Brauche Rat --- Junghund

  • Hallo Leute,

    brauche euren Rat. Ich habe eine wunderbare 6 Monate alte BBS Hündin. Und einen kleinen 2jährigen Chihuahua.

    Folgendes Problem. Meine kleineGroße also die Hündin Zieht an der Leine wie eine wilde. Keine Leckerlis kein Richtungswechsel kein Stehenbleiben nichts beeindruckt Sie wirklich. Wie soll ich ihr das abgewöhnen? Also Sie zieht und zieht und zieht. Zu dem hat sie seid zwei Tagen entdeckt das mann Pflanzen toll ausbuddeln kann in der Wohnung und die Couch toll ist zum zerbeißen wenn wir nicht da sind. :gott: :lepra:

    Zur info vorweck. Sie ist weder unausgelastet noch zu lange allein. Wir sind 4 mal die Woche am Hundeplatz zum trainieren und zum Arbeiten mit den Hunden. Sie sind 4 mal am Tag draußen, einmal davon für 2h. Die anderen drei mal für 15min bis 30 min.

    Das CouchProblem hat sich hoffe ich erledigt seid dem ich die Ecke (sie hat eine lieblingsecke die Sie zerlegt) verstellt habe. Aber das werde ich gleich sehen wenn ich zuhause bin. Die Pflanzen sind auch so verräumt das Sie nicht mehr dran kommt. Ich hoffe das Sie nichts anderes jetzt genommen hat als ersatz. Wir haben Probiert die nichtanzuknabbernden sachen mit Pfeffer an zu streuen und mit chilly ... als auch mit einem Knabberstoppspray den mann in jedem Zoofachhandel kriegt. ---> War null von interesse... im gegenteil schien eher besser geschmeckt zu haben!

    Ach und ich bitte um Rat ... aber bitte alles gewaltfrei. Ich mag keine Gewalt an meinen hunden anwenden. Weder körperlich noch geistig. Danke :hilfe: :hilfe:

    Liebe grüße oWE

    Ein weiser Mensch sagte mal: "Niemand bekommt den Hund den er will oder sich aussucht, sondern den den er braucht!" :gut:

  • Zitat


    Zur info vorweck. Sie ist weder unausgelastet noch zu lange allein.

    Wenn sie dann Unsinn macht, ist es für sie doch noch zu lange.
    Hat sie denn das Alleine bleiben kleinschrittig gelernt?
    Und das Programm erscheint mir auch für einen halbjährigen Hund zuviel!

  • Für mich klingt das auch nach viel zu viel. Da wär mein 9 Monate alter Hund aus jagdlicher Leistungszucht (die fordern schon echt viel) sogar völlig Überfordert und ich auch!
    2 Stunden draußen sind wir nur im Ausnahmefall vielleicht alle 2 Wochen, sonst ist es so gut eine, auch mal weniger. Da ist dann Abenteuerzeit mit üben, spielen, Welt entdecken und Hundekontakt. Dazu noch 2 Pipi-Runden (ca 15 Min) und meist noch eine ganz kleine Spiel- oder Sucheinheit in der Wohnung. Je nach Tagesablauf und Zeit. Wir sind 1x die Woche beim Grundgehorsam und 1x beim Anfänger-Agility. Wobei eins von beiden auch immer mal ausfällt wegen der Arbeit. Das wars und mehr wäre auch nicht gut für ihn so vom Gefühl, er würde das zwar mitmachen, aber wäre dann wohl ein hibbeliger Zeitgenosse, der ständig Aktion fordert und nicht runter kommt.

    Also falls dein Hund generell zu Hause eher unruhig ist und sich schlecht konzentrieren kann und unaufmerksam ist (scheint evtl ja so zu sein, wenn er nicht ansprechbar ist und nicht auf Leckerlie reagiert draußen), könnte Überforderung ein grund sein.

    Mich würde auch interessieren, was ihr 4x die Woche auf dem Platz macht, vielleicht magst du uns das ja erzählen.


    Das "zu Hause Sachen kaputt machen" Problem, kam bei uns auch in dem Alter auf, beschränkte sich aber auf Papier und Blumen und war schlicht Langeweile nach einiger Zeit. Wir haben dann alles hoch gestellt, was potenziell "Opfer" werden konnte und alternativ Kongs mit Füllung da gelassen und ne Kiste mit Papierschnipseln und etwas Futter. Außerdem haben wir vorm alleine sein Alf gut beschäftigt mit viel Bewegung und Kopfarbeit. Und eben die Zeiten wieder etwas verkürzt so gut es eben möglich war, denn in der Pubertät und der Vorphase geht eben oft etwas wieder nicht mehr so gut, was vorher kein Problem war.

    Wie oft ist euere Kleine denn alleine? Regelmäßig jeden tag oder nur ab und an?


    Das Leinenproblem würde ich mt GANZ VIEL Geduld angehen und mich auf eine Variante festlegen. Wir sind einfach stumpf stehengeblieben und haben damit erreicht, dass Alf weiß, dass er mit Zug im Geschirr oder Halsband NIE dort hin kommt wo er hin will und dass es besser voran geht, wenn er sich unserem Tempo anpasst.
    Jetzt haben wir das von der ersten Minute an der Leine gemacht....da ist das recht einfach. Bei Euch scheint sich das Ziehen ja schon etabliert zu haben, also dauert es einfach viel länger, das wieder abzugewöhnen. Da brauchtst Du einfach Zeit und Ruhe. Leine dran und sobald Zug drauf ist, stehen bleiben, schaut der Hund Dich an, geht zurück oder orientiert sich iwie zu dir, loben und weitergehen. Das ganze dann immer, wenn die Leine dran ist. Da kommt man erstmal nicht wirklich vorwärts. :headbash: Viele machen es so, dass sie das zum üben mit einem Halsband machen und am geschirr ziehen erlauben, um zumindest ein paar Meter zu schaffen. Haben wir nicht gemacht, halte ich aber für eine praktikable Lösung.

    Ist natürlich eine Variante, die echt viel Geduld erfordert, weil man dem Hund keine Lösung vorgibt, sondern er selbst drauf kommen muss, was richtig ist und womit er nicht zum Ziel kommt. Ich bevorzuge solche Methoden, wo immer sie Möglich sind. Finde das sitzt dann auch iwie fester. Aber da gibt es sicher viele Wege und EInstelungen und bestimmt kommen hier noch andere Ideen.

    Soweit erstmal, viel Erfolg und vor allem Geduld. Ich war manches Mal echt genervt, aber das darf man natürlich nicht zeigen und da kann der Hund ja auch nix zu.... :)

  • "Zur info vorweck. Sie ist weder unausgelastet noch zu lange allein. Wir sind 4 mal die Woche am Hundeplatz zum trainieren und zum Arbeiten mit den Hunden. Sie sind 4 mal am Tag draußen, einmal davon für 2h. Die anderen drei mal für 15min bis 30 min."


    Ich mag jetzt vielleicht auch falsch liegen...aber, ich persönlich meine auch, dass das etwas viel Programm für die KleineGroße ist.... gute Leinenführigkeit ist bei einem 6 Monate alten Hund noch nicht wirklich zu erwarten. Der will DAAAAAA hin, auf biegen und brechen.

    Wir haben wie folgt geübt: Bei Fuß: Hund neben einem, Schulter an Schulter, absitzen lassen und die Leine kurz nehmen, aber noch so, dass sie gerade noch locker ist und losgehen. Falls Hund zieht, oder einen ein Stückchen zu weit überhholt, ihm den Weg abschneiden (sich in seine Richtung eindrehen) und in die entgegengesetzte Richtung laufen, ca 5 Meter, dann wieder Richtungswechsel in die eigentliche Richtung. Der Hund rennt evtl noch ein oder zweimal in die Beine, wenn man ihm den Weg abschneidet, so lernt er aber ohne Kommando, dass Kurze Leine gleich Fuß ist und dass ein Überholen unterbunden wird, nonverbal. Aufbauen, d. h. sobald er 10 Meter brav bei Fuß läuft, loben (wie man halt lobt), dann nach 20 Metern, immer weiter, weiter weiter. Natürlich über Wochen immer weiter aufbauen, nicht alles auf einmal. Und die ersten 2-3 Wochen auch nur 5 - 10 Minuten üben, danach sind se eh nicht mehr wirklich aufnahmefähig :headbash:
    Habt ihr das Alleinesein gut aufgebaut? Also, Sekunde, zu Minute, zu Minute etc?
    Manchen Hunden hilft es auch, wenn sie nicht die ganze Bude zur Verfügung haben, sondern nur ein Zimmer. Nen Kong mit Quark, oder etwas in ähnlicher Konsistenz füllen, einfrieren und vor dem Verlassen der Wohnung geben. Langer Kauspaß und erstmal Ablenkung beim Alleinesein.

    Das wären meine Gedanken dazu und wir sind super damit gefahren :smile:

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