Kastration ja oder nein.

  • Und inwieweit bestätigt die Quelle das für Hündinnen?

    Ich beschäftige mich auch gerade mit der Frage ob wir Nele kastrieren lassen oder nicht. Sie steckt gerade in ihrer zweiten Läufigkeit und ich habe das Gefühl sie leidet darunter. Sie kann sich nicht richtig entspannen, ist sich die ganze Zeit am Putzen und wirkt einfach bedrückt. Mal sehen wie es mit der Scheinschwangerschaft aussieht. Ich denke danach werden wir entscheiden.

  • Zitat


    Und inwieweit bestätigt die Quelle das für Hündinnen?

    Ich beschäftige mich auch gerade mit der Frage ob wir Nele kastrieren lassen oder nicht. Sie steckt gerade in ihrer zweiten Läufigkeit und ich habe das Gefühl sie leidet darunter. Sie kann sich nicht richtig entspannen, ist sich die ganze Zeit am Putzen und wirkt einfach bedrückt. Mal sehen wie es mit der Scheinschwangerschaft aussieht. Ich denke danach werden wir entscheiden.

    Die Wirkung der Hormone unterscheidet sich nicht bei Mensch und Tier.
    Auch wenn die Hündin einen anderen Zyklus hat, als die Frau, so sind doch die gleichen Hormone für den Ablauf zuständig.

    Nicht umsonst nennt man die gesamte Hormonfunktion das "Hormonsystem".
    Das Hormonsystem ist ein fein aufeinander abgestimmtes System. Nimmt man an einer Stelle eine hormonbildende Drüse durch Operation weg, hat das Einfluß auf das gesamte System. Aus diesem Grund ist z. B. eine häufige Folge der Kastration eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Produktion der Schilddrüsenhormone gerät aus dem Gleichgewicht. Oder die Nebennieren oder die Bauchspeicheldrüse geraten aus dem Gleichgewicht.

    http://www.polar-chat.de/wiki/Hormonsystem_des_Hundes

    Dass die Auswirkungen eines Hormonmangels bei Mensch und Tier gleich sind, ist eigentlich bekannt.

    Auf dieser Seite werden Frauen darüber informiert, welche Auswirkungen die Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke haben.
    Die Auswirkungen sind sehr viel umfassender, als allgemein angenommen.
    In der folgenden Aufzählung fehlen u. a. der Muskelabbau und der veränderte Fettstoffwechsel (Gewichtszunahme). Diese Probleme haben Frauen auch.

    http://www.hersfoundation.com/german/facts.html

    Und bei der Hündin:

    http://www.naiaonline.org/pdfs/LongTermH…euterInDogs.pdf

  • Super, danke :) Interessant wäre in dem Zusammenhang natürlich auch wie hoch das Risiko für die Erkrankungen grundsätzlich ist, sodass eine Erhöhung dessen durch die Kastration maßgebend für eine pro/contra Entscheidung wäre (siehe Blasenkrebs).
    Grundsätzlich lässt sich doch aber außerdem sagen, dass ein Hund selten aufgrund des Alters verstirbt, sondern häufiger durch etwaige Erkrankungen. Ob diese nun generell (rassebedingt) auftreten oder durch den Menschen "herbeigeführt" werden ist eben auch fragwürdig (Bsp. Diskussionen beim Barfen; Calcium-Phospor-Verhältnis etc.).

  • Zitat

    Super, danke :) Interessant wäre in dem Zusammenhang natürlich auch wie hoch das Risiko für die Erkrankungen grundsätzlich ist, sodass eine Erhöhung dessen durch die Kastration maßgebend für eine pro/contra Entscheidung wäre (siehe Blasenkrebs).

    Wenn man aufmerksam in diesem Forum liest, dann sieht man schon, wie sehr verbreitet diese Folgen sind. Es gibt hier unzählige Hunde, die extrem mit dem Gewicht zu kämpfen haben nach der Kastration. Selbst eine reduzierte Fütterung hilft oft nicht.

    Auch Schilddrüsenprobleme findet man massenhaft, ebenso haben viele Hunde Kreuzbandrisse. Die fehlenden Hormone sind ein Problem für das Bindegewebe, woraus das Kreuzband besteht.

    Auch die Verschiebung der inneren Organe und Knochen durch das Fehlen der Gebärmutter und Eierstöcke wird unterschätzt.
    Die Gebärmutter liegt auch bei der Hündin zwischen Darm und Blase.
    Wird die Gebärmutter weggenommen, dann verschiebt sich der Darm und drückt direkt auf die Blase.

    http://www.hersfoundation.com/docs/ANATOMIE.pdf

  • Hallo,danke für die interessanten Antworten... :gut:
    Ich denke ich lass das Kastrieren jetzt erstmal ruhn und hole mir erstmal zwei weitere Meinungen bei 2 Tierärzten meines Vertrauens ein.Hier auf dem Dorf kastrieren sie ja schon mit 5 Monaten,dass hab ich gerade erfahren und das ist doch nicht normal :headbash:
    Werde sie also wenn überhaupt nur in der Stadt kastrieren lassen.Aber so hole ich mir lieber nochmal Ratschläge ein.Lieben Dank Lilly

  • Zitat

    Hallo,danke für die interessanten Antworten... :gut:
    Ich denke ich lass das Kastrieren jetzt erstmal ruhn und hole mir erstmal zwei weitere Meinungen bei 2 Tierärzten meines Vertrauens ein.Hier auf dem Dorf kastrieren sie ja schon mit 5 Monaten,dass hab ich gerade erfahren und das ist doch nicht normal :headbash:
    Werde sie also wenn überhaupt nur in der Stadt kastrieren lassen.Aber so hole ich mir lieber nochmal Ratschläge ein.Lieben Dank Lilly

    Kein Tierarzt wird Dich so ausführlich informieren, wie Du Dich hier informieren kannst.
    Solche gründliche Aufklärung kostet Zeit und bringt kaum Geld ein. Dafür würde der Verdienst für die Kastration wegfallen, wenn der Tierarzt so aufklärt.

    Ich finde das immer merkwürdig. Habe das Gefühl, dass eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema viel zu anstrengend ist.
    Da ist es doch einfacher, eine vorgefertigte Meinung anzunehmen.

    Auch in der Stadt braucht eine Hündin ihre Hormone. Die braucht sie ihr ganzes Leben.

  • Zitat

    Wenn man aufmerksam in diesem Forum liest, dann sieht man schon, wie sehr verbreitet diese Folgen sind. Es gibt hier unzählige Hunde, die extrem mit dem Gewicht zu kämpfen haben nach der Kastration. Selbst eine reduzierte Fütterung hilft oft nicht.

    Auch Schilddrüsenprobleme findet man massenhaft, ebenso haben viele Hunde Kreuzbandrisse. Die fehlenden Hormone sind ein Problem für das Bindegewebe, woraus das Kreuzband besteht.

    Auch die Verschiebung der inneren Organe und Knochen durch das Fehlen der Gebärmutter und Eierstöcke wird unterschätzt.
    Die Gebärmutter liegt auch bei der Hündin zwischen Darm und Blase.
    Wird die Gebärmutter weggenommen, dann verschiebt sich der Darm und drückt direkt auf die Blase.

    http://www.hersfoundation.com/docs/ANATOMIE.pdf

    Jejejei, jetzt wirds aber heftig. Komm übertreib nicht, den meisten älteren Frauen ohne gehts blendend und sind froh, dass das Ding nicht mehr auf die Blase drückt.

    Und wegen den Hormonen, Bewegung, ich sag nur Bewegung, ist nix Bewegung, ist nix Muskeln, ist Bewegungsapparat instabil. Ist zuviel Futter, Hund wird fett.

    Man kann auch echt alles auf Kastration und Hormone schieben. :roll:

  • Zitat

    Kein Tierarzt wird Dich so ausführlich informieren, wie Du Dich hier informieren kannst.
    Solche gründliche Aufklärung kostet Zeit und bringt kaum Geld ein. Dafür würde der Verdienst für die Kastration wegfallen, wenn der Tierarzt so aufklärt.

    Ich finde das immer merkwürdig. Habe das Gefühl, dass eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema viel zu anstrengend ist.
    Da ist es doch einfacher, eine vorgefertigte Meinung anzunehmen.

    Auch in der Stadt braucht eine Hündin ihre Hormone. Die braucht sie ihr ganzes Leben.

    Du, ne Kastra ist sauteuer, glaubst du wirklich der HF macht sich die Überlegung leicht bei den Kosten?

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