Kastration ja oder nein.
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Erstmal ist es vom Tierschutzgesetz her verboten, einen Hund ohne triftigen Grund zu kastrieren.
Dass der Hund Dich begleiten soll, ist auf jeden Fall kein Grund.
Außerdem gibt es deutlich mehr mögliche Probleme nach einer Kastration, als nur eine Inkontinenz. Es ist ein massiver Eingriff in den Hormonhaushalt.
Es gibt keine Hormone, welche die Hündin nicht braucht, die überflüssig wären.http://www.deaa.de/hormone/hormone03.php
Diese Hormone braucht die Hündin ihr Leben lang, auch nach dem Erwachsenwerden.
Und inwieweit bestätigt die Quelle das für Hündinnen?
Ich beschäftige mich auch gerade mit der Frage ob wir Nele kastrieren lassen oder nicht. Sie steckt gerade in ihrer zweiten Läufigkeit und ich habe das Gefühl sie leidet darunter. Sie kann sich nicht richtig entspannen, ist sich die ganze Zeit am Putzen und wirkt einfach bedrückt. Mal sehen wie es mit der Scheinschwangerschaft aussieht. Ich denke danach werden wir entscheiden.
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Hallo,
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Und inwieweit bestätigt die Quelle das für Hündinnen?Ich beschäftige mich auch gerade mit der Frage ob wir Nele kastrieren lassen oder nicht. Sie steckt gerade in ihrer zweiten Läufigkeit und ich habe das Gefühl sie leidet darunter. Sie kann sich nicht richtig entspannen, ist sich die ganze Zeit am Putzen und wirkt einfach bedrückt. Mal sehen wie es mit der Scheinschwangerschaft aussieht. Ich denke danach werden wir entscheiden.
Die Wirkung der Hormone unterscheidet sich nicht bei Mensch und Tier.
Auch wenn die Hündin einen anderen Zyklus hat, als die Frau, so sind doch die gleichen Hormone für den Ablauf zuständig.Nicht umsonst nennt man die gesamte Hormonfunktion das "Hormonsystem".
Das Hormonsystem ist ein fein aufeinander abgestimmtes System. Nimmt man an einer Stelle eine hormonbildende Drüse durch Operation weg, hat das Einfluß auf das gesamte System. Aus diesem Grund ist z. B. eine häufige Folge der Kastration eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Produktion der Schilddrüsenhormone gerät aus dem Gleichgewicht. Oder die Nebennieren oder die Bauchspeicheldrüse geraten aus dem Gleichgewicht.ZitatAlles anzeigenDer Organismus ist ein in sich fein abgestimmtes System.
Hormone sind für den Organismus lebensnotwendig, alle biologischen Prozesse sind in irgendeiner Weise auf Hormone angewiesen, Störungen in diesem System führen oft zu schwerwiegenden Erkrankungen mit Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel, manchmal sogar bis zum Tod des Tieres, wenn sie nicht erkannt oder unbehandelt bleibt.
Hormone greifen nahezu in alle Bereiche des Organismus ein
Sie regeln z.B. alle Reproduktionsvorgänge, von der Bildung und Reifung von Einzellen bei der Hündin, über die Einnistung befruchteter Einzellen in die Gebärmutter bis hin zur Entwicklung der Welpen im Mutterleib und die Geburt. Beim Rüden ist die Entwicklung der Samenzellen von Hormonen abhängig.
Das gesamte Wachstum, angefangen vom Aufbau von Gewebe, über die Entwicklung der Knochen und Muskeln, bis hin zur optimalen Verwertung von Nährstoffen werden über Hormone mitgesteuert.
Hormone steuern den Wasserhaushalt des Körpers, sorgen dafür, das der Körper nicht mehr Elektrolyte verliert als nötig.
Der Blutzuckerspiegel wird über Hormone geregelt.
Sie sorgen für eine konstante Kalziumkonzentration im Blut, wo es u.a. für die Muskeltätigkeit benötigt wird.
Jede Verletzung, Erkrankung oder Infektion stellt eine Belastung für den Organismus da, die Fähigkeit des Körpers sich auf diese besondere Belastungen einstellen zu können ist nur mit Hilfe von Hormonen möglich
Emotionen, Verhaltensweisen wie Angst oder Flucht, Hunger oder Durst werden auch durch Hormone gesteuert.
http://www.polar-chat.de/wiki/Hormonsystem_des_Hundes
Dass die Auswirkungen eines Hormonmangels bei Mensch und Tier gleich sind, ist eigentlich bekannt.
Auf dieser Seite werden Frauen darüber informiert, welche Auswirkungen die Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke haben.
Die Auswirkungen sind sehr viel umfassender, als allgemein angenommen.
In der folgenden Aufzählung fehlen u. a. der Muskelabbau und der veränderte Fettstoffwechsel (Gewichtszunahme). Diese Probleme haben Frauen auch.ZitatAlles anzeigen
FAKT: Ein Hysterektomie-Schaden ist von lebenslanger Dauer. Neben den operativen Verletzungen, treten am häufigsten die folgenden Begleiterscheinungen auf:Herzerkrankung
Osteoporose
Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen, sowie dessen Unbeweglichkeit
Verlust von sexuellem Verlangen, Erregung, Empfindung
schmerzchafter Koitus, Scheidenschaden
Blasenverlagerung, Darmverlagerung, sowie Verlagerung anderer Beckenorgane
Harnwegsinfektionen, Pollakisurie, Blaseninkontinenz
chronische Obstipation und Verdauungsstörungen
totale Müdigkeit
chronische Erschöpfung
veränderter Körpergeruch
Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
Abstumpfen von Gefühlen, Persönlichkeitsveränderungen, Verzagtheit, Reizbarkeit, Ärger, Zurückgezogenheit, Selbstmordgedankenhttp://www.hersfoundation.com/german/facts.html
Und bei der Hündin:
ZitatAlles anzeigenNachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%) -
Super, danke :) Interessant wäre in dem Zusammenhang natürlich auch wie hoch das Risiko für die Erkrankungen grundsätzlich ist, sodass eine Erhöhung dessen durch die Kastration maßgebend für eine pro/contra Entscheidung wäre (siehe Blasenkrebs).
Grundsätzlich lässt sich doch aber außerdem sagen, dass ein Hund selten aufgrund des Alters verstirbt, sondern häufiger durch etwaige Erkrankungen. Ob diese nun generell (rassebedingt) auftreten oder durch den Menschen "herbeigeführt" werden ist eben auch fragwürdig (Bsp. Diskussionen beim Barfen; Calcium-Phospor-Verhältnis etc.). -
Vielleicht ist diese Info für Dich interessant?
http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…kastration.html
Ansonsten gibt es auch Bücher zum Thema.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
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Super, danke :) Interessant wäre in dem Zusammenhang natürlich auch wie hoch das Risiko für die Erkrankungen grundsätzlich ist, sodass eine Erhöhung dessen durch die Kastration maßgebend für eine pro/contra Entscheidung wäre (siehe Blasenkrebs).
Wenn man aufmerksam in diesem Forum liest, dann sieht man schon, wie sehr verbreitet diese Folgen sind. Es gibt hier unzählige Hunde, die extrem mit dem Gewicht zu kämpfen haben nach der Kastration. Selbst eine reduzierte Fütterung hilft oft nicht.
Auch Schilddrüsenprobleme findet man massenhaft, ebenso haben viele Hunde Kreuzbandrisse. Die fehlenden Hormone sind ein Problem für das Bindegewebe, woraus das Kreuzband besteht.
Auch die Verschiebung der inneren Organe und Knochen durch das Fehlen der Gebärmutter und Eierstöcke wird unterschätzt.
Die Gebärmutter liegt auch bei der Hündin zwischen Darm und Blase.
Wird die Gebärmutter weggenommen, dann verschiebt sich der Darm und drückt direkt auf die Blase. -
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Hallo,danke für die interessanten Antworten...
Ich denke ich lass das Kastrieren jetzt erstmal ruhn und hole mir erstmal zwei weitere Meinungen bei 2 Tierärzten meines Vertrauens ein.Hier auf dem Dorf kastrieren sie ja schon mit 5 Monaten,dass hab ich gerade erfahren und das ist doch nicht normal
Werde sie also wenn überhaupt nur in der Stadt kastrieren lassen.Aber so hole ich mir lieber nochmal Ratschläge ein.Lieben Dank Lilly -
Zitat
Hallo,danke für die interessanten Antworten...
Ich denke ich lass das Kastrieren jetzt erstmal ruhn und hole mir erstmal zwei weitere Meinungen bei 2 Tierärzten meines Vertrauens ein.Hier auf dem Dorf kastrieren sie ja schon mit 5 Monaten,dass hab ich gerade erfahren und das ist doch nicht normal
Werde sie also wenn überhaupt nur in der Stadt kastrieren lassen.Aber so hole ich mir lieber nochmal Ratschläge ein.Lieben Dank LillyKein Tierarzt wird Dich so ausführlich informieren, wie Du Dich hier informieren kannst.
Solche gründliche Aufklärung kostet Zeit und bringt kaum Geld ein. Dafür würde der Verdienst für die Kastration wegfallen, wenn der Tierarzt so aufklärt.Ich finde das immer merkwürdig. Habe das Gefühl, dass eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema viel zu anstrengend ist.
Da ist es doch einfacher, eine vorgefertigte Meinung anzunehmen.Auch in der Stadt braucht eine Hündin ihre Hormone. Die braucht sie ihr ganzes Leben.
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Wenn man aufmerksam in diesem Forum liest, dann sieht man schon, wie sehr verbreitet diese Folgen sind. Es gibt hier unzählige Hunde, die extrem mit dem Gewicht zu kämpfen haben nach der Kastration. Selbst eine reduzierte Fütterung hilft oft nicht.
Auch Schilddrüsenprobleme findet man massenhaft, ebenso haben viele Hunde Kreuzbandrisse. Die fehlenden Hormone sind ein Problem für das Bindegewebe, woraus das Kreuzband besteht.
Auch die Verschiebung der inneren Organe und Knochen durch das Fehlen der Gebärmutter und Eierstöcke wird unterschätzt.
Die Gebärmutter liegt auch bei der Hündin zwischen Darm und Blase.
Wird die Gebärmutter weggenommen, dann verschiebt sich der Darm und drückt direkt auf die Blase.Jejejei, jetzt wirds aber heftig. Komm übertreib nicht, den meisten älteren Frauen ohne gehts blendend und sind froh, dass das Ding nicht mehr auf die Blase drückt.
Und wegen den Hormonen, Bewegung, ich sag nur Bewegung, ist nix Bewegung, ist nix Muskeln, ist Bewegungsapparat instabil. Ist zuviel Futter, Hund wird fett.
Man kann auch echt alles auf Kastration und Hormone schieben.

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Kein Tierarzt wird Dich so ausführlich informieren, wie Du Dich hier informieren kannst.
Solche gründliche Aufklärung kostet Zeit und bringt kaum Geld ein. Dafür würde der Verdienst für die Kastration wegfallen, wenn der Tierarzt so aufklärt.Ich finde das immer merkwürdig. Habe das Gefühl, dass eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema viel zu anstrengend ist.
Da ist es doch einfacher, eine vorgefertigte Meinung anzunehmen.Auch in der Stadt braucht eine Hündin ihre Hormone. Die braucht sie ihr ganzes Leben.
Du, ne Kastra ist sauteuer, glaubst du wirklich der HF macht sich die Überlegung leicht bei den Kosten?
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Danke! Ich schau mir die Links mal an.
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