", da braucht man sich nichts vormachen. Ich wuerde sagen, die meisten Probleme (mal abgesehen von den lieben Mitmenschen) treten auf mit Artgenossenunvertraeglichkeit und mit Jagdtrieb. Grade Hunde aus sehr sportlichen Linien sind oft auch sehr triebig. Das ist nicht schlimm, wenn man es mag, aber mit einem sehr viel kleineren Hund und Katzen kann es halt auch schiefgehen.
AmStaffs sind keine reissenden, kaempfenden Bestien, aber es gibt halt solche und solche. Manche sind nur nett und kommen mit anderen Hunden super aus. Manche kommen gut klar mit Hunden, die im selben Haushalt wohnen, sind aber mit fremden Hunden eher mit Vorsicht zu geniessen. Und manche sind einfach wirklich besser Einzelhunde. Das ist nicht immer nur "plattspielen in freundlicher Absicht", das ist oft genug echte Unvertraeglichkeit.
Eure Huendin ist grade mal 5 Monate alt. Die Pubertaet kommt noch und die Chancen stehen gut, dass sich auch das Verhaeltnis Eurer Huendin zu anderen Hunden noch veraendert.Ich habe beide meine Hunde als junge erwachsene uebernommen (Max mit 2.5 und Nova mit ca 1.5 Jahren), weil wir so besser einschaetzen konnten, woran wir sind. Wir wollten es genau nicht erleben, dass der kleine Hund gross wird und auf einemal die Hunde nicht mehr miteinander klarkommen. Das hat sich fuer uns sehr bewaehrt.
Grade auf der Suche nach Nova haben wir einige Hunde kennengelernt, die ich ganz sicher nicht als Zweithund haette haben wollen (und die teilweise in ganz normalen Familien unter sehr ordentlichen Verhaeltnissen aufgewachsen sind).Manche Leute moegen Hunde aus dem Tierschutz, manche nicht so. Aber grade bei Listenhunden sitzen so viele Hunde in Tierheimen, dass man sich Alter, Geschlecht und Charaktereigenschaften schon fast frei aussuchen kann. Ich wuerde mich also nach einem etwas aelteren Hund umsehen, der genau Euren Vorstellungen entspricht statt das Risiko mit einem Welpen einzugehen.
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Ansonsten gebe ich Hummel recht.
Man muss sich mit einem Listenhund eine dicke Haut zulegen. Vorurteile von Mitmenschen, z.T. massive gesetzliche Auflagen, die sich auch staendig aendern (weiss nicht, aus welchem Bundesland Ihr kommt), Probleme beim Reisen innerhalb Deutschlands und ins Ausland (viele Urlaubsorte fallen halt mit AmStaff halt einfach mal weg - z.B. Daenemark, Frankreich, England, seit neuestem Kroatien), z.T. hohe Steuern, z.T. hohe Versicherungsgebuehren, usw.
Das kann ganz schoen frustrierend sein. - Vor einem Moment
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